Eheringe aus 22 Karat Gold: Eigenschaften und Wissenswertes

In einer Welt, in der alles schnell aus der Mode kommt, gibt es ein glänzendes Stück, das Bestand hat: Gold. Seit Jahrtausenden ist es ein begehrtes und geschätztes Material. Die Goldmenge ist der wichtigste, aber nicht der einzige Faktor, der den Wert von hochwertigem Schmuck bestimmt.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Goldkarate sind eine Maßeinheit zur Bestimmung der Reinheit eines Goldstücks. Neben der Reinheit des Goldes beeinflussen Karate auch den Wert, die Lebensdauer und die Beständigkeit des Schmucks. Die genaue Kenntnis der Goldkarate ist aufgrund der Vielfalt und der damit verbundenen unterschiedlichen Verwendungen komplex. Zum Glück gibt es die Goldkarat-Tabellen. Diese Tabellen sind ein nützliches Werkzeug, um die Qualität und Reinheit von Gold zu verstehen.

Verschiedene Karatzahlen und ihre Eigenschaften

Es ist der höchste Reinheitsgrad, den wir auf der Goldreinheitsskala finden können. 24-Karat-Gold ist sehr weich und leicht zu bearbeiten. Obwohl es auf den ersten Blick das beste Material zu sein scheint, ist es in der Schmuckbranche nicht sehr verbreitet.

Das 22-Karat-Gold zeichnet sich durch eine der reinsten Goldlegierungen aus, mit einem Anteil von 91,67% Gold. Es ist bekannt für seine hohe Qualität und eine größere Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Schäden im Vergleich zu 24-Karat-Gold. Es handelt sich um eine Goldlegierung, die in der Schmuckindustrie wegen ihrer einzigartigen Schönheit und Haltbarkeit sehr geschätzt wird.

Schmuckstücke aus 18-karätigem Gold sind aufgrund ihrer größeren Verfügbarkeit häufiger anzutreffen als solche aus 22- oder 24-karätigem Gold. Obwohl sie nicht so rein sind wie die höheren Karatzahlen, verlieren sie nicht an Qualität und behalten ihren hohen Wert.

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Auch bekannt als 14K Gold, ist es aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften mit einem Reinheitsgrad von 58,3 % ein beliebtes Material in der Schmuckindustrie. Schmuck aus 14-karätigem Gold ist nach wie vor eine wertvolle Wahl. Trotz des geringeren Reinheitsgrades behält es die begehrte Goldfarbe. Es hat einen etwas blasseren Farbton, ist aber das ideale Gold für alle, die einen eher weißen als orangen Farbton bevorzugen.

10 karätiges Gold ist das letzte Karat, das in der Schmuckindustrie häufig verwendet wird. Es wird jedoch hauptsächlich für einfache Schmuckstücke verwendet, da Juweliere für Ringe und andere anspruchsvolle Schmuckstücke 14- und 18-karätiges Gold bevorzugen. Die Haltbarkeit von 10-Karat-Gold bedeutet eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und Verformungen.

Warum sind niedrigere Karatzahlen ideal für den Alltag?

Gold mit einem höheren Karatgehalt, wie 24K, ist zwar sehr edel, aber auch weich und anfällig für Kratzer oder Verformungen. Gold mit 14K oder 10K enthält mehr Metalllegierungen, was es widerstandsfähiger gegen Kratzer und Abnutzung macht.

Missverständnisse über Gold mit niedrigem Karatgehalt

Rund um Gold mit niedrigem Karatgehalt (wie 10K oder 9K) gibt es einige Missverständnisse, die potenzielle Käufer verunsichern können. Auch wenn 10K oder 9K weniger Goldanteil enthalten, bedeutet das nicht, dass sie von schlechterer Qualität sind. Während 24-Karat-Gold das reinste ist, ist es auch das weichste. Der Glanz eines Schmuckstücks hängt nicht nur vom Karatgehalt ab, sondern auch von der Politur und Pflege.

Goldlegierungen: Zusammensetzung, Eigenschaften und Verwendung

Bei einer Goldlegierung handelt es sich um Gold, dem mindestens ein weiteres Element beigemengt ist. Ausgedrückt wird der Goldanteil in Tausendteilen vom Gewicht. Eine ältere Kennzeichnung ist die Angabe in Karat, welche im Schmuckbereich noch gebräuchlich ist. Hiervon abzugrenzen sind Goldimitate. Diese enthalten entweder gar kein Gold oder der Anteil ist schwindend gering. Im letzteren Fall spricht man dann von einer Vergoldung.

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Vollkommen reines Gold gibt es nur in der Theorie. Auch bei der Goldförderung liegt Gold nur als mehr oder weniger gehaltvolles Erz vor. Streng genommen ist daher jedes uns bekannte Gold eine Legierung. Die bisher höchste Goldlegierung mit 999,999 Gewichtstausendteilen wurde 1957 erreicht durch die australische Münzprägeanstalt Perth Mint. In der Praxis gilt bereits 999,9 Gold als reines Gold. Diese Legierung ist daher sehr verbreitet bei Anlagegold.

Reines Gold ist aber sehr weich. Die Herstellung einer Goldlegierung erfolgt durch Schmelzen. Ästhetische Gründe: Gold ist von Natur aus gelblich. Was die Zusammensetzung betrifft, so lassen sich viele Elementen zu einer Goldlegierung schmelzen. Von Umlegieren spricht man, wenn ein Goldschmied bei einer bereits bestehenden Legierung den Anteil an Feingold erhöht oder verringert.

Beispiele für Goldlegierungen

  • 585er Gold: Populäre Schmucklegierung, da relativ hochwertig bei gleichzeitig hoher Kratzfestigkeit.
  • 750er Gold: Auch “Kronengold” genannt. 750er Schmuckgold wird gern verwendet für relativ hochwertigen Schmuck, etwa eine Goldkette.
  • 895er Gold: Historische Goldmünzen.
  • Feinheit 900: Diverse Goldmünzen wie etwa die Goldmünze Tscherwonetz.
  • Feinheit 916,667: Diverse Goldmünzen, wie etwa der Kürgerrand.
  • Feinheit 965: Auch “Thaigold” genannt.
  • Feinheit 986: Manche Goldmünzen wie etwa Kaiser Franz Joseph Dukaten aus Österreich.
  • Feinheit 995: Mindestgehalt für Goldbarren.
  • Feinheit 999: Manche Goldmünzen wie z.B. China Panda.
  • Feinheit 999,9: Gängig für viele Anlagegold-Produkte, also Goldmünzen und Goldbarren.

Namentlich erwähnenswert ist das sogenannte Thai Gold mit einer Feinheit von 965 Tausendteilen. Diese Legierung ist bei uns praktisch unbekannt, in Thailand aber sehr populär. Daher auch der Name. Die Feinheit von 965 bedeutet umgerechnet rund 23 Karat. Die Zahl der Goldläden, die Gold ankaufen, verkaufen oder als Sicherheit für ein Darlehen annehmen ist in Thailand hoch.

Farben von Goldlegierungen

Goldfarben spielen vor allem bei der Schmuckherstellung eine große Rolle. Kupfer erzeugt Rot. Palladium oder Nickel ergeben in Goldlegierungen Weiß. Silber führt in Goldlegierungen zu Grün. Cadmium liefert zwar ein sattes Grün, ist jedoch toxisch und heute weitgehend tabu.

Karat bei Eheringen: Was ist zu beachten?

Traditionell werden Trauringe aus 14-karätigem oder 18-karätigem Gold hergestellt, d.h. 585er oder 750er Gold. Letzteres besteht aus 75 % Feingold, 12,5 % Silber sowie 12,5 % Kupfer und zeigt einen zeitlos schönen, warmen Goldton.

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Wählen Sie die 585er Legierung, enthält das Schmuckmetall mehr Legierungsmetalle und weniger Gold, was zu einem etwas niedrigeren Preis führt. 750er Gold ist weicher und enthält mehr Gold, was zu einem höheren Preis, aber auch einer höheren Kratzempfindlichkeit führt.

Reinheit und Allergien

Höhere Karatzahlen bzw. ein größerer Promillewert bedeuten also eine höhere Reinheit, was von besonderem Interesse für Menschen mit Metallempfindlichkeiten oder einer hohen Sensibilität ist. Sie haben in den meisten Fällen ab 14 Karat bzw. einer 585er-Legierung keine Beschwerden, mit 750er Gold oder Platin sollten sie auf der sicheren Seite sein.

Empfehlung für Eheringe: 585er und 750er Gold

18 Karat oder 750er Gold besteht zu 75% aus Gold und nur zu 25% aus anderen Metallen, was es weicher macht als die Gold-Legierungen mit mehr Metall-Beimischung. Da bei 750er Gold auch keine Gefahr für Verfärbung besteht und seine schöne, warme Farbe ein Leben lang hält, ist es aus unserer Sicht ist beste Wahl für Eheringe aus Gold.

14 Karat oder 585er Gold besteht zu 58,5% aus Gold und zu 41,5% aus hälftig Kupfer und Silber. Es ist günstiger als 750er Gold und dabei sogar noch etwas härter, was es zu einer guten Wahl für Eheringe macht.

916er Gold (22 Karat): Eine besondere Legierung

916er Gold, auch 22 Karat Gold genannt, ist eine sehr hochwertige Goldlegierung mit einem besonders hohen Feingoldgehalt. Mit einem Feingehalt von 91,6 % bietet es eine ideale Balance zwischen Reinheit, Stabilität und einem strahlenden, goldenen Glanz. Die restlichen 8,4 % bestehen aus anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Zink, die dem Gold zusätzliche Festigkeit verleihen. 916er Gold hat eine intensive, satte goldene Farbe, die sich kaum von reinem 999er Gold unterscheidet. Trotz der Beimischung von Metallen ist 916er Gold weicher als Legierungen wie 750er oder 585er Gold.

916er Gold wird weltweit für die Herstellung von Schmuckstücken verwendet, die sowohl modern als auch traditionell sind. Aufgrund seines hohen Goldgehalts wird 916er Gold auch in Münzen und kleinen Barren verwendet, die als Sammlerstücke oder für Investitionszwecke dienen.

Zusammenfassung der Karatangaben

Der Karatgehalt eines Schmuckstücks ist entscheidend für dessen Wert. Je höher der Karatgehalt, desto mehr reines Gold enthält das Stück, was es wertvoller macht. Obwohl 24-Karat-Gold das reinste ist, wird es aufgrund seiner Weichheit seltener für alltägliche Schmuckstücke verwendet. Im Gegensatz dazu sind 18- und 14-Karat-Goldstücke erschwinglicher, langlebiger und dennoch edel.

Die Wahl der richtigen Karatstufe hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Budgets, des Verwendungszwecks des Schmucks und persönlicher Vorlieben. Berücksichtigen Sie, dass für Schmuckstücke, die täglich getragen werden, wie Eheringe oder Armbänder, 14 oder 18 Karat Gold ideal aufgrund ihrer Haltbarkeit sind.

Pflegetipps für Goldschmuck

Unabhängig von der Karatstufe erfordert Goldschmuck regelmäßige Pflege, um seine Schönheit und seinen Glanz zu bewahren. Verwenden Sie milde Seife und warmes Wasser, um Ihren Schmuck zu reinigen. Neben der regelmäßigen Reinigung zu Hause sollte Ihr Goldschmuck gelegentlich von einem professionellen Juwelier gereinigt werden.

Tabelle: Goldlegierungen in Karat und Promillewert

Karat Promillewert Feingoldgehalt Eigenschaften
24 Karat 999 99.9 % Zu weich für Schmuck
22 Karat 916 91.6 % Eheringe und exklusiver Schmuck
18 Karat 750 75 % Hochwertiger Schmuck
14 Karat 585 58.5 % Alltagsschmuck
9 Karat 375 37.5 % Preisgünstiger Schmuck
8 Karat 333 33.3 % Einfacher Schmuck