Mixed Martial Arts (MMA) hat sich in den vergangenen Jahren von einer Nischensportart zu einem weltweiten Spektakel entwickelt. Die Ultimate Fighting Championship (UFC) gilt dabei als führende Organisation und sorgt regelmäßig für ausverkaufte Arenen, Millionenpublikum und intensive Diskussionen in den sozialen Medien. Gegründet in den 1990er-Jahren in den USA, ist die UFC längst ein globales Phänomen.
Die Mischung aus Boxen, Ringen, Brazilian Jiu-Jitsu, Kickboxen und anderen Kampfkünsten macht MMA so abwechslungsreich und unvorhersehbar. Mit Events wie UFC319 beweist die Organisation immer wieder, dass sie nicht nur Sport, sondern auch Entertainment liefert.
UFC Veranstaltungen: Mehr als nur Kämpfe
Für die Athleten ist ein Auftritt bei UFC319 weit mehr als ein weiterer Kampf. Es geht um Karriereschübe, neue Sponsorenverträge und die Chance, sich auf internationaler Bühne zu beweisen. Viele Fighter bereiten sich monatelang auf einen solchen Abend vor. Training Camps, Sparringspartner und strenge Diäten gehören zum Alltag.
MMA lebt von seinen Fans. Schon Wochen vor UFC319 sind die sozialen Netzwerke voller Diskussionen über mögliche Matchups, Favoriten und Strategien. Für alle, die nicht vor Ort sein können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Event zu verfolgen - von klassischen TV-Übertragungen bis hin zu Livestreams.
UFC-Events sind längst auch ein Wirtschaftsfaktor. Austragungsorte profitieren von ausgebuchten Hotels, vollen Restaurants und internationaler Aufmerksamkeit. Auch für die Stadt, in der UFC319 stattfinden wird, bedeutet das Event eine enorme Reichweite.
Kritik und Kontroversen
Wie jeder große Sportverband bleibt auch die UFC nicht ohne Kritik. Immer wieder stehen Fragen zur Sicherheit der Kämpfer, zu Kampfentscheidungen oder zu Vertragsbedingungen im Raum. Dennoch zeigen die kontinuierlich steigenden Zuschauerzahlen, dass das Interesse an MMA ungebrochen ist.
UFC 319: Ein Highlight im Sportkalender
Mit UFC319 erwartet Fans und Sportinteressierte ein weiteres Highlight im globalen Sportkalender. Das Event verspricht spannende Kämpfe, emotionale Momente und ein Spektakel, das weit über das Oktagon hinaus wirkt. Wer die UFC seit Jahren begleitet, weiß: Jedes Event schreibt seine eigenen Geschichten - von überraschenden Knockouts über dramatische Wendungen bis hin zu epischen Comebacks. UFC319 wird hier keine Ausnahme sein.
Für die Kämpfer ist es eine Bühne, um sich sportlich und menschlich zu beweisen, für die Fans ein unvergessliches Erlebnis, und für die gesamte Organisation eine weitere Gelegenheit, den Stellenwert von MMA als ernstzunehmende Sportart weltweit zu festigen.
Die Aktuelle Lage der UFC
Die UFC hat als einzige Sportorganisation in den USA wieder den Sportbetrieb aufgenommen. Die Auflagen für den regulären Betrieb sind aber enorm streng. Wie UFC-Präsident Dana White bestätigte, wurden in den vergangenen Wochen rund 1200 Test an Kämpfern und Betreuern durchgeführt, um zu gewährleisten, dass keine Corona-Infizierten an den Events teilnehmen. Die Kämpfe finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Dennoch geht die Fight-Action weiter. Nach UFC 249 am Samstag stehen nun zwei weitere Events an.
UFC Events: Smith vs. Teixera
Schon in der Nacht auf den 14. Mai gibt es das nächste Kräftemessen in der UFC. Dann steht UFC on ESPN, mit dem Titelkampf zwischen Anthony Smith und Glover Teixera, auf dem Programm.
Hier ist eine Übersicht der Kämpfe:
| Gewichtsklasse | Kämpfer 1 | Kämpfer 2 | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Halbschwergewicht | Anthony Smith | Glover Teixeira | Hauptkampf |
| Schwergewicht | Ben Rothwell | Ovince St. Preux | Co-Hauptkampf |
| Leichtgewicht | Alexander Hernandez | Drew Dober | |
| Bantamgewicht | Ricky Simon | Ray Borg | |
| Mittelgewicht | Karl Roberson | Marvin Vettori | Preliminary Card |
| Schwergewicht | Andrei Arlovski | Philipe Lins | |
| Leichtgewicht | Michael Johnson | Thiago Moises | |
| Bantamgewicht der Frauen | Sijara Eubanks | Sarah Moras | |
| Bantamgewicht | Hunter Azure | Brian Kelleher |
UFC Events: Overeem vs. Harris am Wochenende
Bereits wenige Tage später in der Nacht auf den 17. Mai (Maincard-Start: 3 Uhr deutscher Zeit) steigt schließlich "UFC on ESPN: Overeem vs. Harris".
Professionalität und Sicherheit
Die UFC ist ein Vorbild für alle MMA-Veranstaltungen in Bezug auf die Professionalität der Veranstaltungsdurchführung sowie der Sicherheitsstandards und Regularien. Mit ausgebildeten und erfahrenen Offiziellen, der Durchsetzung der Unified Rules, der Nutzung von Bluttests u.v.m. streben wir ebenfalls maximale Professionalität bei unseren eigenen sowie den von uns sanktionierten Veranstaltungen an.
Eine vernünftige Sanktionierung von Veranstaltungen ist vor allem maßgeblich die Sicherheit der Athleten (z.B. durch Bluttests und ausgebildete Offizielle) und die Fairness der Wettkämpfe. In einem häufig zu Unrecht verurteiltem Sport können entsprechend gut sanktionierte Veranstaltungen aber auch dazu beitragen, dass die Außenwahrnehmung des Sports sich im öffentlichen Diskurs positiv verändert, was z.B. wiederum Möglichkeiten für Sponsoring eröffnet sowie eine potenzielle Anerkennung im DOSB wahrscheinlicher macht.
Insbesondere große Veranstaltungen haben eine enorme Verantwortung im Zuge der ihnen zukommenden Aufmerksamkeit und sollten sich entsprechenden Standards verpflichtet fühlen.
Die Geschichte der UFC
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist die größte Veranstaltungsreihe im MMA-Sport. Im Grunde genommen war die erste Veranstaltung der UFC als Marketing-Gag für das brasilianische Jiu-Jitsu gedacht; eine Bodenkampfkunst, die darauf abzielt, den Gegner mit Würgegriffen oder Hebeltechniken zur Aufgabe zu zwingen. Erfunden wurde sie von der Gracie-Familie.
Eines der Familienmitglieder, Rorion Gracie, lehrte seine Kunst in den USA. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Amerikaner für seine Kampfkunst zu gewinnen, erinnerte er sich an die „Vale Tudo“-Kämpfe - Vergleichskämpfe unterschiedlicher Stilrichtungen - aus seiner Heimat, die dort häufig im Fernsehen übertragen wurden. Einer von Rorions Schüler war der Filmemacher John Milius. Er brachte Rorion mit dem Unternehmer Art Davie zusammen. Gemeinsam entwarfen sie das Konzept einer Veranstaltung, die den Amerikanern die Effektivität des brasilianischen Jiu-Jitsus näherbringen sollte: ein Turnier mit acht Kämpfern unterschiedlicher Stilrichtungen.
Die Kämpfe sollten so realitätsnah wie möglich sein. Verboten waren lediglich Tiefschläge, Angriffe gegen die Augen und Beißen. Gewinnen konnte ein Kämpfer nur durch Knockout, Aufgabe oder Handtuchwerfen durch die Ringecke.
Diese acht Kämpfer stiegen am 12. November 1993 in Denver, Colorado in das „Octagon“, eine achteckige Matte, die von einem schwarzen Maschendrahtzaun umgeben ist.
Vom Prototypen zur Serie
Für die zweite „UFC“ ging man einen Schritt weiter. Rundenzeiten wurden aufgehoben, die Kämpfe hatten kein Zeitlimit mehr. Tiefschläge wurden erlaubt. Diese zweite „UFC“ fand im März 1994 statt, ebenfalls in Denver. Die Teilnehmerzahl wurde von 8 auf 16 erhöht.
Nachdem die ersten Vorurteile gegenüber dem brasilianischen Jiu-Jitsu überwunden waren, begannen immer mehr Kämpfer, den Bodenkampf zu trainieren. Darüber hinaus eigneten sie sich auch wirkungsvolle Techniken aus anderen Kampfstilen an. Ringer lernten, wie man boxt und Boxer lernten, wie man ringt.
Erster Gegenwind und Abschied von den Gracies
Im Vorfeld der „UFC 4“, die im Dezember 1994 stattfand, startete der spätere Präsidentschaftskandidat John McCain, damals noch Senator, eine Verbotskampagne.
Nach „UFC 5“ verkauften Art Davie und Rorion Gracie ihre Anteile an SEG und lösten WOW Promotions auf. Davie arbeitete weiterhin für SEG in der UFC mit, während Rorion und der Rest der Gracie-Familie - inklusive Royce - die UFC verließen.
Der Abstieg
Derweil trug die Anti-UFC-Kampagne von Senator John McCain Früchte. Er hatte den Gouverneuren aller fünfzig US-Staaten geschrieben und sie gebeten, jegliche „no holds barred“-Veranstaltungen zu verbieten.
Die UFC reagierte auf die Kritik, indem sie mit den Sportbehörden der Staaten zusammenarbeitete, die auch den Boxsport regulieren. Schritt für Schritt änderte man das Regelwerk, um den sportlichen Charakter der Kämpfe besser hervorzuheben.
In Zusammenarbeit mit den staatlichen Sportkommissionen erarbeitete die UFC ein Regelwerk, das noch heute gültig ist: die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“.
Durch den Verlust ihres Sendeplatzes im Kabelfernsehen entging der UFC ihre Haupteinnahmequelle. Zudem gelang es ihr nicht, im Zeitraum zwischen November 1999 und Dezember 2000 („UFC 23“ bis „UFC 29“) einen Vertrieb für die VHS-Kassetten zu finden. Diese Zeit wird in der Unternehmensgeschichte als „Dark Ages“ bezeichnet, da die Veranstaltungen außerhalb der Hallen kaum gesehen werden konnten.
Dana White und die Fertitta-Brüder übernehmen die UFC
Als SEG Ende 2000 kurz vor dem Bankrott stand, kauften zwei Milliardäre aus Las Vegas die am Boden liegende Organisation. Frank und Lorenzo Fertitta, Eigentümer der mächtigen Station Casinos, erstanden die UFC im Januar 2001 für zwei Millionen US-Dollar.
Die neuen Besitzer der UFC brachten weitaus mehr Verständnis für Geschäftspraktiken und Marketing mit als ihre Vorgänger. Im Laufe der nächsten Monate gewann die UFC wieder an Popularität.
Den ersten großen Erfolg feierte die Zuffa-UFC wenige Monate später mit „UFC 40“. 150.000 Zuschauer kauften diese PPV-Veranstaltung - das waren mehr als dreimal so viele wie bei den vorherigen Zuffa-Veranstaltungen.
Reality-Show „The Ultimate Fighter“ verhilft UFC zum Durchbruch in den Mainstream
2004 nahmen die Fertittas an der Reality-TV-Serie „American Casino“ teil und erkannten schnell, wie sich solche realitätsnahen Formate zu Promotionzwecken nutzen lassen.
Zahlreiche TV-Stationen lehnten die Show ab. Für die erste Staffel von „TUF“, welche am 18. Januar 2005 erstmals über die Bildschirme flimmerte, wurden die UFC-Legenden Chuck Liddell und Randy Couture als Trainer engagiert.
Ihre Reality TV-Show bescherte der UFC nach langem Warten endlich den heiß ersehnten Sendeplatz im Kabelfernsehen und darüber hinaus eine völlig neue Fanbasis. Ohne den Erfolg von „The Ultimate Fighter“ und des laut Dana White „wichtigsten Kampfes in der Geschichte der UFC“ zwischen Griffin und Bonnar würde es die MMA-Promotion heutzutage wahrscheinlich nicht mehr geben.
Der Aufstieg
Die „UFC 52“, die erste Veranstaltung nach dem Ende von „The Ultimate Fighter“, verkaufte sich 300.000 Mal und verdoppelte damit den bisherigen Zuffa-Rekord von „UFC 40“.
Weitaus bedeutender war jedoch der Kauf einer anderen Organisation am 27. März 2007. PRIDE Fighting Championship (PRIDE FC) aus Japan war jahrelang der größte - und einzig ernstzunehmende - Rivale der UFC. Die Japaner füllten riesige Hallen und hatten einige der besten Kämpfer weltweit unter Vertrag.
Am 11. Juli 2009 veranstaltete die UFC die geschichtsträchtige „UFC 100“.
Im Oktober 2010 löste Zuffa, LLC die Schwesterliga der UFC, World Extreme Cagefighting, auf und gliederte deren Gewichtsklassen Federgewicht und Bantamgewicht in die UFC ein. Von da an bot sie den Fans Kämpfe in sieben verschiedenen Gewichtsklassen an.
Am 12. März 2011 gab Dana White bekannt, dass Zuffa, LLC den neuen Hauptkonkurrenten Strikeforce, eine Organisation aus Kalifornien, aufgekauft hatte.
Eine neue TV-Zukunft
Am 18. August 2011 enthüllte die UFC, dass sie sich mit dem TV-Netzwerk FOX auf einen Vertrag über sieben Jahre geeinigt hatte.
Aufgrund der Umstrukturierung innerhalb des FOX-Netzwerks wird die UFC in den USA seit dem 17. August 2013 auf dem neuen Sportsender FOX Sports 1 ausgestrahlt. Damit erreicht sie ein größeres Publikum als über FX und Fuel TV.
Frauen an die Macht
Im November 2012 verpflichtete die UFC ihre erste weibliche Kämpferin. Ronda Rousey, Bronzemedaillengewinnerin im Judo bei den Olympischen Spielen 2008, bestritt am 23. Februar 2013 bei „UFC 153“ gegen Liz Carmouche den ersten Frauenkampf im Octagon.
Status quo
Seit ihrer Gründung im November 1993 hat die UFC über 240 Veranstaltungen in 13 verschiedenen Ländern abgehalten.
UFC im Deutschen Fernsehen und Live-Stream
Ihr wollt die UFC Fight Nights und Kampfveranstaltungen im Live-Stream oder TV verfolgen? Dafür gibt es in Deutschland mehrere Möglichkeiten. Wir stellen sie euch vor.
Waren die "Käfigkämpfer" der UFC noch vor ein paar Jahren hierzulande als "Brutalos" verschrien, hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Die Kampfsportszene gewinnt auch in Deutschland immer weiter an Zuwachs - nicht zuletzt wegen Stars wie Conor McGregor.
Im Free-TV sind die Kämpfe zwar nicht zu sehen, auf Live-Bilder müssen UFC-Fans in Deutschland aber dennoch nicht verzichten.
DAZN
DAZN ist der Go-to Streaming Anbieter, wenn es um Kampfsport in Deutschland geht. Er hält in hierzulande die exklusiven Rechte und streamt jeden Kampf.
Für den Empfang werden das Paket "Unlimited" oder "Standard" benötigt. DAZN bietet glücklicherweise sowohl die Fights Nights, als auch die Main-Events in den genannten Abo-Paketen an.
Wie unterscheiden sich die Fight Nights von den Main-Events? Die Fight Nights, sind die regelmäßigen Kämpfe von noch unbekannteren Gesichtern, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Event-Kämpfe sind mit UFC und einer Zahl verbunden, die sozusagen die Anzahl der vergangenen Events zeigt.
UFC Fight Pass
Neben DAZN gibt es noch die Möglichkeit den UFC Fight Pass zu nutzen. Der ligaeigene Sender streamt ebenfalls alle Kämpfe mit Original-Kommentar.
Im Vergleich zu DAZN habt ihr vergleichsmäßig weniger Inhalt, müsst aber auch weniger Zahlen. Das Monats-Abo kostet 9,99 Euro und das Jahres-Abo 85,99 Euro. Für einzelne Events könnt ihr zudem Tagespässe buchen. UFC.tv könnt ihr auf vielen Geräten abrufen. Die UFC lädt viele Kämpfe auch in voller Länge auf ihrem YouTube-Kanal hoch. Zusätzlich könnt ihr dort auch Highlights, Clips und Pressekonferenzen sehen.
