Karat Definition im Schmuckbereich

Karat oder auch Carat, bezeichnet Maßeinheiten, die bei der Schmuckherstellung von größter Wichtigkeit sind. Zum einen bezeichnet Karat, das mit kt. oder C. oder ct. abgekürzt wird, den Gehalt reinen Goldes in einer Legierung und zum anderen wird mit dem metrischen Carat die Masse von Edelsteinen beziffert.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt bei Gold. Es bezeichnet den Goldanteil in einer Legierung, ausgedrückt in 1/24-Gewichtsanteilen. 24 Karat entsprechen reinem Gold. Bei 8 Karat beträgt der reine Goldanteil 1/3 des Gesamtgewichts.

Heute ist es üblich, den Reingehalt in Promille (Tausendstel) anzugeben. Deshalb wird Gold mit 24 Karat auch mit „999,9“ bezeichnet (999,9 von 1.000) und umgangssprachlich „Four Nine Fine“ genannt.

Der Feingehalt gibt den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an und wird üblicherweise in Promille (‰) angegeben. Zum Beispiel bedeutet ein Feingehalt von 750/1000, dass die Legierung zu 75 % aus reinem Gold und zusätzlichen 25 % Legierungsmetallen besteht, wie Silber, Kupfer und Palladium.

Das Karat ist die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 24 Karat entsprechen reinem Gold. 1 Karat in einer Legierung entspricht 1/24-Gewichtsanteil des reinen Goldes - in Prozent ausgedrückt: 4,167 Prozent.

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Der Reinheitsgrad wird offiziell in Promille (1/1.000) angegeben und als 3-stellige Zahl ausgedrückt. So hat 333er-Gold einen Goldanteil von 333/1.000, also 33 Prozent - dies entspricht 8 Karat.

Ein Schmuckstück mit einer Feingehaltsangabe von 750/1000 enthält 75 % reines Gold und 25 % andere Metalle. Ein Schmuckstück mit einer Karat-Angabe von 18 Karat entspricht einem Feingehalt von etwa 750/1000. In der Praxis bedeuten beide Angaben letztendlich dasselbe: den Goldanteil in der Legierung.

Woher kommt das Wort Karat?

Karat entstammt dem griechischen Wort Keration und bedeutet „Johannisbrotbaum“. Das Besondere dieses Baums: Jeder ausgewachsene Samenkern der Schote hat das gleiche Gewicht von rund 0,2 Gramm. Die Samenkörner dienten früher als Gewichtseinheit für Edelsteine, insbesondere für Diamanten.

Die für das Karat relevanten Hörnchen sind die Hülsenfrüchte des Johannisbrotbaumes, die früher als Maßeinheiten beim Wiegen genutzt wurden, weil sie angeblich über stets gleiche Größe und gleiches Gewicht verfügten. Ein Karat war nun das spezifische Gewicht von einem getrockneten Samenkorn dieser Frucht.

Die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratornia siliqua) gaben so der römischen Gewichtseinheit Siliquia ihren Namen. Eine Siliquia entsprach in etwa 189 bis 192 Milligramm - also annähernd dem Gewicht unserer heutigen Maßeinheit von einem Karat.

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Wie viel Karat kann Gold haben?

Der höchste Reinheitsgrad für Gold ist 24 Karat. Der entsprechende Promillewert (Feingehalt) lautet 999,9. Je niedriger der Karatwert ist, desto weniger reines Gold ist enthalten. Beispielsweise entspricht ein Feingehalt von 250 dem Wert 6 Karat.

Woher kommt die Masseinheit Karat für Gold?

Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze - der Solidus - hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat. Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt.

Wie erkennt man den Feingehalt von Goldlegierungen in Karat?

Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Anhand der auf Barren und Münzen angegebenen Promillezahlen lässt sich der reine Goldgehalt in Karat bestimmen. Grundlage ist immer die Regel, dass 24 Karat fast exakt 100 Prozent Feingehalt entsprechen.

Der Feingehalt wird faktisch mit 99,9 Prozent angegeben, da es praktisch ausgeschlossen ist, kleinste Verunreinigungen vollständig zu eliminieren. Ein Beispiel: Die Zahl „333“ bedeutet „333 von 1.000“, der Goldgehalt beträgt damit 33,3 Prozent. Und 33,3 Prozent von 24 (Karat) ergeben 7,992. Dies entspricht - aufgrund der „99,9-Prozent-Regel“ - 8 Karat.

Damit auch Laien direkt einschätzen können, über welche Karatanzahl ein entsprechendes Schmuckstück verfügt, werden die Gegenstände mit einer so genannten Repunze gestempelt. Die Repunze hat sich im Laufe der Jahre zu einem weltweiten Instrument, für die Bestimmung der Karatzahl von Gold entwickelt.

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Die verschiedenen Karat-Werte und ihre Bedeutung

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Feingehalten, von denen jedoch nur einige geläufig sind. Die höchste Karatzahl bei Gold wird mit 24 Karat angegeben, was einer Legierung von 999-er Gold entspricht. Der Goldgehalt bei 24 Karat beträgt demnach 99,9%. Bei Gold in dieser Karatzahl wird auch von reinem Gold (Feingold) gesprochen.

  • 24 Karat: 99,9% Goldanteil (Feingold)
  • 18 Karat: Entspricht 750-er Gold mit einem Goldgehalt von 75,0%.
  • 14 Karat: Entspricht 585-er Gold, bei einem Goldgehalt von 58,3%.
  • 9 Karat: Entspricht 375-er Gold mit 37,2% Goldanteil.
  • 8 Karat: Goldschmuck mit einer 333-er Repunze hat einen Goldanteil von 33,4%.

Was bedeutet Karat bei Diamanten?

Das Gewicht bei Diamanten wird in Karat angegeben. 1 Karat entspricht 0,20 Gramm. Hierbei spricht man auch vom metrischen Karat. Das metrische Karat ist eine Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen.

Die Karatangabe gibt also nur Auskunft über das Gewicht eines Diamanten und nicht - wie oft angenommen - über seine Größe. Wie viel Karat ein Diamant hat, kann man mit einer Diamantwaage bestimmen.

Bei geschliffenen Diamanten wie Brillanten lässt sich die Karatzahl auch durch Vermessen ermitteln. Die Karatzahl gehört neben der Farbe, dem Schliff und dem Reinheitsgrad zu den wichtigsten Kriterien, wenn es darum geht, den Wert eines Diamanten zu bestimmen.

Die Größe kann hingegen trügerisch sein, da der Schliff den Edelstein für das menschliche Auge oft größer oder kleiner erscheinen lässt, als er tatsächlich ist.

Diamanten werden in Karat gemessen, was das Gewicht eines Diamanten und nicht dessen Größe angibt. Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats.

Karat vs. Größe bei Diamanten

Ein Diamant kann ein höheres Karatgewicht haben, ohne größer zu wirken, und zwei Diamanten des gleichen Karatgewichts können unterschiedlich groß sein, wenn einer tiefer geschliffen ist als der andere.

Wie anfangs bereits erwähnt, hängt der Wert eines Steins von den 4cs ab: carat, color, clarity und cut. Die Reinheit (clarity) beschreibt die Sichtbarkeit vorkommender Einschüsse im Edelstein. Dessen Farbe kann von weiß bis gelblich eingestuft werden und erhöht den Wert eines Diamanten je heller sie ist.

Das metrische Karat und seine Geschichte

Das metrische Karat entspricht heute 200mg. Für die Bestimmung der Masse von Edelsteinen wird Karat als gesetzliche Maßeinheit genutzt. Dabei ist ein metrisches Karat 0,2g, was 2*10-4 kg entspricht.

Die Gewichtseinheit Karat wurde erst 1875 auf das standardisierte Maß von 0,2 g festgelegt. Schon viele Jahrhunderte vorher kannten Menschen aber eine Methode zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen, die wahrscheinlich den Grundstein für diese Messmethode legte: Sie nutzten die Samen des Johannisbrotbaums als Gegengewicht.

Was bedeutet Karat bei Brillanten?

Ein Brillant ist ein Diamant mit einem speziellen Schliff, der Brillantschliff heißt und um 1910 entwickelt wurde. Experten verweisen darauf, dass sich der Schliff eines Diamanten über seine Brillanz und sein Feuer bestimmt.

Mit Brillanz ist die Reflexion des Lichtes und mit Feuer die Brechung des Lichtes in seine einzelnen Regenbogenfarben gemeint. Wie bei Diamanten wird der Wert von Brillanten in Karat gemessen. 1 Karat entspricht 0,20 Gramm.

Kleine Diamanten werden in Punkten gemessen, wobei 1 Punkt dem hundertsten Teil eines Karats entspricht. Brillanten, die gleich viel wiegen, können verschieden groß wirken, je nachdem wie sie proportioniert sind. Die (vermeintliche) Größe ist bei der Karatzahl nicht relevant, entscheidend ist das Gewicht.

Ist ein Diamant ein Edelstein?

Edelsteine, auch Schmucksteine genannt, sind meist Minerale, Gesteine oder Glasschmelzen, aber auch Stoffe organischer Herkunft wie beispielsweise Bernstein, Pechkohle oder relativ kleine und formschöne Fossilien, die als schön empfunden und als Schmuck verwendet werden.

Darüber hinaus zählen Perlen, Perlmutt und Korallen zu den Schmucksteinen. Bekannte Edelsteinarten sind Rubin, Saphir, Smaragd und Topas. Ein Diamant ist eine spezielle kristalline Erscheinungsform elementaren Kohlenstoffs. Per Definition gehört er zu den Edelsteinen.

Der Diamant unterscheidet sich von anderen Edelsteinen durch seinen besonderen Härtegrad.

Weitere wichtige Informationen

  • Die Abkürzung kt ist vielfach auch als Abkürzung für den Begriff Karat gebräuchlich.
  • Bei den Gehäusen von Uhren, wird oft auch die Abkürzung C verwendet.
  • „Tw“ (Total weight) ist eine Abkürzung, die für das Gesamtgewicht in Bezug auf das Karatgewicht von Diamanten steht.
  • Online kann die Abkürzung „tw“ verwendet werden, um das Gesamtkaratgewicht aller in einem Schmuckstück enthaltenen Diamanten zu beschreiben.