Thorsten Legat: Vom Fußball zum Kampfsport – Eine Karriere im Zeichen des Kämpfens

Ex-Fußball-Profi Thorsten Legat ist nach 2014 schon bald wieder als Kampfsportler im Ring zu sehen. Mit markigen Worten hat Ex-Fußballer Thorsten Legat seine Rückkehr in den Kampfring angekündigt: "Es wird richtig zur Sache gehen und weh tun". Am 1. September sollte der 49-Jährige in der Kölner Lanxess-Arena im Rahmen der German MMA Championship gegen Fitnessmodel Dominic Harrison im Käfigkampf antreten.

Die Faszination des Kampfsports

„Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat. Zurzeit klettert der Ex-Profi in den Käfig. Mixed Martial Arts (MMA) heißt das, was er da macht. Klingt kriegerisch, ist es auch. Erlaubt ist so ziemlich alles. Fäuste, Füße, Ellenbogen, Knie - alles, womit sich schlagen und treten lässt. „Aber in die Genitalien und auf den Kehlkopf zu schlagen ist verboten“, meint der gebürtige Bochumer. Seit rund 40 Jahren betreibt er Kampfsport für den Hausgebrauch: Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu, Karate. „Auch schon als Fußballer. Das hat nur niemand bemerkt“, meint er.

Der geplante Kampf und die Absage

Am 1. September sollte der 234-malige Bundesliga-Spieler von VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Schalke 04 bei der MMA German Championship in der Kölner Lanxess-Arena ein Promi-Duell bestreiten. Gegner sollte Fitnesstrainer Dominic Harrison sein. Zwei-Meter-Muskelpaket Harrison ist 20 Zentimeter größer, 23 Jahre jünger, 14 Kilo schwerer. „Ich weiß nicht, ob er einstecken kann. Sonst macht er ja in Hantel, Yoga und Pilates“, beschreibt Legat seinen Rivalen.

Doch es kam anders. Der ehemalige Fußballprofi Thorsten Legat hat seinen geplanten Mixed-Martial-Arts-Kampf abgesagt. Probleme in der Hüfte und Schulter verhindern dieses Vorhaben, teilte Legat mit. „Ich habe es wohl übertrieben. Täglich ein bis zwei harte Einheiten, das war zu viel für meinen Körper. Ich habe die Warnzeichen ignoriert, trotz Schmerzen weitergemacht - jetzt habe ich die Quittung.“ „Mein Körper zwingt mich in die Knie und gibt mir einen Knockout“, erklärte Thorsten Legat weiter.

Legats Vergangenheit und Motivation

Schon als Fußball-Profi habe er „klare Kante“ bevorzugt. „Aber ich hätte noch aggressiver sein müssen“, meint er. Das war er manchmal jenseits des Platzes. Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein. Legat hasste seinen Vater. „Er hat mich als Kind missbraucht und misshandelt.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“. „Deshalb bin ich zum Kampfsport. Ich wollte mich wehren können. Das habe ich geschafft.

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Im Oktagon zu stehen, dem Achteck-Käfig bei MMA, erinnere ihn an früher, sagt Legat. „Ich bin in der Gosse aufgewachsen. Wenn es da Streit gab, konntest du auch nicht weglaufen. So ist es auch jetzt im Käfig.“ Nach dem Kampf will Legat einen Schlusspunkt setzen. „Danach werde ich nie wieder Hochleistungssport machen“, behauptet er und reibt sich die Schulter.

Von der Krise zur neuen Leidenschaft

Als ihn ein Knorpelschaden im Knie zum Karriereende als Fußball-Profi gezwungen hatte, fiel Legat in ein Loch. Er stürzte und stürzte. „Erst war es ein Bier am Tag, dann ein Kasten, dann anderthalb. Ich hatte Selbstmordgedanken“, gesteht er. Seine Frau drohte: „Wenn du so weitermachst, verlierst du mich und die Kinder.“ Seither trinkt Legat keinen Alkohol mehr. Er erwarb die A-Trainer-Lizenz, wurde Trainer von Jugend-Teams und Landesligisten. Vor allem im Fernsehen. „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“, „Grill den Hensler“, „Schlag den Star“ - wird Lagat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er.

Blick nach vorn

Legat will von seiner neuen Leidenschaft nach der Absage nun auch nicht ablassen: „Ich komme noch stärker zurück. Einen Legat kann man so leicht nicht umhauen. Gab es in der Gosse Streit, konntest du nicht weglaufen - wie im Käfig.“

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