Viele Menschen fragen sich, ob es mit 30 Jahren noch sinnvoll ist, mit Kampfsportarten wie MMA (Mixed Martial Arts) oder Boxen anzufangen, insbesondere wenn man an Wettkämpfen teilnehmen möchte. Die Antwort ist nicht einfach, da verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.
Ist es zu spät, um anzufangen?
Nein, es ist nie zu spät, um mit dem Training zu beginnen. Viele Vereine haben ältere Mitglieder und bieten Trainingsmöglichkeiten für alle Altersgruppen. Möchte man allerdings einen Ausgleich zum Alltag haben und endlich wieder fit werden, dann ist 29 kein falsches Alter.
Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass das Niveau, das man anstrebt, eine entscheidende Rolle spielt. Natürlich kannst du anfangen und auch an Turnieren teilnehmen. Die Frage ist eben wie erfolgreich du dort abschneidest, da die meisten deiner Gegner wesentlich mehr Erfahrung haben werden. Die körperliche Beschaffenheit sollte da aber kein Problem sein.
Boxen oder MMA?
Beide Sportarten haben ihre Vor- und Nachteile:
- Boxen: Hat weniger Technik und ist deshalb schneller zu lernen.
- MMA: Bietet ein vielseitigeres Training, da es sowohl Stand-up- als auch Bodentraining beinhaltet.
Boxen hat weniger Technik und ist deshalb schneller zu lernen. Boxen vs MMA: Mixed Martial Arts hat sich in den Vereinigten Staaten als Rivale des Boxens zum unangefochtenen König der Kampfsportarten entwickelt und zieht das Interesse der Kampffans auf sich.
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Zweifellos sind Boxen und Mixed Martial Arts die beiden beliebtesten Kampfsportarten der Welt, doch es wird immer wieder darüber diskutiert, welche Disziplin besser und effektiver ist. MMA und Boxen sind fantastische Kampfsportarten, je nach deinen Zielen. Obwohl es Vor- und Nachteile hat, beides zu trainieren, führt das MMA-Training oft zu einem vielseitigeren Kämpfer, weil es sowohl Stand-up als auch Bodentraining beinhaltet. MMA hat einige der besten Kämpfer der Welt hervorgebracht, so wie das Boxen den besten Boxern den Weg geebnet hat.
Vor- und Nachteile von Boxen und MMA
Boxen
- Vorteile:
- Bessere Verteidigung: Boxer können besser ausweichen, blocken und parieren.
- Höhere Handgeschwindigkeit: Die Muskeln von Boxern sind mehr an Schläge gewöhnt.
- Bessere Beinarbeit: Die beste Beinarbeit aller Kampfsportarten findet man beim Boxen.
- Effektiver Jab: Der Jab ist eine Hauptwaffe im Boxen.
- Nachteile:
- Anfälligkeit für Leg Kicks: Die seitliche Haltung macht Boxer anfällig für Beintritte.
- Verteidigung am Boden: Boxer haben wenig Wissen über den Schutz am Boden.
MMA
- Vorteile:
- Takedowns und Submissions: MMA-Kämpfer können den Kampf leicht zu Boden bringen und eine Vielzahl von Techniken anwenden.
- Vielseitigkeit: MMA lehrt, Schwächen zu erkennen und zu verbessern.
- Nachteile:
- Weniger spezialisiert: Man verbringt viel Zeit damit, verschiedene Techniken zu erlernen, ohne Experte in einer zu werden.
Wettkampfteilnahme in höherem Alter
Relativ spät, aber durchaus möglich. Allerdings wirst du wahrscheinlich nicht viele Kämpfe gewinnen oder viel erreichen. Aber vielleicht gibt es ja auch Wettkämpfe für Ü40 oder Ü50, auf die du hintrainieren könntest.
Mentale und körperliche Aspekte
Kampfsport, vor allem Mixed Martial Arts(MMA) und Brazilian Jiu Jitsu(BJJ), ist auf mentaler und körperlicher Ebene herausfordernd. Wie beim Schach versuchst Du Deinen Trainingspartner durch Technik und Strategie Schachmatt zu setzen. Das heißt, Kleinere und Schwächere können durch Technik, Größere und Stärkere zur Aufgabe zwingen. Daher ist Kampfsport für jedes Alter geeignet. MMA und BJJ eignen sich deswegen sehr gut für diejenigen die Kampfsport zur Selbstverteidigung anfangen wollen.
Abgesehen vom hohen Wert für die Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, macht MMA & BJJ Hammer viel Spaß! Dukannst Dich richtig auspowern, fit werden, entspannen, Freunde finden, und Du lernst nützliche Fähigkeiten. Wenn Du weitere Herausforderungen suchst bieten wir auch die Möglichkeit an, an Wettkämpfen teilzunehmen.
Voraussetzungen und Empfehlungen
Wenn du mit Kampfsport anfangen möchtest, dann solltest du jedoch die Bereitschaft mitbringen, fitter werden zu wollen. Und auch die Bereitschaft, dafür reichlich Schweiß aufzubringen.
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Es ist zu empfehlen, dass du selbst lieber eine kurze Pause einlegst, wenn du nicht mehr kannst, anstatt über dein körperliches Limit zu gehen. Es gibt Menschen, die erst mit über 50 Jahren mit Kampfsport anfangen.
Wann ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen?
Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Körper in jungen Jahren sehr viel lernfähiger ist. Es ist zwar nicht schlecht, mit Mitte bis Ende 20 andere Sportarten zu betreiben, aber um auf höchstem Niveau mithalten zu können, sollte man früher gezielt mit Kampfsporttraining anfangen.
Ein sehr berühmter und talentierter Kämpfer wie Connor McGregor begann im Alter von 12 Jahren mit dem Boxen und Taekwondo, später mit dem MMA Training. McGregor hat im Alter von 18 Jahren sein Debüt im Mixed Martial Arts in einem Amateurkampf gegeben, den er leicht gewann. Nach diesem Kampf wurde er Profi.
Daher ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte. Deshalb ist ein schneller Einstieg enorm wichtig, um ein professioneller Kämpfer zu werden.
Es gibt keine genaue Zeitspanne, die man braucht, um ein professioneller Kämpfer zu werden. Die Lernfähigkeit ist bei jedem unterschiedlich. Aber man muss mindestens 2 Jahre lang regelmäßig trainieren, und zwar am besten an fünf Tagen pro Woche. Danach kannst Du an Amateurkämpfen teilnehmen.
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Gehalt von MMA-Kämpfern
Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld. Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge.
Der beste Weg, um eine allgemeine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Geld professionelle MMA-Kämpfer verdienen, ist ein Blick auf die Liste der Auszahlungen der Kämpfer. Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.
Die Wahl der richtigen Kampfsportart
Wenn Du Dich für bestimmte Kampfsportarten entscheidest, solltest Du sie so weit wie möglich auseinanderhalten. Zum Beispiel werden in Judo, Sambo und Ringen oft die gleichen Dinge gelehrt. Wenn Du Zeit in eine Kampfkunst investierst, solltest Du auch darauf achten, dass Du nicht eine wählst, die viele Stile vermischt, wenn Du nur den einen willst.
Unabhängig davon, für welchen Kampfsport Du Dich sich entscheidest, Du solltest eine Kampfkunst wählen, die sich auf das Schlagen konzentriert, und eine andere, die sich auf die Bodenarbeit konzentriert. Wenn es um die Schlagdisziplin geht, wird Muay Thai oder Boxen weithin als die effektivste Kampfsportart für MMA angesehen. Du kannst als professioneller Kämpfer nicht erfolgreich sein ohne BJJ zu lernen, denn BJJ ist die effektivste Kunst für den Bodenkampf.
Wichtige Aspekte für angehende MMA-Kämpfer
- Gesundheit und Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist wichtig, um immer Gewicht zu machen.
- Fitness: Der Trainingsplan sollte auf den spezifischen Stil abgestimmt sein.
- Die Wahl des richtigen Gyms: Achte auf erfahrene Trainer mit Zertifizierungen und Mitgliedschaften in Ligen oder Organisationen.
Bekannte MMA-Gyms
Der mit Abstand beste Weg, ein professioneller Kämpfer zu werden, ist die Anmeldung in einem der renommierten MMA Gyms, wenn es eines in Deiner Nähe gibt. Die besten MMA-Gyms auf der ganzen Welt sind eigentlich für die Öffentlichkeit zugänglich.
- Alliance MMA (gegründet von Brandon Vera)
- Longo and Wiedman MMA
- Team Alpha Male (gegründet von Urijah Faber)
Wie man in die UFC kommt
Wenn Du bei einer dieser besser bezahlten MMA-Organisationen mitmachen willst, musst Du erst einmal klein anfangen. Das bedeutet, dass Du einige MMA Kämpfe als irgendwo vor Ort bestreiten müssen. Wo das sein wird, hängt von Dir ab.
In die UFC zu kommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben.
Fazit
Es ist durchaus möglich, mit 30 Jahren mit MMA oder Boxen anzufangen. Es kommt jedoch auf die individuellen Ziele und die Bereitschaft an, hart zu trainieren. Während es für eine professionelle Karriere möglicherweise schwieriger ist, gibt es dennoch viele Möglichkeiten, an Wettkämpfen teilzunehmen und sich sportlich zu verbessern.
Kampfsportarten im Überblick
Es gibt eine Vielzahl an Kampfsportarten, die sich für Anfänger eignen. Hier eine Übersicht:
- MMA (Mixed Martial Arts): Vereint Elemente aus verschiedenen Kampfsportarten.
- Grappling: Konzentriert sich auf den Bodenkampf und das Halten oder Würgen des Gegners.
- Brazilian Jiu-Jitsu: Ähnlich wie Grappling.
- Thaiboxen/Kickboxen: Techniken aus Boxen, Karate, Muay Thai und Taekwondo.
- Boxen: Klassischer Zweikampfsport mit den Fäusten.
- Ringen: Körperliche Stärke, Schnelligkeit und taktisches Geschick.
- Taekwondo: Schnelle und kraftvolle Tritte.
- Karate: Schläge, Tritte, Blockaden und Stöße.
- Judo: Würfe und Bodentechniken.
