Deutscher Karate Verband e.V. (DKV): Mitglieder, Struktur und Aufgaben

Der Deutsche Karate Verband e. V. (DKV) mit Sitz in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) ist der offizielle Fachverband für Karate in Deutschland.

Er wird als einziger Fachverband vom Bundesministerium des Innern gefördert und ist als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt.

16 Landesverbände mit rund 2.400 Vereinen sind im DOSB gemeldet.

Gegründet wurde der Verband am 17. Juni 1976 - nach einem Zusammenschluss der Verbände Deutscher Karate Bund (DKB), Goju-Kai Deutschland (GKD) und Deutsch-Japanischer Karateverband (DJKV).

Am 1. Januar 1977 traten die Deutsche Karate Union (DKU), Wado-Kai Deutschland (WKD) und die "Sektion Karate im Deutschen Judo-Bund" (SeKa DJB) formell dem DKV bei. Am 11. Juni 1977 wurde dieser in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen.

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Mitgliederzahlen und regionale Verteilung

Ende Dezember 2024 verzeichnete der DKV 101.975 Mitglieder - eine Zunahme von 0,9 Prozent im Vergleich zu 2023. Zuletzt hatte es 2013 mit 102.234 Gemeldeten einen höheren Wert gegeben.

Die Landesverbände mit den höchsten Mitgliederzahlen sind:

  • Bayerischer Karate Bund (18.182)
  • Karate-Dachverband Nordrhein-Westfalen (17.300)
  • Karateverband Baden Württemberg (16.955)
  • Karate-Verband Niedersachsen (9.129)
  • Rheinland-Pfälzische Karate-Verband (6.191)

Altersstruktur der Mitglieder

Zudem sind annähernd 50 Prozent aller Gemeldeten in der Altersklasse sieben bis 14 Jahre verortet (50.421).

Mehr als 50 Prozent machen indes Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren aus.

Da es kein Höchst-Einstiegs-Alter gibt, eignet sich die Sportart auch hervorragend für Ältere, die die zweitstärkste Gruppe hinsichtlich der Mitgliederzahl bilden.

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Dass Karate gerade bei den Jugendlichen hoch im Kurs steht, unterstreicht eine bemerkenswerte Statistik: Mehr als 50 % der registrierten Aktiven gehören der Altersklasse 14 bis 19 Jahre an.

DKV-Leitbild und Aufgaben

Das Selbstverständnis des Verbandes fußt auf den Säulen "Leistungssport", "Breitensport", "Gesundheitssport & Sport im Alter" und "Para-Karate & Inklusion", wo Menschen mit Behinderung diese Sportart auch unter Leistungssport-Aspekten ausüben.

Diese vier Säulen bilden zugleich den Rahmen des DKV-Leitbildes, das dem Verband, seinen Landesverbänden und den Dojos als Orientierung für ihre tägliche Arbeit dient.

Das Leitbild ist somit der zentrale Kern dessen, was den organisierten Karatesport in Deutschland ausmacht.

DKV-Präsident Wolfgang Weigert zeigte sich erfreut über die Entwicklung und stellte heraus, dass "wir auch in diesem Jahr mit diversen Projekten und Maßnahmen dafür sorgen wollen, diesen Kurs beizubehalten - um noch mehr Menschen für die Sportart zu interessieren und diese nach Möglichkeit zu einem Vereins-Mitglied werden zu lassen".

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Eine erste Maßnahme, die auch als Marketing-Instrument dient, ist die kostenlose Bereitstellung eines DKV-Spots zur Ausspielung auf den unterschiedlichen Kommunikations-Kanälen der Vereine und zur Weitergabe an Dritte.

In dem 90-sekündigen Clip wird erläutert, was das Besondere an Karate ist und warum es sich lohnt, die Kampfkunst zu betreiben.

Dojos: Keimzellen der Entwicklung

Es sind die Dojos vor Ort, die mit ihren engagierten Trainern und Trainerinnen Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeistern, motivieren sowie aus- und fortbilden.

Die Dojos sind die Keimzellen der Entwicklung und tragen somit in erheblichem Maße zur Popularisierung dieser Sportart und damit zu steigenden Mitgliederzahlen bei.

Mit seinen über 102.000 Mitgliedern bietet der Deutsche Karate Verband e.V. (DKV) seinen Aktiven in den mehr als 2.400 Vereinen eine sportliche Heimat.

Die Angebote der Dojos sind vielfältig und reichen dabei von Breiten- und Gesundheitssport über Nachwuchs-Förderung und Leistungssport bis hin zur Selbstverteidigung, Gewaltprävention, Para-Karate sowie Karate für "Best Ager" (50+).

Besonders im Breiten- und Gesundheitssport ist der DKV bundesweit von allen Institutionen anerkannt.

So ist er als einer von nur wenigen Spitzensport-Verbänden Inhaber des Qualitätssiegels "SPORT PRO GESUNDHEIT" und kann dieses somit in Eigenregie vergeben.

Nicht nur aus diesem Grund bezeichnet die Barmer-Krankenkasse den DKV "als erste Adresse für Karate in Deutschland".

Garant für diesen hohen Standard und die Zertifizierung ist die hohe vierstellige Anzahl von staatlich qualifizierten Fach-Übungsleiterinnen und -Übungsleitern mit ihren jeweiligen A-, B- und C-Lizenzen.

Beiträge und Mitgliedschaft

Karate ist, im Vergleich zu anderen Sportarten, sehr günstig - wobei die Gebühren von Verein zu Verein variieren.

Hinzu kommen:

  • der DKV-Jahres-Beitrag von 20,00 Euro (ab 01.01.2025) (-14 Jahre), bzw. 25,00 Euro (ab 01.01.2025) (+14 Jahre)
  • Kosten für einen Karate-Ausweis/-Pass (10,00 Euro).

Der Versand der Jahressichtmarken erfolgt nach Zahlungseingang.

Jahressichtmarken können jederzeit bei Sonja Staimann und Marion Fröse oder über das Mitgliederportal bestellt werden.

Die Jahressichtmarken sind immer vom 1.1. bis 31.12. eines jeden Jahres gültig.

Für langjährige Mitglieder bietet der DKV kostenlose Zusatzseiten für die Jahressichtmarken an.

Darüber hinaus gibt es Zusatzseiten für Lehrgänge auf Landes- und Bundesebene.

Vereinsportal und digitale Mitglieder-Anmeldung

Jahresmeldungen sowie einzelne Nach- und Neu-Anmeldungen von Mitgliedern können im MItgliederportal eingetragen werden.

Des Weiteren kann die jeweilige Vereins-Homepage mit der DKV-Homepage verknüpft werden.

Bei sämtlichen Anfragen oder Schriftverkehr (digital / postalisch) ist immer die DKV-Mitgliedsnummer anzugeben.

Transparenz-Register

Sollte Ihr Verein aufgefordert werden oder bereits aufgefordert worden sein, eine Jahresgebühr für die Führung des Transparenz-Registers zu entrichten, so ist zu beachten, dass Vereine, die ihre Gemeinnützigkeit nachweisen können, von dieser Gebühr befreit sind.

Deutsche Meisterschaften

Die Veranstaltung und Durchführung von Deutschen Meisterschaften, in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Ausrichter, ist eine der zentralen Aufgaben des Verbandes.

Für folgende nationale Titelkämpfe im männlichen und weiblichen Bereich zeichnet der DKV verantwortlich:

  • Deutsche Meisterschaften in der Leistungsklasse und im Para-Karate
  • Deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich (U16, U18 und U21)
  • Deutsche Meisterschaften der Schüler / Schülerinnen
  • Deutsche Meisterschaften der Masterklasse

Die Deutschen Meisterschaften finden jährlich statt.

Zu den weiteren zentralen Aufgaben gehören die Vermarktung von Bewegtbild-Rechten (live, on demand, Highlight-Zusammenfassungen), die Zusammenarbeit mit Institutionen und der Politik sowie die Akquise von Partnern und Sponsoren.

DKV als Ansprechpartner

Der DKV versteht sich nicht nur als Dienstleister für seine Landesverbände und Vereine, sondern auch als Ansprechpartner für allgemein Karate-Interessierte oder Karate-Enthusiasten, die derzeit noch nicht oder aber in anderen Verbänden organisiert sind.

Für diese Gruppen (Personen) besteht die Möglichkeit, sich mit dem DKV in Verbindung zu setzen.

Auch die direkte Kontakt-Aufnahme mit einem Verein in der Nähe ist über den Dojo-Finder möglich.

Anerkennung von Graduierungen und Lizenzen

Der DKV verfolgt darüber hinaus das Ziel, Graduierungen und Lizenzen anderer Verbände durch die dafür zuständigen Gremien anerkennen zu lassen - sofern dies gewünscht ist.

Des Weiteren können Lehrgänge vor Ort mit qualifizierten Trainerinnen oder Trainern durchgeführt werden. Seminar-Teilnahmen werden ebenfalls angeboten.

Der DKV mit Sitz seiner Zentrale in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) würde es sehr begrüßen, wenn noch mehr Menschen die Sportart ausüben und sich dem offiziellen Fachverband anschließen würden.

Vereinsfinder

Im DKV sind ca. 2.400 Vereine organisiert.

Viele von ihnen verfügen über eine eigene Homepage und geben Auskunft über Stilrichtungen und Trainingszeiten.

Wir helfen Ihnen gerne dabei, Vereine in Ihrer Nähe ausfindig zu machen.

Melissa Emperhoff und der SC Empi

Melissa Emperhoff hat 2016 den Verein SC Empi gegründet.

Der Name "SC Empi" kommt daher, dass ihr Vater und ihr Bruder "Empi" genannt wurden.