Die Abkürzung WWE steht für World Wrestling Entertainment. Hinter diesen drei Buchstaben verbirgt sich ein Imperium, das die Welt des Showkampfs revolutioniert hat. Doch der Weg dorthin war lang und von einigen Wendungen geprägt.
Von WWWF zu WWF: Die Anfänge
Die Geschichte von WWE begann im Jahr 1963, als die Liga als eigenständige Organisation gegründet wurde. Bereits 1933 hatte Jess McMahon Shows im amerikanischen Nordosten veranstaltet. Sein Sohn Vince McMahon Sr. (1914-1984) löste die Promotion, die ursprünglich Capitol Wrestling Federation hieß, zwischenzeitlich aus dem Wrestling-Dachverband NWA und gab ihr einen neuen Namen: World Wide Wrestling Federation, WWWF. Später wurde daraus die WWF (World Wrestling Federation), dann WWE (World Wrestling Entertainment).
Anfang der 1980er Jahre übernahm Vince McMahon Jr. (geboren am 24. August 1945) das Ruder und formte die bis dahin regional aktive Wrestling-Liga zu einem globalen Unternehmen.
Der Namenswechsel: WWF wird zu WWE
Die Abkürzung von WWWF zu WWF brachte die Liga in Konflikt mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF). Eine Weile konnte der Konflikt noch beigelegt werden, weil die WWF dem WWF zusicherte, sich nicht über das Kürzel, sondern über die ausgeschriebene Variante zu verkaufen. Vince McMahon ignorierte diese jedoch und so wurde WWF von WWF verklagt, letzten Endes gewann natürlich WWF den Rechtsstreit, also die Umweltschutzorganisation. Die World Wrestling Federation musste umbenannt werden und erhielt unter der kreativen Kampagne „Get the „F“ out“ einen kosmetischen Wandel.
Dies passierte am 6. Mai 2002, als bei RAW diese Veränderung publik gemacht wurde. Ein neues Logo, ein neuer Name: World Wrestling Entertainment oder kurz: WWE.
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Die Bedeutung von "Entertainment"
Mit der Umbenennung wurde gleichzeitig der Fokus der Marke erweitert. Vince McMahon betonte immer wieder, dass sich WWE nicht nur als Sport-Veranstalter, sondern vor allem als Entertainment-Unternehmen sehe. Die Betonung auf „Entertainment“ im neuen Namen unterstrich das Ziel, über klassische Wrestling-Shows hinaus in andere Unterhaltungsbereiche vorzudringen - etwa in Filmproduktionen, Reality-TV oder Social Media.
Die WWE heute
Trotz der anfänglichen Belustigung über den Namenswechsel ist die WWE heute eine der bekanntesten Marken der Welt. Mit wöchentlichen Shows wie Monday Night Raw und Friday Night SmackDown, „Premium Live Events“ wie WrestleMania sowie einer stetig wachsenden Online- und Streaming-Präsenz erreicht WWE Millionen Fans rund um den Globus.
Rückblickend war die Namensänderung ein cleverer Schachzug. Die Umbenennung zeigte, wie aus einer vermeintlichen Niederlage ein neues Image wachsen konnte. Die Geschichte der Umbenennung von WWF zu WWE ist ein spannendes Beispiel dafür, wie Markennamen und deren Rechte auch die großen Player im Entertainment-Business treffen können.
Die Organisation hinter der Show
Die Wrestler von WWE tragen keinen sportlichen Wettkampf im eigentlichen Sinne aus, sondern eine abgesprochene Schau zur Unterhaltung der Fans, WWE nennt es "Sports Entertainment". Gesucht und mit Titeln belohnt wird nicht der beste Kämpfer, sondern der beste athletische Entertainer.
Wer bestimmt die Sieger der Matches? Die aller wichtigsten Matches: Triple H. Für die Vorarbeit hat er wie vorher McMahon einen großen Mitarbeiterstab. Die Storys, die bei WWE im und um den Ring erzählt werden, denken sich - in Einklang mit den Richtlinien, die die Chefetage vorgibt - die für RAW, SmackDown und Co. zugeteilten Kreativteams aus.
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Die Attitude-Ära und der Wandel
Die Attitude-Ära (ca. 1997 - 2002) war die erfolgreichste Zeit für WWE. Im Zuge des Montagabend-Kriegs mit WCW, musste man mit dem Zeitgeist zu gehen. Das Ergebnis: Realistisch geprägte Charaktere und verstärkte Verwendung von gewaltsamen und sexuell geprägten Inhalten. Die WWE hatte Ecken und Kanten, man produzierte anstößiges Erwachsenenfernsehen.
Im Jahr 2008 änderte sich dann die Firmenausrichtung drastisch. Man unterschrieb einen Vertrag mit der Spielzeug-Firma Mattel mit dem Ziel, ein jüngeres Publikum anzusprechen. Die TV-Ausrichtung wechselte zu TV-PG (Parental Guidance). Dies bedeutet, dass Kinder die WWE-Shows unter Aufsicht der Eltern anschauen dürfen.
Das WWE Network
Bereits im Jahr 2011 gab es eine Ankündigung, die viele WWE-Fans gespannt machte. WWE gab bekannt, dass es 2012 ein Streaming-Network geben sollte. Anfang 2014 gab es dann schlussendlich die präzise Ankündigung: Das WWE-Network kommt am 24. Februar, hieß es. Man entschied sich dabei gegen ein Pay-TV-Modell und für einen abonnierbaren Streaming-Service.
Für nur 9,99$ gibt es seit dem 24. Februar 2014 Zugriff auf das WWE-Video-Archiv, das auch WCW und ECW enthält, und zusätzlich auch noch die Möglichkeit, jede Großveranstaltung live zu verfolgen.
Die Geschichte der WWE ist eine Geschichte des Wandels, der Innovation und des Erfolgs. Von bescheidenen Anfängen hat sich das Unternehmen zu einem globalen Entertainment-Giganten entwickelt, der Millionen von Fans auf der ganzen Welt begeistert.
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