Judo 2. Bundesliga Männer: Regeln und Hintergründe

Wie bei allen Sportarten gibt es auch beim Judo eine Rangliste, national wie auch international. So werden im Rahmen von Wettbewerben und Sportveranstaltungen die besten Judoka ermittelt. Beim Judo stellen vor allem die Olympiade sowie Welt- und Europameisterschaften die wichtigsten Turniere dar.

Die Judo Weltmeister werden in einem Abstand von 2 Jahren bei den Judo Weltmeisterschaften ermittelt, die seit 1956 regelmäßig stattfinden. Die Europameisterschaften existieren seit 1951 und finden jährlich statt und werden von der europäischen Judounion organisiert.

Die deutschen Mannschaftsmeister werden jährlich in der Judo Bundesliga ermittelt, die aus insgesamt 64 Mannschaften besteht und vom deutschen Judo-Bund ausgerichtet wird. Es gibt eine erste und eine zweite Bundesliga sowie verschiedene Regionalligen. Nur Vereine der 1. Bundesliga können deutscher Mannschaftsmeister werden. Ermittelt wird der Meister dann letztlich in einer Finalrunde, welche Halbfinale und Finale umfasst. Der Letztplatzierte steigt, nach einem erfolglosen Relegationsspiel, in die 2.

Alle Meisterschaften haben gemeinsam, dass nach Gewichtsklassen unterschieden wird und meist auch separate Klassen für Altersgruppen gebildet werden (U15, U18, U21, Ü30).

Judo Gewichtsklassen im Wettkampf

Bei den Judo Gewichtsklassen im Wettkampf wird als erstes zwischen Männern und Frauen unterschieden. Für Männer und Frauen gibt es jeweils die Altersgruppen U12, U15, U18 und U21. Eine Teilnahme in der Erwachsenengruppe ist ab dem 17. Lebensjahr möglich.

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Die Einteilung in Gewichtsklassen erfolgt dann, abhängig von der Altersklasse, in Schritten von nur wenigen Kilos, um einen allzu großen Nachteil durch Gewichtsunterschiede auszuschließen.

Ziel und Regeln im Judo Wettkampf

Ziel eines Judo Wettkampfs ist es, den Gegner durch das Sammeln von Punkten oder durch dessen Aufgabe zu besiegen. Punkte erlangt man durch das Festhalten des Gegners in Rückenlage auf dem Boden, wofür diverse Techniken zur Verfügung stehen. Gekämpft wird auf einer quadratischen Matte, die von einem Sicherheitsbereich umgeben ist, der während des Kampfes nicht betreten werden darf.

An oberster Stelle steht der respektvolle Umgang miteinander. Der Grundsatz des respektvollen Umgangs miteinander zieht sich jederzeit durch das Leben des Judoka hindurch. Bereits im Dojo wird man erkennen, dass ein Verstoß gegen allgemeine Judo Regeln weder vom Trainer, noch von Mitschülern, geduldet wird. Im Wettkampf gilt dies in verschärfter Form, denn hier bekommt der Gegner für Regelverstöße Teilpunkte zugesprochen.

Das Verhalten sollte natürlich nicht nur auf der Matte, sondern auch abseits davon angemessen bleiben. Einige Techniken werden zwar im Judotraining oder der Kata gelehrt, dürfen aber im Wettkampf nicht eingesetzt werden. Hierzu zählen alle Formen der Schlagtechniken, egal ob mit Hand oder Fuß, sowie Würgetechniken, die Druck auf den Kehlkopf ausüben.

Mannschaftsverhalten und Konsequenzen

Es mag sein, dass der eine oder andere Kämpfer der Isarfighters, warum auch immer, nicht kämpfen konnte (Verletzung, Krankheit, etc.). Aber dafür hat man schließlich die Ersatzleute. Wenn Ihr keine Lust habt zu kämpfen, dann stellt gefälligst keine Mannschaft und lasst andere vor, die gerne in der Bundesliga kämpfen würden.

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Das schadet dem Judo-Sport, insbesondere der Judo-Bundesliga.

Weitere wichtige Informationen

Bei allen offiziellen DJB-Veranstaltungen dürfen Judoanzüge aller Hersteller getragen werden. Es gibt hier keinerlei Einschränkungen. Kein Hersteller ist ausgeschlossen worden. Bei allen EJU- / IJF-Veranstaltungen sind nur noch Judoanzüge und Gürtel mit offizieller IJF-Lizenzierung zugelassen. Zudem müssen die Rückennummern der IJF Regel entsprechen.

Die Wettkampflizenz muss künftig ab 01.04.2012 im Bereich des DJB (Deutsche Meisterschaften, DJB-Ranglistenturniere, Gebietsmeisterschaften, Bundes- und Regionalligen) sowie im BJV ab Landesebene (Bayerische Meisterschaften und Bayernliga) in den Altersklassen U17, U20, Männer und Frauen von jedem Athleten bei der Judo-Passkontrolle vorgelegt werden.

Für internationale Wettkämpfe, bei denen die EJU die Verantwortung hat, müssen ab 2012 die Meldungen an die Jumas über die Landesverbände erfolgen. Die Jumas-Karte kostet jährlich 10 €.

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