Abnehmen mit Kampfsport: Arten, Vorteile und Risiken

Immer mehr Menschen entscheiden sich für Kampfsport als effektives Fitnesstraining - und das aus gutem Grund. Diese einzigartige Verbindung aus körperlicher Aktivität, mentalem Fokus und Selbstverteidigungskompetenzen bietet weit mehr als herkömmliche Workouts. Doch was genau macht Kampfsport zu einer so wirkungsvollen Fitness-Alternative?

Kampfsport als Ganzkörpertraining

Kampfsport ist weit mehr als Schlagen und Treten. Im Kampfsport wird dein Körper als Einheit betrachtet. Selbst bei scheinbar einfachen Schlagkombinationen werden mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht - von den Beinen über die Rumpfmuskulatur bis hin zu Armen und Schultern. Anders als im Fitnessstudio, wo oft isolierte Muskelgruppen trainiert werden, setzt Kampfkunst auf ein ausgewogenes Ganzkörpertraining.

Jede Unterrichtseinheit beginnt mit einem durchdachten Intervalltraining, das nicht nur deinen Puls in die Höhe treibt, sondern auch alle Muskelgruppen anspricht. Dieses Aufwärmtraining bereitet deinen Körper auf die intensiveren Übungen vor, indem es Muskeln aktiviert, Gelenke mobilisiert und die Durchblutung steigert. Anschließend erwarten dich gezielte Übungen, die deine Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit fördern.

Viele, die bereits im Fitnessstudio trainieren, ergänzen ihr Training durch Kampfsport. Warum? Während das klassische Krafttraining auf den Muskelaufbau abzielt, liegt der Fokus im Kampfsport auf funktionaler Kraft, Beweglichkeit und Dynamik.

Vorteile von Kampfsport für Fitness-Einsteiger

Für Fitness-Einsteiger bietet Kampfsport einen besonderen Vorteil: Du wirst durch qualifizierte Lehrer von Anfang an angeleitet, was nicht nur das Verletzungsrisiko minimiert, sondern dir auch ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle gibt. Im Gegensatz zum Fitnessstudio, wo Anfänger oft auf sich allein gestellt sind, genießt du im Kampfsportunterricht eine persönliche Betreuung. Bei Wing Concepts wirst du während des Unterrichts kontinuierlich von erfahrenen Trainern begleitet, die auf deine Haltung, Ausführung und individuellen Fortschritte achten.

Lesen Sie auch: Abnehmen durch Kickboxen: Tipps & Tricks

Das Training ist so gestaltet, dass Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen gefordert werden. Durch Partnerübungen und spielerische Elemente wird das Training nie langweilig. Du lernst, dich zu motivieren, deine Grenzen zu erkennen und sie Schritt für Schritt zu erweitern.

Kampfsport ist nicht nur ein Weg, deine Fitness zu verbessern, sondern auch ein Mittel, um dich körperlich und mental weiterzuentwickeln.

Kampfsportarten und Kalorienverbrauch

Kampfsportarten wie Taekwondo, Judo, Aikido, Karate oder Jiu-Jitsu vereinen Ausdauertraining und Kraftsport und sind damit ideal, um Fett zu verbrennen. Beim Trainieren wird Fett im ganzen Körper verbrannt. Durch die Kombination von Cardio und Kraft wird der komplette Körper mit einbezogen und erhält eine schöne Definition. Ein zusätzlicher Effekt ist die gesteigerte Körperkontrolle und Balance, die man während des Trainings erlernt.

Bei einer guten Trainingseinheit werden sämtliche Muskeln im Körper sowie die Kondition trainiert. Bei einem Karate-Training verbraucht man beispielsweise ca. 660 kcal pro Stunde. Vor einer Trainingseinheit ist es besonders wichtig, sich gut aufzuwärmen. Um Verletzungen zu vermeiden, muss man nämlich besonders gut gedehnt sein.

Welcher Kampfsport eignet sich zum Abnehmen?

Die Auswahl ist riesig. Karate, Judo und Tai Chi sind nur einige der bekannten Kampfsportarten, von denen sich alle sehr voneinander unterscheiden. Es gibt keinen Kampfsport, der besser als andere zur Fettverbrennung geeignet ist. Das ist eher eine Frage, die individuell geklärt werden sollte. Aspekte wie Intensität, Spaßfaktor, Zugänglichkeit und Verfügbarkeit spielen hier eine wichtigere Rolle.

Lesen Sie auch: Leistungssteigerung durch Ernährung

Bei jeder Art von Kampfsport liegt der Schwerpunkt auf anderen Faktoren. Dazu sollte man klären, ob man lieber mit oder ohne Waffen trainiert, eine japanische oder europäische Kampfsportart bevorzugt oder die Sportart z.B. Sprünge oder Würfe enthalten oder doch lieber ruhiger sein sollte.

Die Rolle des Geistes im Kampfsport

Der Kopf spielt beim Kampfsport eine wichtige Rolle: Hinter jeder Kampfsport-Art verbirgt sich eine uralte Philosophie, mit der sich der Sportler auch beschäftigen sollte. Werte wie Fairness, Selbstbewusstsein, Respekt vor anderen und Hilfsbereitschaft sind beispielsweise die Säulen von Judo, Karate und Co.

Disziplin stellt die Brücke zwischen deinem Traum und dessen Verwirklichung dar. Disziplinierte Kampfsportler sind automatisch disziplinierte Menschen. Sie setzen diese Charaktereigenschaft ausnahmslos auf ihre Alltagsaktivitäten um. Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

Weight Cut im Kampfsport: Der Kampf vor dem Kampf

Im Kampfsport treten Athleten in verschiedenen Gewichtsklassen gegeneinander an. Ihrem Normalgewicht entspricht das jedoch selten. Für einen Kampf schrumpfen vor allem MMA-Fighter ihr Gewicht in wenigen Wochen drastisch. Für die Athleten gibt es aber eine Art Kampf vor dem Kampf - und den empfinden viele deutlich härter als die Auseinandersetzung im Käfig selbst. Denn das notwendige Kampfgewicht zu erreichen, ist eine Tortur.

MMA als Mischung aus Boxen, Ringen, Jiu-Jitsu und anderen Kampfsportarten findet in unterschiedlichen Gewichtsklassen statt. Um ein bestimmtes Zielgewicht zu erreichen, nehmen viele Sportler ab. Dieser Prozess nennt sich "Gewichtmachen", auch "Weight Cut". Dabei wird dem Körper über einen kurzen Zeitraum eine enorme Menge Wasser entzogen.

Lesen Sie auch: Kampfsport als Fettverbrenner

Die Idee hinter dem Weight Cut: einen Gewichtsvorteil gegenüber seinem Gegner zu haben. Praktiziert wird das auch im Ringen oder Boxen.

Methoden des Weight Cut

  • Ernährungsumstellung: Wochen zuvor wird die Ernährung auf eine Keto-Diät umgestellt, bei der nur die Kohlenhydratmenge zu sich genommen wird, die man für die Trainingseinheiten braucht. Dazu ernähren sich die Sportler besonders eiweißreich, um keine Muskelmasse zu verlieren.
  • Water Loading: Eine Woche vor dem Wettkampf trinken die Sportler bis zu 10 Liter Wasser täglich und essen sehr salzhaltig. Anschließend folgt ein Tag mit vergleichsweise sehr geringer Wasserzufuhr (1-2 Liter).
  • Abkochen: Stundenlanges Schwitzen bei mehr als 70 Grad in mobilen Infrarot- oder Dampfsaunen, oft in Kombination mit Schwitzanzügen.
  • Heiße Salzbäder: Dem Körper wird subkutanes Wasser entzogen, oft in Kombination mit porenöffnenden Cremes oder Alkohol.

Risiken des Weight Cut

Der Weight Cut zehrt am ganzen Körper. "Wenn man viel Wasser verliert, steigt die Chance, sich zu verletzen. Das Gehirn ist auch wie ein Schwamm und beim Gewichtmachen verliert es an Volumen. Bei Treffern zum Kopf ist man dann anfälliger."

Mediziner warnen vor den Risiken der Dehydration, wie Kreislaufprobleme, Ohnmachtsanfälle oder Nierenfunktionsstörungen. Kämpfer greifen aus der Not heraus auch zu entwässernden Medikamenten (Diuretika), bei denen jedoch lebenswichtige Nährstoffe verloren gehen.

Es gab bislang zwei Todesfälle mit einer direkten Verbindung zum Gewichtmachten in MMA.

Alternativen zum Weight Cut

Ein alternativer Ansatz ist, Wiegen und Kampf auf den gleichen Tag zu legen. Kämpfer könnten in so kurzer Zeit auch nur einige Kilos wieder aufladen. So wird es bei kleineren Organisationen und im Amateurbereich gehandhabt.

ONE Championship, eine asiatische Promotion, sagt von sich, dass dort kein Weight Cut stattfindet. Das Gewicht muss der Kämpfer natürlich trotzdem erbringen, zudem wird nach dem Kampf noch einmal gewogen. Eine Toleranz von fünf Prozent wird den Fightern hier eingeräumt. Wird diese überschritten, drohen Geldstrafen und letztlich der Ausschluss aus der Gewichtsklasse.

Produkte zur Unterstützung beim Gewichtmachen

Es gibt eine breite Palette an Produkten, die speziell entwickelt wurden, um dich auf deinem Weg zu unterstützen:

  • Nahrungsergänzungsmittel, die deine körperliche Leistungsfähigkeit optimieren.
  • Trainingsausrüstung, wie Schwitzanzüge oder Sauna Shirts.
  • Schwitzcreme zur zusätzliche Unterstützung bei der Gewichtsabnahme.

Tabelle: Vor- und Nachteile von Kampfsportarten zum Abnehmen

Kampfsportart Vorteile Nachteile
Karate Hoher Kalorienverbrauch, Ganzkörpertraining, fördert Disziplin Erfordert gute Körperbeherrschung, Schläge und Tritte müssen abgestoppt werden
Judo Fördert Kraft, Ausdauer und Koordination, Fokus auf Griffe und Würfe Kann bei Rücken- und Gelenkproblemen problematisch sein
Boxen Verbessert Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, hoher Kalorienverbrauch Schläge auf den Kopf können gefährlich sein, erfordert gute Technik
MMA Umfassendes Training verschiedener Kampfsportarten, hoher Kalorienverbrauch Hohes Verletzungsrisiko, intensives Training erforderlich