MMA Kampfregeln: Was Sie über Mixed Martial Arts wissen müssen

Mixed Martial Arts (MMA) erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und zieht Fans mit spektakulären Duellen in den Bann. Die Kämpfer zeigen vollen Einsatz, scheuen weder Risiken noch Verletzungen und liefern dabei pure Spannung. Doch trotz der Freiheit im Käfig gibt es klare Regeln und Vorschriften, die den Sport lenken und für Fairness sorgen. Diese Mischung aus Disziplin und Adrenalin macht MMA so faszinierend.

Die Grundlagen des MMA

Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken (Striking) des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken (Grappling) des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Auch Techniken aus anderen Kampfkunstarten werden benutzt. Hier erfahren Sie alles über die wichtigsten Regeln, Verbote und Vorschriften im MMA.

Die Vorgaben des offiziellen Regelwerks „Unified Rules of MMA“

Die Regeln des Mixed Martial Arts (MMA) variieren je nach Organisation und Land. Die Unified Rules of MMA definieren weltweit die Regeln, Gewichtsklassen und verbotenen Aktionen. Standardkämpfe dauern 3 Runden à 5 Minuten; Titelkämpfe 5 Runden.

Siegmethoden im MMA

  • Knockout
  • Aufgabegriff (Submission)
  • Punktentscheidung
  • Disqualifikation
  • Schiedsrichterabbruch (bestätigt durch Ringrichter oder Ringarzt)
  • Aufgabe des Gegners durch Abklopfen oder mündliche Aufgabe (meist nach Hebel- oder Würgegriff)

Punktewertung

Wenn kein K.O. oder Aufgabe erfolgt, entscheidet die Punktwertung. Der Gewinner einer Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer 9 Punkte (bei starker Unterlegenheit auch 8 Punkte).

Unentschieden

Bei beidseitiger Disqualifikation oder K.O. nach unbeabsichtigter unerlaubter Aktion kann der Kampf als Unentschieden gewertet werden.

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Verbotene Aktionen im MMA

Neben den festgelegten Siegmethoden und den Kampfbedingungen gibt es im MMA auch eine klare Liste an verbotenen Aktionen. Insgesamt gibt es 31 verschiedene Fouls, die unerlaubte Angriffe oder unsportliches Verhalten umfassen.

Die wichtigsten verbotenen Aktionen im Überblick:

  • Beleidigungen, Spucken, Kratzen, Kneifen, das Festhalten der Hose des Gegners sowie Angriffe während Pausen oder Unterbrechungen gelten als Foul.
  • Missachtung der Schiedsrichterentscheidung, Eingriffe von außen und Kampfvermeidung werden ebenfalls bestraft.
  • Angriffe unter die Gürtellinie, auf die Wirbelsäule, den Hinterkopf und die Nieren sind strengstens verboten.
  • Kniestöße und Tritte gegen den Kopf eines am Boden liegenden Gegners sind unrechtmäßig. Ein Kämpfer gilt als „am Boden“, wenn er mit beiden Füßen, einer Hand und einem weiteren Körperteil den Boden berührt.
  • Kopfstöße, Beißen, Haarziehen, Augenstechen und das Fishhooking (Greifen und Ziehen des Mundes) sind ebenfalls verboten.
  • Schläge und Griffe an die Kehle sowie das Greifen des Schlüsselbeins sind unzulässig.
  • Finger- und Zehenmanipulationen (z. B. Verdrehung oder Abspreizen) sind ebenfalls regelwidrig.
  • Greifen des Rings oder Käfigs oder das absichtliche Werfen des Gegners außerhalb des Rings oder Käfigs stellen einen Regelverstoß dar.
  • Fassen mit den Fingern in Körperöffnungen oder Wunden ist verboten.
  • Kampfverhalten, das den Gegner ohne Chance auf einen Sieg blockiert oder den Kampf vermeidet, wie z. B. das ständige Verlassen des Käfigs oder das Zurückweichen ohne Interaktion.

Wenn Kämpfer gegen die Regeln verstoßen, werden sie mit Verwarnungen, Punktabzügen oder Disqualifikationen bestraft, um Fairness und Sicherheit im Kampf zu gewährleisten.

Gewichtsklassen im MMA

In der MMA gibt es verschiedene Gewichtsklassen, die in den Unified Rules festgelegt sind.

Gewichtsklasse Gewicht (kg)
Strohgewicht bis 52,2
Fliegengewicht bis 56,7
Bantamgewicht bis 61,2
Federgewicht bis 65,8
Leichtgewicht bis 70,3
Weltergewicht bis 77,1
Mittelgewicht bis 83,9
Halbschwergewicht bis 93,0
Schwergewicht bis 120,2
Superschwergewicht ab 120,2

Die offiziellen Gewichtsklassen sind in bestimmten Abständen aufgeteilt. Die Toleranzgrenze beim Wiegen ist 500g. Bei Titelkämpfen gibt es keine Toleranzgrenze.

Ausrüstung und Kleidungsvorschriften

  • Kurze Hose (Kniegelenk sichtbar), Hosenbund muss fest geschnürt sein, keine Reisverschlüsse, Knöpfe, Taschen, keine rutschhemmenden Stellen
  • Freier Oberkörper für Männer, enges Shirt oder Top für Frauen, welches die Ellenbogen nicht bedeckt
  • Keine Schuhe, keine weitere Ausrüstung wie Knie-, Ellenbogen- oder Fusspads oder Ohrschützer
  • Zahnschutz & Tiefschutz (Tiefschutz und Brustschutz für Frauen optional)
  • Lange Haare müssen mit einem weichen Haargummi / -band zusammengehalten werden, keine harten Haarklammern etc.
  • keine harten Kontaktlinsen
  • kein Schmuck
  • Finger- und Fussnägel müssen kurz geschnitten sein

UFC - Die Champions League des Kampfsports

Fast jedes Wochenende treten Männer und Frauen in der UFC gegeneinander an. Gekämpft wird im Oktagon, einem achteckigen Käfig mit einem Innendurchmesser von 9,1 m. Über 1400 Fighter sind aktuell bei der UFC unter Vertrag, gegründet wurde die Organisation 1993.

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Wichtige Begriffe im MMA

  • Takedown: Den Gegner aus der Balance bringen und auf den Boden werfen.
  • Submission: Bestimmte Hebel und Griffe, mit denen der Gegner zur Aufgabe gezwungen werden soll.
  • Knockout: Der Schiedsrichter stoppt den Kampf, wenn der Fighter durch einen Schlag oder Kick ohnmächtig wird.
  • Ground and Pound: Schläge aus der Oberlage, während der Gegner auf dem Rücken liegt.
  • Judges: Punktrichter, die den Kampf pro Runde bewerten.
  • Decision: Punktentscheidung, die eintritt, nachdem der Kampf die volle Distanz erreicht hat.
  • Main Card: Die Hauptkarte eines Events.
  • Weight Cut: Das Reduzieren des Gewichts vor dem Wiegen.

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