Beim Training im Kampfsport, insbesondere beim Wrestling, können verschiedene Arten von Schmerzen auftreten. Diese können von einfachem Muskelkater bis hin zu schwerwiegenderen Verletzungen reichen. Es ist wichtig, die Ursachen dieser Schmerzen zu verstehen und geeignete Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Mögliche Ursachen von Schmerzen nach dem Wrestling-Training
Nach dem Wrestling-Training können verschiedene Ursachen für Schmerzen verantwortlich sein:
- Muskelkater: Ein Suplex ist ein Wurf, der den Rücken stark beansprucht. Es ist normal, am Anfang Muskelkater zu verspüren.
- Muskelzerrung oder Sehnenüberdehnung: Zu schnelle oder zu starke Drehungen können zu einem stechenden oder ziehenden Schmerz führen, der sich bei Bewegung verschlimmert.
- Blockade oder Verspannung in einem Wirbel oder Gelenk: Zu weites Beugen oder Strecken kann einen dumpfen oder drückenden Schmerz verursachen, der sich bei bestimmten Haltungen bemerkbar macht.
- Bandscheibenvorfall oder Wirbelbruch: Zu starke Belastung oder Stöße können einen sehr starken und ausstrahlenden Schmerz verursachen, der auch Taubheitsgefühle oder Lähmungen verursachen kann.
Um die genaue Ursache der Schmerzen zu ermitteln, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) ist ein "verblüffendes" Krankheitsbild, bei dem die auslösende Ursache nicht in Relation zu den Schmerzen steht. Selbst eine kleine Schnittverletzung kann dieses Schmerzsyndrom auslösen.
Symptome von CRPS
Bei einem CRPS hat man sehr starke Schmerzen in Armen oder Händen beziehungsweise Beinen oder Füßen. Sie können infolge eines Knochenbruchs oder einer anderen Verletzung, einer Operation oder auch eines Schlaganfalls auftreten.
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Charakteristische Symptome sind:
- Schmerzen und Gefühlsstörungen (Sensibilitätsstörungen) in der betroffenen Gliedmaße.
- Taubheitsgefühl und andere Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder „Einschlafen“ der Glieder.
- Wassereinlagerungen (Ödeme) am entsprechenden Arm, Bein, Fuß oder der Hand.
- Hauttemperaturunterschiede.
- Schwitzstörungen an der betroffenen Stelle.
- Hautveränderungen (trockene Haut, Verfärbung der Haut) sowie ein gestörtes Haar- und Nagelwachstum.
- Bewegungseinschränkungen.
Man unterscheidet ein „warmes CRPS“ und ein „kaltes CRPS“. Bei der warmen Erkrankungsform kommt es zu Entzündungszeichen, während beim kalten CRPS die Gliedmaße kälter ist und die Haut einen blassen, oft bläulichen Ton annimmt.
Diagnose und Behandlung von CRPS
Ein CRPS kann nur anhand der Symptome diagnostiziert werden. Bildgebende Verfahren können helfen, die Erkrankung besser einzuschätzen. Die Behandlung erfolgt immer „mehrgleisig“ und zielt darauf ab, den Schmerz zu reduzieren, Beweglichkeit und Funktion der betroffenen Gliedmaßen zu verbessern, sowie Entzündung und Knochenabbau zu hemmen.
Mögliche Behandlungsansätze sind:
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
- Andere Schmerzmittel
- Antidepressiva oder Medikamente gegen epileptische Anfälle (Antikonvulsiva)
- Bisphosphonate
- Lymphdrainagen und Bäder
- Multimodale Schmerztherapie
- Psychotherapie
- Spiegeltherapie
- Rückenmarknahe Elektrostimulation (SCS)
Blumenkohlohr
Ein Blumenkohlohr ist eine dauerhafte Veränderung der Ohrmuschel, die durch einen unbehandelten Bluterguss nach einem Schlag auf das Ohr entstehen kann. Verletztes Gewebe wuchert und bildet neuen Knorpel, welcher der Ohrmuschel ein blumenkohlartiges Aussehen verleiht. Kampfsportlerinnen und Kampfsportler haben besonders häufig ein Blumenkohlohr.
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Ursachen und Diagnose
Ein Blumenkohlohr entsteht meist als Folge eines kräftigen Schlags auf das Ohr, wodurch sich ein Bluterguss zwischen Knorpelhaut und Knorpel bildet. Bleibt dieser Bluterguss unbehandelt, wird der Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und kann sich verformen oder sogar teilweise absterben. Die Diagnose erfolgt meist durch eine Anamnese und körperliche Untersuchung.
Behandlung und Prävention
Damit sich der Bluterguss nicht ausbreitet, ist es wichtig, ihn sofort zu kühlen und etwa mithilfe eines Kompressionsverbands zusammenzudrücken. Aus kleineren Blutergüssen saugen Ärztinnen und Ärzte mit einer Nadel überschüssiges Blut ab. Bei größeren Blutergüssen ist häufig ein operativer Eingriff nötig.
Um der Bildung eines Blumenkohlohrs vorzubeugen, sollte der Bluterguss zügig behandelt werden.
Bandscheibenvorfall
Kaum eine Verletzung ist unter Sportlern so gefürchtet, wie Probleme der Bandscheibe. Ein Bandscheibenvorfall (BSP/ Discusprolaps) stellt eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule dar.
Ursachen und Diagnose
Durch länger andauernde Fehlbelastungen, eine Schwäche der neben den Wirbeln gelegenen Muskulatur aber auch aufgrund genetischer Schwäche kann der Nucleus pulposus in den Wirbelkanal, in dem das Rückenmark liegt, vordringen. Eine Diagnose kann mittels Magnetresonanz- oder Computertomographie erfolgen.
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Behandlung und Prävention
Ziel ist es, die Beweglichkeit weitestgehend zu erhalten bzw. wieder aufzubauen, wenn nötig mit der passenden medikamentösen Schmerztherapie. Außer im akuten Stadium kann gezielte Physiotherapie Linderung bringen. Auf Sportarten, welche die Bandscheiben belasten, sollte unter allen Umständen verzichtet werden. Stattdessen empfiehlt sich die moderate Ausübung von Aktivitäten, wie z.B. Skilanglauf, Radfahren oder Rückenschwimmen.
Der beste Schutz gegen einen Prolaps ist vor allem eine gut ausgeprägte Core-Muskulatur. Übungen, wie z.B. die Plank, L-Sit oder Beinheber können helfen diese zu festigen.
Weitere Faktoren und Prävention
Ein Mangel an Magnesium kann zu Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich führen, die zu Schmerzen führen. Zudem ist ausreichend Wasser wichtig für die Gelenke und kann Rückenschmerzen vorbeugen. Der Mensch sollte täglich 3 Liter Wasser trinken.
Regelmäßige Bewegung, wie z. B. 30 Minuten am Tag gehen oder Treppen laufen statt Aufzug nehmen, kann Rückenschmerzen vorbeugen. Ein schwacher Rücken braucht eine kräftige Muskulatur, ein steifer Rücken mehr Beweglichkeit.
Wichtig: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keinen Arztbesuch und dürfen nicht zur Selbstdiagnostik oder -behandlung verwendet werden.
