Was bedeutet die Abkürzung UFC?

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist heute die führende Organisation für Mixed Martial Arts (MMA) weltweit.

Die Geschichte der UFC

Die UFC wurde 1993 von Art Davie, Rorion Gracie und Bob Meyrowitz gegründet, mit dem Ziel, ein Turnier zu veranstalten, das verschiedene Kampfkünste gegeneinander antreten lässt, um herauszufinden, welche in einem echten Kampf am effektivsten sind. Die Idee war, herauszufinden, ob ein koreanischer Taekwondo-Kämpfer gegen einen thailändischen Kickboxer gewinnt und ob es der Boxer vermeiden kann, mit einem Ringer auf dem Boden zu landen.

Die Gracie-Familie aus Brasilien, bekannt für ihren Jiu-Jitsu-Stil, spielte in den frühen Ausgaben der UFC eine entscheidende Rolle. Royce Gracie, ein Mittelgewichtler, dominierte die ersten Turniere, indem er mithilfe von Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)-Techniken weitaus größere und stärkere Gegner besiegte.

Trotz des anfänglichen Erfolgs wurde die UFC stark kritisiert, da sie als zu gewalttätig wahrgenommen und mangelhaft reguliert wurde. In den USA verboten mehrere Bundesstaaten MMA-Events und bezeichneten sie als „Kämpfe ohne Regeln“. Unter dem politischen und medialen Druck kämpfte die UFC darum, ihre Sichtbarkeit zu erhalten.

Im Jahr 2001 kauften Lorenzo und Frank Fertitta gemeinsam mit Dana White die UFC über ihre Gesellschaft Zuffa LLC. Unter der neuen Führung wurden strengere Regularien eingeführt, die sich teilweise an den Regeln des Boxens orientierten, darunter Gewichtsklassen, Handschuhpflicht und das Verbot gefährlicher Techniken. Irre: Bis 2020 war MMA in unserem Nachbarland Frankreich verboten. Der schlechte Ruf des Sports eilte hier voraus. Denn: Viele denken, dass es in dem Sport keine oder fast keine Regeln gibt.

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2005 startete die UFC die Reality-Show The Ultimate Fighter, in der junge Kämpfer um einen Vertrag mit der Organisation konkurrierten. Die Sendung wurde zu einem großen Erfolg und gipfelte in einem denkwürdigen Finalkampf zwischen Forrest Griffin und Stephan Bonnar, der Millionen Zuschauer anlockte.

Mit wachsender Beliebtheit begann die UFC ihre internationale Ausweitung. Events wurden in Europa, Asien, Südamerika und Australien veranstaltet und zogen Talente aus der ganzen Welt an.

Im Laufe der Jahre hat die UFC zahlreiche legendäre Athleten hervorgebracht, darunter Anderson Silva, Georges St-Pierre, Jon Jones, Ronda Rousey und Conor McGregor.

Die UFC als Vorreiter

Die UFC war Vorreiter bei der Nutzung moderner Technologie, um das Fanerlebnis zu verbessern. Die Plattform UFC Fight Pass bietet Zugang zu einem umfangreichen Event-Archiv, während Technologien wie 360-Grad-Aufnahmen und Virtual Reality neue Perspektiven auf die Kämpfe eröffnen.

Ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg der UFC sind ihre innovativen Geschäftsvereinbarungen. Partnerschaften mit globalen Marken wie Reebok, Venom und ESPN haben dem Sport Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit verschafft.

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Die UFC ist zu einem kulturellen Phänomen geworden, und Kämpfer treten in Filmen, TV-Serien und Videospielen auf. Besonders die erfolgreiche UFC-Videospielreihe hat dazu beigetragen, MMA einem jüngeren Publikum näherzubringen.

MMA und UFC: Was ist der Unterschied?

MMA ist die Abkürzung für Mixed Martial Arts, was auf Deutsch „gemischte Kampfkünste“ bedeutet. Die Kämpfer mussten sowohl im Stand, als auch auf dem Boden kämpfen können und in der Lage sein, dem Gegner ihren Kampfstil aufzuzwingen. Die größten Grundlagen für das moderne MMA Training sind Boxen, Thai Boxen und Brazilian Jiu-Jitsu.

Der größte Unterschied im Breich MMA Regeln UFC wurde bereits genannt. MMA ist eine Kampfsportart (Mixed Martial Arts) und UFC ist die Organisation (Ultimate Fighting Championship). Dementsprechend ist MMA wesentlich älter als die UFC, da die UFC aufgrund der Kampfsporttechnik entstand. Die UFC hat es sich zur Aufgabe gemacht, einheitliche Regeln beim UFC zu schaffen und Kämpfe zu promoten sowie die Sportart über die Grenzen der USA bekannt zu machen.

Regeln der UFC

Seit 2009 gelten in den meisten Organisationen die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“. Ein kleiner Einblick in das Regelwerk:

  • keine Angriffe unter der Gürtellinie
  • Kniestöße oder Tritte gegen den Kopf eines Gegners, der sich am Boden befindet, sind verboten
  • Verboten sind auch: Kopfstöße, Haare ziehen, beißen, in die Augen greifen, in die Handschuhe oder in den Mund greifen
  • Schläge oder Griffe an die Kehle sind verboten
  • Ellbogenschläge dürfen nicht senkrecht nach unten erfolgen

Insgesamt gibt es 31 Fouls wie unsportliches Verhalten oder verbotene Angriffe, die mit entsprechenden Strafen geahndet werden (Verwarnung, Punktabzug, Disqualifikation).

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Gewichtsklassen in der UFC

In der UFC gibt es aktuell neun verschiedene Gewichtsklassen:

  • Strohgewicht, bis 52,15 kg
  • Fliegengewicht, bis 57 kg
  • Bantamgewicht, bis 61 kg
  • Federgewicht, bis 66 kg
  • Leichtgewicht, bis 70 kg
  • Weltergewicht, bis 77 kg
  • Mittelgewicht, bis 84 kg
  • Halbschwergewicht, bis 93 kg
  • Schwergewicht, bis 120 kg

Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.

Der UFC-Oktagon

Seit 1993 kämpfen die Fighter der UFC im Oktagon, einem achteckigen Käfig. Im Gegensatz zum Boxen, wo die Kampffläche durch Ringseile begrenzt ist, befindet sich im UFC-Oktagon ein Maschendrahtzaun. Hintergrund: So können die Kämpfer bei wilden Wrestling-Sequenzen nicht durch den Käfig fallen. Die Form ist wohl ursprünglich gewählt worden, damit kein Kämpfer sich in einer Ecke verstecken kann.

Brutal: Im Gegensatz zum Wrestling ist die Matte im Oktagon nicht gepolstert und federt Aufpralle nicht ab. Würfe, Takedowns und Knockdowns sind somit doppelt schmerzhaft für UFC-Fighter. Der Boden des Käfigs ist in mehrere Schichten unterteilt, die oberste Schicht besteht aus schwerer Baumwolle, die nach jedem Event gewechselt wird. Der Innendurchmesser beträgt 9,1 m, der Zaun ist vom Boden 1,80 m hoch.

Wichtige Begriffe im MMA

Ähnlich wie in der NFL wird im MMA mit englischsprachigen Begriffen nur so um sich geworfen. Hier eine Auswahl wichtiger Begriffe:

  • Takedown: Den Gegner aus der Balance bringen und auf den Boden werfen.
  • Submission: Bestimmte Hebel und Griffe, mit denen der Gegner zur Aufgabe gezwungen werden soll. Es gibt Hebelgriffe am Arm, Bein oder der Schulter, mit bestimmten Griffen kann auch die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn gestoppt werden. Entweder der Fighter gibt auf, oder er wird ohnmächtig und der Schiedsrichter beendet den Kampf.
  • Knockout: Der Schiedsrichter stoppt den Kampf, wenn der Fighter durch einen Schlag oder Kick ohnmächtig wird. Ein technischer Knockout (TKO) liegt vor, wenn der Schiedsrichter den Kampf abbricht, weil der Kämpfer zu viel Schaden einnimmt, sich in einer aussichtslosen Position findet oder verbal aufgibt.
  • Ground and Pound: Schläge aus der Oberlage, während der Gegner auf dem Rücken liegt.
  • Judges: In der UFC sitzen bei jedem Kampf drei Punkterichter neben dem Käfig und bewerten den Kampf pro Runde. Der Kämpfer, der bei allen drei Richtern die meisten Runden gewonnen hat, gewinnt den Kampf.
  • Decision: Punktentscheidung, die eintritt, nachdem der Kampf die volle Distanz erreicht hat. Die einstimmige Entscheidung (Unanimous decision) besagt, dass alle drei Richter den gleichen Kämpfer als Sieger sehen. Geteilte Entscheidung (Split decision) heißt, dass zwei Richter den gleichen Fighter vorne haben.
  • Main Card: Die Hauptkarte eines Events. Durchschnittlich gibt es zehn bis 13 Kämpfe pro UFC-Event, aufgeteilt in Undercard und Main Card. Die Kämpfe steigen in Relevanz, wobei der Hauptkampf (Main Event) dann die Hauptattraktion des Abends ist.
  • Weight Cut: Vor einem Event müssen alle MMA-Fighter zum Einwiegen. Die Kämpfer müssen das vorgegebene Kampfgewicht erreichen, um zum Kampf antreten zu dürfen. Kritisch: Viele Fighter kämpfen nicht in ihrer natürlichen Gewichtsklasse, sondern verbrennen kurze Zeit vor dem Kampf enorm viel Gewicht. Der Grund: Sobald der Weight Cut vorbei ist und die Kämpfer das vorgegebene Gewicht erreicht haben, legen viele wieder die Kilos drauf, um zu Kampfbeginn einen körperlichen Vorteil zu haben.

Alternative MMA-Organisationen

Obwohl die UFC die größte MMA-Organisation der Welt ist, sind in den letzten Jahren immer mehr Konkurrenz-Ligen dazugestoßen. Bellator MMA zählt zu der zweitgrößten amerikanischen Organisation. Aus Singapur stammt die Organisation ONE Championship. KSW aus Polen ist eine der größten MMA-Organisationen in Europa.

Die Zukunft der UFC

Die Geschichte der UFC zeigt, wie eine kühne Idee durch Innovation, Entschlossenheit und Leidenschaft zu einem globalen Phänomen werden kann. Mit einem ständig wachsenden Eventkalender und einer zunehmenden weltweiten Fangemeinde sieht die Zukunft der UFC sehr vielversprechend aus.

UFC Gewichtsklassen
Gewichtsklasse Maximalgewicht (kg)
Atomgewicht 47,6
Strohgewicht 52,2
Fliegengewicht 56,7
Bantamgewicht 61,2
Federgewicht 65,8
Leichtgewicht 70,3
Super Leichtgewicht 74,8
Weltergewicht 77,1
Super Weltergewicht 79,4
Mittelgewicht 83,9
Super Mittelgewicht 88,5
Halbschwergewicht 93,0
Cruisergewicht 102,1
Schwergewicht 120,2
Super Schwergewicht kein Limit