Karate Tora Flensburg: Erfahrungen und Einblicke

Im Karate Centrum Flensburg haben Kinder die Möglichkeit, sich durch Kampfsport körperlich und mental weiterzuentwickeln.

Karate und Kickboxen fördern Disziplin, Selbstbewusstsein und Fitness.

Erfolgreiche Prüfungen und Turniere

Am Samstag, den 19. Juli 2025, fand unsere große Karate-Sommerprüfung statt - ein echtes Highlight zum Abschluss der ersten Jahreshälfte!

Am Sonntag, den 20. Juli 2025, fanden in unserer Sportschule die diesjährigen Kickbox-Sommerprüfungen statt.

Bereits am 23.11.24 fand im Kickbox Centrum die diesjährige Kickboxprüfung statt.

Lesen Sie auch: Mehr über Karate

Insgesamt über zwei Stunden wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den verschiedenen Leistungsklassen geprüft.

Auf dem größten Kickboxturnier Deutschlands startete Nike im Leichtkontakt für das Kickbox Centrum Flensburg.

Bootcamp-Finale und Sommerpause

Am Donnerstag, den 31.07.2025 um 18:30 Uhr findet im Karate Centrum Flensburg (Blücherstraße 2) das große Bootcamp-Finale statt - die letzte Einheit vor der langen Sommerpause!

Lehrgänge und Veranstaltungen

Am 2. November 2024 fand ein Kinder- und Jugendlehrgang in Schleswig statt.

Ein Rückblick auf unser Adventsturnier in Eckernförde Am 1.

Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon

Die Geschichte von Ernst Wilfing und dem "Crypton"

Für ganz viele Flensburger, die hier in den 80ern und 90ern ihre Jugend, ihre Sturm- und Drangzeit erlebt haben, ist er der Inbegriff des DJ, des Plattenauflegers und Stimmungsmachers, der das damalige tanz- und feierwütige Flensburger „Jungvolk“ durch die langen Nächte musikalisch und partymäßig begleitet hat.

In seinen frühen Kindheits- und Jugendjahren hat Ernst rein gar nichts von und über ein norddeutsches Städtchen namens Flensburg gewusst - das ist bei einem Blick auf seine Herkunft allerdings auch kein Wunder: Geboren im Jahr 1950, erblickte er das Licht dieser Welt im wunderschönen Graz, im fernen Österreich, fernab jeglicher Küstenregionen - Ernst hat also somit überhaupt keine norddeutschen Wurzeln!

Der Junge erlebte eine ganz normale Kindheit in seiner Heimat, durchlief die Schule, begann im Anschluss eine Kochlehre und schloss diese mit Erfolg ab.

Mit nunmehr 17 Jahren stand ihm die Welt offen, und diesen Begriff nahm er alsbald wörtlich: Er hatte eine hübsche Schwedin kennengelernt, war schwer verliebt in die junge Frau.

Mit 18 Jahren folgte er ihr in ihre Heimat, zog trotz noch fehlender unterschriebener Volljährigkeitsbescheinigung nach Skandinavien zu seiner Liebsten.

Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo

Mit ein wenig Trickserei gelang es ihm dann doch noch kurz vor seinem Weggang, die erforderliche Bescheinigung zu erlangen.

Fortan lebte er mit seiner neuen „Flamme“ im südschwedischen Malmö, fand dort alsbald eine Anstellung in seinem erlernten Beruf als Koch, arbeitete dabei eine Zeitlang im bekannten Malmöer „Rathauskeller“, war ebendort sogar beteiligt an der Zubereitung eines fürstlichen Mahls für den zu Besuch weilenden damaligen König Schwedens, Seine Majestät Karl, den V. (Fünften).

Noch in seiner Malmöer Zeit hatte Ernst einen Deutschen kennengelernt, der ihm das Leben in seiner Heimatregion Schwaben schmackhaft machen wollte.

Als unseren Ernst dann nichts mehr in Schweden hielt, kam er auf das Angebot des deutschen Bekannten zurück: Ernst verließ Malmö und zog um nach Calw, in der Nähe von Stuttgart gelegen.

Das war im Jahre 1970 - der junge Mann war zu der Zeit immer noch nicht volljährig!

In Calw bekam er dann tatsächlich die versprochene Anstellung, und arbeitete erstmalig in Deutschland als Koch.

Dem jungen Mann stand die Welt offen, er traute sich alles zu, was ihm das Leben bot.

So sprang er auch gern als Discjockey ein, als eines Abends der eigentliche DJ in seiner Stammdisco ausfiel.

Diese Tätigkeit, der Job als DJ - das war „sein Ding“, das sagte ihm sofort zu.

Fortan arbeitete er zwar erst noch weiter als Koch, doch zunehmend trat er in den umliegenden Diskos auf und legte sehr zur Freude der Partygänger und „Feierbiester“ die aktuellen Hits und Chartstürmer auf.

Dann lernte er bei einer solchen Gelegenheit einen „Kollegen“ - einen anderen DJ - kennen, der bei der IDWA (Internationale Discjockey Werbeagentur) angestellt war.

Der überzeugte Ernst von den Vorzügen einer solchen Anstellung, und holte ihn schließlich „ins Boot“ - sprich: in die genannte Agentur.

So ergab es sich, dass der gelernte Koch Ernst nun ausschließlich als Discjockey fungierte und als ein solcher hauptberuflich unterwegs war.

Beruf: Discjockey (DJ), auch Diskjockey oder Disk Jockey, (aus dem Englischen disc „Scheibe“, umgangssprachlich: „Schallplatte“, und jockey „Jockey, Handlanger“) war ursprünglich die Bezeichnung für einen Rundfunkmoderator, der im Radio Tonträger präsentiert.

Das bedeutete für Ernst, nun nur noch als Discjockey tätig, dass er durch ganz Deutschland tourte und tingelte, überall dort auftrat, wo ihn seine Verpflichtungen durch die Agentur hinführten.

„Ich hab in allen Ecken der damaligen Bundesrepublik gearbeitet und dabei alles aufgelegt, was sich auf dem Plattenteller drehte“, erinnert sich Ernst gern an jene wilden Jahre.

Im Jahr 1972 brachte es seine umfangreiche Reisetätigkeit mit sich, dass er erstmals in den Norden Deutschlands gelangte: Es verschlug ihn nach Norden, in die Stadt gleichen Namens, unweit der Nordseeküste, ins oft belächelte Ostfriesland.

Er legte an mehreren Abenden hintereinander in der Topdisco der Stadt Norden, im „Top Ten“ auf.

Der damaligen Betreiberin des „Top Ten“ gefielen seine Arbeit und sein Auftreten dermaßen gut, dass sie den jungen Mann aus seinem Vertrag mit der IDWA auslöste, ihn stattdessen fest als hauseigenen DJ engagierte und einstellte.

So lernte Ernst die norddeutsche Mentalität kennen und schätzen, stellte fest, dass die spöttisch oft als „Wasserköpfe“ bezeichneten Nordlichter eigentlich ganz nette und aufgeschlossene Menschen waren.

Eines Abends lernte er während seiner Tätigkeit am Pult des „Top Ten“ einen netten Kollegen kennen, der in einer anderen Nordener Disco als DJ auflegte.

Wie sich herausstellte, war dieser Kollege namens Eckard Seele auch ein Nordlicht, sogar eines, das aus dem nördlichsten Zipfel des Landes stammte.

An diese Gespräche erinnerte sich Ernst, als es ihm in Norden allmählich zu langweilig und eintönig wurde.

Er brach kurzerhand seine dortigen Zelte ab, stieg in den Zug gen dänische Grenze.

Am 10. Januar 1975 betrat Ernst erstmalig Flensburger Boden, stieg am hiesigen Bahnhof aus dem Waggon, mit nichts als zwei Reisetaschen in den Händen und seinem Ersparten in dreistelliger DM-Höhe im Portemonnaie.

Recht schnell fand Ernst in Flensburg seine erste Anstellung - er arbeitete in der Diskothek „Tenne“ in Flensburg-Weiche.

„Im gleichen Haus fand ich auch meine erste Bleibe in Flensburg“, erinnert sich Ernst.

„Die Adresse lautete Alter Husumer Weg 308, dort befand sich mein möbliertes Zimmer. Das Haus gehörte übrigens damals den Eltern eines mittlerweile längst guten Freundes von mir, Harry Jung.“

Schnell hat sich der gebürtige Österreicher in Flensburg eingelebt, kam gut zurecht mit der Mentalität der Einheimischen, ihrem „drögen“ Humor und ihrer norddeutschen Mundart - das hier übliche „Moin“ hatte er längst verinnerlicht.

Seine nächste Station in der Szene führte ihn dann erstmals an die Flensburger „Küste“: Er legte im „Don Quichotte“ - zwischen dem „Zillertal“ und der „Sonne“ gelegen - Platten für die Gäste auf.

In jener Lokalität stieg er nach recht kurzer Zeit sogar zum Geschäftsführer auf!

Ernst war jemand, auf den man bauen und sich verlassen konnte, das merkten schnell sowohl die Gäste als auch die zahlreichen Kollegen aus der Gastronomie.

Noch im gleichen Jahr brannte der nahegelegene „Club 6“ teilweise ab, die Brandruine wollte ihr damaliger Besitzer Gerd Christiansen unbedingt verkaufen.

Hier sah Ernst seine Chance gekommen, sich auf eigene Füße zu stellen und sich selbstständig zu machen!

Gemeinsam mit einem Partner, einem Kellner und Kumpel aus dem „Don Quichotte“, hat er es tatsächlich geschafft, genügend Geld zusammenzukratzen, hat letztlich den Laden erworben.

Aus der einstigen Brandruine wurde in kurzer Zeit dank sehr viel persönlichem Einsatz und Eigenleistung ein neues Etablissement erschaffen: das „King George“.