375 Gold Karat: Eine Einführung in die Welt des Goldschmucks

Gold ist das Edelmetall schlechthin. Es ist edel und beständig, es läuft nicht an und ist perfekt formbar. Reines Gold muss mit einem anderen Edelmetall kombiniert werden, damit es sich nicht verzerrt, weil es sonst zu weich wäre.

Was ist 375 Gold?

9 Karat Gold oder 375 Gold, bestehend aus 37,5% reinem Gold und 62,5% Silber und Kupfer. Der reduzierte Goldgehalt ermöglicht die Verwirklichung von Schmuckstücken, deren Aussehen und Brillanz einem Juwel aus 750er Gold entspricht.

Die dreistelligen Zahlen geben an, wieviele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes.

Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.

Das K steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24.

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Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist.

In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.

Goldanteil (%)Karat-AngabeFeingehalts-Angabe
100%24K999.9
91.6%22K916
75%18K750
58.5%14K585
37.5%9K375

Vergleich der Karatangabe und der Angabe des Feingehalts von Gold

Karat hat daneben aber noch eine zweite Bedeutung. Das Karat ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.

Goldlegierungen und ihre Farben

Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen (bei denen man in der Alltagssprache auch einfach von Gold redet) können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden.

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Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.

Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:

  • Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
  • Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
  • Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
  • Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.

Die Vorteile von 375 Gold

Formbar und preiswerter als Gold oder Platin, ist Silber ein Edelmetall, das interessante Schmuck-Kreationen ermöglicht.

Umworben von Designern und jungen Kreativen aufgrund der günstigeren Materialkosten und des einzigartigen Aussehens, eignet sich Bronze für modische Schmuckstücke.

Die kostengünstigen Rohstoffe ermöglichen es, viel größere und inspirierte vergoldete Bronzeteile herzustellen. In ähnlicher Weise, wie sich die Plattierungstechniken entwickelt haben, ist die Plattierung gleichmäßig und seidig, brillanter.

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Pflege von Goldschmuck

Reines Gold kann nicht anlaufen, da es chemisch sehr träge ist. Besonders bei Goldlegierungen mit niedrigen Goldgehalten (wie beispielsweise 9 Karat und 14 Karat) kann sich das Schmuckstück jedoch verfärben. Das Anlaufen wird dabei durch beilegierte Metalle, wie z.B. Silber und Kupfer, verursacht. Die Folge davon sind oft schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung. Je höher der Goldgehalt ist, desto weniger besteht die Gefahr des Anlaufens.