Thorsten Legat, der ehemalige Fußballprofi, hat nach seiner aktiven Karriere die Reality-Shows aufgemischt. Doch damit nicht genug, er wollte auch im Kampfsport Fuß fassen.
Kampfsport als Leidenschaft und Lebensweg
Schon als Jugendlicher begann Legat neben dem Fußball mit dem Kampfsport, um sich gegen seinen gewalttätigen Vater wehren zu können. Seither betreibt er Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu und Karate. Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein.
Legat hasste seinen Vater. „Er hat mich als Kind missbraucht und misshandelt.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“. „Deshalb bin ich zum Kampfsport. Ich wollte mich wehren können. Das habe ich geschafft. Mit 16 hatte ich ihn am Boden.“
Im Vergleich zu seiner Zeit als defensiver Mittelfeldspieler, wo er bereits als harter Hund galt, ist er heute "knüppelhart".
„Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat. Zurzeit klettert der Ex-Profi in den Käfig. Mixed Martial Arts (MMA) heißt das, was er da macht. Klingt kriegerisch, ist es auch. Erlaubt ist so ziemlich alles. Fäuste, Füße, Ellenbogen, Knie - alles, womit sich schlagen und treten lässt.
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Geplanter MMA-Kampf und Absage
Eigentlich sollte Ex-Profifußballer Thorsten Legat am 1. September sein MMA-Debüt absolvieren. Daraus wird jedoch nichts. Der 49-Jährige musste seinen Fight canceln.
Der ehemalige Fußballprofi Thorsten Legat hat seine Teilnahme an einem Kampfsportabend in Köln abgesagt. Der 49-Jährige gebürtige Bochumer hätte am 1. September seinen ersten Kampf im Mixed Martial Arts (MMA) gegen den Münchner Fitnesstrainer Dominic Harrison bestreiten sollen.
Nach einem Bericht des Internetportals ran.de soll Legat Probleme an der Hüfte und der Schulter haben, die es ihm unmöglich machen, in den achteckigen MMA-Käfig zu steigen. In den vergangenen dreieinhalb Monaten hatte sich der ehemalige Bundesliga-Kicker von Bochum, Bremen, Frankfurt, Stuttgart und Schalke auf den Kampf vorbereitet und mehrere Sparringskämpfe absolviert.
Nun musste der frühere Dschungelcamp-Teilnehmer sein Debüt verschieben. „Mein Körper zwingt mich in die Knie und gibt mir einen Knockout“, erklärte Thorsten Legat weiter. Der ehemalige Fußballer will von seiner neuen Leidenschaft aber nicht lassen: „Ich werde noch stärker wiederkommen.
Der ehemalige Fußballprofi Thorsten Legat hat seinen geplanten Mixed-Martial-Arts-Kampf abgesagt. Seine Begründung dafür ist zu hartes Training.
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Probleme in der Hüfte und Schulter verhindern dieses Vorhaben, teilte Legat am Mittwoch mit. "Ich habe es wohl übertrieben.
Legats Aussage über seine Kampfsport-Erfahrung
Thorsten Legat zeigte sich an Tag neun im Dschungelcamp erneut von seiner bescheidenen Seite - oder eben auch nicht. Tagsüber durfte die ganze Gruppe erneut dem Thorsten-Festspiel beiwohnen, als er stolz verkündete, er sei nicht nur internationaler Fußballheld, sondern auch mehrfacher Weltmeister in Kung-Fu und Taekwondo.
Legat ist in dem Metier nicht ganz unerfahren. Seit rund 40 Jahren betreibt er Kampfsport für den Hausgebrauch: Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu, Karate. „Auch schon als Fußballer. Das hat nur niemand bemerkt“, meint er.
Weitere Aspekte von Thorsten Legats Leben
Legat war dabei auch für Scherze zu haben war. Einer brachte ihm teuren Ärger ein. Nach seinem Wechsel zu Schalke Anfang 2000 stand ein Mannschaftsfoto an. Die Spieler bauten sich artig auf, Legat mittendrin. Schalke-Legende Olaf Thon frotzelte: "Zieh dir die Hose hoch, dann kriegste 500 Mark." Andreas Möller, Mittelfeld-Star, legte drauf: "1.000 Mark!" Und Legat zog sich die Sporthose hoch, fast bis zur Brust. Den Kollegen und vielen Fans gefiel's - nur Manager Rudi Assauer nicht. Er brummte Legat 20.000 Mark Strafe auf. Macht 19.000 Mark Verlust für einen "Spaß" - schlechtes Geschäft.
2001 musste Legat seine Fußballerkarriere verletzungsbedingt beenden. 2014 startete er eine neue im Fernsehen: Bei "Hell's Kitchen" (SAT.1) war er dabei und bei "Das große ProSieben Promiboxen" vermöbelte er den Rapper Trooper Da Don. In weiteren Auftritten bei "TV total Stock Car Crash Challenge", "Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas".
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Viermal zog er ins Dschungelcamp, zweimal als Mitspieler, zweimal als Drill Instructor und Sidekick. So erwarb er sich bei "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" den Ruf eines latent durchgeknallten Typen mit harter Schale und weichem Kern. Vor allem machte er den Ausdruck "Kasalla" salonfähig. Das ist eines seiner Lieblingsworte. Es stammt aus dem Ruhrpott und steht für Ärger oder Krawall. Wenn es "Kasalla setzen" soll, dann ist eine Abreibung oder eine Tracht Prügel zu erwarten.
„In meinen Gegenspielern habe ich meinen Vater gesehen. Ihm wollte ich es zeigen“, verrät er.
Als ihn ein Knorpelschaden im Knie zum Karriereende als Fußball-Profi gezwungen hatte, fiel Legat in ein Loch. Er stürzte und stürzte. „Erst war es ein Bier am Tag, dann ein Kasten, dann anderthalb. Ich hatte Selbstmordgedanken“, gesteht er. Seine Frau drohte: „Wenn du so weitermachst, verlierst du mich und die Kinder.“ Seither trinkt Legat keinen Alkohol mehr.
Vor allem im Fernsehen. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“, „Grill den Hensler“, „Schlag den Star“ - wird Lagat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er. „Und es gibt auch noch ein bisschen Geld.“ Obendrein kitzelt es sein Ego. „Die Leute mögen mich. Ich erzähle die Wahrheit, ohne jemanden zu beleidigen. Es wäre doch schade, wenn es Thorsten Legat nicht mehr im Fernsehen zu sehen gibt.
