Asiatische Kampfsportarten: Eine umfassende Liste und Einführung

Wer kennt nicht die spektakulären Filmszenen aus Bruce-Lee-Filmen oder "Karate Kid", wo gefährliche Stunts und Nahkämpfe keine Seltenheit sind. Aber Kampfsport heißt nicht einfach nur drauflos zu kämpfen oder Bretter durchzuschlagen. Beim Erlernen und Ausführen einer asiatischen Kampfkunst geht es vor allem um die Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele. Dabei ist das Ziel unter anderem, sich der Kraft des eigenen Körpers bewusst zu werden. Allerdings zählen nicht nur Kraft und Stärke, sondern auch saubere Techniken und Schnelligkeit. Schüler werden außerdem nicht nur in kämpferischer, sondern auch in charakterlicher Hinsicht gestärkt.

Die Vielfalt asiatischer Kampfkünste

Wer Interesse an asiatischen Kampfkünsten hat, kann zwischen einer Vielzahl von Kursen auswählen: Judo, Taekwondo, Ninjutsu, Avci Wing Tsun, Aikido und Karate. Im Gegensatz zum Karate liegt bei Taekwondo (kommt aus Korea und heißt übersetzt "Fuß, Faust und Weg") der Schwerpunkt bei Beintechniken und Fußtritten. Auch Schnelligkeit und Dynamik stehen hier mehr im Vordergrund. Im Unterschied dazu stehen beim Judo ("sanfter Weg") eher Würfe, Halte- und Würgetechniken sowie Armhebel im Mittelpunkt.Die TU Chemnitz hat schon lange vor der Wende in ihrem Sportprogramm mit Judo den waffenlosen Kampf als Ausgleich zur Studien- und Arbeitsbelastung angeboten. Nach 1990 sind dann weitere Kampfsportarten hinzugekommen. "Heute trainieren etwa 200 Studierende und Mitarbeiter in sieben verschiedenen Gruppen. Die Übungsleiter der Trainingsgruppen sind Sportstudenten, Studenten anderer Fakultäten und Absolventen. Es wird allerdings nur im Rahmen des Hochschulsports und nicht für Wettkämpfe trainiert", erklärt Christine Turba vom Institut für Sportwissenschaft.

Karate: Der Weg der leeren Hand

Beim Karate gibt es zudem die Auswahl zwischen den Stilrichtungen Shotokan-Ryu-Karatedo ("Stil des Tigers") und Goju-Ryu-Karatedo ("harter und weicher Stil"). Karatedo ist japanisch und heißt wörtlich übersetzt "Der Weg der leeren Hand", also ohne Waffen. Einem starken Angriff wird mit weichen runden Bewegungen begegnet und die Kraft des Angriffs gegen den Angreifer selbst gelenkt. Beide Stile sind außerdem gut zur Selbstverteidigung geeignet, was ja nicht bei allen Kampfsportarten zutrifft.

Ninjutsu: Die Kunst des Versteckens

Wer sich allerdings für die geheimnisvolle Kampf- und Kriegskunst der Ninja und Samurai begeistern will, sollte sich dem Ninjutsu ("Technik des Versteckens oder Erduldens") zuwenden. Diese Kampfkunst aus Japan ist etwa 1.000 Jahre alt und wird auch die "Kunst des ausdauernden Herzens" genannt. Ninjutsu ist ein sehr komplexes System von Selbstverteidigungs- und Kampftechniken sowohl mit als auch ohne Waffen.

Avci Wing Tsun: Kampfkunst für Studentinnen

Für Studentinnen ist das wohl eher unbekannte Kampfkunstsystem Avci Wing Tsun ("immerwährender Frühling") besonders gut geeignet. Avci Wing Tsun wurde vor etwa 300 Jahren von einer Nonne in China entwickelt und ist eine Art Kung-Fu-Stil. Es umfasst alle Phasen des waffenlosen Kampfes und setzt weder artistische Gelenkigkeit noch Berge von Muskeln voraus. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Gefühlstraining - Chi Sao ("klebende Hände") - zu.

Aikido: Harmonie mit der Energie des Universums

Für wen bis jetzt noch nicht das Richtige mit dabei war, wird vielleicht in Aikido ("Der Weg der Harmonie mit der Energie des Universums") seinen Favorit finden. Aikido ist eine moderne Kampfsportart und kommt aus Japan. Was auf den ersten Blick wie ein eleganter Tanz aussieht, ist in Wirklichkeit eine äußerst anspruchsvolle Kampfkunst. Dabei werden die Aggressionen abgewehrt und die Kraft des Gegners ausgenutzt, um sie wieder gegen ihn selbst zu richten. An den Kursen können sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene teilnehmen. Besonders die "Noch-nicht-Sportler" und Studierenden des 1. Studienjahres werden ermutigt, die Angebote des Hochschulsports für freizeitsportliche Aktivitäten zu nutzen.

Weitere asiatische Kampfsportarten im Überblick

Neben den bereits genannten gibt es eine Vielzahl weiterer faszinierender asiatischer Kampfsportarten, die jeweils ihre eigenen Schwerpunkte und Techniken haben:* Adlerkralle: In diesem chinesischen Kampfsport werden die Vitalpunkte des Körpers angegriffen.* Affen Kung Fu: Die Bewegungen eines Affen werden imitiert, was den Kämpfer sehr beweglich macht.* Aikido: Die einst blutigen japanischen Kampfsportarten wurden im Aikido zu einer pazifistischen Körperkunst umgewandelt.* Amarok: Ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen aus den Kampftechniken der Turkvölker zusammengestellt wurden.* Arnis/Eskrima/Kali: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen, bei dem zuerst der Kampf mit Waffen gelernt wird, dann erst mit der Hand.* Baguazhang: Der Kämpfer steht nie still und kann es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen.* Bajiquan: Die chinesische Kampfkunst „Faust der acht Extreme“, deren Ziel es ist, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.* Boxen: Bei diesem Kampfsport sind den meisten Menschen die Regeln wohl vertraut.* Brazilian Jiu-Jitsu: Wurde aus dem Kampfsport Judo entwickelt und konzentriert sich vor allem auf den Bodenkampf.* Capoeira: Ein Kampfsport voll Rhythmus und Lebensfreude.* Ditang Quan (Bodenfauststil): Ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition, der Techniken aus dem Affen Kung Fu und dem Betrunkenen Boxen enthält.* Drachenstil: Der Kämpfer ist gewandt und flexibel.* Fu Lung Pai: Ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition, dessen Wurzeln im Tigerstil und Drachenstil liegen.* Gatka: Ist der Kampfsport der indischen Sikhs.* Hapkido: Charakteristisch sind zahlreiche Wurf-, und Hebeltechniken, sowie Schlag- und Tritttechniken.* Iaido: Ist die japanische Kunst des Schwertziehens und stammt aus der Zeit der Samurai.* Jeet Kune Do: Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde.* Jiu Jitsu: Ein Grundprinzip ist: Nachgeben, um zu siegen.* Jo-Do: Ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“.* Judo: Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule.* Kalarippayat: Ein südindischer Kampfsport aus Kerala, dessen Übungen mit Praktiken aus Yoga und Ayuerveda verbunden sind.* Karate: Der Weg der „leeren Hand“, in dem chinesische Kung Fu Techniken und japanische Kampftraditionen zu einem neuen System verschmolzen sind.* Kendo: Moderner japanischer Schwertkampf.* Krav Maga: Ein Kampfsystem aus Israel, das der Selbstverteidigung dient und sich in 2-Tages-Seminaren lernen lässt.* Kung Fu: Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste.* Kyudo: Die ausgeübte Kunst des japanischen Bogenschießens beeindruckt durch den präzisen Bewegungsablauf, die Zeremonie und die traditionelle Kyudo Kleidung.* Lethwei: Ein Vollkontakt Boxkampfstil aus Myanmar (Burma), bei dem gefährliche, aber erlaubte Kopfstöße eingesetzt werden.* Muay Thai: Eine Kampfsportart aus Thailand, die waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen umfasst.* Ninjutsu: Die Kampfkunst der japanischen Ninja.* Pencak Silat: Ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei).* Sambo: Eine russische (sowjetische) Kampfsportart, die aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen entwickelt wurde.* Shaolin Kung Fu: Die chinesische Kampfkunst der Shaolin Mönche besticht durch harte Arbeit und Präzision.* Shinson Hapkido: Lerne die Grundlagen dieser ganzheitlichen Kampfkunst kennen, die von Großmeister Ko Myong entwickelt wurde.* Sumo: Das japanische Sumo Ringen verbindet Wettkampf mit Tradition.* Systema: Die russische Kampfkunst zielt auf ein effektives Training ab.* Taekwondo: Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft.* Tai Chi Chuan: Die chinesische Bewegungskunst ist auch unter dem Namen “Taijiquan” bekannt und bedeutet Schattenboxen.* Vovinam: Eine vietnamesische Kampfkunst, welche auch mit Waffen trainiert.* Wing Chun: Eine effektive chinesische Kampfkunst, die sich durch ihre direkten Bewegungen und effizienten Techniken auszeichnet.* Xingyiquan: Eine traditionelle chinesische innere Kampfkunst, die sich durch ihre geradlinigen, explosiven Techniken auszeichnet.

Kampfsportarten Liste

Die Kampfsportarten Liste ist sortiert nach dem ABC, soweit dies sinnvoll möglich ist. Die Kampfsportarten mit Links verweisen alle auf einen Text auf dieser Homepage.
Kampfsportart Beschreibung
Adlerkralle In diesem chinesischen Kampfsport werden die Vitalpunkte des Körpers angegriffen.
Affen Kung Fu Die Bewegungen eines Affen werden imitiert, was den Kämpfer sehr beweglich macht.
Aikido Die einst blutigen japanischen Kampfsportarten wurden im Aikido zu einer pazifistischen Körperkunst umgewandelt.
Amarok Ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen aus den Kampftechniken der Turkvölker zusammengestellt wurden.
Arnis/Eskrima/Kali Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen, bei dem zuerst der Kampf mit Waffen gelernt wird, dann erst mit der Hand.
Baguazhang Der Kämpfer steht nie still und kann es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen.
Bajiquan Die chinesische Kampfkunst „Faust der acht Extreme“, deren Ziel es ist, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.
Boxen Bei diesem Kampfsport sind den meisten Menschen die Regeln wohl vertraut.
Brazilian Jiu-Jitsu Wurde aus dem Kampfsport Judo entwickelt und konzentriert sich vor allem auf den Bodenkampf.
Capoeira Ein Kampfsport voll Rhythmus und Lebensfreude.
Ditang Quan (Bodenfauststil) Ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition, der Techniken aus dem Affen Kung Fu und dem Betrunkenen Boxen enthält.
Drachenstil Der Kämpfer ist gewandt und flexibel.
Fu Lung Pai Ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition, dessen Wurzeln im Tigerstil und Drachenstil liegen.
Gatka Ist der Kampfsport der indischen Sikhs.
Hapkido Charakteristisch sind zahlreiche Wurf-, und Hebeltechniken, sowie Schlag- und Tritttechniken.
Iaido Ist die japanische Kunst des Schwertziehens und stammt aus der Zeit der Samurai.
Jeet Kune Do Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde.
Jiu Jitsu Ein Grundprinzip ist: Nachgeben, um zu siegen.
Jo-Do Ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“.
Judo Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule.
Kalarippayat Ein südindischer Kampfsport aus Kerala, dessen Übungen mit Praktiken aus Yoga und Ayuerveda verbunden sind.
Karate Der Weg der „leeren Hand“, in dem chinesische Kung Fu Techniken und japanische Kampftraditionen zu einem neuen System verschmolzen sind.
Kendo Moderner japanischer Schwertkampf.
Krav Maga Ein Kampfsystem aus Israel, das der Selbstverteidigung dient und sich in 2-Tages-Seminaren lernen lässt.
Kung Fu Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste.
Kyudo Die ausgeübte Kunst des japanischen Bogenschießens beeindruckt durch den präzisen Bewegungsablauf, die Zeremonie und die traditionelle Kyudo Kleidung.
Lethwei Ein Vollkontakt Boxkampfstil aus Myanmar (Burma), bei dem gefährliche, aber erlaubte Kopfstöße eingesetzt werden.
Muay Thai Eine Kampfsportart aus Thailand, die waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen umfasst.
Ninjutsu Die Kampfkunst der japanischen Ninja.
Pencak Silat Ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei).
Sambo Eine russische (sowjetische) Kampfsportart, die aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen entwickelt wurde.
Shaolin Kung Fu Die chinesische Kampfkunst der Shaolin Mönche besticht durch harte Arbeit und Präzision.
Shinson Hapkido Lerne die Grundlagen dieser ganzheitlichen Kampfkunst kennen, die von Großmeister Ko Myong entwickelt wurde.
Sumo Das japanische Sumo Ringen verbindet Wettkampf mit Tradition.
Systema Die russische Kampfkunst zielt auf ein effektives Training ab.
Taekwondo Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft.
Tai Chi Chuan Die chinesische Bewegungskunst ist auch unter dem Namen “Taijiquan” bekannt und bedeutet Schattenboxen.
Vovinam Eine vietnamesische Kampfkunst, welche auch mit Waffen trainiert.
Wing Chun Eine effektive chinesische Kampfkunst, die sich durch ihre direkten Bewegungen und effizienten Techniken auszeichnet.
Xingyiquan Eine traditionelle chinesische innere Kampfkunst, die sich durch ihre geradlinigen, explosiven Techniken auszeichnet.

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