Der Deutsche Karate Verband e. V. (DKV) wurde am 17. Juni 1976 nach einem Zusammenschluss der Verbände Deutscher Karate Bund (DKB), Goju-Kai Deutschland (GKD) und Deutsch-Japanischer Karateverband (DJKV) gegründet. Im Jahr 1977 schlossen sich dem DKV weitere Karateverbände an und am 11. Juni 1977 wurde der DKV in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen.
Mitgliederentwicklung und Bedeutung des DKV
Im Jahr 2024 hatte der Deutsche Karate Verband rund ******* Mitglieder. Dies war ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr - im Zehnjahresvergleich gab es jedoch einen starken Rückgang. Die Mitglieder waren deutschlandweit in über ***** Vereinen aktiv.
Mitgliederstärkste Kampfsport-Verband
Im Vergleich zu anderen Kampfsport-Verbänden in Deutschland hatte der Deutsche Karate Verband zum Stand von 2024 die höchste Anzahl der Mitglieder. Auf den Rängen zwei und drei folgten Judo und Moderner Fünfkampf. Auch Boxsport und Ringen waren recht populär.
Die DKV App: Interaktive Elemente und zukünftige Entwicklungen
Der DKV bietet Apps für verschiedene Zielgruppen an. Sie finden sich unter „Deutscher Karate Verband e.V.“ oder „Karate Kids DKV“ in Apples App Store und im Google Play Store. Im Mittelpunkt stünden neben Nachrichten und einer großen Menge an Informationen wie zum Beispiel zu den Prüfungsprogrammen, dem bundesweiten Terminkalender oder Fotogalerien vor allem interaktive Elemente, so der DKV in einer Mitteilung. „Die Apps bieten auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnittene Chatforen rund um Karate“, sagte DKV-Sprecher Frank Miener, der Angebote wie auch die diversen Social-Media-Kanäle des Verbandes betreut. Darüber hinaus könnten beim Start auch von Karateka und Vereinen hochgeladene Fotos veröffentlicht werden. Die Daten würden dazu sicher auf einem Server in Deutsch-land gespeichert.
Für die Zukunft solle der Inhalt deutlich weiter ausgebaut werden, heißt es weiter. „Geplant sind Lehrvideos für die Kata, weitere themenbezogene Diskussionsforen, Video-Zusammenfassungen von Meisterschaften und somit auch ein direkter Draht für jeden einzelnen Karateka direkt zum Verband“, sagte Miener. „Wir begeben uns damit weiter in die Zukunft“, ergänzte DKV-Präsident Wolfgang Weigert. Gerade im Hinblick auf die Olympiateilnahme 2020 und den Wunsch der Karategemeinde, auch 2024 und darüber hinaus Programmsportart zu sein, sei ein solcher Auftritt notwendig.
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Registrierung und Datenschutz
Wenn Du die App vollumfänglich verwenden möchtest, musst Du Dich registrieren. Dazu ist in der Regel nur unser QR-Code nötig, den Du im Dojo erhältst. Diesen Scannst Du mit Deiner Kamera ein und schon kannst Du alles nutzen. Diese Daten benutzen wir nur für die Authentifizierung. Dein Konto in der App kannst Du jederzeit löschen. Hierfür gehst Du in Deinem Profil einfach auf den Button „Account löschen“. Eine Anmeldung ist danach nicht mehr möglich. Eine Kontolöschung ist immer vollständig. Wir speichern keine Daten mehr von Dir.
Veranstaltungen und Termine
Der DKV ist aktiv in der Organisation von Veranstaltungen und Meisterschaften. Hier einige Beispiele:
- Deutsche Meisterschaften in der Masterklasse am 27. September in Verden: Ü55-Kata-Wettbewerb der Herren mit 34 Teilnehmern.
- Deutsche U21-Meisterschaften am 28. September in Verden: Kata-Einzel der Damen sehr stark besetzt.
- Heim-Europameisterschaften 2026 in Frankfurt: Die Tages-Karten kosten 19,90 Euro und 24,90 Euro und beinhalten die kostenlose Beförderung innerhalb des RMV.
Unterstützung und Partnerschaften
Der DKV engagiert sich auch in sozialen Projekten und pflegt Partnerschaften:
- Unterstützt das Projekt "AidMax", das es ins Finale des internationalen "Social Impact Awards" geschafft hat. Das Voting läuft noch bis zum 24. September.
- Lehrgang in Ingolstadt mir renommierten US-Amerikaner.
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Die Reise zu Olympia: Einblicke und Erfahrungen
Einblicke in die Vorbereitung und Teilnahme an den Olympischen Spielen:
Freitag, 6. August: Die rechtzeitige Umstellung auf die andere Zeitzone war das Beste, was ich bislang gemacht habe. Am Wettkampf-Tag ohne Wecker um 5.50 Uhr wach zu werden und sich ausgeschlafen zu fühlen, ist schon klasse. Das hat sich auch auf meinen Wettkampf ausgewirkt: Ich habe mich sicher und gut gefühlt und keine richtigen Mängel in den Katas wahrgenommen - sieht man einmal von dem Wackler in der zweiten Kata ab. Nach der Punkte-Vergabe nach der ersten Kata zu urteilen, hatten die Kampfrichter und Kampfrichterinnen wohl ohnehin dahin tendiert, keine weitere hohe Wertung zu geben. Nach dem Wettkampf und einigen Interviews sind wir zurück ins Olympische Dorf, haben dort gegessen und sind dann wieder zurück in den "Nippon Budokan" gefahren, um uns Noah anzuschauen. Noah hat wirklich bombastisch gekämpft. Deswegen ist es so schade, dass es so knapp war. Er war so stark, dass er das Podium verdient gehabt hätte - obwohl er den ersten Kampf gegen Rafael Aghayev knapp verloren hat und später auch Luigi Busa unterlegen gewesen war. Allerdings ist es extrem schwer, gegen Aghayev zu kämpfen. Der hat eine so gute Kopf-Arbeit und bewegt sich so schnell - weil er deutlich kleiner ist als seine Gegner -, dass es nicht einfach ist, ihn zu treffen.
Mittwoch, 4. August: Der Tag heute war anstrengend und ereignisreich zugleich - obschon Kata und Kumite getrennte Wege gegangen sind. Während wir trainiert haben, musste die Kumite-Fraktion zum Wiegen. So weit ich mitbekommen habe, ist bei Jonny und Noah alles im "grünen Bereich".Nach dem Training haben wir am offiziellen Meeting im "Nippon Budokan" teilgenommen. Nachdem wir in Gruppen aufgeteilt worden waren, wurden wir durch die Wettkampf-Stätte geführt - verbunden mit zahlreichen Hinweisen, wo wir uns aufhalten und welche Wege wir nutzen dürfen. Was auffällig war: Sämtliche Helfer und Helferinnen stammten aus Japan und waren, wie man es kennt, sehr freundlich und zuvorkommend. Und sie hatten Motivationsschilder für uns angefertigt. Auf denen war in den unterschiedlichen Sprachen unter anderem zu lesen "Give your best" oder "Viel Glück". Dass der Großteil der japanischen Bevölkerung gegen die Olympischen Spiele ist, bekommt man hier überhaupt nicht mit.
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Dienstag, 3. August: Der heutige Tag war recht unspektakulär. Die Trainings-Einheit von Noah und Jonny beinhaltete hauptsächlich Situationen, in denen sie beispielsweise aus der Ecke heraus arbeiten mussten oder aber unter Druck Lösungen finden sollten. Jasmin und ich sind hingegen Sequenzen gelaufen, was vergleichbar mit den Kumite-Situationen ist. Generell habe ich den Eindruck, dass wir alle so schnell wie möglich auf die Matte und unsere Wettkämpfe bestreiten möchten. Im Übrigen ist die Kampf-Fläche im "Nippon Budokan" bereits aufgebaut.
Montag, 2. August: Nach dem Frühstück hat die "Kata-Fraktion" im Fitness-Studio ihre erste Einheit absolviert. Die wurde so gelegt, dass wir unseren Turnus beibehalten. Mit der Arbeit an den Geräten war unser Vormittag dann auch bestens ausgelastet. Danach, und vorherigem Mittagessen, haben wir unsere Sachen gepackt und sind zu unserer zweiten Trainings-Einheit ins "Tokio Budokan" gefahren. Intensität und Tempo wurden dabei spürbar hochgefahren. Zudem sind Jasmin und ich erstmals komplette Katas gelaufen. Die Kumite-Abteilung hat mit Reaktions-Spielen begonnen und danach Situationen ausgekämpft. Mein Eindruck der 75 Minuten: Alle sind top-fit, super motiviert und freuen sich auf die Wettkämpfe.
Sonntag, 1. August: Für uns war die Nachtruhe heute um 8.30 Uhr beendet. Während Jasmin, Christian Grüner und ich mit der Uhrzeit nicht so das Problem hatten, scheint den anderen der Jetlag wohl noch ein bisschen in den Knochen zu stecken. Nach dem Frühstück ging's ins Olympische Dorf, erste Eindrücke sammeln und ein "Mehrzweck-Gebäude", direkt gegenüber der Kantine, besuchen.
Juli: Endlich gelandet - obwohl ich vom Flug gar nicht so viel mitbekommen habe. Durch die rechtzeitige Umstellung auf die japanische Zeit habe ich fast nur geschlafen. Kurz vor dem Ausstieg haben Jasmin und ich von einer Flugbegleiterin, die offensichtlich ein Fan von uns beiden ist, noch eine Lufthansa-Tasse als Geschenk erhalten.
Freitag, 30. Juli 2021: Es war ein phantastischer Vormittag in Idstein - mit viel Sonnenschein und einem geplanten, aber dosierten Training. Nach dem Stretching habe ich mich ans Packen und Umpacken gemacht. In aller Ruhe. Überhaupt war es heute sehr entspannt - vermutlich war es nur die Ruhe vor dem Sturm.
Shara Hubrich: Zwischen EM-Absage und Olympia-Traum
Shara Hubrich, was war Ihr erster Gedanke, als Sie von der EM-Absage erfahren haben?
Shara Hubrich: "Natürlich war es wie ein Schock, aber ich hatte es schon geahnt."
Wieso?
Shara Hubrich: "In unserer Whatts-App -Gruppe (zu der Jana Messerschmidt, Johanna Kneer, Anna Miggou und Silvia Sperner gehören, Anm. des Autors) hatten wir uns darüber schon ausgiebig ausgetauscht."
Welche Emotionen hat das Aus der kontinentalen Titelkämpfe in Ihnen ausgelöst?
Shara Hubrich: "Das war wie ein Stich ins Herz - zumal ich gerade dabei war, mich körperlich und mental intensiv auf die EM vorzubereiten. Für mich hätte Baku noch einmal ein Wendepunkt sein können, um wichtige Punkte für ein Olympia Ticket zu sammeln. Jetzt rückt Olympia weiter in die Ferne. Denn es ist nicht vorherzusagen, wie es weiter geht."
Inwiefern?
Shara Hubrich: "Weil die letztjährige EM für mich nicht optimal gelaufen ist und nun das 2019er-Ergebnis für das Olympia-Qualifikations-Ranking herangezogen wird. Mit einer guten Platzierung hätte ich möglicherweise bessere Chancen gehabt, auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Dennoch fände ich es klasse, wenn es wenigstens Jana schaffen würde."
„JanA und ich standen nie in Konkurrenz zueinander“
Das müssten Sie bitte näher erläutern.
Shara Hubrich: "Sollte die Olympia-Qualifikation in Paris ebenfalls nicht ausgetragen werden können, dann könnte eventuell Jana einen Platz für Tokio bekommen - und wir hätten in unserer Gewichtsklasse -55 Kilogramm eine Deutsche Athletin dabei."
Daraus entnehme ich, dass Sie es Ihrer „internen DKV-Konkurrentin“ gönnen würden.
Shara Hubrich: "Auf jeden Fall - zumal Jana und ich nie in Konkurrenz zueinander standen. Sie hätte es absolut verdient. Außerdem liegt noch so viel vor mir."
Was bedeutet das für Ihr Training bzw. ist in diesen Zeiten überhaupt Training möglich?
Shara Hubrich: "Natürlich werde ich den Umfang, den ich vergangene Woche hochgefahren habe, etwas reduzieren. Ich werde mich ganz normal weiter vorbereiten - man muss nach vorne schauen. Die Situation ist, wie sie ist - daran lässt sich nichts ändern."
Wird es hinsichtlich der Trainingssteuerung und der Trainingsbelastung Anpassungen geben?
Shara Hubrich: "Ich werde mein Training der Situation anpassen. Karate-, Kraft- und Maximalkraft-Training gehören weiter zu meinem Programm, mein spezifisches Schnellkrafttraining werde ich nun etwas aufschieben müssen, sodass ich mich perfekt für das nächste Turnier vorbereite - sofern dieses denn stattfindet. Außerdem habe ich nun etwas Zeit, weiter an meiner Ausdauer zu arbeiten."
Wie gehen Sie mental mit dieser Situation um, die keine belastbaren Vorhersagen ermöglicht?
Shara Hubrich: "Ich schaue nach vorne, denke von Etappe zu Etappe. Es macht keinen Sinn über den Ausfall der EM nachzudenken. Klar, war das im ersten Moment schmerzhaft. Aber es lässt sich eben nicht ändern."
Wie sehr beeinflusst Covid-19 Ihr sportliches, aber auch Ihr privates Leben?
Shara Hubrich: "Sportlich überhaupt nicht, allerdings bekomme ich durch mein Umfeld und das, was in den Medien zu lesen ist, schon so einiges mit. Allerdings lasse ich mich dadurch nicht verrückt machen - weil ich meinen Alltag, so, wie ich ihn lebe, weiterhin aufrechterhalten möchte. Was die Corona-Angst bei den Menschen auslösen kann, sieht man ja an den Hamsterkäufen."
Werden Sie sich in nächster Zeit wieder verstärkt Ihrem Studium widmen?
Shara Hubrich: "Das habe ich tatsächlich überlegt. Ich könnte einige Klausuren schreiben und Stoff nachholen. Derzeit plane ich aber weiterhin mit Karate als Schwerpunkt."
Sollte der Karate-Sportbetrieb noch länger ausgesetzt werden - was wäre Ihr nächstes großes Ziel?
Shara Hubrich: "Ganz klar die Weltmeisterschaft in Dubai im November."
