Karate Training Spiele für Kinder: So wird der Unterricht zum Erfolg

Kannst du dir vorstellen, 100 Kindern auf einmal Karate-Unterricht zu geben? Zwei Stunden am Stück unterrichtete ich 100 Kinder - sie haben sich benommen wie in der Kirche! Diszipliniert, konzentriert und bemerkenswert leise.

Sensei Alex macht seit 31 Jahren Karate und hat 17 Jahre Vollzeit in London Karate unterrichtet. Gemeinsam mit seinem Vater, einem ehemaligen SAS-Fallschirmjäger, hat er einen meisterhaften Ansatz für den Karate-Unterricht mit Kindern entwickelt.

Die Grundlagen für erfolgreichen Karate-Unterricht mit Kindern

Junge Kinder lieben Struktur und Wiederholung. Hab‘ daher keine Angst davor, die gleichen Übungen jede Woche zu wiederholen, bis alle Schüler sie richtig machen. Kinder lieben es auch, zu wissen, was sie tun werden, bevor sie es tun. Deshalb ist Kommunikation so wichtig.

Zusätzlich beginnen alle unsere Stunden mit „Senseis Karate-Regeln“. Dies bietet eine verlässliche Struktur für jeden Unterricht. Dann trainieren wir Karate und beenden das Training jedes Mal mit Spielen. Wenn die Schüler besser werden, wird das Karate-Training anspruchsvoller - aber der Aufbau bleibt der gleiche! Das erleichtert es auch für Vertretungstrainer, die aushelfen, weil ihnen die Struktur des Trainings geläufig ist.

Kinder sollen verstehen, welches Verhalten im Dojo akzeptiert wird. Strafen und Zurechtweisungen müssen knapp gehalten werden und dürfen niemals isolieren, erniedrigen oder einschüchtern. Sogar die Bestrafung sollte Spaß machen. Zehn Liegestütze und eine schnelle Erklärung reichen aus.

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Ich persönlich bin ein großer Fan davon, dass die Schüler mit überkreuzten Beinen und verschränkten Armen vor mir sitzen, wenn ich rede. So bleiben sie konzentriert. Wenn ein Schüler nicht richtig sitzt oder nicht zuhört, höre ich auf zu reden, bis er sein Verhalten bemerkt. Dann frage ich höflich, ob er bereit ist, zuzuhören.

Lernen sollte organisch sein. Wenn Kinder etwas gelernt haben, sollten sie es mit Partnern üben. Das ist natürlich und erlaubt es erfahreneren Kindern, ihr Wissen weiterzugeben und Verantwortung für die Hilfe neuer Schüler zu übernehmen.

Du solltest auch jedes Kinder ermutigen, sich vor die Gruppe zu stellen und den anderen zu sagen und zu zeigen, was sie machen sollen. Beispielsweise lasse ich unsere fünf basis-Abwehrtechniken ein paar Mal üben und frage dann die Gruppe, wer jetzt gerne Sensei sein möchte. Ein Freiwilliger wird ausgewählt, kommt nach vorne und führt die Übung durch. Ich stehe hinter der Gruppe mit dem Gesicht zu dem Freiwilligen, der allen sagt, was sie tun sollen.

Es ist wichtig, jedes Kind beim Namen zu kennen. Wenn ein Kind mit dem Lehrer über etwas reden möchte vor oder nach dem Unterricht, muss es sich dafür sicher sein, dass der Lehrer es persönlich kennt und respektiert. Der Lehrer sollte immer zu gutem Verhalten anleiten, und zwar dadurch, dass er über einen langen Zeitraum ein gutes Beispiel abgibt. Deshalb muss ein Sensei in seinen Worten und Taten beständig sein, so dass jeder Schüler weiß, wie und wann er mit einem Problem zu ihm kommen kann.

Ich persönlich mag es, mit Schülern über ihr Leben zu sprechen. Kinder lieben es, zu erzählen, was sie gemacht haben und was sie in der nächsten Woche machen werden und wie toll ihr Leben ist. Einer meiner Schüler redet zum Beispiel immer über Rugby und wie sehr er es mag.

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Spiele als wichtiger Bestandteil des Karate-Unterrichts

Lasst uns zu guter Letzt über Spiele reden. Dass der Unterricht Spaß macht, ist ein wichtiger Bestandteil der Kindertrainings. Daher endet mein Unterricht immer mit Spielen (höchstens fünf Minuten). Auf diese Art bleibt den Kindern in Erinnerung, dass sie Spaß im Unterricht hatten und sie wollen wiederkommen.

Zwei Beispiele für Karate-Spiele:

  1. Die Schüler stehen ganz still wie Statuen, in Yoi (Bereitschaftsstellung). Der Übungsleiter geht zwischen ihnen umher und versucht, sie zum lachen oder aus der Konzentration zu bringen.
  2. Das Ninja-Spiel: Alle stellen sich auf einer Seite des Raumes auf, der Übungsleiter auf der anderen, mit dem Rücken zu den Kindern. Ziel ist es, sich in der Katzenfuß-Stellung bis zum Trainer zu schleichen. Der Trainer kann sich aber jederzeit rumdrehen - und wenn er jemanden sieht, der sich bewegt, scheidet die Person aus. Gewonnen hat, wer den Gürtel des Senseis zuerst berührt.

Diese Spiele sind strukturiert, schnell und sicher.

Weitere Übungen und Techniken für das Karate-Training

Neben den Spielen gibt es noch viele weitere Übungen und Techniken, die im Karate-Training wichtig sind. Hier einige Beispiele:

  • Kata: Die 27 Kata sollten regelmäßig wiederholt werden, um den Ablauf im Gedächtnis zu behalten.
  • Kihon Waza: Achte auf saubere Ausführung, genügend Zeit für jede Technik und korrekte Stände.
  • Stände: Heisoku Dachi, Musubi Dachi, Hachiji Dachi, Kokutsu Dachi, Sochin Dachi, Renoji Dachi, Kiba Dachi, Sanchin Dachi, Kosa Dachi, Neko Ashi Dachi, Tsuru Ashi Dachi.

Es ist wichtig, die Techniken schrittweise durchzugehen und zu überlegen, in welcher Kata sie zu finden sind und wie man sie anwenden könnte.

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Online-Training als Alternative

Auch wenn kein gemeinsames Training möglich ist, gibt es Alternativen wie Online-Training. Dies erfordert Geduld, innere Stärke und Glauben, um Ängste zu überwinden. Erfolg bedeutet, sich selbst zu überwinden, immer neue Dinge dazuzulernen und sich nicht auf Erfolgen auszuruhen.

Wichtig ist, dass man versteht, warum man etwas tut und warum regelmäßige Wiederholungen die Abläufe verfestigen.

Ein schriftlicher Trainingsplan kann helfen, das Ziel vor Augen zu haben.