Der ehemalige Fußball-Profi und Dschungelcamp-Teilnehmer Thorsten Legat hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich, die weit über den Fußballplatz hinausgeht. Seine Leidenschaft für Kampfsport, insbesondere Taekwondo, zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben.
Frühe Faszination für Kampfsport
„Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat. Bereits seit rund 40 Jahren betreibt er Kampfsport für den Hausgebrauch: Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu, Karate. Die Kampfsportarten dienten ihm nicht nur als Hobby, sondern auch als Mittel zur Selbstverteidigung und zur Verarbeitung seiner schwierigen Kindheit.
Kampfsport als Ventil für traumatische Erfahrungen
Legat hasste seinen Vater, der ihn als Kind missbraucht und misshandelt hat. „Deshalb bin ich zum Kampfsport. Ich wollte mich wehren können. Das habe ich geschafft. Mit 16 hatte ich ihn am Boden.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“.
Thorsten Legat und Mixed Martial Arts (MMA)
Zurzeit klettert der Ex-Profi in den Käfig. Mixed Martial Arts (MMA) heißt das, was er da macht. Klingt kriegerisch, ist es auch. Erlaubt ist so ziemlich alles. Fäuste, Füße, Ellenbogen, Knie - alles, womit sich schlagen und treten lässt. „Aber in die Genitalien und auf den Kehlkopf zu schlagen ist verboten“, meint der gebürtige Bochumer.
Promi-Duell in der Kölner Lanxess-Arena
Am 1. September bestritt der 234-malige Bundesliga-Spieler von VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Schalke 04 bei der MMA German Championship in der Kölner Lanxess-Arena ein Promi-Duell. Sein erster Gegner ist Fitnesstrainer Dominic Harrison. Legat ist in dem Metier nicht ganz unerfahren.
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Sich vor großem Publikum gegen einen körperlich deutlich überlegenen Rivalen auszutoben, reize ihn, sagt der 49-Jährige. Zwei-Meter-Muskelpaket Harrison ist 20 Zentimeter größer, 23 Jahre jünger, 14 Kilo schwerer. Der bei der Hashtag-Generation angesagte Influencer, wie Werbeträger in den sozialen Kanälen genannt werden, ist verheiratet mit Playmate und Reality-TV-Sternchen Sarah Nowak. Die Fangemeinde ist riesig. „Ich weiß nicht, ob er einstecken kann. Sonst macht er ja in Hantel, Yoga und Pilates“, beschreibt Legat seinen Rivalen. „Er hat gesagt, er versohlt mir den Arsch.“
Einfluss des Kampfsports auf seine Fußballkarriere
Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein. „In meinen Gegenspielern habe ich meinen Vater gesehen. Ihm wollte ich es zeigen“, verrät er. Schon als Fußball-Profi habe er „klare Kante“ bevorzugt. „Aber ich hätte noch aggressiver sein müssen“, meint er.
Tabelle: Thorsten Legats Erfolge im Fußball
| Verein | Erfolge |
|---|---|
| Werder Bremen | Europapokalsieger der Pokalsieger (1992) |
| Werder Bremen | Deutscher Meister (1993) |
| Werder Bremen | DFB-Pokalsieger (1994) |
| VfB Stuttgart | DFB-Pokalsieger (1997) |
| Schalke 04 | DFB-Pokalsieger (2001) |
Abseits des Platzes: Absturz und Wiederaufstieg
Als ihn ein Knorpelschaden im Knie zum Karriereende als Fußball-Profi gezwungen hatte, fiel Legat in ein Loch. Er stürzte und stürzte. „Erst war es ein Bier am Tag, dann ein Kasten, dann anderthalb. Ich hatte Selbstmordgedanken“, gesteht er. Seine Frau drohte: „Wenn du so weitermachst, verlierst du mich und die Kinder.“ Seither trinkt Legat keinen Alkohol mehr. Er erwarb die A-Trainer-Lizenz, wurde Trainer von Jugend-Teams und Landesligisten.
Vor allem im Fernsehen (Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Grill den Hensler, Schlag den Star) wird Lagat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er. „Und es gibt auch noch ein bisschen Geld.“ Obendrein kitzelt es sein Ego. „Die Leute mögen mich. Ich erzähle die Wahrheit, ohne jemanden zu beleidigen. Es wäre doch schade, wenn es Thorsten Legat nicht mehr im Fernsehen zu sehen gibt.
"Kasalla" - Legats Markenzeichen
Vor allem machte er den Ausdruck "Kasalla" salonfähig. Das ist eines seiner Lieblingsworte. Es stammt aus dem Ruhrpott und steht für Ärger oder Krawall. Wenn es "Kasalla setzen" soll, dann ist eine Abreibung oder eine Tracht Prügel zu erwarten.
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Legats Zukunftspläne
Nach dem Kampf will Legat einen Schlusspunkt setzen. „Danach werde ich nie wieder Hochleistungssport machen“, behauptet er und reibt sich die Schulter. Sie schmerzt vom intensiven Training.
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