Kickboxen Mainz für Kinder: Mehr als nur ein Sport

Kickboxen ist eine der beliebtesten und effektivsten Kampfsportdisziplinen weltweit. Auch in Mainz erfreut sich das Kickboxen großer Beliebtheit, besonders bei Kindern. Hier erfährst Du, wie Dein Kind von dieser Sportart profitieren kann.

Warum Kickboxen für Kinder?

Kickboxen ist nicht nur ein effektives Fitnesstraining, sondern fördert auch das Selbstwertgefühl und die Selbstverteidigungsfähigkeiten. Durch das Training lernen Kinder, ihre Ängste zu überwinden und selbstbewusster aufzutreten. Dies trägt zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung bei.

Unsere Vision ist es, jedem Kind seine Stimme zu geben. So können sie voller Selbstbewusstsein das sagen, wofür sie stehen. Dadurch werden sie zu ihrem stärksten ICH! Das ist unser Beitrag zu einer friedlicheren Welt.

Werte, die wir vermitteln:

  • Respekt: Wir begegnen uns offen und achten unseren Gegenüber.
  • Liebe: Wir sind füreinander da und gehen den Weg des Lebens gemeinsam.
  • Dankbarkeit: Wir sind dankbar für alle Möglichkeiten und geben voller Freude.
  • Selbstbewusstsein: Wir strahlen Stärke aus und sind einzigartig.
  • Erfolg: Wir erreichen unsere Ziele mit Willen und wachsen daran.
  • Handeln: Wir treffen Entscheidungen und entwickeln uns weiter.
  • Gesundheit: Wir lieben das Leben und haben grenzenlose Freiheit.

Trainingszeiten und Zielgruppen

Die Kinder trainieren bei uns zu folgenden Zeiten:

  • Kinder: Mittwoch, 16:30 bis 17:45 Uhr, Sporthalle im Willigis-Gymnasium
    • Zielgruppe: Kinder von 6-10 Jahre
  • Jugend: Mittwoch, 18:00 bis 19:15 Uhr, Sporthalle im Willigis-Gymnasium
    • Zielgruppe: Kinder von 11-16 Jahre

Kinder unter 6 Jahren können wir leider noch nicht aufnehmen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass grundsätzliche motorische Fähigkeiten notwendig sind, um ein vernünftiges Training darauf aufbauen zu können.

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Die Jugend hat zudem die Möglichkeit, beim Freitagstraining mit den Erwachsenen dabei zu sein. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine vollständige Schutzausrüstung.

Ablauf einer typischen Trainingsstunde

Eine typische Trainingsstunde im Kinder- und Jugendtraining sieht folgendermaßen aus:

  1. Nach einer oftmals spielerischen Aufwärmphase dehnen wir uns gemeinsam.
  2. Danach gehen wir zum Techniktraining über: Hier geht es vor allem darum, Hand- und Fußtechniken des Kickboxens zu erlernen, zu festigen und zu kombinieren.
  3. Partnerarbeit und wettkampfnahe Trainingselemente sind - je nach Trainingsstand des Einzelnen - ebenfalls enthalten.

Dabei liegt die Schwerpunktdisziplin für unser Training mit den Kindern und Jugendlichen auf dem Point Fighting. Point Fighting gilt als guter Einstieg für den Kickboxsport: Schnelligkeit, saubere Techniken und ein geschultes Auge sind die Erfolgsfaktoren dieser Disziplin.

Während z.B. beim Leichtkontakt ununterbrochen durchgekämpft wird, wird der Wettkampf beim Point Fighting nach jedem Treffer zwecks Wertung kurz unterbrochen. Für den Kämpfer bildet sich nach und nach ein Verständnis für das Kampfgeschehen an sich, aber auch für den gesamten Bewegungsablauf im Kickboxen.

Wettkämpfe und Gürtelprüfungen

Für unsere wettkampfinteressierten jungen Mitglieder bieten sich auf kleineren Anfängerturnieren im Jahresverlauf immer mal wieder Gelegenheiten, in die Wettkampfpraxis hineinzuschnuppern und sein Können zu testen. Über rege Teilnahmen freuen wir uns immer!

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Neben den Turnieren richten wir unser Hauptaugenmerk beim Training auf die jährlich stattfindenden Gürtelprüfungen. Für die Kinder und Jugendlichen finden diese bis zu einem bestimmten Gürtelgrad im Sommer vor den Ferien statt und werden von unseren eigenen Prüfern abgenommen. Die höher graduierten Gürtel werden von Regional- oder Landesprüfern (meist gegen Jahresende) abgenommen.

Kickboxen und andere Kampfsportarten

Das Kickboxen und Muay Thai oder Thaiboxen sind weltweit beliebte Kampfsportdisziplinen bei der Tritttechniken mit konventionellem Boxen kombiniert werden. Wegen deren überaus effizienter und in der Praxis tauglicher Kampftechniken, können dieselben ebenfalls im Fall eines realen Übergriffs sinnvoll und vielversprechend zum Einsatz kommen. Das Kickboxen und Muay Thai sind die perfekte Ergänzung unserer Krav Maga Selbstverteidigungskurse.

Während im Kickboxen i.d.R. Faustschläge und Tritte erlaubt sind, sind in Muay Thai bzw. Thaiboxen Knie und Ellenbogen üblich. In beiden Disziplinen sind Tritte auf die Oberschenkel des Gegners (Lowkicks), spektakuläre Drehtechniken mit der Faust (Spinning Backfist), Ellenbogen (Spinning Back Elbow) oder Fuß (Spinning Back Kick), erlaubt.

Die Geschichte des Kickboxens

1974 legten Mike Anderson und Georg F. Brückner den Grundstein für das Kickboxen, wie wir es heute kennen…

Vor der Entstehung des Kickboxens gab es in der Welt des Kampfsports revolutionäre Bewegungen: Der legendäre Bruce Lee hatte die Vision von modernen Wettkämpfen mit Schutzausrüstung. Denn trotz Nullkontakt bzw. kontrolliertem Kontakt waren die Karateturniere in den USA geprägt von gebrochenen Nasen, Platzwunden und ausgeschlagenen Zähnen.

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Der Amerikaner John Rhee realisierte Lees Idee und brachte die ersten Safeties auf den Markt. Als Mike Anderson und Georg F. Brückner jedoch sahen, wie positiv und ungefährlich die wenigen Karateturniere verliefen, die mit Schutzausrüstung ausgetragen wurden, beschlossen sie, das Experiment aktiv voranzutreiben.

Brückner organisierte in Berlin das erste europäische Turnier aller Stile, bei dem 88 namhafte Schwarzgurte gegeneinander antraten. Innerhalb des Turniers stand auch ein Vergleichskampf der Europäer gegen die Superstars aus den USA auf dem Programm. Das Publikum war begeistert.

In der Zwischenzeit hatte Anderson in den USA die WM in L.A. vorbereitet und bot zum ersten Mal Fullcontact als Disziplin an. Zwei Wochen nach der WM gründeten Mike Anderson und Don Quine in LA die Professional Karate Association, kurz PKA.

Weitere wichtige Meilensteine in der Geschichte des Kickboxens:

  • 1975: Brückner veranstaltete das zweite Turnier in Europa, bei dem alle mit Safeties kämpfen konnten.
  • 1976: In Europa begannen die Vorbereitungen für einen Vollkontakt-Vergleichskampf zwischen Nordamerika und Europa.
  • 1977: In Berlin wurde der Weltverband World All-Style Karate Organization, kurz WAKO, gegründet.
  • 1978: Bei der 2. Europameisterschaft sowie bei der 1. Weltmeisterschaft konnten die deutschen Kämpfer Erfolge feiern.
  • 1985: Die WAKO erlebte eine Krise und spaltete sich in zwei Lager.
  • 1987: Die gespaltenen Verbände einigten sich darauf, die Zukunft wieder gemeinsam zu gestalten.
  • 1991: Kickboxen mit Lowkick wurde als Disziplin neu aufgenommen.
  • 2000: Das Angebot an Disziplinen wurde erweitert, und es wurde festgelegt, dass bei Europa- und Weltmeisterschaften je nur ein Teilnehmer pro Land an den Start gehen darf.
  • 2006: Die WAKO konnte ihren größten sportpolitischen Erfolg verbuchen und wurde von der GAISF als offizieller Vertreter der Sportart Kickboxen anerkannt.
  • 2007: Die ersten Europameisterschaften für Junioren und Kinder wurden veranstaltet.
  • 2009: Kickboxen wurde in das Programm der World Combat Games der GAISF aufgenommen.
  • 2016: Die WAKO Deutschland beantragte die Aufnahme und Anerkennung in den DOSB.
  • 2017: Die WAKO Deutschland wurde Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).