JUDO i-soft Vollautomatische Wasserenthärtungsanlage – Einbau- und Betriebsanleitung

Diese Einbau- und Betriebsanleitung ist gültig für EU-Länder und die Schweiz. Achtung: Vor Einbau und Inbetriebnahme die Einbau- und Betriebsanleitung und Sicherheitshinweise lesen und beachten! Immer dem Betreiber übergeben.

Die Betriebsanleitung ist von jeder Person zu lesen und anzuwenden, die mit Arbeiten an der Wasserenthärtungsanlage beauftragt ist.

Allgemeine Hinweise

Warenzeichen: In dieser Unterlage verwendete Warenzeichen sind geschützte und eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit besonderer Genehmigung.

Abweichend vom Internationalen Einheitensystem SI (Système International d’Unités) werden folgende Einheiten verwendet:

Einheit Umrechnung
1 bar 10 Pa = 0,1 N/mm
1" DN 25
°dH 1 °dH = 0,1785 mmol/l Erdalkaliionen

Wird die Wasserenthärtungsanlage außerhalb der in der Betriebsanleitung aufgeführten Einsatzgrenzen betrieben, so kann es zu einer Beeinträchtigung der Enthärterfunktion kommen. In diesem Fall ist unbedingt Rücksprache mit dem Hersteller / Lieferer zu halten.

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Für Einrichtungen am Ausgang darf ausschließlich Kleinspannung verwendet werden! Es dürfen sich keine elektrischen Leitungen und Geräte unterhalb oder in unmittelbarer Nähe der Wasserenthärtungsanlage befinden!

Oberhalb der Wasserenthärtungsanlage werden mindestens 300 mm Freiraum benötigt, um alle Wartungsarbeiten ordnungsgemäß durchführen zu können.

Die Wasserenthärtungsanlage trägt das DIN-DVGW-Zeichen. Sie ist sowohl für waagerechte als auch für senkrechte Rohrleitungen geeignet. Die Einbauhöhe richtet sich nach dem Verlauf der Leitung. Die Mindesteinbauhöhe vom Boden bis zur Mitte des Rohrs beträgt 52 cm.

Die Wandabstützung sorgt für eine sichere Abstützung des Geräts und verhindert so eine Drehbewegung des Geräts um die Rohrleitung. Das Konsolen-Set dient vornehmlich zur Entlastung und Fixierung der Rohrleitung. Die Montage der Wandabstützung wird in der zugehörigen Montageanleitung näher beschrieben.

Installation

Zunächst die Rohrleitung mit dem neu installierten Einbaudrehflansch spülen. Der Einbaudrehflansch ist noch durch den schwarzen Montagedeckel verschlossen. Anschließend das Wasser absperren (am Haupthahn bzw. Absperrschieber). Die Wasserenthärtungsanlage anheben und 30° gegen Uhrzeigersinn schwenken.

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Montage der Wasserenthärtungsanlage an das vormontierte Umgehungsventil: Der Anschlussflansch der Wasserenthärtungsanlage ist durch eine weiße Schutzscheibe abgedeckt. Die Verkleidung des Wasserenthärters muss anliegen und das Gerät senkrecht zur Wand hängen.

Den Wandabstandshalter ca. 30 mm herausdrehen und handfest anziehen. Den Stecker des Elektrodenkabels bis zum Anschlag in die Kabeldose einstecken. Beim Zusammenstecken unbedingt darauf achten, dass die beiden weißen Markierungen übereinander liegen (korrekte Polung)!

ACHTUNG: Für das Abwasser und den Sicherheitsüberlaufschlauch muss ein ausreichend dimensionierter Abwasseranschluss (z. B. Bodenablauf) nach DIN 1986 vorhanden sein.

Wird die Wandkonsole entsprechend höher montiert werden (siehe Kapitel „Zubehör“).

Inbetriebnahme

Auf dem Display wird wieder die Betriebsanzeige dargestellt. Die Regelung der Resthärte auf den voreingestellten Wert wird während des Betriebs automatisch durchgeführt. Hierzu müssen ca. 10 Liter Wasser durch den Enthärter fließen.

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Betrieb

Hiervon sind Mineral- und Tafelwasser nicht betroffen. Deren Grenzwerte liegen deutlich höher, zum Teil über 1000 mg Natrium pro Liter. Es muss sichergestellt werden, dass das neu eingestellte Mischwasser von der Wasserenthärtungsanlage zur Entnahmestelle gelangt ist. Zur richtigen Messwert-Berechnung der Elektronik nicht berücksichtigt.

Bei Überschreitung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung meldet das Display zunächst: Durch das Drücken der Taste und zusätzlich der Taste <8> kann die Resthärte in 2°-Schritten erhöht werden. Einschränkungen beachten.

Die Sparbesalzung wird durchgeführt. In regelmäßigen Abständen findet eine Desinfektion der Anlage statt, um einer Verkeimung vorzubeugen. Die dafür erforderliche geringe Menge Chlor wird während der Regeneration erzeugt.

200 g Salz werden verbraucht. Das Regeneriersalz muss in regelmäßigen Abständen nachgefüllt werden. Der hygienisch einwandfreie Zustand wird automatisch regelmäßig überprüft. Wenn der Salzvorratsbehälter nicht rechtzeitig aufgefüllt wird und die Solekonzentration aus diesem Grund zu stark reduziert ist, wird auf dem Display gemeldet: Achtung Salzmangel.

Wird die Wasserenthärtungsanlage wieder montiert und in Betrieb genommen, muss sie gespült und regeneriert werden (siehe Kapitel „Betriebsstart“).

Das potenzialfreie Relais wird beispielsweise an einen binären Busankoppler angeschlossen. Dadurch kann eine Störmeldung an das Gebäudeleitsystem weitergeleitet werden.

„Einschränkungen bei der Resthärte-einstellung“ beachten. Aufgrund der Rohwasserhärte und der eingestellten Resthärte wird der Natriumgrenzwert der Trinkwasserverordnung überschritten.

Reinigung und Wartung

Haushaltsübliche Allzweckreiniger oder Glasreiniger können bis zu 25 % Lösemittel bzw. Alkohol (Spiritus) enthalten. Diese Substanzen können die Kunststoffteile chemisch angreifen, was zu Versprödungen bis hin zum Bruch führen kann. Derartige Reiniger dürfen daher nicht verwendet werden.

Wartungsarbeiten und die Versorgung mit Verbrauchsmaterial, Mineralstoffen, Salz - Dichtigkeit Enthärter bzw. Verschleißmaterial usw. durch den Abwasseranschluss sollten durch den JUDO Werkskundendienst oder durch das lizenzierte Fachhandwerk erfolgen. In der Betriebsstellung darf aus dem Abwasserschlauch kein Wasser fließen.

Technische Daten

  • Bestell-Nr.: 8203019
  • Nenndurchfluss: 1,8 m³/h
  • Fließdruck bei Nenndurchfluss: mind. 2 bar
  • Druckverlust bei Nenndurchfluss: 1 bar
  • Maximale Umgebungs- und Wassertemperatur: 30 °C
  • Betriebsgewicht mit ca. 75 kg Salzfüllung
  • Versandgewicht ca. 28 kg

Druckverlust

Druckverlust in Betriebsstellung in Abhängigkeit vom Volumenstrom bei einer Rohwasserhärte von 20 °dH und einer Resthärte von 8 °dH.

Tagesentnahme

Max. mögliche Tagesentnahme in Abhängigkeit von der Rohwasserhärte bei einer Resthärte von ca. 8 °dH.

Abwassermenge

Abwassermenge bezogen auf 1 m³ Mischwasser von 8 °dH in Abhängigkeit von der Rohwasserhärte.

Salzverbrauch

Salzverbrauch bezogen auf 1 m³ Mischwasser von 8 °dH in Abhängigkeit von der Rohwasserhärte.

Zubehör

  • Umgehungsventil JQX (Best.-Nr. 8735210)
  • Härtemessbesteck JGHP 0-30 °dH (Best.-Nr. 8742120)
  • JUDO QUICKSET-Reihe JQR zur Reihenschaltung von zwei JUDO Geräten an einem Rohranschlussstück JQE (Best.-Nr. 8250041)
  • Wandkonsole für Salzvorratsbehälter (Best.-Nr. Datenblatt Abb. 19: Elektronische Steuerung mit Störmelderelais

Ersatzteile

Ersatzteilliste i-soft (Empfohlenes durchschnittliches Austauschintervall bei Verschleißteil):

  • Verschleißteilset „Leitwert-Sensor und Ansaugsieb“ (Art.-Nr. 2201382)
  • Verschleißteilset „Druckregler“ (Art.-Nr. 2200582)
  • Ersatzteilset „Injektor“ (Art.-Nr. 2201470)
  • Ersatzteilset „Schläuche komplett“ (Art.-Nr. 2200012)
  • Steckernetzgerät EU 24 VDC...