Taekwondo bei den Olympischen Spielen: Eine Geschichte

Taekwondo ist eine bekannte Kampfsportart, die aber einen langen Weg hinter sich bringen musste, bis sie auch ihre Geschichte bei den olympischen Sommerspielen erzählen konnte. Taekwondo ist ein weiterer Kampfsport, der den Eingang in das olympische Programm gefunden hat.

Die Anfänge und Anerkennung

Im selben Jahr, 1981, ging es mit der Geschichte des Taekwondo schlagartig weiter, denn es wurde während des 81. IOC-Kongresses als olympische Disziplin anerkannt.

Demonstrationssportart

1988 hatte das Taekwondo seine Premiere als Demonstrations-Sportart in Seoul und durfte dann auch vier Jahre später in Barcelona glänzen, so dass es am 4. September 1994 Taekwondo in das olympische Programm aufgenommen wurde. Taekwondo war an den Olympischen Sommerspielen von Seoul (1988), Barcelona (1992) und Atlanta (1996) als "Vorführdisziplin" vertreten.

Olympische Premiere in Sydney 2000

Taekwondo bei den olympischen Sommerspielen ist eine noch junge olympische Disziplin, weil sie erst im Jahr 2000 eingeführt wurde. Die Premiere feierte Taekwondo dann bei den Olympischen Sommerspielen 2000 mit acht Bewerbe, jeweils vier für Damen und für Herren.

Im Jahr 2000 war nun Taekwondo das erste Mal bei den Olympischen Spielen als Disziplin in Sydney vertreten. Seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney/Australien ist Taekwondo dank der WTF vollwertige olympische Disziplin.

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Es konnten sich- Fadime Helvacioglu bei den Frauen -49 kg,- Aziz Acharki bei den Herren -68 kg und- Faissal Ebnoutalib bei den Herren -80 kgqualifizieren. Mit dabei waren drei Sportler aus Deutschland: Fadime Helvacioglu, Aziz Acharki und Faissal Ebnoutalib.

Bei den Olympischen Spielen 2000 wurde der Vollkontakt-Wettkampf mit Westen erstmals Voll-Olympisch und Faissal Ebnoutalib holt dabei die erste Olympia-Taekwondo-Medaille (Silber) für Deutschland.

Bedeutung und Internationalität

Schon allein eine Qualifikation für die Olympischen Spiele ist eine Leistung, die eine hohe Anerkennung verdient, da 179 Nationen, die Taekwondo betreiben, sich um 124 Teilnehmerplätze in diversen Qualifikationsturnieren „schlagen“ müssen. Hinzu kommt, dass jede Nation maximal 2 Frauen und 2 Männer zu den Olympischen Spielen schicken darf.

Taekwondo ist nicht nur als Sportart selbst interessant und die Bewerbe spannend, es ist auch die Vielzahl an Nationen, die in den ersten Bewerben bereits Medaillen erreichen konnten, bemerkenswert. Nationen, die sonst eher weniger Medaillenchancen haben, können auf erfolgreiche Vertreter zurückgreifen wie Afghanistan oder Nigeria sowie Iran.

Regelwerk

Das Regelwerk im Olympischen Taekwondo ist vielfältig. Es gibt viele Vorschriften und Regelungen, an die sich die Kämpferinnen und Kämpfer, aber auch die Coaches auf dem Coach-Stuhl halten müssen. Wichtig zu wissen ist auch, dass es keinen Kampf um Platz 3 gibt.

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Deutsche Taekwondo Union (DTU)

Die Deutsche Taekwondo Union wurde im Jahr 1981 gegründet und zählt aktuell ca. 60.000 eingetragene Mitglieder. Der Verband ist der einzig anerkannte Fachverband für olympisches Taekwondo.

Seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, zählt die Sportart offiziell zum Olympischen Programm, nachdem sie 1998 in Seoul als Demonstrationssportart überzeugte. Bisher konnte die DTU bei den Olympischen Spielen zwei Medaillen gewinnen. Silber durch Faissal Ebnoutalib und Bronze durch Helena Fromm.

Weitere Entwicklung

Weniger gut lief die Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Die nächste Chance für olympisches Gold wird sich den deutschen Athleten dann erst 2008 in Peking bieten. Die DTU wird alles daran setzen, dort wieder vertreten zu sein.

Doppel-Olympiasieger

Der amerikanische Athlet Steven Lopez ist bislang der einzige Doppel-Olympiasieger in der Taekwondo Geschichte. Steven Lopez konnte jeweils die Goldmedaille 2000 in Sydney (- 68 kg) und 2004 in Athen (- 80 kg) in Taekwondo erringen.

WTF und Olympische Teilnahme

WTF ist dabei das olympische Taekwondo-System, d.h. man kann nur an den Olympischen Spielen teilnehmen, wenn man einem Verein angehört, der über Landes- und Bundesverband dem WTF angeschlossen ist. Deshalb ist nur die DTU als einziger offizieller Taekwondo-Verband in Deutschland vom Nationalen Olympischen Komitee NOK und vom Deutschen Sportbund DSB dazu berechtigt worden, Sportler zu den Olympischen Spielen zu entsenden.

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