40 Karat Diamant Preis: Ein umfassender Leitfaden

Konstanz und Beständigkeit - Werte, die nicht nur für den Diamanten an sich stehen, sondern ebenso gut seine Preisentwicklung beschreiben. Seit der Listung des Diamantindex durch IDEX im Jahr 2004 gab es nur zwei nennenswerte Ausnahmen: Die Finanzkrise 2008 führte zu einem Einbruch von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zu anderen Märkten war der Preisabfall auf dem Diamantenmarkt jedoch moderat und die Preise erreichten schneller wieder das Vorkrisenniveau. Im Jahr 2011 erfuhr der Markt aufgrund des international steigenden Wohlstandes und günstiger Finanzierungsmöglichkeiten einen starken Aufschwung von über 20 Prozent.

Wie entstehen die Preise für Diamanten?

Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann. Bis auf wenige kurzfristige Ausnahmen ist die Nachfrage immer größer gewesen als die Produktion von hochwertigen Diamanten. Dadurch ist auch der Diamanten-Preis langfristig immer gestiegen und wird es aller Voraussicht nach auch weiter. Wichtiger Hinweis: Diese Aussage gilt selbstverständlich nur für natürliche Diamanten.

Die Rolle der IDEX

IDEX ist die weltweit größte Onlinehandelsplattform für Diamanten. Etwa eine halbe Million Diamanten und damit 80 Prozent des gesamten Diamantmarktwertes werden hier täglich für den Groß- und Einzelhandel angeboten.

Faktoren, die den Diamantpreis bestimmen

Der Wert von Diamanten ist von mehreren Faktoren abhängig. Hauptsächlich bestimmen die 4 C´s den Preis von Diamanten - Carat, Color, Cut und Clarity. Diamanten lassen sich also mittels Karat, Farbe, Schliffqualität und Reinheit unterscheiden. Je höher die Qualität und je größer ein Diamant ist, desto seltener ist er. Neben den 4 C´s bilden auch Symmetrie, Politur, Fluoreszenz und das vorhandene Zertifikat weitere wichtige Qualitätsmerkmale. Jede Eigenschaft übt Einfluss auf den Wert des Diamanten aus. Unverzichtbar hierbei ist die professionelle Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüflabor. Dieses für die Preisbestimmung wichtige Zertifikat dokumentiert und zertifiziert die Merkmale des Edelsteins und ermöglicht so eine einwandfreie Identifikation.

Die "4 C" im Detail

Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein. Hier erfahren Sie wissenswertes bezüglich der "4C". „4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale. Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten). Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.

Lesen Sie auch: Was WWE Wrestler verdienen

Jede einzelne dieser Eigenschaften - und noch mehr - haben einen Einfluss auf den Preis bzw. das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben. Die übliche Abkürzung lautet „ct.“. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Carat oder Karat ist die Gewichtseinheit für Diamanten-Brillanten.

Carat (Gewicht)

Die Größe eines Diamanten wird anhand seines Gewichts bestimmt. Maßzahl hierfür ist das Karat (aus dem englischen "Carat"). So hat ein Halbkaräter-Diamant (= 0,5 ct.) ein Gewicht von 0,1 g. Die Karatangabe bei Diamanten erfolgt immer mit zwei Dezimalstellen, z.B. 1,25 Karat. Der Durchmesser eines einkarätigen (runden) Brillanten beträgt ca. 6,5 mm.

  • 0,10 ct.
  • 0,25 ct. (= Viertelkaräter)
  • 0,50 ct. (= Halbkaräter)
  • 1,00 ct.

Color (Farbe)

Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River). Die klassische Farbe eines Diamanten ist weiss bzw. farblos. Es treten jedoch auch verschiedene Farb-Abstufungen auf.

Clarity (Reinheit)

Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind. Diamanten haben sehr kleine natürliche Merkmale, die als Einschlüsse bezeichnet werden. Dies sind Punkte bzw. Unreinheiten innerhalb des Diamanten.

Cut (Schliff)

Der Schliff eines Diamanten gibt eine Aussage darüber, wie qualitativ gut dieser geschliffen ist. Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist ausschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und macht aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.

Lesen Sie auch: Wie viel ist mein 14 Karat Gold wert?

Weitere Qualitätsmerkmale

Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.

Als Fluoreszenz wird das leichte Leuchten bzw. Schimmern eines Diamanten unter UV-Licht (auch Sonnenlicht enthält UV-Licht) bezeichnet. Die meist bläuliche Fluoreszenz (seltener auch gelblich) kann bei starker oder sehr starker Ausprägung und hohen Farbgraden (D bis H) den Wert eines Diamanten negativ beeinflussen.

Diamanten als Wertanlage

Langfristig erwarten Experten wie McKinsey und Bain eine positive Preisentwicklung für Diamanten. Steigende Nachfrage und ein verknapptes Angebot sind hierfür verantwortlich. Die letzten Minen wurden vor ca. 20 Jahren entdeckt. Die Erschließung einer neuen Mine ist zeitaufwändig (durchschnittlich ein Jahrzehnt) und kostspielig (ca. 1 Milliarde US-Dollar). Erst im Anschluss kann die Infrastruktur für die Erschließung der Mine geschaffen werden.

Entsprechend soll das Angebot an Rohdiamanten nur noch bis 2018 steigen. Die Nachfrage dagegen wird weiterhin wachsen - allein im Jahr 2014, so der weltweit größte Diamantförderer DeBeers, beispielsweise um 4,5 Prozent. Zugpferd der weltweit steigenden Nachfrage sind klar die indischen und chinesischen Schmuckmärkte.

Anforderungen an Anlagediamanten

Zur Vermögenssicherung geeignet sind Brillanten ab einem Halbkaräter (0.50 ct) aufwärts. Der Einkaräter gilt als die klassische Größe eines Diamanten. In Abhängigkeit von der Investitionssumme und der Strategie des Diamanten-Portfolios kann sich eine Mischung von unterschiedlichen Größen empfehlen. Zu einem großvolumigen Diamant Depot sollten auch Brillanten in Spitzenqualitäten ab zwei Karat aufwärts gehören.

Lesen Sie auch: Mehr über 375 Gold erfahren

Wichtig ist, dass die Diamantgewichte in den einzelnen Kategorien den gesuchten Größen des Diamantmarktes entsprechen. Diese sind z.B. bei einem Einkaräter von 1.01 - 1.03 ct. - nicht aber 1.00 ct oder 1.09 ct. Auch von Zwischengrößen wie z.B. 0.64 ct oder 1.31 ct ist abzuraten, weil diese die Wiederverkaufbarkeit einschränken.

Synthetische Diamanten

Synthetische Diamanten werden in Laboren erstellt und weisen auf den ersten Blick nahezu die gleichen Eigenschaften wie natürliche Diamanten aus. Dies erschwert es Laien, diese von echten Edelsteinen unterscheiden zu können. Da sie unbegrenzt reproduziert werden können, weisen synthetische Diamanten einen deutlich geringeren Wert auf.

Hier ist eine Tabelle, die die relativen Preise verschiedener Diamantqualitäten im Vergleich zu einem Diamanten mit Farbe D und Reinheit IF zeigt:

Farbe Reinheit Relativer Preis (%)
D IF 100
G VS2 30