Kickboxen: Ursprung und Entwicklung

Die Entstehung der noch sehr jungen Kampfsportart geht auf die 1970iger Jahre zurück. Kickboxen entstand während der siebziger Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Es gab damals eine Vielzahl von traditionellen asiatischen Kampfsportarten, die einerseits eine Zersplitterung des Kampfsports förderte und andererseits Wettkämpfe mit vollem Kontakt mangels Schutzausrüstung nicht bieten konnten.

Der Grundstein des Kickboxens wurde in einem Winterurlaub in Acapulco gelegt. Mike Anderson und Georg F. Brückner berieten über eine Idee, die eine weltweite Revolution einleiten sollte.

Ein Vorläufer von Kickboxen war Sportkarate. Sportkarate entwickelte sich aus Techniken des Karate (Tritttechniken) und Boxen (Schlagtechniken). Kickboxen entwickelte sich aus Techniken des Karate (Fußtechniken oder Kicks) und Boxen (Fausttechniken).

Es ist wohl auch kein Zufall, dass Kickboxen nach dem Vietnamkrieg entstand. Die Amerikanischen GI’s waren schließlich in Thailand stationiert, wo der Nationalsport Thai-Boxen zelebriert wird. Kickboxen gleicht bis vielleicht auf dem französischem Boxen keiner anderen Kampfsportart mehr, als dem Thai-Boxen. Thai-Boxen gilt als eine ursprüngliche Form des chinesischen Boxens (Kung Fu), wobei wir wieder „back to the roots“ wären.

Wenn man beim Thai-Boxen die Knie- und Ellenbogentechniken weg lässt, ist man im Prinzip beim Kickboxen. Beim Thai-Boxen haben die Kicks eine höhere Bedeutung, da die Füße nicht mit Protektoren bedeckt sind. Beim Kickboxen sind sowohl die Hände als auch die Füße mit Schutzausrüstung bedeckt.

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Die Entwicklung des Kickboxens

Kickboxen gibt es als Wettkampfdisziplin seit 1974 in Europa bzw. Deutschland. Damals einigten sich die Gründer des Weltverbandes WAKO (World All-Style Kick-Boxing Organisation) Mike Anderson, Georg F. Brückner und andere, auf ein Wettkampfsystem mit entsprechenden Regeln.

Begeistert von der Idee einer modernen Wettkampfversion, die sich bereits als lebendiger und ungefährlicher herausgestellt hatte, trieben Georg F. John Rhee hatte die erste Schutzkleidung entwickelt. Er setze damit die Vision von Bruce Lee, der unvergessenen Kung Fu Film Ikone, um. Bruce Lee sah die Zukunft der asiatischen Kampfkünste nicht in traditionellen Werten und philosophischen Auffassungen, sondern in der möglichst realistischen Anwendung im sportlichen Wettkampf. Seine Idee war die Austragung von Zweikämpfen mit einheitlichen Regeln und Schutzausrüstung, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.

Keine weltfremden Trockenübungen mehr, sondern hin zur Wirklichkeit. Die Techniken Millimeter vor dem Gegner zu stoppen konnte nur in der Theorie funktionieren, nicht aber in der unkalkulierbaren Bewegung von zwei Kämpfern. Die erste Schutzkleidung wurde anfänglich skeptisch betrachtet und fand nur wenig Anklang.

In der Schutzausrüstung sahen viele das Ende des traditionellen Grundgedankens hinter den Kampfsystemen und unsaubere Techniken. Dass viele traditionelle Kampfstile zur damaligen Zeit erst einige Jahrzehnte existierten und erst nach Ende des 2. Weltkrieges ihren Weg in die USA und in den späten 1950er Jahren nach Europa fanden, war für die Kritiker nicht von Bedeutung.

Die schnelle Verbreitung der fernöstlichen Kampfsysteme in der westlichen Welt als Mittel effektiver Selbstverteidigung mit der Vermittlung von Kenntnissen über tödliche Techniken und der Erlangung von geheimnisvollem Wissen, dass den Anhängern eine große Überlegenheit im Kampf verschaffen würde, war berechtigt. Ebenso aber auch der moderne Gedanke mit dem Einsatz von Schutzausrüstungen.

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Wichtige Daten in der Geschichte des Kickboxens

  • 1970: Durch Bruce Lee gewinnen fernöstliche Kampfsysteme an Popularität.
  • 1974: Mike Anderson und Georg F. Brückner einigen sich auf einheitliche Regeln und führen Schutzausrüstung ein.
  • 1977: Die WAKO wird als Weltverband gegründet.
  • 1987: Die WAKO findet unter der Bezeichnung „World Association of Kickboxing Organisations" wieder zusammen.
  • 1991: Low Kick etabliert sich als neue Disziplin.
  • 2000: Kickboxen wird vielseitiger, sieben Disziplinen sind in der WAKO etabliert.
  • 2017: Die WAKO Deutschland wird als 101. Nation aufgenommen.
  • 2021: Die WAKO nähert sich dem Traum von Olympischen Spielen.
  • 2022: Vorschlag für die Aufnahme der WAKO und des Kickboxen in das Programm für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Kickboxen als Kampfsportart

Kickboxen ist ein Kampfsystem, dass mit Distanztechniken arbeitet. Wurf- und Hebeltechniken sowie Techniken im Clinch sind nicht erlaubt. Aus dieser Gegebenheit lässt sich die Eignung der Kampfsportart für Situationen ableiten, in denen man sich selbst verteidigen muß. Für Eltern ist es oft keine leichte Aufgabe, den richtigen Sport für ihre Kinder auszuwählen. Noch schwieriger wird die Wahl der Kampfsportart, weil Eltern den Inahlt des Trainings nicht kennen. Hier werden die wesenlichen Vorteile von Kickboxen erläutert.

Kickboxen ist ein Kontakt-Kampf-Stil der das europäische Boxen mit Tritten verbindet. Der Sport umfasste amerikanische und japanische Stilelemente. Der Begriff Kickboxen wurde wahrscheinlich geprägt, als Kyokushin Karate Kämpfer um 1960 Muay Thai Experten nach Japan einluden.

Techniken im Kickboxen

Zu den häufigsten eingesetzten Techniken zählen Jab, Punch, Abwärtshaken und Aufwärtshaken des klassischen Boxens ebenso wie Halbkreis-, Vorwärts- und Seitswärtsfußstöße aus dem Muay Thai. Eine einzigartige Technik ist der gesprungene Faustrückenschlag, bei dem der Kickboxer um 180° herumwirbelt, dass seine Faust den Gegner am Kopf trifft.

Im Wettbewerb werden drei bis zwölf Runden von je drei Minuten gekämpft. Gewonnen wird durch Knock-out, Aufgabe, Handtuchwerfen durch den Trainer oder durch Punkteentscheidung der drei Kampfrichter. Fauststöße und Tritte werden gleich hoch bepunktet, anders als im Muay Thai, wo Tritte gegen Körper und Kopf hoch bewertet werden, auch wenn sie nicht sauber getroffen werden.

Muay Thai: Eine verwandte Kampfkunst

Muay Thai bedeutet “Thaiboxen” auf Thai. Muay Thai ist eine Kampfkunst in der es hart zur Sache geht. Es ähnelt Pradel Serey, Tomoi und Muay Lao, das in Laos ausgeübt wird. Wahrscheinlich hat es sich aus Muay Boran und Krabi Krabong entwickelt.

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Muay Thai wird oft auch als die “Kunst der acht Gliedmaßen” bezeichnet, weil man acht Angriffspunkte kennt: Füße, Hände, Ellbogen und Knie. Über die Ursprünge des Muay Thai weiß man nur lückenhaft Bescheid - angeblich, weil die Birmaner 1767 die Geschichtsbücher Siams vernichtet haben.

Nach einer Legende besiegte 1560 der “schwarze Prinz” Naresuen aus Siam den birmanischen Kronprinzen bei einem Muay-Thai Kampf in einer einzigen Runde. 1774 wurde der erste belegte Muay-Thai Wettkampf aus Anlass eines königlichen Festes in Yangoon ausgetragen.

Im Muay Thai werden normalerweise fünf Runden zu je drei Minuten gekämpft, zwischen den Runden liegen zwei Minuten Pause. Den Ausschlag geben Kampftaktik, Strategie, Kondition und Fitness. Wie beim europäischen Boxen kann der Ringrichter eine Runde beenden, indem er einen zu Boden gegangenen Kämpfer auszählt, wenn er eine Gefahr für ihn sieht.

Traditionell umwickelten die Kämpfer ihre Hände mit Stoff, tauchten sie in Leim und streuten Glasscherben darauf - Angst einflößende und blutige Kämpfe waren die Folge. Dies wurde 1929 verboten, heute verwenden die Kämpfer normale Boxhandschuhe und darunter Boxbandagen, die die Fäuste schützen und härter machen.

In einen rituellen Tanz vor dem Kampf, dem Ram Muay Wai Kruh oder kurz Kruh, ehren die Boxer ihre Lehrer und verhexen ihre Gegner mit schwarzer Magie. Die Kampfhaltung ähnelt der beim normalen Boxen, allerdings wird die Deckung zum Schutz vor Ellbogen- und Fußschlägen höher und etwas weiter vom Gesicht weg gehalten. Die Kämpfer stehen meist in Auslage, ein Fuß weiter vorne, und gleiten vorwärts und zurück.

Der kennzeichnende Tritt ist der niedrige Halbkreisfußstoß (Lowkick) zum Oberschenkel des Gegners. Dabei schlägt das Schienbein zu, und die Zehen werden oft nach innen gekrümmt, während sie beim normalen Halbkreisfußstoß (Roundhouse) gestreckt werden. Die Faustschläge ähneln den üblichen Boxtechniken, also kurze Geraden mit der Führhand Jap´s, Kreuzschläge, Haken, Aufwärtshaken und Überkopfschläge.

“THAIBOXEN BEDEUTET … IMMER BEREIT ZU SEIN.

Kurz vor dem Kampf wird der Kämpfer im Gesicht und am Körper mit Fett/Öl eingerieben. So kann der Boxer Schläge an sich abgleiten lassen - die auch weniger zu Abschürfungen führen, weil sie einfach abrutschen - und in der Nahdistanz Umklammerungen verhindert. Die Ölmassage entspannt außerdem die Muskeln und verringert damit das Verletzungsrisiko.

Als Vorkehrung gegen unfaires Verhalten - wie die Benutzung von regelwidrig beschwerten Handschuhen - werden die Vorbereitungen beaufsichtigt. Als erstes begutachtet man die Boxbandagen, die mit einem Stempel genehmigt werden. Hat der Kämpfer seine glückbringende Girlande und den Segen erhalten, verbringt er die letzten Sekunden vor dem Gang in den Ring oft alleine.

Mit dem rituellen Tanz vor dem Kampf, dem Ram May Wai Kruh, ehren die Kämpfer ihre Trainer und sprechen Flüche auf ihre Gegner herbei. Ohne diese Tradition ist Muay Thai nicht denkbar. In den Wettkämpfen geht es von der ersten Sekunde an mit Action und schweren Schlägen zur Sache. Dieses Tempo die gesamte Zeit durchzuhalten, ist anstrengende Arbeit - die zweiminütige Pause am Ende der Runde wird zur Erholung genutzt.

Kickboxen heute

Kickboxen ist ein Kontaktsport, der Faust- und Beintechniken kombiniert und hauptsächlich aus dem westlichen Boxen und verschiedenen Kampfsportarten wie Karate und Muay Thai stammt. Sein moderner Ursprung liegt im Japan der 1960er Jahre, obwohl er sich parallel auch in den Vereinigten Staaten entwickelte.

  • Amerikanisches Kickboxen (Vollkontakt): Erlaubt sind nur Schläge oberhalb der Taille.
  • Muay Thai: erlaubt Ellbogenschläge, Clinch und Würfe.
  • Boxen: Es werden nur Fäuste verwendet.
  • Kickboxen: Es liegt irgendwo dazwischen.

In Spanien und Europa gibt es zahlreiche Fitnessstudios, die sowohl Freizeit- als auch Wettkampf-Kickboxkurse anbieten.

Die verschiedenen Disziplinen im Kickboxen

  • Semi-Kontakt Kickboxen: Beim Semi-Kontakt-Kickboxen müssen die Techniken gut kontrolliert mit leichtem Kontakt ausgeführt werden. Das Wichtigste ist, dass nach jedem Treffer unterbrochen und die Bewertung sofort bekannt gegeben wird. Es gleicht stark dem traditionellen Karate und unterscheidet sich vor allem durch die Schutzausrüstung. Es handelt sich um eine sehr reaktionsschnelle Sportart, da es nur auf den ersten Treffer ankommt. Es werden daher Techniken mit Risiko angewendet, die auf Grund der schlechten Stellung nach der Technik nie beim Leichtkontakt- bzw. Vollkontakt-Kickboxen angewendet werden würden. Außerdem kommt es nicht auf die Stärke der ausgeführten Technik an. Es werden daher auch Techniken angewendet, die nicht besonders hart treffen.
  • Leichtkontakt-Kickboxen: Das Leichtkontakt-Kickboxen ist eine Vorstufe zum Vollkontakt-Kickboxen. Hierbei werden die Techniken zwar explosiv und kraftvoll ausgeführt aber eben nicht mit voller Kraft. Die Techniken sollen nur mit leichtem Kontakt treffen. Es werden nur saubere und kontrollierte Techniken gewertet. Der Kampf wird im Gegensatz zum Semi-Kontakt-Kickboxen auch nach einem Treffer fortgesetzt.. Es wird also mit Ausnahme der geregelten Unterbrechungen durchgekämpft. Es ist daher wichtig, nach jedem Angriff wieder eine gut geschützte Grundposition zu haben. Gekämpft wird meistens im Ring. Die Kampfzeit beträgt 2 Runden a 2 Minuten ohne Unterbrechung. Der Kampf wird von einem Kampfrichter geleitet. Drei Punktrichter bewerten den Kampf. Der Kampf nach Ablauf mit einer Punktbewertung und nicht etwa mit KO wie beim Vollkontakt-Kickboxen entschieden.
  • Vollkontakt-Kickboxen: Die Techniken dürfen beim Vollkontakt-Kickboxen, wie der Name schon sagt, mit voller Kraft ausgeführt werden. Wie beim klassischen Boxen wird der Kampf in einem Boxring ausgetragen. Im Amateurbereich werden 3 Runden a 2 Minuten gekämpft. Im Profibereich werden bis zu 10 Runden ausgetragen. Geleitet wird der Kampf vom Ringrichter und von drei Punktrichtern, die ihre Wertung auf Punktzetteln notieren. Der Kampf wird entweder durch KO oder durch eine Punktewertung entschieden. Der Kampf wird in seiner Gesamtheit bewertet. Es zählen nicht nur Treffer, sondern auch der Gesamteindruck, wie z. B. Kondition, Effizienz, Technisch und Taktik. Der Vollkontakt-Kämpfer braucht eine außerordentlich hohe Kondition in allen Bereichen sowie gute „Nehmereigenschaften“. Wer ein sog. „Glas-Kinn“ hat, sollte eine andere Disziplin wählen. Außer Schnellkraft, Kondition erfordert Vollkontakt auch starken Willen, Mut und Entschlossenheit. Und nicht zuletzt eine ausgeprägte kämpferische Intelligenz erforderlich. Der Faktor “Taktik” spielt in dieser Disziplin eine entscheidende Rolle. Ein Schlag bzw. Kick kann den Kampf sofort beenden.

Kickboxen Stile

Kickboxen steht zum einen für eine Gruppe von Kampfsportarten, die Schläge und Tritte kombinieren. Kickboxen hat seinen Ursprung im Muay Boran, einer Kampfkunst, die später als Muay Thai bekannt wurde. Das moderne Kickboxen entstand in den 1950er Jahren in Japan als eine Mischung aus Karate und Muay Thai Regeln und Techniken.

Die frühesten Ursprünge des Kickboxens gehen auf das 13. und 14. Jahrhundert und eine Kunst namens Muay Boran zurück, die ein Vorläufer des Muay Thai war. Dabei handelte es sich um ein Kampfsystem, das von den siamesischen Kriegern verwendet wurde und sich später zu einem sehr beliebten Sport entwickelte.

Die größte Veränderung kam im 19. Der König war ein großer Fan der Muay Boran-Kämpfe und half bei der Ausarbeitung der ersten Regeln. Infolgedessen wurden die Kämpfe viel sicherer, und die Veranstaltungen wurden zu einem Teil verschiedener Feste und Feiern.

Ab dem 20. Die Geschichte des modernen Kickboxens begann jedoch in den späten 1950er Jahren. Zu einer Zeit, als es eine große Rivalität zwischen Muay Thai und Karate gab. Ein Karateka namens Tatsuo Yamada war einer der ersten, der Muay Thai zu trainieren begann. Obwohl er dem Karate treu blieb, war Yamada von den Vollkontaktregeln des Muay Thai fasziniert.

Also begann Yamada, mit Karate- und Muay-Thai-Techniken und -Regeln zu experimentieren, und legte in gewisser Weise den Grundstein für ein neues Kampfsystem, das später zum Kickboxen werden sollte. Der Mann, der oft als Vater oder Erfinder des Kickboxens angesehen wird, war ein bekannter Promoter, Osamu Noguchi.

In den späten 1950er Jahren schuf er eine neue Kampfkunst und einen Kampfsport, bei dem Kämpfer aus Karate und Muay Thai gegeneinander antreten konnten. Noguchi nutzte Karate als Grundlage und fügte Techniken und Regeln des Vollkontakts aus dem Muay Thai hinzu. Noguchi gründete 1966 die erste „Kickboxing Association“ und organisierte kurz darauf am 11. April die erste Veranstaltung in Osaka.

Kickboxen ist sowohl ein eigenständiges Kampfsystem als auch ein Begriff, der für eine Gruppe von Kampfsportarten steht, die Schläge und Tritte miteinander kombinieren. Das bedeutet, dass es beim Kickboxen viele verschiedene Stile gibt.

Obwohl es viele Stile und Formen des Kickboxens gibt, sind die Grundtechniken bei allen Kickboxstilen fast gleich. Sie lehren verschiedene Kicks aus dem Karate, Taekwondo und Muay Thai und wie man sie mit westlichen Boxtechniken kombiniert.

Die populärsten Kickboxstile

  • Japanischer Stil
  • Amerikanischer Stil
  • Holländischer Stil

Die K-1 Promotion

K-1 ist der Name der berühmten Kickboxing-Promotion aus Japan, die in den 90er und 2000er Jahren sehr beliebt war. Tatsächlich war K-1 zu einem bestimmten Zeitpunkt die beliebteste Kampfsportart der Welt, sogar beliebter als MMA und Boxen. Der Mann, der K-1 erfunden hat, war Kazuyoshi Ishii im Jahr 1993. Der Buchstabe K steht für „Karate, Kickboxen und Kung Fu“, eine Mischung aus den Techniken, die Kickboxer damals verwendeten.

Ishii wollte einen Kampfsport schaffen, in dem Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten gegeneinander antreten können. K-1 war in Japan ein sofortiger Erfolg und wurde auch in anderen Teilen der Welt schnell bekannt. Ishii genoss damals die besten Verträge mit den größten Fernsehsendern, und die Kämpfe waren sehr spannend und voller Action. Das lag vor allem daran, dass die K-1-Regeln ein hohes Kampftempo begünstigen, da es nur 3 bis 3 Minuten dauernde Runden gibt. Das größte K-1-Format war der „K-1 World Grand Prix“, ein offenes Gewichtsturnier.

Kickboxen vs. Muay Thai

Diese beiden Kampfsysteme haben viel gemeinsam, denn Kickboxen hat seinen Ursprung im Muay Thai. Gleichzeitig gibt es aber auch große Unterschiede in Bezug auf Regeln, Schwerpunkte, Techniken und viele andere Faktoren.

Muay Thai ist eine Schlagkunst, bei der der Schwerpunkt auf harten Tritten und dem Kampf im Clinch mit Ellbogen und Knien liegt. Das Kickboxen hingegen unterscheidet sich stark davon. Der Schwerpunkt liegt auf Vorwärtsdruck, einer hohen Schlagzahl und Boxkombinationen.

Die Regeln des Muay Thai sind einfach und leicht zu verstehen. Die Kämpfe gehen über 5 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert. Die Kämpfer haben zwischen den Runden eine 2-minütige Pause und treten mit gepolsterten Handschuhen und Shorts an. Kämpfe können durch Entscheidung, K.o. Beim Kickboxen gibt es viele verschiedene Regeln. Aber in den meisten Fällen dauern die Kämpfe 3 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert.

Muay Thai ist eine thailändische Kampfkunst, bei der die Kämpfer Boxschläge, Ellbogentechniken, Tritttechniken und Kniestöße einsetzten. Sie Clinchen auch im Nahbereich den Gegner und führen dann Ellboge- und Knietechniken aus. Kickboxen ist nicht so vielseitig wie Muay Thai, da die Kämpfer hier „nur“ Tritte und Schläge einsetzen. Die meisten modernen Kickboxstile wie K-1 oder der holländische Stil gebrauchen den Clinch nur kurz, um ein Knie anzubringen.

Kickboxen im MMA

Kickboxen spielt im modernen MMA-Kampf eine große Rolle. In der Tat kann man nicht erwarten, erfolgreich zu sein oder das hohe Niveau des Spiels zu erreichen, ohne zumindest grundlegende Kickboxfähigkeiten zu besitzen. Ob K-1, holländischer Stil oder Muay Thai, die meisten Kickboxstile passen gut zum Käfigkampf.

MMA ist ein Sport, bei dem die Kämpfer alle Gliedmaßen als Waffen einsetzen können, um in allen Bereichen zu kämpfen, auch im Clinch. Im Muay Thai lernt man am besten, wie man Tritte mit Schlägen kombiniert oder im Clinch mit Knien und Ellbogen kämpft. Aber der Aspekt, der eindeutig hervorsticht, sind die bösartigen Muay Thai Low- und Highkicks.

Im modernen MMA kann man nicht überleben, wenn man nicht weiß, wie man Tritte mit der richtigen Technik abwehrt oder wirft. Früher oder später würde jemand diese Lücke in deinem Spiel aufdecken, und das wäre eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Weitere Aspekte des Kickboxens

Bei Kickboxturnieren nehmen Sportler teil, die die Tradition vieler Kampfsportarten und Kampfkünste verkörpern, indem sie Kata vorführen - entweder mit oder ohne Musik, sowie mit oder ohne Waffen. Dabei wird grundsätzlich ein Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner dargestellt, bei dem eine Abfolge verschiedenster Techniken gezeigt wird. Diese können sowohl defensive als auch offensive Elemente beinhalten.

Beim Kickboxen Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer am Körper des Gegners der Kampf kurzzeitig unterbrochen. Die Kickbox Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung, und jeder Treffer wird von drei Kampfrichtern bewertet. Damit ein Punkt vergeben wird, müssen sich die Kampfrichter einig sein, dass die Techniken sauber und eindeutig ausgeführt wurden. Die Semikontaktkämpfe werden auf Matten, auch Tatami genannt, ausgetragen. In dieser Disziplin werden saubere Techniken belohnt, die ein erlaubtes Ziel treffen und einen leichten Kontakt herstellen.

Die Leichtkontaktkämpfe werden meistens auf Matten gekämpft. Es gehr darum, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Für jeden Treffer werden Punkte vergeben, Fußtreffer zum Kopf und gesprungene Treffer ergeben mehr Punkte. Der Kampf wird nach jedem Treffer nicht unterbrochen, sondern weitergeführt. Leichtkontakt Kämpfer sind meistens technisch sehr gut und verfügen über gute Kondition.

Das Vollkontakt Kickboxen wird meistens im Boxring gekämpft. Der Kampf kann sowohl nach Punkten, aber auch durch einen Knockout (K.O.) gewonnen werden. Ein K.O. kann sowohl durch einen Niederschlag des Gegners als auch durch seine Kampfunfähigkeit (technischer K.O.) erzielt werden. Das K-1 Regelwerk, das von der japanischen Kampfsportorganisation K-1 entwickelt, sieht folgendermassen aus.

Die Gewichtsklassen der Frauen reichen von 48 kg bis über 64 kg, sie sind nach 2 kg gestaffelt (d.h. Die Kickboxkämpfe weren, wie schon gesagt, auf Matten oder im Boxring ausgekämpft. Das untere Seil befindet sich in einer Höhe von 33 cm über dem Ringboden, das obere Seil sollte nicht höher als 1,32 m angebracht sein. Die Seitenlänge des Boxrings sollte mindestens 4,5 m und höchstens 6,10 m sein.

Die Boxtechniken beim Kickboxen ähneln denen des Boxens. (c) Roundhouse Kick / Rear Kick - Dieser Kick wird in einer kreisförmigen Bewegung ausgeführt.

Wie bereits erwähnt, findet der Kickboxkampf zwischen zwei Kämpfern in einem Ring statt. Der Kampf wird von der jeweiligen Organisation überwacht. Jeder Kampf geht über zumeist drei Runden, von denen jede drei Minuten dauert. Titelkämpfe gehen über fünf Runden, wobei jede Runde drei Minuten dauert. Die Rundenanzahl ist von der Organisation, dem Kickboxverband festgelegt und kann variieren.