Thorsten Legat: Vom Fußballprofi zum Kampfsport-Weltmeister und Reality-TV-Star

Thorsten Legat ist eine schillernde Persönlichkeit, die sowohl im Fußball als auch im Kampfsport und im Reality-TV für Aufsehen gesorgt hat.

Frühe Karriere und Erfolge im Fußball

Der gebürtige Bochumer spielte für die Bundesligisten VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Schalke 04. Mit Bremen wurde er Europapokalsieger der Pokalsieger (1992) und Deutscher Meister (1993). Mit Bremen (1994), Stuttgart (1997) und Schalke (2001) wurde er DFB-Pokalsieger. Die Trophäe mit drei verschiedenen Vereinen zu holen, schafften außer ihm nur drei Spieler.

Als defensiver Mittelfeldspieler war der frühere Fußball-Profi Thorsten Legat ein harter Hund. Im Vergleich zu heute war das aber soft. Jetzt ist er knüppelhart.

Der Wechsel zum Kampfsport

Schon als Jugendlicher begann Legat neben dem Fußball mit dem Kampfsport, um sich gegen seinen gewalttätigen Vater wehren zu können. Seitdem betreibt er Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu und Karate. „Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat.

Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein. „In meinen Gegenspielern habe ich meinen Vater gesehen. Ihm wollte ich es zeigen“, verrät er. Legat hasste seinen Vater. „Er hat mich als Kind missbraucht und misshandelt.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“.

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Im Dschungelcamp sagte er, er sei Taekwondo-Weltmeister. Vor vier Jahren bewies der Dschungelcamp-Dritte von 2016 beim Promiboxen von ProSieben, dass er sich im Ring bewegen kann.

Erlaubt ist so ziemlich alles. Fäuste, Füße, Ellenbogen, Knie - alles, womit sich schlagen und treten lässt.

Geplanter MMA-Kampf und Absage

Eigentlich hätte der 49-Jährige am 1. September im Rahmen einer Veranstaltung der MMA-Serie "GMC" in der Kölner Lanxess-Arena gegen den 23 Jahre jüngeren Fitnesstrainer Dominic Harrison sein Debüt geben sollen. Doch der ehemalige Fußballprofi Thorsten Legat hat seinen geplanten Mixed-Martial-Arts-Kampf abgesagt. Seine Begründung dafür ist zu hartes Training. Probleme in der Hüfte und Schulter verhindern dieses Vorhaben, teilte Legat am Mittwoch mit. "Ich habe es wohl übertrieben.

Ausflüge ins Reality-TV

2014 startete er eine neue im Fernsehen: Bei "Hell's Kitchen" (SAT.1) war er dabei und bei "Das große ProSieben Promiboxen" vermöbelte er den Rapper Trooper Da Don. In weiteren Auftritten bei "TV total Stock Car Crash Challenge", "Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas".

Viermal zog er ins Dschungelcamp, zweimal als Mitspieler, zweimal als Drill Instructor und Sidekick. So erwarb er sich bei "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" den Ruf eines latent durchgeknallten Typen mit harter Schale und weichem Kern. Vor allem machte er den Ausdruck "Kasalla" salonfähig.

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Vor allem im Fernsehen. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“, „Grill den Hensler“, „Schlag den Star“ - wird Lagat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er. „Und es gibt auch noch ein bisschen Geld.“ Obendrein kitzelt es sein Ego. „Die Leute mögen mich. Ich erzähle die Wahrheit, ohne jemanden zu beleidigen. Es wäre doch schade, wenn es Thorsten Legat nicht mehr im Fernsehen zu sehen gibt.

Skandale und Kontroversen

"Kasalla setzt" Thorsten legat in der Zeit seiner Fußballerkarriere öfters und geriet mehrmals in Prügeleien, bei denen er seine Gegner verletzte. Einmal griff er bei einer Gruppe Jugendlicher, von der er sich bedroht fühlte zu einem Samurai-Schwert. Die Waffe hatte er offenbar im Kofferraum. Der Fall kam später vor Gericht. In einem weiteren Fall verletzte er einen Mann, der ihn mit einem Messer angriff, so schwer, dass er bleibende Schäden davontrug, wie Legat zuletzt im Dschungelcamp gestand.

Persönliche Tiefpunkte und Überwindung

Als ihn ein Knorpelschaden im Knie zum Karriereende als Fußball-Profi gezwungen hatte, fiel Legat in ein Loch. Er stürzte und stürzte. „Erst war es ein Bier am Tag, dann ein Kasten, dann anderthalb. Ich hatte Selbstmordgedanken“, gesteht er. Seine Frau drohte: „Wenn du so weitermachst, verlierst du mich und die Kinder.“ Seither trinkt Legat keinen Alkohol mehr.

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