Die besten WWE 2K-Spiele im Ranking

Die WWE 2K-Reihe hat im Laufe der Jahre Höhen und Tiefen erlebt. Nach dem Desaster von WWE 2K20, das kaum spielbar war, mussten sich die Fans lange mit WWE 2K19 begnügen. 2K versprach Besserung und mehr Kommunikation, um ein Spiel zu entwickeln, das den Fans gefällt. Ob dies gelungen ist, wird im Folgenden analysiert.

WWE 2K22: Ein großer Schritt nach vorn

WWE 2K22, veröffentlicht am 11. März 2022 (Deluxe Edition & nWo 4-Life Edition am 08. März 2022), markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Serie. Es ist das bestaussehende Spiel der Reihe auf allen Systemen. Die Modelle sind gelungen und die Einzüge wirken dank neuer Beleuchtung und Kameraführung beeindruckend. Lediglich die Haare stellen noch einen Schwachpunkt dar, obwohl sie nun physisch besser auf die Kopfhaltung reagieren.

Auch Clippingfehler bei Titelträgern kommen vor, bei denen Gürtel in der Kleidung oder im Körper der Wrestler verschwinden. Die Ausleuchtung der Hallen ist realistischer, besonders im Showcase-Modus. Das Menü ist übersichtlich und der Sound wurde verbessert, wobei die Kommentatoren passender auf das Geschehen reagieren und die Fans während der Matches für Stimmung sorgen.

Trotz Fortschritten gibt es auch Rückschritte. Die Abnutzung der Gesichtsbemalung fehlt, und die Reaktion der Ringseile auf härtere Moves war zunächst nicht gegeben, wurde aber später durch Patches hinzugefügt. WWE 2K22 nutzt weiterhin die alte Engine, was man der Darstellung anmerkt.

Die Steuerung wurde überarbeitet und scheint gut durchdacht zu sein. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist jedoch erforderlich. Das direkte Anvisieren von Körperteilen wurde abgeschafft, und Grapple-Moves mit Stühlen sind nicht möglich. Die Breaker-Mechanik bringt einen Glücksfaktor in das Kontern ein.

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Die Matches machen Spaß und die KI ist etwas klüger geworden. In Matches mit mehreren Teilnehmern herrscht jedoch oft Chaos. Die Kameraposition ist gewöhnungsbedürftig. Leitern und Tische können nun frei platziert und gedreht werden. Die Auswahl der Matcharten hat sich kaum verändert, und Fanlieblinge wie das Special Referee Match fehlen.

Der Backstage Brawl wurde überarbeitet, und es gibt nun einen großen Bereich mit verschiedenen Buchten. Auch der Kampf über zwei Ebenen ist neu. Leider wurden die inszenierten OMG-Momente entfernt. Viele aktuelle Arenen sind von Beginn an zugänglich, weitere lassen sich im Showcase- und MyRISE-Modus freischalten. Das Roster ist groß, aber es fehlen einige aktuelle Namen.

General Manager Modus (GM)

Der General Manager Modus ist zurück und hat das Ziel, nach 15, 25 oder 50 Wochen den besten Brand zu haben. Zur Auswahl stehen verschiedene GMs wie Shane McMahon, William Regal oder ein eigens erstellter. Jeder GM sowie Brand hat eine Matchkarte. Der Draft am Anfang geht mindestens acht Runden und kann angepasst werden. Es ist wichtig auf die Zusammensetzung der Superstars zu achten.

In den wöchentlichen Shows gibt es drei buchbare Matches sowie zwei Promo-Plätze, bei PPVs vier Matches und drei Promos. Leider kann man nur Einzel- sowie Tag-Team-Matches buchen. Der Modus ist strategisch ausgelegt und die Interaktion mit dem Roster sowie dem Commisioner Triple H haben Auswirkungen auf das Spiel. Matches können simuliert, selbst gespielt oder angeschaut werden. Das Geld ist ein wichtiger Faktor. Der Modus macht Spaß, aber es gibt zu wenig Bookingplätze für die Shows, nur Einzel- und Tag-Matches sowie nur zwei Haupttitel.

Universe Modus

Der Universe Modus ist in zwei Varianten spielbar: klassisch und Superstar. Im klassischen Universe Modus spielt man komplette Shows oder simuliert Matches. Im Superstar Modus legt man sich auf einen Superstar fest und erlebt dessen Karriere. Im klassischen Universe Modus gibt es keine Promos mehr. Ansonsten bekommt man gewohnte Kost geliefert - inklusive Bugs.

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MyRISE (Karrieremodus)

Der Karrieremodus hört auf den Namen MyRISE. Man kann den Modus nur mit selbst erstellten Wrestlern spielen und muss sich entscheiden, ob die Karriere als weiblicher oder männlicher Superstar beginnen soll. Man wird im Performance Center begrüßt und kann seinen Charakter formen. Es gibt keine Einschränkungen bei der Gestaltung des Charakters. Den erstellten Star kann man jedoch nicht in andere Modi exportieren. Die Storylines werden über Social Media Interaktionen vorangetrieben. Zwischensequenzen sind seltener als erwartet. In MyRISE gibt es Superstars, die im normalen Roster nicht vorhanden waren. Insgesamt ist der Eindruck von MyRISE weder besonders positiv noch besonders negativ. Die langen Ladezeiten können den Spielspaß trüben.

Showcase Modus

Der Showcase Modus dreht sich um den Coverstar Rey Mysterio. Man soll die wichtigsten Matches des „Master of 619“ nachspielen und Einblicke in seine Karriere erhalten. Durch nahtlos übergehende Cutscenes werden simple Aufgaben im Match erledigt. Die Matchauswahl ist jedoch nicht optimal, und der Royal Rumble Sieg von 2006 ist kein Teil des Showcases. Es gibt nur 12 Matches, wovon eins geheim ist. Die originalen Ansagen fehlen, und die Atmosphäre der Matches wird durch die fehlenden Sprüche der damaligen Kommentatoren gedämpft. Immerhin wurden diese nicht durch Michael Cole, Brian Saxton Corey Graves kommentiert. Auch gibt es keine passenden Einzüge vor dem Match. Der diesjährige Showcase ist kurzweilig, aber durch die Matchauswahl nicht so gut, wie er sein könnte.

MyFACTION

MyFACTION ist ein reiner Singleplayer Modus und vergleichbar mit Fifa Ultimate Team oder NBA MyTeam. Zu Anfang kann zwischen einem RAW, SmackDown oder NXT Starterpaket mit je 20 Karten ausgewählt werden. Aus den Packs können Superstars, Manager, Verträge, Items sowie kosmetische Gegenstände gezogen werden. Superstar Karten haben verschiedene Attribute, Paybacks, Fähigkeiten (Plaketten) sowie Seitenplattenplätze. Unterteilt werden die Superstar Karten in Raritäten und Klassen. Außerdem gibt es auch Evolution Karten, die durch Abschließen von bestimmten Herausforderungen verbessert werden können. Mit seinem Team kann man sich in Proving Grounds, Fraction Wars oder Weekly Towers beweisen.

WWE 2K23: Ein weiterer Schritt nach vorn

Mit WWE 2K23 haben die Entwickler Visual Concepts und Publisher 2K noch einmal nachgelegt. Der Nachfolgetitel auf den Restart der Sportspiel-Reihe im vergangenen Jahr ist an den relevanten Stellen deutlich besser. WWE 2K23 ist besser als der Vorgänger, obwohl sich die spielerischen Kernmechaniken kaum verändert haben. Erneut setzen die Entwickler auf ein actionbetontes Ringgeschehen. Auch diesmal kann man die Attacken kontern, wenn man die korrekte Angriffsart errät und schnell genug reagiert. Bei den Wrestlerinnen und Wrestlern kann man aus dem Vollen schöpfen: Legenden und aktuelle WWE-Stars sind mit von der Partie.

Die Wrestlerinnen und Wrestler im Ring zeigen Aktionen, die sich in drei relevanten Statusanzeigen widerspiegeln: Es gibt eine Schadensfigur, eine Finisher-Anzeige und eine für die „Signature“. WWE 2K23 ist ein schnelles, aber kein rasantes Spiel. Es ist irgendwo zwischen Simulation und Arcade-Titel angesiedelt. Intuitiv steuern lassen sich die Figuren jedenfalls, was letztendlich dazu führt, dass man die WWE-Stars flüssig durch den Ring laufen, springen und kämpfen lässt.

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Die Entwickler setzen hier inzwischen auf Fairness, denn das Zeitfenster für den Knopfdruck ist spürbar länger, sodass sich die Konteraktionen auch tatsächlich gewollt auslösen lassen und nicht auf Glück allein basieren. Dem Kampfgeschehen tut das gut. Die Moves hauen teils ordentlich rein: Wenn es so richtig kracht, merkt man das. Richtig gut funktioniert das dann in Verbindung mit dem Stamina-System, das Spielende dazu zwingt, während der Kämpfe immer wieder einen Gang herunterschalten zu müssen.

Deutlich offensiver sind die Entwickler an die wohl großartigste Neuerung herangegangen: die KI-Anpassungen für erstellte Wrestlerinnen und Wrestler. Sich die Kreationen der Fans herunterzuladen, um dann gegen die teils absurd gestalteten Athletinnen und Athleten anzutreten, ist grandios - bisweilen ist es ziemlich witzig. Die Story um den neuen Coverstar John Cena ist die weitere offensichtliche Neuerung. Und die ist ziemlich kurzweilig, denn es stehen nicht nur Cenas Niederlagen im Zentrum des Geschehens, sondern auch die immer wieder eingespielten Kommentare des WWE-Stars selbst.

Spannend ist zudem die neue Variante „Wargames“, bei der zwei Teams aus zwei oder drei WWE-Stars in zwei von einem Käfig umgebenen Ringen antreten. Richtig Spaß machen zudem die Online-Modi oder Fights im Couch-Koop, denn dann kommt zu dem ohnehin gut funktionierenden Gameplay noch die Unberechenbarkeit der Aktionen von menschlichen Spielenden hinzu - die sind manchmal unkonventionell.

Spielmodi gibt es viele: Vom klassischen One-on-One bis hin zu Teamkämpfen oder Matches mit Sonderregeln. Und wem auch das alles nicht reicht, der verdingt sich die knappe Bildschirmzeit im GM-Modus als General Manager eines eigenen Wrestling-Stalls oder organisiert im Universum-Modus schlicht das gesamt Franchise. „My Rise“ sorgt dafür, dass WWE-Fans zwei Geschichte erleben dürfen: als Wrestler oder eben Wrestlerin. Es gibt also viel zu tun im Ring, außerhalb des Rings und abseits der Arenen - manchmal sogar zu viel. Die schiere Anzahl der Spielmodi kann vor allem Anfängerinnen und Anfänger erschlagen.

Derartige Spielmodi sind inzwischen in der Szene umstritten, bei WWE 2K23 gelangt man grundsätzlich auch kostenlos an den ganzen Kram, aber das verlangt den Spielenden viel Geduld ab. Ganz so fokussiert wie Electronic Arts ist 2K auf die Monetarisierung aber nicht, was letztendlich allerdings nur der großen Zahl an alternativ vorhandenen Spielmodi geschuldet ist. Hätte man „My Faction“ mehr in den Mittelpunkt gerückt, würde die Kritik an dieser Stelle größer ausfallen.

Bereits im vergangenen Jahr sorgten Optik und Sound für jede Menge Atmosphäre, dieses Jahr ist es noch gelungener. Etwas absurd sind weiterhin die Zahnreihen der WWE-Stars und auch mit der Musikauswahl hatten zumindest wir - besser: unsere Ohren - teils zu kämpfen. Zu vielen echten Kracher-Songs gesellen sich einige kaum aushaltbare Stücke. Das war im vergangenen Jahr besser, gleichzeitig hängt es allerdings vom persönlichen Musikgeschmack ab.

WWE 2K Battlegrounds: Arcade-Spaß für zwischendurch

WWE 2K Battlegrounds ist ein Arcade-Spiel, das die Wartezeit auf eine Art Reboot der Wrestling-Simulationsreihe verkürzen soll. Es glänzt mit kurzweiligen, spaßigen Kämpfen, bietet genügend Inhalte zum Freischalten und einen herausfordernden Multiplayer-Online-Modus. Es ist für PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und Google Stadia erhältlich. Ein nettes Feature ist die Crossplay-Funktion. Hinter dem Spiel stecken die Entwickler von NBA 2K Playgrounds.

WWE 2K Battlegrounds hat mit seinem Fokus auf schnelle Action in den ersten Minuten gefesselt. Die ganzen völlig überspitzt dargestellten Attacken bringen reichlich Action auf den Bildschirm. 2K Games und Saber Interactive schöpfen aus dem Vollen und werfen Fans all jene Wrestler und Wrestlerinnen vor, die in den vergangenen 40 Jahren auch nur in Ringnähe gesichtet worden waren. Nicht alle Fighter stehen dabei von Beginn an für ein Match bereit. Nach und nach muss man seine Favoriten im Shop kaufen - das geht durch das Anhäufen oder In-Game-Währung oder wahlweise durch den Zukauf von Coins durch echtes Geld. Es gibt wechselnde Sonderangebote, die gelten für die In-Game-Währung und jene Coins, die es optional gegen Echtgeld gibt.

Verschiedene Spielmodi stehen zur Auswahl: Neben Übungsmatches gehören ein Kampagnenmodus sowie der Online-Mode King of the Battleground zu den Kernspielmodi von WWE 2K Battlegrounds. Die Kampagne ist durchaus kurzweilig inszeniert. Durch kurze Comic-Strips wird eine Story vorangetrieben, die immer mal wieder witzig, manchmal auch einfach albern ist. Über verschiedene Locations verteilt - von Florida bis zum Boot Camp - tritt man gegen unzählige Superstars an.

Herzstück von WWE 2K Battlegrounds ist allerdings der Multiplayer-Part, den man lokal oder online spielen kann. Es gilt, im richtigen Moment einen angezeigten Button zu drücken. Dennoch erinnert das Kontersystem ehre an nerviges Quicktime-Events als an strategisch nutzbare Handlungen. Es gibt jeweils einen Knopf zum Schlagen, einen zum Treten, hinzu kommen eine Grapple-Taste und ein Knopf, um den Opponenten in die Seile zu schleudern. Weitere Aktionen und Bedeutungen der Knöpfe ergeben sich dann aus den jeweiligen Kampfpositionen.

Besser als erwartet, könnte man zu WWE 2K Battlegrounds resümieren, würde dem Unterhaltungswert des Spiels damit allerdings nicht vollends gerecht. Es gibt genug Möglichkeiten, um an die In-Game-Währung zu kommen. Ein gewisser Grind ist dennoch notwendig. Wer an WWE 2K Battlegrounds denkt, sollte bezogen auf das Gameplay eher an Kloppspiele wie Street Fighter oder Tekken denken und nicht unbedingt an einen neuen Teil der simulationslastigeren WWE 2K-Serie.

Die Ausrichtung auf Spaß, Action und knallige Effekte funktioniert - und das bei vielen Spielertypen. Kloppspiel-Fans werden ebenso unterhalten wie Wrestling-Jünger, Einsteiger wie Veteranen - und alle können mit- oder gegeneinander spielen. Plattformübergreifen. Das Design der Superstars muss man mögen oder sich damit abfinden können, ansonsten wird man wenig Spaß haben mit diesem Spiel und seiner besonderen stilistischen Ausgestaltung.

WWE 2K Battlegrounds ist im Kern gar kein miserables Spiel, ganz im Gegenteil. Es ist kurzweilig und mit Freunden im lokalen Modus sogar sehr spaßig für zwei bis drei Partien. Doch es nutzt sich so schnell ab. Das liegt an den überschaubaren Moves, der geringen Spieltiefe und den wenigen Möglichkeiten, sich von anderen durch Skill abzusetzen. On top kommen zahllose Cheater/Exploiter, die den gesamten Mehrspieler-Modus ruinieren. Meine Empfehlung lautet also ganz klar: Wartet auf einen Sales für 10-20 Euro und zockt es mit Freunden.

Top 10 der am höchsten bewerteten Superstars in WWE 2K-Spielen

Hier eine Liste der am höchsten bewerteten Superstars in den WWE 2K-Spielen, wobei jeder Superstar nur einmal mit seinem höchsten Rating berücksichtigt wird:

  1. Roman Reigns (99) - WWE 2K23
  2. Brock Lesnar (97) - WWE 2K23
  3. Becky Lynch (96) - WWE 2K23
  4. Stone Cold Steve Austin (96) - WWE 2K23
  5. John Cena (95) - WWE 2K15
  6. The Rock (95) - WWE 2K23
  7. Bianca Belair (95) - WWE 2K23
  8. The Undertaker (95) - WWE 2K23
  9. Shawn Michaels (95) - WWE 2K14
  10. Bret Hart, CM Punk, Hulk Hogan (WWE 2K14), Daniel Bryan (WWE 2K15), Charlotte Flair (WWE 2K23) (94)

Diese Liste zeigt, dass WWE 2K23 tendenziell höhere Ratings vergibt als frühere Spiele.

WWE 2K24: Ein Umfang-Monster mit leichten Abstrichen

Die WWE 2K-Serie hat eine bewegte Geschichte hinter sich, besonders nach dem Debakel von WWE 2K20. Doch nicht erst seit WWE 2K24 ist die Reihe wieder auf dem aufsteigenden Ast. Nach einer Pause von einem Jahr zeigt sich das Franchise frischer, durchdachter und endlich wieder auf Top-Niveau.

Der Showcase-Modus von WWE 2K24 bietet eine emotionale Reise durch 40 Jahre Wrestlemania-Geschichte. Wir erleben legendäre Matches wie Ricky „The Dragon“ Steamboat gegen „Macho Man“ Randy Savage hautnah nach und bestreiten dabei verschiedene Herausforderungen, durch die die Matches abwechslungsreich, aber auch historisch genau sind. Die Integration von echtem Filmmaterial verleiht dem Spiel eine authentische Atmosphäre, obwohl einige Matches fehlen, was die Hommage etwas unvollständig erscheinen lässt. Ein Manko ist für mich zudem, dass die Matches auch dazu neigen können zu frustrieren. Denn wenn ich eine Herausforderung nach der anderen abschließe, mich durch mehrere Filmausschnitte gearbeitet habe, dann aber Herausforderung 10/11 vergeige, dann darf ich die letzten 20 Minuten nochmal komplett wiederholen. Da wären evtl. Save Points nach einer Filmsequenz fairer.

Im Karrieremodus hingegen von WWE 2K24 schlüpfen wir in die Rolle eines aufstrebenden Wrestlers, der sich in der Welt der WWE behaupten will. Überraschung. Erneut werden zwei verschiedene Geschichten geboten. Von der Auseinandersetzung mit etablierten Stars bis hin zur Jagd nach dem Titel des Undisputed Universal Champions. Während die Women’s Karriere einen eher klassischen Aufstieg „from Zero to Hero“ bietet, verfolgt die Männer-Karriere einen sonderbaren Ansatz. Denn Roman Reigns hat keine Lust mehr und gibt seinen Titel ab. Als bislang graue Maus erhält man aber einen Titel-Shot und muss diesen fortan gegen allerhand Widersacher verteidigen. Die Geschichte weiß zu unterhalten, kann aber maximal mit eher durchschnittlichen Storylines aufwarten, die wir so oder so ähnlich auch bereits in der Historie der WWE erlebt haben. Zudem wirkt das Drumherum eher antiquiert. Und mal ehrlich: Wer guckt sich ernsthaft diesen fiktiven Social Media Feed im Hub-Menü an?

Auch bei den anderen Modi sind frische Impulse etwas, was ich schon ganz gern sehen würde. Ja, im General Manager Modus kann man nun scouten und es gibt neue Match-Karten. Somit ist es vielleicht noch der Modus, an dem am meisten gefeilt wurde. Im WWE-Universum herrscht erneut kreative Freiheit eine eigene WWE, inklusive Showprogramm, zu kreieren. Aber große Neuheiten? Nada. Immerhin gibt es vier neue Match-Typen. Im Ambulance, -bzw. im Casket Match versucht man seinen Kontrahenten in einem Rettungswagen, bzw. in einem Sarg einzusperren. Die sind somit vom Ziel her zumindest sehr ähnlich aufgebaut. Im Gaunlet-Match hingegen gilt es während des Kampfes verschiedene kleinere Herausforderungen abzuschließen, was auch durchaus Laune macht, da Abwechslung geboten wird. So richtig frisch ist aber der Special-Referee-Matchtyp. Denn hier spielen wir schlichtweg einen Ringrichter und müssen dementsprechend auch so agieren. Schlichten, Gegenstände aus dem Ring entfernen oder vielleicht sogar manipulieren?

Insgesamt ist WWE 2K24 einmal mehr, sogar mehr noch als bislang, ein Umfang-Monster. Denn neben den bekannten Modi bekommen wir eben genannte Neuerungen und Match-Typen hinzu. Dazu ist das Roster gigantisch und wird sogar noch zukünftig erweitert. Nicht zu vergessen ist das der berühmt berüchtigte Editor. Hier gibt es wieder ein absolut mächtiges Tool, um sich nahezu alles in das Spiel zu holen, was man möchte. Hier kann man nur wieder einmal der fleißigen Community danken, durch die man sich auf einfachste Art und Weise viele Inhalte in das Spiel holen kann.

Das Gameplay von WWE 2K24 bleibt der Serie treu und bietet eine Mischung aus Simulation und Arcade-Kämpfen. Bereits in den letzten Teilen hat sich ein sehr positiver Trend abgezeichnet, da eine gute Mischung aus Zugänglichkeit und Anspruch gefunden wurde. Es herrscht stets genügend Abwechslung und Variation in dem, wie ich meine Moves ausführen und das Match gestalten kann. Neue Funktionen wie das Payback-System und die überarbeiteten Match-Typen sorgen für frischen Wind und erweitern die taktischen Möglichkeiten während der Matches. Obwohl es immer noch einige Probleme mit der Steuerung und den Animationen gibt. Nicht selten clippte ein Wrestler mal durch die Ringseile und nach wie vor müssen wir uns mit KI-Aussetzern im bekannten Ausmaß zufrieden geben.

Die Präsentation von WWE 2K24 fängt die Atmosphäre und den Glamour der WWE-Events perfekt ein. Von den detailgetreuen Arenen bis hin zu den authentischen Einzügen der Superstars, fühlt sich das Spiel wie eine echte Wrestling-Show an. Die Kommentatoren sorgen mit ihren Kommentaren für zusätzliche Immersion und bringen die Spannung der Matches zum Ausdruck. Wie man es eben auch kennt. Grafisch allerdings trampeln wir weiter etwas auf der Stelle. Seien es Gesichter, das Publikum, so manche Arenadarstellungen oder die Haare, es braucht allmählich einen Schritt in Richtung Zukunft.

WWE 2K24 ist nach wie vor ein hervorragendes Spiel, mit tollen Gameplay, welches sich mittlerweile etabliert und mir viel Freude bereitet. Der Umfang ist gigantisch und bietet eine unglaubliche Spielwiese, um sich viele Stunden mit Wrestlingkost um die Ohren zu schlagen. Der Showcase-Modus bietet eine hervorragende Reise durch die Wrestlemania-Historie und einer meiner Lieblingsmodi, der General Manager Modus, bekommt sinnvolle Neuerungen spendiert. Doch es schleicht sich der Eindruck ein, dass nach dem großen Sprung im letzten Jahr nun eher nur kleinere Überarbeitungen gibt. Zudem holte mich der Karrieremodus in diesem Jahr weniger ab und kommt narrativ ausbaufähig daher. Zudem bleibt die Technik stehen und braucht nun einfach auch einen Fortschritt.

WWE 2K25: Die neuesten Verbesserungen im Universe-Modus

Der Universe-Mode in WWE 2K25 ist so umfangreich wie nie zuvor. Im Gegensatz zu früheren Versionen läuft der Modus deutlich stabiler und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten. Ihr könnt direkt mit dem Classic Mode starten, wenn ihr die aktuelle WWE-Landschaft simulieren und ohne große Anpassungen loslegen wollt.

Das Beste daran: Ihr braucht keine separaten Speicherplätze mehr für verschiedene Universe-Modi, da ihr ab sofort mehrere Brands im selben Kalender verwalten und bis zu drei Shows an einem Tag veranstalten dürft.

Das gigantische Roster von WWE 2K25 mit knapp 300 Superstars gibt euch zahlreiche Möglichkeiten. Ihr könnt beispielsweise RAW und SMACKDOWN mit dem aktuellen Roster führen und gleichzeitig noch eine Show mit Legenden wie Hulk Hogan, The Ultimate Warrior oder Bret „The Hitman“ Hart auf die Beine stellen. Eurer Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Fazit

Die WWE 2K-Reihe hat sich nach dem Tiefpunkt mit WWE 2K20 deutlich erholt. WWE 2K22 markierte einen wichtigen Schritt nach vorn, und WWE 2K23 setzte diesen Trend fort. WWE 2K Battlegrounds bietet Arcade-Spaß für zwischendurch, während WWE 2K24 mit seinem Umfang und den neuen Modi überzeugt. Der Universe-Modus in WWE 2K25 bietet noch mehr Anpassungsmöglichkeiten. Insgesamt ist die WWE 2K-Reihe wieder auf dem richtigen Weg und bietet Wrestling-Fans ein unterhaltsames Spielerlebnis.