Kote Gaeshi Judo Technik

Im Judo und Jiu Jitsu wird die Kunst des Hebelns als "Kansetzu Waza" bezeichnet.

Am 20.03.2010 fand in der Sportschule Kaminari in Düsseldorf ein Jiu Jitsu Pflichtlehrgang mit dem Thema „Grundhebel“ statt. Großmeister Georg Flach (7. Dan Jiu Jitsu) zeigte verschiedene Hebeltechniken und Übergänge.

Es gibt verschiedene Arten, ein Gelenk zu hebeln: Streck-, Beuge- und Drehhebel.

  • Bei Streckhebeln wird das Gelenk überstreckt, wie beispielsweise beim Ude Hishiggi (Armstreckhebel).
  • Bei Beugehebeln wird das Gelenk maximal gebeugt, u.a. wie beim Kote Mawashi Irimi (Handdrehbeugehebel).
  • Bei Drehhebeln wird das Gelenk über den verträglichen Punkt hinaus gedreht, ein gängiges Beispiel ist der Kote Gaeshi (Kipphandhebel).

Die Vertiefung der grundlegenden Hebeltechniken war sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eine wertvolle Erfahrung.

Hinweis: Es handelt sich hier um eine „eingedeutschte Übersetzung“, die sich aufgrund der Ausführung so verbreitet hat. Präziser ist, dass die Kote der Armschutz der Samurai-Rüstung war. Und Gaeshi bedeutet eigentlich „Gegentechnik“.

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Im Sinne dieser Ergänzung und Erweiterung wird im Vergleich zu den älteren Kata zusätzlich u.a. neue Techniken, die eher dem Aikido zuzuordnen sind (Kote-gaeshi, Kote-hineri) fließen ein (vgl.

Selbstverteidigung - wozu man nicht nur zivile, sondern auch polizeiliche und militärische Anwendung zählen muss - war immer ein wesentlicher Bestandteil des Kodokan Judo.

Die nachfolgenden Techniken sind beispielhaft. Sie sollen dazu dienen, einen Eindruck von der Technik zu erhalten. Der Experte mag verzeihen, wenn manche Feinheiten auf dem Bild nicht exakt zum Namen passen.

Ziel ist der Ausbau der Verteidigungs- und Angriffsarten und die Einführung in die ersten Halte- bzw. Ude Osae.

Ich mache mir hin und wieder den Spaß, Kote-Gaeshi u.ä. Für mich wieder mal Anlaß, die technische Verflachung und Verarmung des heutigen Jûdô lauthals zu beweinen.

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Einige Techniken, wie Kote-gaeshi, Shiho-Nage, Kaiten-Nage, fallen sicherlich wegen Kansetsu-Waza an Handgelenk und Schulter von vorneherein weg. Ude-Gaeshi heißt im Aikido Ude-Kime-Nage und im Nihon Ju-Jitsu ist sein Name Tenbim-Nage. Das habe ich in den Unterlagen einer Prüfung zum 5. Dan im Judo gefunden. Ich habe den Wurf gestern im Aikido-Training zum ersten Mal gesehen und geübt. Interessante Technik.

Im folgenden werden nur die äußeren Techniken gezeigt. Wie auf der Hauptseite von Budo Denzlingen erläutert, handelt es sich hierbei nur um einen Teil der Lehre. Neben den äußeren gibt es auch noch die inneren Techniken, welche über die Prinzipien vermittelt werden.

Ich denke, wenn jemand aus dem Jigoku-Dojo von Gozo Shioda im Jûdô-Training auftauchen würde, sähe das ganz anders aus ... wäre vielleicht noch Ude-Gaeshi, k.A. ob es die im Aikido gibt u.

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