Bis heute hat der Ostrock-Hit „Über sieben Brücken musst du gehn” nichts von seiner Faszination eingebüßt: Noch immer löst er Beifallsstürme aus, wenn Karat oder Peter Maffay die Song auf der Bühne performen.
Entstehung des Liedes
„Geschrieben wurde der Song ursprünglich für den gleichnamigen Fernsehfilm", erinnerte sich Karat-Schlagzeuger Michael Schwandt im Gespräch mit SUPERillu 2005. Er und sein Kumpel Bernd Römer, Gitarrist bei Karat waren damals live dabei, als das Lied entstand.
Der Text stammt aus einer polnischen Fabel: „Helmut Richter, der auch das Buch zum Film geschrieben hatte, übersetzte den Text 1975 ins Deutsche und brachte ihn in Liedform. Die gesamte Musik zum Film, auch „Sieben Brücken”, stammt von Ed Swillms.
An einem Sonntagabend im April 1978 hatte das DDR-Fernsehen den Spielfilm „Über sieben Brücken musst du gehn” dann gesendet: Am Ende des Films, über dem Abspann, lief ein Lied: "Über sieben Brücken musst du gehn, / sieben dunkle Jahre überstehn, / siebenmal wirst du die Asche sein, / aber einmal auch der helle Schein..."
Noch am Abend riefen beim Fernsehen der DDR in Berlin-Adlershof Zuschauer an und fragten, wie das Lied heißt und wo sie die Schallplatte kaufen könnten.
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Der Durchbruch von Karat
„Wir waren damals eine Band auf dem Weg nach oben”, erinnert sich Schlagzeuger Schwandt, „und nahmen 1978 am Schlagerfestival in Dresden teil.” Das Internationale Schlagerfestival Dresden wurde 1971 erstmals ausgetragen.
Anfangs traten ausschließlich Musiker aus der DDR und weiteren sozialistischen Ländern auf. Die Kategorien des Wettbewerbs hießen „Nationaler Titelwettbewerb“, „Internationaler Titelwettbewerb“ (ab 1982 zusammengefasst) und ab 1977 „Grand Prix“ als Hauptpreis.
Dass Karat sich für das Schlagerfestival einen Filmsong aussuchten, störte niemanden. Und das Unerwartete geschah: „Über sieben Brücken” landete auf Platz eins!
Michael Schwadt: „Ein Riesenerfolg: Wir liefen im Radio, das Lied wurde ein Hit.” Und ein ganzes Land sang, tanzte und träumte mit.
1979 erschien dann die LP „Über sieben Brücken musst du gehn” beim DDR-Plattenlabel „Amiga” und war umgehend vergriffen.
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Peter Maffays Interpretation
Eines Tages hörte Peter Maffay den Song im Autoradio - und war sofort begeistert. Schwandt: „Bei unserem Konzert 1980 in Wiesbaden besuchte er uns in unserer Garderobe.
Er sagte, er würde den Song gern auf seine CD nehmen. Dass es Maffay war, der mit diesem Lied den Siegeszug durch den Westen antrat, war zum Teil Schuld der Politik: „Auch die West-Sendungen wollten, dass wir mit dem Titel auftreten”, erinnerte sich Bernd Römer.
Doch das DDR-Kulturministerium ordnete an: Keine Präsenz unserer Künstler in Westmedien! Allein in der DDR wurden 750 000 Platten verkauft, in der BRD noch einmal über eine Million.
Und dann fiel die Mauer: „Am 9. November 1989 spielten wir im Amiga-Studio heimlich für eine neue West-Version des Hits die Streicher ein", erinnert sich Römer.
1980 covert Peter Maffay den Song "Über sieben Brücken", der bis heute zu seinen erfolgreichsten gehört.
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Einige Monate waren seit dem Tag vergangen, als er im Radio "Über sieben Brücken" gehört hatte. Maffay wollte die Musiker aus der DDR unbedingt treffen.
"Wir haben uns in einem verräucherten Club kennengelernt. Und das war ja keine alltägliche Geschichte - eine ostdeutsche Band und ein westdeutscher Sänger", erinnert sich Maffay im MDR-Gespräch.
"Aber das war eine schöne Begegnung, die anfangs etwas angespannt war, denn ich wusste nicht, wem ich da begegne, und die wussten nicht, wie ich ticke.
Peter Maffay nahm nach dem Treffen mit Karat schnell eine eigene Version des Karat-Songs auf, die er mit einem ebenso markanten wie einprägsamen Saxophon-Solo versah.
Komponist "Ed" Swillms war begeistert.
Noch 1980 veröffentlichte Maffay seine Version von "Über sieben Brücken" auf dem Album "Revanche", das sich mehr als zwei Millionen Mal verkaufte.
Da das Kulturministerium der DDR Karat Anfang der 1980er-Jahre untersagt hatte, im bundesdeutschen Fernsehen aufzutreten, war nun fast ausschließlich die Interpretation Maffays präsent.
Und der machte das Lied bei zahlreichen Konzerten auch im Ausland bekannt. Das alles führte schließlich dazu, dass viele im Westen meinen, "Über sieben Brücken" sei sein Lied.
Nach 1990 sangen Peter Maffay und Herbert Dreilich einige Male gemeinsam ihren berühmten Song.
Die Bedeutung des Gedichts
Das Gedicht enthält eine Vielzahl von Substantiven, die eine wichtige Rolle bei der Beschreibung des Gesamtbildes und der Emotionen spielen.
Dazu gehören Wörter wie "Brücken", "Türen", "Straße", "Schein", "Uhr", "Glücksstern", "Asche" und "Trost". Die Substantive repräsentieren Schwierigkeiten, Chancen, die Reise oder Hoffnung.
Insgesamt erzeugen die Substantive im Gedicht eine bildhafte Sprache und vermitteln die Botschaft des Textes auf symbolische und poetische Weise.
Sie ermöglichen es den Lesern, sich mit dem Lebensweg, der Überwindung von Hindernissen und der Suche nach Sinn auseinanderzusetzen.
Adjektive werden verwendet, um die Substantive näher zu beschreiben und die Atmosphäre im Gedicht zu verstärken.
Beispiele für Adjektive in diesem Gedicht sind "dunkel", "kalt", "heiß", "hell" und "still". Diese Adjektive tragen zur Schaffung einer bestimmten Stimmung bei und unterstützen die bildliche Darstellung.
In dem Lied „Über sieben Brücken musst du gehn“ von Karat, erschienen im Jahr 1978, geht es um die schlechten und guten Zeiten im Leben und dass man im Leben viel Geduld haben soll.
Das Gedicht „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Karat aus dem Jahre 1978 thematisiert die Überbrückung schlechter Phasen im Leben eines jenen Menschen.
Analyse des Liedtextes
Im ersten Vers macht das lyrische Ich deutlich, das es kein Ziel vor Augen hat und nicht über sein Handeln nachdenkt.
Daraufhin wird beschrieben, dass das lyrische Ich nicht in der Lage ist, mit der Vergangenheit abzuschließen (V.2).
Außerdem ist dem lyrischen Ich zu entnehmen, das es nicht offen für neues bzw. Veränderungen in seinem ist (V.4).
Des weitern bestätigt in Vers (5-8) dass es seine Gefühlslage nicht wirklich zuordnen kann, jedoch eher negativ gestimmt ist.
In den ersten Versen werden Gedanken und Gefühle erwähnt die von einer betrübten und verzweifelten Person stammen könnten, es wird eine innere Leere ausgestrahlt (V.1-8).
Daraufhin wird in Betracht gezogen, dass es einem häufig so vorkommt, als ob die Zeit nicht vergeht, man einen monotonen Alltag führt und einem immer dieselben Aufgaben bevorstehen (V.13-14).
In Vers 15 wird darauf eingegangen, dass man sich bei Niederlagen nach einem besseren Ort sehnt, in der man seiner alltäglichen Pflichten entkommen kann bzw. mehr Glückseligkeit empfindet.
Zuletzt kommt deutlich zum Ausdruck, dass wir Menschen nach Luxus streben und nicht mit dem zufrieden sind, was wir haben (V.17).
Und wenn man nicht sehr wohlhabend ist für jede Kleinigkeit dankbar ist (V.18).
Im zweiten Vers wird durch das Symbol des Schaukelpferdes der Wunsch in die Rückkehr der Kindheit vermittelt.
Durch die anschließenden Verse (2-6) wird die Unentschlossenheit des lyrischen ich’s verdeutlicht.
Die Rolle der "Sieben"
Im ersten Vers des Refrains (Vers 7 )„Über Sieben Brücken musst du gehen“ ist die Sieben ein Symbol der Hoffnung.
Die sieben Brücken stellen die schlechten Zeiten dar, die man irgendwann wieder übersteht.
Der 2. Vers des Refrains (V.8) „sieben dunkle Jahre überstehen“ und der 3. Vers des Refrains (V.9) „Sieben mal wirst du die Asche sein“.
Auch diese beiden Verse des Refrains haben dieselbe Bedeutung wie die Brücken.
Am Ende des Refrains wird durch den Vers 10 „aber einmal auch der helle Schein“ wieder Hoffnung auf Besserung gemacht.
Die Zahl 7 kann auch als ein Symbol für Unglück gedeutet werden (V.9).
Anschließend wird hervorgerufen dass nach 7 Jahren von Unglück und Traurigkeit Positives auf einen zukommt, demnach wird Optimismus ausgestrahlt (V.10-12).
Metaphern und Symbole
Die "Uhr des Lebens“ (Vers 11 ) ist ein Symbol für den Stillstand der Zeit. Vers 12 „ im Kreis zu gehen“ ist ein Symbol dafür das man nicht weiter kommt.
