Kampfsport ist grundsätzlich dafür geeignet, Gewicht zu verlieren. Bei einer guten Trainingseinheit werden sämtliche Muskeln im Körper sowie die Kondition trainiert. Kampfsportarten wie Taekwondo, Judo, Aikido, Karate oder Jiu-Jitsu vereinen Ausdauertraining und Kraftsport und sind damit ideal, um Fett zu verbrennen.
Vorteile von Kampfsportarten
Kampfsport ist mehr als nur ein Sport. Diese körperliche Aktivität repräsentiert eine Lebensphilosophie. Mut. Respekt. Disziplin. Gesundheit. Beim Trainieren wird Fett im ganzen Körper verbrannt. Durch die Kombination von Cardio und Kraft wird der komplette Körper mit einbezogen und erhält eine schöne Definition. Ein zusätzlicher Effekt ist die gesteigerte Körperkontrolle und Balance, die man während des Trainings erlernt.
1. Ganzkörpertraining
Beim Training wird der ganze Körper gefordert und Sie kommen so richtig ins Schwitzen. So verbrennen Sie schnell Fett und definieren Ihre Muskeln ohne sie zu sehr aufzupumpen.
2. Selbstvertrauen
Kampfsport verleiht Ihnen eine Stärke von Innen heraus, die Sie durch Ihre Körperhaltung ausstrahlen. Dazu kommt es meist gar nicht erst, aber das Wissen, macht Sie sicherer und lässt Sie selbstbewusster auftreten.
3. Stressabbau
Wenn einem mal wieder alles über den Kopf wächst, kann es gut tun, einfach mal richtig Dampf abzulassen. Am Sandsack können Sie angestaute Aggressionen loswerden. "Danach sieht man die Dinge oft klarer und kann sich den Problemen in aller Ruhe und völlig geerdet zuwenden.“
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4. Spaßfaktor
Statt Disziplin und Drill hält Sie vor allem der Suchtfaktor bei der Stange. "Das Training besteht aus vielen Partnerübungen, man motiviert sich gegenseitig und der Teamgeist steckt einfach an“, sagt Hanna Hansen.
Welcher Kampfsport eignet sich zum Abnehmen?
Die Auswahl ist riesig. Karate, Judo und Tai Chi sind nur einige der bekannten Kampfsportarten, von denen sich alle sehr voneinander unterscheiden. Es gibt keinen Kampfsport, der besser als andere zur Fettverbrennung geeignet ist. Das ist eher eine Frage, die individuell geklärt werden sollte. Aspekte wie Intensität, Spaßfaktor, Zugänglichkeit und Verfügbarkeit spielen hier eine wichtigere Rolle.
Hier ist eine Übersicht über einige beliebte Kampfsportarten und ihre Schwerpunkte:
- Boxen: Hierbei werden die klassischen Box-Moves mit Aerobic- und Workout-Elementen kombiniert.
- Kickboxen: Kraftausdauer/Schnelligkeit. Die Fußtechniken entstammen dabei dem Karate, die Fausttechniken dem Boxen.
- Taekwondo: Schnelligkeitsausdauer/Beweglichkeit. Die Kombination aus Hand- und Fußtechniken schult die Koordination.
- Mixed Martial Arts: Kurzzeitausdauer/kraft. Bietet von den Kampfkünsten das umfassendste und vielseitigste Training.
- Jiu-Jitsu: Kraftausdauer/Stabilität. Das Erlangen von Schnelligkeit und Stabilität stehen beim Training im Vordergrund, verschiedene Wurftechniken fördern eine stabile Körperhaltung.
- Tai-Chi: Stressabbau/statische Kraft. Tiefe Standpositionen stärken die statische Beinkraft und die Ganzkörperspannung und fördern die Balance.
Bei jeder Art von Kampfsport liegt der Schwerpunkt auf anderen Faktoren. Dazu sollte man klären, ob man lieber mit oder ohne Waffen trainiert, eine japanische oder europäische Kampfsportart bevorzugt oder die Sportart z.B. Sprünge oder Würfe enthalten oder doch lieber ruhiger sein sollte. Meist ist auch entscheidend, worauf der Trainer besonders viel Wert legt. Das kann sein: Krafttraining, Kraftausdauertraining, Wettkampftraining, Partnerübungen, Selbstverteidigung oder Showtraining.
Wichtige Aspekte beim Abnehmen mit Kampfsport
Damit der Körper auf Fettverbrennung umschaltet, ist ein ausdauerndes und häufiges Training notwendig. Wer sich also durch den Kampfsport erhofft, dass die Pfunde purzeln, aber nicht mehr als zwei mal pro Woche trainiert, der sollte parallel dazu noch Ausdauersportarten betreiben. Der Klassiker des Cardio Trainings sind hier natürlich das Joggen, Schwimmen oder Rad fahren. Aber auch Intervall-Training, bei dem kurze intensive Sprints mit ebenfalls kurzen Erholungsphasen (z.B. lockeres Laufen) kombiniert werden, sind hier möglich.
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Vor einer Trainingseinheit ist es besonders wichtig, sich gut aufzuwärmen. Um Verletzungen zu vermeiden, muss man nämlich besonders gut gedehnt sein. Also sollte man das Aufwärmen ernst nehmen und dabei schon schön ins Schwitzen kommen. Damit geht’s also schon vor dem eigentliche Kampfsport mit dem Verbrennen von Kalorien los.
Zusätzlich kann regelmäßiges Krafttraining die Muskelmasse erhöhen. Das ist vor allem langfristig vorteilhaft für ein gesundes Gewicht, denn die aufgebauten Muskeln verbrauchen auch im Ruhezustand Energie, der Kalorienverbrauch steigt also grundsätzlich an.
Neben Sport spielt natürlich die Ernährung eine zentrale Rolle beim Abnehmen. Viele Menschen unterschätzen den Energiegehalt von Lebensmitteln. Schreiben Sie daher am besten auf, was Sie essen und wie viele Kalorien Sie damit zu sich nehmen. So behalten Sie den Überblick und können sich hin und wieder auch etwas Leckeres gönnen. Vermeiden Sie außerdem zusätzliche Kohlenhydrate (zum Beispiel große Portionen Nudeln oder Weißbrot), besonders nach dem Sport. Sinnvoller ist es, zwei bis drei Stunden vor dem Training zu essen.
Kampfsportarten für Frauen
Auch dass nur Männer in Kampfsport-Studios gehen, ist ein Vorurteil: "70 Prozent der Mitglieder bei uns im CKTeam in Köln sind Frauen", sagt Hanna. Sicher gibt es Kampfsportarten, die bei Frauen beliebter sind als andere, aber grundsätzlich empfiehlt Hansen: "Probieren Sie alles aus, was Sie interessiert! Klar, wenn Sie Lust auf Ringen haben, sollte Ihnen bewusst sein, dass das ein Sport mit viel Körperkontakt ist, aber grundsätzlich spricht nichts dagegen als Frau zu ringen."
Voraussetzungen für Anfänger
Allgemeine Fitness ist natürlich von Vorteil, aber grundsätzlich kann jeder mit Kampfsport anfangen. Denn für die meisten Kampfsportarten ist es ganz egal, wie muskulös oder durchtrainiert Sie sind. Vorerfahrungen sind nicht nötig. "Machen Sie sich aber darauf gefasst, dass das erste Training knallhart wird", sagt Hansen. Aber: "Sie werden es lieben!"
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| Kampfsportart | Kalorienverbrauch pro Stunde (ca.) |
|---|---|
| Karate | 660 kcal |
| Boxen | 500 kcal |
