WWE (kurz für World Wrestling Entertainment) ist ein an der Börse notiertes, US-amerikanisches Unternehmen, welches hauptsächlich im Gebiet des Wrestling tätig ist.
Die Ursprünge und Entwicklung von WWE
Die Entstehungsgeschichte des heutigen Unternehmens „World Wrestling Entertainment“ lässt sich in das Jahr 1952 zurückdatieren und beinhaltet insbesondere Roderick James „Jess“ McMahon, seines Zeichens ein erfolgreicher Box-Promoter, als prägende Figur in der Geburt des heutigen Marktführers im Wrestling-Business.
Gemeinsam mit Toots Mondt, welcher zu dieser als aktiver Wrestler und Promoter tätig war, kreierte er die Capitol Wrestling Corporation (CWC), die im folgenden Jahr der National Wrestling Alliance (NWA) beitrat, und veranstaltete im dritten Madison Square Garden, dem Vorläufer der aktuellen Arena, neben Box-Events auch Wrestling Veranstaltungen.
Die Ära von Vincent J. McMahon
Nach dem Tod „Jess“ McMahons im Jahre 1954 brachten Mondt und sein Geschäftspartner Ray Fabiani, den damals 38-jährigen Sohn des Vertorbenen, Vincent J. McMahon, in das Unternehmen hinein, welcher in Folge dessen gemeinsam mit Mondt große Erfolge in der Expansion des Wrestlings verbuchen konnte.
Als, aus heutiger Sicht, nennenswertester Meilenstein kann der Ausstieg der beiden Geschäftsmänner aus der NWA betrachtet werden, in Folge dessen Sie die World Wide Wrestling Federation (WWWF) gründeten und Buddy Rogers zu ihrem allerersten Champion krönten. Mondt verließ die WWWF ungefähr im Jahr 1965, sodass das Unternehmen nun im alleinigen Besitz von Vincent J. McMahon lag.
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Die World Wrestling Federation (WWF)
Im März 1979 wurde die WWWF in World Wrestling Federation (WWF) umbenannt und nur ein Jahr später gründeten Vincent K. McMahon, der Sohn von Vincent J. Der nächste große Meilenstein folgte bald darauf im Jahr 1982, als der jüngere Vince McMahon seinem Vater das Unternehmen abkaufte.
Nun alleiniger Besitzer der World Wrestling Federation, widmete sich McMahon seinem Plan zu expandieren und damit die WWF zur größten Wrestling-Liga des Landes zu machen. So löste sich McMahon bei der jährlichen Versammlung der NWA, im Folgejahr nach dem Aufkauf der WWF, von der National Wrestling Alliance, was ihm den Unmut anderer Promoter einbrachte.
McMahon versuchte durch diesen Schritt die jahrzehntelangen Grenzen des Territorien-Systems zu sprengen, was ihm schließlich gelang und die WWF an die Spitze aller Wrestling-Unternehmen stellte.
WrestleMania und der Aufstieg von Hulk Hogan
1985 schaffte die WWF etwas, was es so noch nicht gegeben hatte: eine Großveranstaltung, welche heute sozusagen die Olympiade des Showwrestling darstellt: Wrestlemania!. Die WWF strahlte nun landesweit (US-Kabelfernsehen) ihre Sendungen aus. An der Spitze befand sich Hulk Hogan, welcher nahezu ein Held des Wrestlings war.
Die gigantische Fankultur rund um Hogan bekam den Sport sowie natürlich der WWF sehr gut. Die WWF konnte sich schnell an die Spitze dieser Unterhaltungsart setzen.
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Zu dieser Zeit hatte Hogan seine erste Regentschaft als Titelträger, welche unglaubliche 1474 Tage anhielt.
Die Attitude Era
Die wohl bekannteste und beliebteste Ära bis heute stellt wohl die Attitude-Ära dar.
Sowohl WCW Monday Nitro als auch Monday Night Raw (WWF/WWE) kämpften wöchentlich verbittert um jeden Zuschauer. Der sogenannte „Quotenkrieg“ verlangte von beiden Format erheblich viel ab.
Zu beginn sah es wirklich nicht rosig für die WWF aus. Um jedoch trotzdem mit der WCW mithalten zu können, begann 1997 die legendäre „Attitude-Ära“.
RAW wurde extrem ordinär, bot erheblich Gewalt und sehr viele Story Wendungen, welche die Zuschauer allmählich von dem WCW Format abzogen.
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Letztendlich gewann die WWF den Quotenkrieg, welcher 2001 mit dem Aufkaufen der kompletten WCW (World Championship Wrestling) und ECW (Extreme Championship Wrestling) endgültig beendete.
Viele Wrestler der ECW und WCW wurden in die WWF übernommen.
Von nun an, war die WWF der Weltweite Marktführer im Wrestling-Bereich!
Der Namenswechsel zu World Wrestling Entertainment (WWE)
Im Mai 2002, verlor die WWF (Wrestling) einen Rechtsstreit gegen die WWF (Umweltorganisation) und musste sich in World Wrestling Entertaiment - WWE umbenennen.
Damit nicht genug, mit dem Urteilsspruch mussten alle WWF Schriftzüge die mit Wrestling zusammenhingen unkenntlich gemacht werden. Aus diesem Grunde sieht man heute auf alten Matches ein verpixeltes WWF Logo.
Das Urteil galt jedoch nur für das Logo, trotzdem beschloss die WWE nun auch alle Titelnamen anzupassen. So wurde aus dem WWF Champion der WWE Champion.
2012 einigte sich die WWF und die WWE, wieder das alte WWF Logo zeigen zu dürfen, jegliche Kommentatoren ausrufe in Verbindung mit dem Wort WWF sind jedoch weiterhin untersagt.
Die Ruthless Aggression Era
Ab 2002 betrat WWE die Ruthless Aggression Ära, die besonders dadurch gekennzeichnet wurde, dass das Roster aufgeteilt wurde. RAW und Smackdown lieferten sich einen Kampf, wo Wrestler, Titel und auch Personal wie Kommentatoren exklusiv bei einer der beiden Shows waren.
Während dieser Ära feierte auch das Money in the Bank Ladder Match sein Debüt.
Die PG Era
Im Jahr 2008 änderte sich dies jedoch, als es den Wrestlern verboten wurde zu bluten oder als Schläge mit dem Stuhl gegen den Kopf gebannt wurden.
WWE entwickelte sich rasch von TV-14 zu TV-PG und versuchte nun besonders Kinder anzusprechen. Dies geschah in erster Linie durch John Cena, der hier zum Gesicht der Company avancierte und das Ebenbild der PG Ära wurde.
Die Reality Era
2013 bezwang Randy Orton John Cena bei TLC und vereinigte somit die WWE Championship und die World Heavyweight Championship.
Die Ära bekam ihren Namen durch Triple H der sagte, dass in einer Zeit in der Dirt Sheets präsenter sind als jemals zuvor, das Kayfabe tot ist und alles nun realer ist.
WWE Network
Das WWE Network ist eine Online-Streaming-Plattform, auf der sowohl aktuelle Shows, PPVs, als auch viel Material aus der traditionsreichen Geschichte der Promotion verfügbar ist.
Dabei bietet man sowohl einen 24-Sunden Stream, als auch eine On-Demand Bibliothek an, die jederzeit abgerufen werden kann.
WWE's Übergang zu Netflix und die Herausforderungen für Raw
Der Wrestling-Marktführer steht vor einem sehr ungewöhnlichen Problem, das mit dem neuen Netflix-Deal zusammenhängt. Beim Streaming-Riesen wird WWE nämlich erst Anfang Januar 2025 mit Raw auf Sendung gehen können.
Doch der aktuelle TV-Deal mit dem USA Network läuft bereits Ende September aus. Das heißt: Die traditionsreiche Wrestling-Show am Montagabend benötigt eine Übergangs-Heimat. Und die scheint sich nicht so rasch aufzutun, wie WWE noch im Januar - als der Netflix-Deal bekanntgegeben wurde - behauptete.
In dieser Woche haben die Verantwortlichen von TKO, dem Mutterkonzern der Wrestling-Promotion, die jüngsten Quartalszahlen vorgestellt.
Und neben allem Getrommel für den 10-Jahres-Deal mit Netflix, der WWE über das Jahrzehnt verteilt satte 5,2 Milliarden US-Dollar einbringen wird, blieb die Frage nach dem Raw-Loch im Herbst offen.
Die Suche nach einer Übergangslösung
Bleiben die TV-Bildschirme für WWE Raw-Zuschauer in diesem Herbst schwarz?
Die erste Anlaufstelle für WWE dürfte wahrscheinlich der bisherige Raw-Sender sein. Da das USA Network ab Oktober SmackDown vom bisherigen TV-Partner FOX übernimmt, bleibt die Geschäftsbeziehung intakt. Dennoch werden die Macher des Kabelsenders ihr Programm ab Herbst neu aufstellen - für ein Leben nach Monday Night Raw.
Ob USA oder ein anderer Sender: Derzeit zahlt der TV-Partner dem Wrestling-Marktführer pro Quartal rund 70 Millionen US-Dollar für drei Stunden Wrestling am Montagabend.
Dafür liefert WWE die im der Regel meistgesehene Sendung im US-Kabelfernsehen (abseits von NFL-Übertragungen). Bei TKO rechnen die Verantwortlichen nicht damit, dass sich in den USA ein Sender finden lässt, der für die drei Monate 70 Millionen US-Dollar auf den Tisch legt.
Denn das Investment lohnt sich nicht, weil WWE in jedem Fall nach zwölf Wochen weiterzieht.
Aktive Show-Formate
Monday Night RAW ist die Flaggschiffshow von WWE und läuft seit dem 11. Januar 1993 ununterbrochen am Montagabend im amerikanischen Fernsehen.
Pay-per-View-Plan
| Monat | Veranstaltung |
|---|---|
| Januar | WWE Royal Rumble |
| Februar | WWE Fastlane |
| April | WWE WrestleMania |
| Mai | WWE Extreme Rules |
| Juni | WWE Payback |
| Juni | WWE Money in the Bank |
| Juli | WWE Battleground |
| August | WWE SummerSlam |
| September | WWE Night of Champions |
| Oktober | WWE Hell in a Cell |
| November | WWE Survivor Series |
| Dezember | WWE TLC |
