Lang, kurz, locker oder eng geschnürt: Das Problem begleitet den Sport, seit sich Frauen erstmals die Freiheit zu solch athletischem Vergnügen nahmen. So beobachtete das englische Magazin «Field» bereits im Jahr 1885: «Die gegenwärtige gesunde Gepflogenheit, sich in aktivem Zeitvertreib unter freiem Himmel zu ergehen, wird leider stark durch die weibliche Kleidung eingeschränkt.» Damals wurde in Wimbledon bereits ein Ladys-Wettbewerb ausgespielt: mit Korsett, bodenlangen Kleidern, Unterrock und Strohhut auf dem Kopf.
Insofern hatte Charlotte «Lottie» Dod Glück, dass sie 1887 im Alter von 15 Jahren den ersten ihrer fünf Titel auf den Rasenplätzen gewann: Sie war so jung, dass das Club-Komitee ihr ausnahmsweise gestattete, in einem wadenlangen, weissen Schulkleid zu spielen - mit dicken schwarzen Strümpfen an den Beinen. Noch gut 30 Jahre später, als die Französin Suzanne Lenglen das Spiel mit ihrer Dynamik, ihren luftigen Kleidern im Flapperstil und bunten Haarbändern revolutionierte, sorgten nackte Oberarme, die ein Tennisracket schwangen, für einen handfesten Skandal.
Im Jahr 2021 ist das Thema immer noch akut, was einiges aussagt über die gesellschaftliche Stellung des Frauensports. Gerade erst hat der Handball-Weltverband die Kleiderordnung für die Beachhandballerinnen geändert. Sie dürfen nun tatsächlich vom 1. Januar 2023 an «kurze, eng anliegende» Shorts bei internationalen Wettbewerben tragen. Bisher wurden ihnen Bikinihöschen, maximal zehn Zentimeter Seitenbreite, vorgeschrieben. Gegen diese Art der Fremdbestimmung, die regelt, bis auf wie viele Quadratzentimeter Stoff sich eine Frau zu entblättern hat, hatten Norwegens Nationalspielerinnen scharf protestiert.
Im Juli bei der Europameisterschaft waren sie in entschiedener Nichtachtung der Order in längeren Sporthosen durch den Sand gehechtet - was ihnen prompt wegen «unangemessener Bekleidung» eine Strafzahlung von 1500 Euro eintrug.
Ob Verhüllung oder Enthüllung angeordnet wird, das unterliegt über die Epochen hinweg im Grunde nur einem gesellschaftlichen Konsens, abhängig vom jeweiligen Kulturkreis. Die Sportart Beachvolleyball beispielsweise hat jüngst eine Debatte darüber führen müssen, ob die Spielerinnen im Emirat Katar der Aufforderung folgen sollen, sich züchtig zu bedecken. Das Denkmuster ist bei derlei Dresscodes im Sport stets dasselbe geblieben: Es geht um das gefällige Bild der Frau, um die öffentliche Darstellung von Athletik und Körperlichkeit - mal prüde wie im viktorianischen Zeitalter, mal sexy, weil es womöglich Fernsehen und Sponsoren so gefällt.
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Die Frage, warum der Handball-Weltverband nicht auf die Idee kam, den Männern mal knappe Badehöschen zu verordnen, hat sich nie gestellt. Ebenso wenig, weshalb die Gentlemen schon anno 1885 in bequemen Knickerbocker Tennis spielten. Schön wärs, wenn jede Athletin nun langsam selbst entscheiden könnte, welchen Hosenbund und welche Hosenbeinlänge sie beim Ballspiel für passend hält.
Allgemeine Regeln und Ausrüstung im Damen Wrestling
Bei den Ringsport Disziplinen wird angestrebt, den Gegner mit überzeugender Kraft zu besiegen. Schläge und Kicks müssen auf die legalen Zonen des Körpers des Gegners mit Fokus, Schnelligkeit und Entschlossenheit treffen. Voraussetzung für jeden Wettkampf ist eine ehrenhafte, ehrliche und gerechte Haltung des Kämpfers.
Die Kämpfe finden im Ring statt. Der Ringrichter (Referee) ist verantwortlich für die Sicherheit des Kämpfers und stellt die Handhabung des Regelwerks sicher. Die Seitenkampfrichter (Judges) bewerten die legalen.
Teilnahmebedingungen und medizinische Aspekte
Ein Kämpfer darf nur dann an einem internationalen/nationalen Wettkampf teilnehmen, wenn er von einem Sportarzt für fit und kampftauglich befunden wurde. Kämpfer mit nur einem Auge, Taub und Stumm sowie Epileptiker dürfen nicht Kämpfen. Das Tragen von harten Kontaktlinsen während eines Kampfes im Ring ist verboten.
Ein Kämpfer darf nicht kämpfen, wenn er eine bandagierte Wunde aufweist, eine Schnittwunde hat, eine Verletzung, ein Geschwür, eine Risswunde, wenn Blut am Kopf oder im Gesicht fliesst. Es ist jedoch erlaubt zu kämpfen, wenn ein Geschwür mit Collodium geschützt ist. Diese Entscheidung trifft der Arzt, der den Kämpfer am Tage des Wettkampfes untersucht.
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Gewichtsklassen und Wiegen
Sollten nicht genügend Anmeldungen eingehen um Paarungen nach den offiziellen Gewichtsklassen gestalten zu können, so ist es den WAKO delegierten Offiziellen vorbehalten, in Absprache mit den Coaches der Kämpfer optimal mögliche Paarungen zu gestalten. Ein Kämpfer darf nur in seiner beim Wiegen bestätigten Gewichtsklasse antreten. Das korrekte Gewicht der gemeldeten Klasse muss erreicht werden. Sollte ein Kämpfer zu schwer sein muss er sich entkleiden.
Das Wiegen muss auf diskrete Art und Weise durchgeführt werden, die Bedürfnisse sowohl der männlichen als auch der weiblichen Teilnehmer müssen respektiert werden. Es sollten zwei verschiedene Räume für Männer und Frauen vorhanden sein.
Es gibt keine Toleranz: der Kämpfer muss das Gewicht seiner Klasse entsprechend aufweisen. Die am ersten offiziellen Wiegen festgelegte Gewichtskategorie des Kämpfers ist für die ganze Meisterschaft gültig. Meisterschaftspunkte können nur für die festgelegte Gewichtsklasse gesammelt werden.
Ringausstattung
Der Ring sollte auf einer erhöhten Plattform mit elastischer Oberfläche errichtet sein. Die Grösse entspricht dem internationalen Standard (in der Regel 8m x 8m). Der Ring beinhaltet 4 Seile mit mindestens einem vertikalen Zwischenseil pro Seil. Es müssen Polster in alle Ecken vorhanden sein (1 x Rot, 1 x Blau, 2 x Weiss).
Kampfkleidung
Die Kampfkleidung variiert je nach Disziplin:
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- Ohne Low Kick: Damen: Sport top und lange Hose
- Mit Low Kick: Damen: Sport top und Shorts
- K1 Style: Damen: Sport top und Shorts
Es darf keine Kleidung getragen werden, auf welcher Aufschriften wie „Muay Thai“ oder anderweitige Martial Arts Begriffe vorhanden sind. Wenn Logos vorhanden sind, darf nur der Name des Landes vorhanden sein. Budogürtel sind bei den Ringsportarten nicht erlaubt.
Kämpfer dürfen nichts tragen, was Verletzungen verursachen könnte; wie z.B. Ringe, Ketten,Uhren, Ohrringe, Piercings etc.
Sonderregelung für muslimische Kämpferinnen
Um religiöse Überzeugungen zu respektieren ist es weiblichen muslimischen Kämpferinnen erlaubt bei der Teilnahme an WAKO Veranstaltungen spezielle Kleidung zu tragen. Weibliche muslimische Kämpfer dürfen jedoch zusätzlich spezielle Kleidung, die den gesamten Körper ausser das Gesicht bedeckt, tragen. Die Unterwäsche muss aus Stretchmaterial sein und eng am Körper anliegen. Sie dürfen ein Kopftuch unter dem Kopfschutz tragen, das den Kopf jedoch nicht das Gesicht bedeckt. Darüber hinaus müssen sie für den Fall eines medizinischen Notfalls (Verletzungen, Cuts, usw.) unterschreiben, dass medizinisches Personal die nötigen Untersuchungen durchführen darf. Die zusätzliche Kleidung darf keine Verletzungen verursachen.
Schutzausrüstung
- Handschutz: Die Schutzhandschuhe wiegen 10oz und müssen an den Trefferflächen gepolstert sein und festsitzen.
- Kopfschutz: Ein Kopfschutz muss getragen werden, der die Stirne, die Schädeldecke, die Schläfe und die Ohren bedeckt.
- Fussschutz: Beim Disziplin ohne Low Kick besteht der Fussschutz aus einem speziellen synthetischen Schaumgummi.
- Schienbeinschutz: Beim alle Ringsport Disziplinen müssen Schienbeinschoner getragen werden.
- Brustschutz: Der Brustschutz ist für alle weiblichen Teilnehmer verpflichtend.
- Mund- und Zahnschutz: Ein Zahnschutz ist ebenfalls Pflicht.
- Tiefschutz: Der Tiefschutz ist für alle männlichen und weiblichen Teilnehmer verpflichtend.
- Handbandagen: Bandagen werden genutzt um Verletzungen an den Fäusten zu vermeiden.
Die Sicherheitsausrüstung darf nicht beschädigt sein, keine Riemen oder Bänder aufweisen, die zu Verletzungen während eines Kampfes führen könnten. Fehlt ein Bestandteil der Schutzausrüstung, hat der Kämpfer eine Minute Zeit die Ausrüstung zu komplettieren. Bleibt die Ausrüstung danach unvollständig, ist der Kämpfer vom Turnier auszuschliessen.
Kampftechniken
Folgende Techniken dürfen im Kampf angewendet werden:
- Ohne Low Kick: Handtechniken (Gerade, Haken, Uppercut), Fusstechniken (verschiedene Tritte), Fussfeger
- Mit Low Kick: Alle Boxtechniken, Back Fist, Fusstechniken (wie ohne Low Kick), Schienbeinangriffe
- K1 Style: Alle Boxtechniken, Back Fist, Spinning Back Fist, Halten mit 2 Händen (Hals) nicht länger als 5 Sekunden; dabei nur 1 Knie
Hand- und Fusstechniken sollen ausgewogen sein. Fusstechniken werden als solche angesehen, wenn sie die klare Absicht zu treffen erkennen lassen. Alle Techniken müssen mit überzeugender Kraft ausgeführt werden. Jede Technik, die komplett oder teilweise geblockt wird oder den Gegner nur leicht berührt, wird nicht gewertet.
Kampfzeit
Die Kampfzeit sollte in Vorkämpfen und Finalkämpfen 3 x 2 Minuten mit je 1 Minute Pause dazwischen betragen. Die Kampfzeit kann aus organisatorischen Gründen gekürzt werden. Dies ist zu Beginn der Veranstaltung den Teilnehmern mitzuteilen.
Medaillengewinne der Ringerriege Tuggen
An den Greco Schweizermeisterschaften in Weinfelden lieferten die Tuggner Ringer mit drei Medaillen- und vier Diplomgewinnen eine gute Bilanz ab.
Tim Pfeiffer zeigte bei den Kadetten einen sehr guten Wettkampf und konnte sich über seine erste nationale Medaille freuen. Jonas Steiner stand nach drei Siegen am Stück vorzeitig im Finale und durfte sich über die verdiente Medaille freuen. Fritz Reber gewann als Dritter seine ersten Aktivmedaille.
