Die Judo-Safari ist eine Breitensportaktion des Deutschen Judo-Bundes e.V. (DJB) für alle Mädchen und Jungen bis 14 Jahren. Die "Safari" wird von den dem DJB über ihre Landesverbände angeschlossenen Vereinen durchgeführt.
Am Wochenende ging es in der Bühlbusch-Sporthalle im Rahmen der Judo-Safari 2024 um Fuchs, Schlange, Adler und Co. In vier Altersklassen haben die Verler Judoka alles gegeben, um Punkte für die beliebten Tierabzeichen zu sammeln.
Disziplinen und Herausforderungen
Insgesamt standen 5 Disziplinen auf dem Programm. Neben dem Laufen, Werfen und Springen mussten die Kinder in der ersten Runde noch Malen, wobei das Malen nicht so typisch für ein Sportabzeichen ist. Dennoch kreierten die Kinder in nur 15 Minuten unter dem vorgegebenen Stichwort „Judo-Safari“ tolle Kunstwerke. Hierbei erzielten Kimberley, Vera, Frieda und Ella die Höchstpunktzahl 50!
Für das Springen verzichteten die Judoka auf eine Sprunggrube und machten alternativ lieber den Standweitsprung. Nora, Hanna, Maddox und Nino erzielten dabei die besten Weiten. Da die Bühlbusch-Halle nicht so groß ist, wurde im Sitzen und mit dem Rücken an der Wand mit einem Medizinball geworfen. Hier sicherten sich Titus, Colin, Vincent und Lina mit 25 Punkten die Höchstpunktzahl.
Auch der Lauf brachte den Kids 25 Punkte. Natürlich waren alle mit Feuereifer dabei und es war schön zu sehen, wie viele Kinder dabei sogar lächeln konnten. Patrice, Henry, Maddox und Leon liefen mit Turbotempo und waren die Schnellsten. Jeder bekam bei den einzelnen Disziplinen 3 Versuche, damit niemand traurig sein musste, wenn es beim ersten Durchgang nicht so gut klappte.
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Alle Ergebnisse wurden sofort in den PC eingegeben, damit am Ende des Tages die Urkunden mit der jeweiligen Punktzahl und dem erreichten Tierabzeichen vorlagen.
Kämpfen und Teamgeist
Nach der ersten Runde musste nur noch gekämpft werden. Da auch einige Geschwisterkinder und Kinder ohne Judoerfahrung dabei waren, wurde auf einem Weichboden gekämpft. Aufgabe war es, den Partner vom Weichboden runterzuschieben. Für jeden gewonnenen Kampf gab es 25 Punkte.
Um die Wartezeiten zu verkürzen, wurden die Kinder der Größe nach aufgestellt und dann auf die Matte geschickt. In insgesamt zwei Gruppen wurden die Kämpfe durchgeführt. Die jeweiligen Sieger durften sodann für eine weitere Runde auf der Matte bleiben. Die Kinder, die ihren Zweikampf verloren hatten, bekamen auf einer weiteren Wettkampfmatte eine zweite Chance.
Es war schön zu sehen, wie sich die Kinder gegenseitig anfeuerten und sich auch die Enttäuschung über einen verlorenen Kampf in Grenzen hielt.Natürlich spielte das Glück oder Pech mit dem Zufallsgegner auch eine nicht zu unterschätzende Rolle…
Die begehrten Abzeichen
Nach fast 2,5 Stunden Judo-Sportabzeichen war es dann so weit: Die Urkunden waren geschrieben und wurden an die Kinder verteilt. Die Freude über den roten Fuchs, die grüne Schlange, den blauen Adler, den braunen Bär und den schwarzen Panther waren groß, auch wenn insgeheim sich viele gerne einen „schwarzen Panther“ auf den Judo-Anzug genäht hätten. Die Abzeichen werden nach der Bestellung dann beim nächsten Training verteilt.
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Die Wettbewerbsbedingungen bei der Judo-Safari können sehr flexibel gehandhabt werden. So kann man z.B. statt eines Turniers im Judo auch ein Sumo-Turnier durchführen, so dass auch Anfängern oder Nichtjudoka eine Teilnahme ermöglicht wird.
Je nach erreichter Punktzahl werden an die Teilnehmer Abzeichen vergeben. Es sind dies - analog zu den Judo-Gürtelfarben:
- Gelbes Känguru
- Roter Fuchs
- Grüne Schlange
- Blauer Adler
- Brauner Bär
- Schwarzer Panther
Zusätzlich gibt es Aufkleber, die in den "neuen" Judopass eingeklebt werden können.
Kreativität und Teamarbeit
Im Kreativteil beschäftigten sich die Teilnehmer:innen mit den 10 Judowerten, die Teil des neuen Schutzkonzeptes geworden sind. Es galt, sich für einen der Werte ein Standbild zu überlegen und passende Sätze zu formulieren.
Die Festlegung der Termine und die Gestaltung der Inhalte bleibt den Vereinen überlassen, hier kann kreativ gearbeitet werden. Im kreativen Teil sind Themen und Arbeitsweise frei. Es können Fotoarbeiten, Malwettbewerbe, schriftliche Ausarbeitungen oder aber auch das Erarbeiten einer Mini-Kata vorgegeben werden. Die Themen sollten sich allerdings mit Budo beziehungsweise der Jugendarbeit des Vereins beschäftigen. Zwischen 10 und 50 Punkten können die Teilnehmer dabei erreichen.
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Als dritter Teil schließt sich noch ein leichtathletischer Wettbewerb an.
Judo-Safari im Zoo
2022 fand bereits zum zweiten Mal Judo-Safaris in Zoos statt. Dieses Mal wurden gemeinsam mit den Landesverbänden und engagierten Vereinen in fast allen Bundesländer „Zoo-Safari“ durchgeführt. Zudem haben regionale und überregionale Medien in Zeitungsartikeln, TV-Beiträgen und im Radio über die Judo-Safari berichtet.
Erfolgsgeschichte
Mehr als 400 Vereine mit über 15.000 Judo-Kindern beteiligen sich bereits jetzt jährlich an dieser erfolgreichsten Breitensportaktion des DJB.
Beispielhafte Judo-Safari: TV Jahn Schneverdingen
Insgesamt 68 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren haben am vergangenen Wochenende an der vom TV Jahn Schneverdingen veranstalteten Judo-Safari teilgenommen. Diese Breitensportaktion des Deutschen Judo-Bundes lockte nicht nur Judo-Enthusiasten aus der Region, sondern auch einige Geschwisterkinder, die noch keine Erfahrung in diesem Sport hatten.
Der TSV Wietzendorf schickte 17 Kinder auf die Matten, 13 Talente waren vom MTV Soltau dabei, gleich 38 vom Gastgeber. Sie bildeten eine bunte und motivierte Gemeinschaft.
Die höchste Auszeichnung ergatterten sieben Judoka.
Die Veranstaltung umfasste drei Teile: einen Wettkampf mit Stationen wie Mattenkönig, Pfützen-Ziehen und Bärenkampf, kreative Bastelarbeiten sowie einen leichtathletischen Wettbewerb. Jens-Martin Wolter, Trainer beim TV Jahn in der Abteilung Turnen, sorgte mit einem anspruchsvollen Parkour für zusätzliche Begeisterung.
Ablauf einer Judo-Safari
Nicht nur die Matte musste aufgebaut werden, auch die Spielstationen sowie die Cafeteria wurden bereits am Vorabend der Judosafari vorbereitet. So konnten dann am 3.10.2024 rund 50 Jungen und Mädchen (Judoka und Freunde) in der Linderthalle begrüßt werden. Nach einem gemeinsamen Angrüßen fanden gemeinsame Aufwärmspiele statt.
Anschließend fanden sich die jungen Sportler:innen in Gruppen zusammen und durchliefen als schwarze Panther, grüne Schlangen, gelbe Kängurus, orange Füchse, blaue Adler oder braune Bären ein dreiteiliges Programm. An den Kampfmatten ging es darum, innerhalb der Gruppe erste Wettkampferfahrung zu sammeln.
Bianca stellte dabei zunächst unter Mithilfe von Timo und Mira den Verlauf eines Wettkampfes sowie der Kampfrichterwertung vor. Beim athletischen Teil ging es darum, möglichst vielseitig verschiedene Sportaufgaben (Werfen, Balancieren, …) zu lösen.
Zum Abschluss wurde der diesjährigen Judosafari wurde noch ein Lieblingsspiel aus den Kindertrainings gespielt („Wo ist mein Huhn?“).
Bei der abschließenden Siegerehrung erhielten die Judoka nicht nur eine Urkunde, sondern bekamen noch ein T-Shirt mit den Tieren der Judosafari als Erinnerung geschenkt. Während der Judosafari halfen neben den Trainer:innen der Judoabteilung auch viele Eltern.
SV Haimhausen
Neun Judoka der Judo-Abteilung des SV Haimhausen nahmen im Mai erfolgreich an einer so genannten Judo-Safariteil. Diese Breitensportveranstaltung des Deutschen Judo-Bundes e.V. (DJB) wurde diesmal in Karlsfeld ausgerichtet.
Mädchen und Jungen im Alter bis zu 14 Jahren traten in verschiedenen Disziplinen an um Punkte zu sammeln, für die es je nach Punktestand verschiedene Urkunden vom „Gelben Känguru“ bis hin zum „Schwarzen Panther“ gab. Die Haimhauser Judoka konnten dabei wertvolle Wettkampferfahrung sammeln.
Sie mussten sich einerseits in den Disziplinen „Judokampf“ für fortgeschrittene Judoka und „Sumokampf“ für Judo-Anfänger beweisen.
Judo-Sommercamp
Das gemeinsame Judo-Sommercamp bestehend aus Mitgliedern des Mellendorfer TV, des TC Bissendorf und des TuS Bothfeld 04 war solch eine gute Idee. Über 33 Kinder und 8 Betreuer hatten am Wochenende vom 08.07.2022 bis 10.07.2022 viel Spaß beim Zelten mit den Kindern und der Judo-Safari auf dem Campingplatz Aller-Leine-Tal.
Am Samstagmorgen wurden die Kinder von ihren Eltern gebracht. Unter den Kindern der verschiedenen Vereine wurden sehr schnell neue Freundschaften geschlossen. Nach dem Einrichten der Schlafsäcke in den Zelten wurden die Gruppen ihren Betreuern zugeteilt und es gab eine Führung über den Platz, sowie die Erklärung der Verhaltensregeln auf dem Campingplatz. Besonders erwähnenswert ist hier immer der Kiosk vom Campingplatz. Dort wartete leckeres Eis auf die Kinder.
Die Geschicklichkeit der jungen Judoka wurden unter anderem beim Eier-Lauf, Muttern schrauben und Cornhole (Zielwerfen auf ein schräges Lochbrett mit Mais gefüllte Säckchen - Erläuterung für die Erwachsenen) auf die Probe gestellt.
Im zweiten Teil der Judo-Safari warteten spannende Aufgaben wie „Lieder Gurgeln und Erraten“, ein „Wasser-Staffel-Lauf“ und „Stadt-Land-Judo“ auf die Judoka. Bei Stadt-Land-Judo (einer Abwandlung von Stadt-Land-Fluss) führte es zur Verwunderung mancher Betreuer, wie gut unsere Bothfelder Judoka die Judo-Fachbegriffe draufhatten.
Im Kreativteil stand das Malen von Judo-Bildern mit chronisch knappen Buntstiften auf dem Programm.
Als alle Spiele gespielt waren, ging der Rechenknecht an die Auswertung und die Küchencrew hatte das Abendessen zubereitet. Es gab Hot-Dogs.
Unter großem Applaus konnten unsere Judoka die Urkunden und die sehr begehrten Aufnäher abholen. Anschließend hieß es: Taschen packen, Zelte abbauen und Platz aufräumen.
Tabelle: Abzeichen und Punkte
| Abzeichen | Erforderliche Punkte |
|---|---|
| Gelbes Känguru | 80 |
| Roter Fuchs | [Punkte] |
| Grüne Schlange | [Punkte] |
| Blauer Adler | [Punkte] |
| Brauner Bär | [Punkte] |
| Schwarzer Panther | 225 |
