Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich weltweit einen Namen gemacht, und auch Kämpfer aus Bosnien haben ihren Weg in diese prestigeträchtige Organisation gefunden. Der folgende Artikel beleuchtet einige dieser Kämpfer und ihre Geschichten.
Denis Stojnic
Ein Beispiel für einen bosnischen Kämpfer ist Denis Stojnic, der im Schwergewicht aktiv war. Stojnic, der ein Sportstudium absolviert hat, bezeichnet sich selbst als Kämpfer. Im Kampf gegen Stefan Struve zeigte sich die ganze Bandbreite von MMA. Schon in der ersten Runde geriet Struve unglücklich in die Rückenlage, konnte keine gute Verteidigung aufbauen, und wurde immer wieder von Schlägen am Kopf getroffen. Blutüberströmt rettete er sich in die Rundenpause, seine Wunden werden notdürftig versorgt. Die zweite Runde beginnt ähnlich. Struve findet sich erneut am Boden wieder, diesmal allerdings hat er Stojnic in einer guten Beinschere. Nach 7 Minuten und 43 Sekunden ist der Kampf vorbei - und Struve, der einen Liter Blut verloren haben muss, hat den Kampf gewonnen und jubelt.
Damir Hadzovic
Ein weiterer bosnischer Kämpfer, der in der UFC aktiv ist, ist Damir Hadzovic. Allem Anschein nach sollte der „Sergeant“ am 22. Juli auf den Bosnier Damir Hadzovic treffen. Das bosnische Leichtgewicht floh während des Bosnienkriegs mit seiner Familie nach Dänemark, dort bestritt er auch den Großteil seiner Kämpfe. Aufgrund der geografischen Nähe nach Hamburg stand ein Kampf bei der UFC Fight Night am 22. Juli weit oben auf der Wunschliste des 31-Jährigen. Dann kämpfte Hadzovic vermutlich schon um seinen Job in der UFC. Der „Bosnian Bomber“ ging in seinem UFC-Debüt gegen Mairbek Taisumov K.o., rehabilitierte sich anschließend aber mit einem Knockout gegen Marcin Held, der ihn auch in die Euro Top Ten katapultierte.
Roberto "RoboCop" Soldic
Roberto Soldic, Kampfname „Robocop“, hat in seiner Karriere bisher 17 seiner 20 Kämpfe gewonnen, 15 davon durch K.o. Soldic kam mit 150 Euro nach Deutschland: „In meinem Leben ist jetzt alles typisch deutsch“. Vor allem die Unterschrift bei KSW und der Titelgewinn im Weltergewicht haben dazu beigetragen. In Polen bin ich mittlerweile genauso beliebt wie ein einheimischer Kämpfer. Das ist Wahnsinn.“2015 sind Sie als gebürtiger Kroate aus ihrer bosnischen Heimat nach Deutschland gekommen. Glücklicherweise hatte ich einen Kontakt zu Ivan und Tomi Dijakovic vom UFD Gym in Düsseldorf. Ich bin damals mit zwei Tüten und 150 Euro gekommen, habe die ersten zwei Jahre in einem kleinen Zimmer im Gym gewohnt. Alles war neu, ich war zuvor noch nie in Deutschland. Die Sprache war die größte Herausforderung. Aber ich hatte nur dieses eine Ziel, einer der besten MMA-Kämpfer zu werden vor Augen. Dafür habe ich täglich bis zu drei mal trainiert, an sechs Tagen in der Woche. MMA ist in Polen direkt nach dem Fußball der zweitbeliebteste Sport.
Soldic will seine Erfolgsbilanz (15 Siege, 13 durch Knockout) gegen Herausforderer Krystian Kaszubowski (24) ausbauen. Ein weiterer Sieg dürfte noch größere Begehrlichkeiten wecken. Seit Monaten wird Soldic von der UFC gejagt, hat bereits mehrere Angebote auf dem Tisch liegen. Alle großen MMA-Organisationen wollen ihn. Kein Wunder: Bei unseren Nachbarn ist er ein Star, wird überall erkannt, tritt in Fernseh-Shows auf.
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Weitere Kämpfer und Veranstaltungen
Neben den genannten Kämpfern gibt es auch andere interessante Entwicklungen in der MMA-Szene:
- KSW 51 in Zagreb: Mariusz Pudzianowski gegen Erko Jun.
- Nick Hein: Möglicher Kampf gegen Damir Hadzovic bei UFC Hamburg.
- Adin Buljubasic: Eine zentrale Figur der österreichischen MMA-Szene.
Herausforderungen und Akzeptanz
MMA steht oft in der Kritik, als "hirnlose Gewalt ohne Regeln" verschrien zu sein. Dennoch hat die UFC ein festes Regelwerk und verzeichnet trotz mitunter blutigen Kämpfen nur wenig ernsthafte Verletzungen. Die Akzeptanz von MMA wächst, insbesondere in Ländern wie Polen, wo der Sport direkt nach dem Fußball der zweitbeliebteste ist. Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, die Akzeptanz zu erhöhen und den Sport einer breiteren Masse bekannt zu machen.
Management und Chancen
Das Management spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg eines Kämpfers in der UFC. Ein guter Manager kann Türen öffnen und Kämpfer in die Organisation bringen. Es gibt jedoch auch Herausforderungen, wie Verletzungen und Konkurrenz in der eigenen Gewichtsklasse, die den Weg in die UFC erschweren können.
Tabelle: Bekannte bosnische UFC-Kämpfer
| Name | Gewichtsklasse | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Denis Stojnic | Schwergewicht | Kämpfte gegen Stefan Struve |
| Damir Hadzovic | Leichtgewicht | „Bosnian Bomber“ |
| Roberto Soldic | Weltergewicht | Auch im Mittelgewicht aktiv |
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