Olympische Kampfsportarten: Eine umfassende Liste

Die Welt der Kampfsportarten ist vielfältig und faszinierend. Von traditionellen Künsten bis hin zu modernen Wettkampfformen gibt es eine breite Palette an Disziplinen, die Körper und Geist schulen. Viele Menschen üben Kampfsportarten aus, um ihre körperliche Fitness und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Die folgende Liste gibt einen Überblick über verschiedene Kampfsportarten, wobei ein besonderer Fokus auf den olympischen Disziplinen liegt. Die Liste ist alphabetisch sortiert, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Kampfsportarten im Überblick

  • Aikido: Eine japanische Kampfkunst, die sich auf die Prinzipien der Harmonie und des Ausweichens konzentriert. Ziel ist es, die Energie des Angreifers umzuleiten und ihn zur Aufgabe zu bewegen. Aikido fördert fließende Bewegungen, Hebel und Würfe.
  • Amarok: Ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen aus den Kampftechniken der Turkvölker zusammengestellt wurden.
  • Anti Terror Combat: Ein System zur Selbstverteidigung, dessen Techniken aus Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Judo, Kung Fu und Karate zusammengestellt wurden.
  • Anti Terror Combat (ATC): Die Organisation „Anti Terror Combat“ wurde 2012 in England gegründet. Zweck ist die Verbreitung und Entwicklung von Kampfmethoden, die zur Selbstverteidigung gedacht sind.
  • Arnis/Eskrima/Kali: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
  • ATC-System: Ein Kampfsystem aus 16 Kampfsportarten. Ursprünglich ein Nahkampfsystem für Armee und Polizei in England.
  • Baguazhang: Der Kämpfer im Baguazhang steht nie still. Er kann es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen. Die Kraft holt er der gespeicherten Bewegungsenergie. Jeder Angriff ist eine Drehung, die gleichzeitig ein Ausweichen und den Angriff enthält. Jahrelanges im Kreis laufen ist die Grundlage für das unglaubliche Können.
  • Bajiquan: Ist die chinesische Kampfkunst „Faust der acht Extreme“. Ziel des Trainings ist es, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.
  • Bakbakan Kali Ilustrisimo: Ist entstanden aus dem Kyokushinkai. Besonders wichtig ist das Ausweichen in diesem Stil. Sich erst in eine vorteilhafte Position bringen und dann zuschlagen.
  • Bando: Kampfstil aus Burma.
  • Bartitsu: Ein Selbstverteidigungssystem aus Großbritannien.
  • Boxen: Eine der ältesten Kampfsportarten der Welt. Ziel ist es, den Gegner durch Schläge auf den Kopf oder den Oberkörper zu treffen, um Punkte zu erzielen oder einen K.O. zu erreichen.
  • Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ): Eine südamerikanische Weiterentwicklung des japanischen Judo und Jiu Jitsu, welche den Fokus auf Bodenkampf legt.
  • Bujinkan Budo Taijutsu: Nicht nur die Samurai hatten ihre Kampfkünste. Auch die Bauern wussten sich zu wehren.
  • Capoeira: Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm.
  • Chaquan: Oberbegriff für die nördlichen chinesischen Kampfkünste. Auch bekannt unter der Bezeichnung „Bein des Nordens“.
  • Close Combat: Ein Selbstverteidigungssystem aus Großbritannien. Oberbegriff für die nördlichen chinesischen Kampfkünste. Auch bekannt unter der Bezeichnung „Bein des Nordens“.
  • Combato: Ein israelisches Nahkampfkonzept. Enthält Techniken aus Boxen, Savate, Ringen und dem europäischen Messerkampf.
  • Cuong Nhu: Ist ein asiatischer Kampfsport der in Schwaben entwickelt wurde. Es ist eine Verschmelzung von Ju Jitsu, Judo, Karate, Arnis und Aikido.
  • Danzan Ryu Jiu-Jitsu: Dieser Stil wurde in Hawaii entwickelt. Grundlage dafür waren Kampftechniken, die Einwanderer aus China und Japan mitbrachten.
  • Ditang Quan (Bodenfauststil): Ist ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition. Das heutige Ditang Quan enthält Techniken aus dem Affen Kung Fu und dem Betrunkenen Boxen.
  • Drachenstil: Der Drache ist in China ein Symbol für geistige Stärke. Der Kämpfer ist gewandt und flexibel.
  • Eskrima, Arnis, Kali: Ist ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
  • Europäisches Messerkampfsystem: Ist ein europäischer Kampfsport. Die Wurzel gehen zurück auf das Duell, mit dem die Ehre wiederhergestellt werden sollte.
  • Eyal Yanilov Krav Maga: Ein Kampfsystem aus Israel. Wurde entwicktelt von einem Spezialisten für Personenschutz. Dient der Selbstverteidigung. Läßt sich in 2-Tages-Seminaren lernen.
  • Fechten: Zum Fechten gehört eine Waffe, weshalb diese Kampfsportart eine Sonderrolle einnimmt. Es gibt auch asiatische Kampfsportarten, die mit Waffen betrieben werden, etwa das japanische Kendo, eine Art Schwertkampf.
  • Fu Lung Pai: Fu Lung Pai ist ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Die Wurzeln dieses Kampfsportes liegen im Tigerstil und Drachenstil.
  • Gatka: Ist der Kampfsport der indischen Sikhs. Wurde entwickelt aus dem Kundalini Yoga.
  • Grappling: Steht für Bodenkampf oder Ringen mit Aufgabetechniken und wird beim bei vielen Kampfsportarten genutzt. Mittlerweile hat es sich als eigener Kampfsport etabliert.
  • Hapkido: Koreanischer Kampfsport. Ist weniger der Name für einen Stil als mehr der Name für koreanische Kampfkunstverbände. Dieser Kampfsport hat seine Wurzeln im japanischen Daito-Ryu Aiki Ju-Jutsu. Er hat sich dann aber in Korea selbständig und stilübergreifend weiterentwickelt.
  • Hwa Rang Do: Dieser Kampfsport hat seine Wurzeln im japanischen Daito-Ryu Aiki Ju-Jutsu. Er hat sich dann aber in Korea selbständig und stilübergreifend weiterentwickelt.
  • Iaido: Auch Schwertübungen können eine Zen Übung sein. Immer wieder einen imaginären Gegner niederstrecken und dabei sich selbst besiegen.
  • Inayan Eskrima: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
  • Jeet Kune Do: Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde. Es ist eigentlich eine individuelle Zusammenstellung von Techniken.
  • Jiu Jitsu: Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden.
  • Jo-Do: Ist ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“. Der Kurzstock wird dabei nur zur Verteidigung gegen das Samurai Schwert (Katana) eingesetzt.
  • Judo: Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule. Der Übende muss fallen können, ohne sich zu verletzen, bevor er richtig mit diesem japanischen Kampfsport beginnen kann.
  • Ju Jutsu: Ist ein in Deutschland entwickelter Kampfstil. Die Techniken dafür wurden genommen aus den Kampfsportarten Aikido, Judo und Karate. Es ist eine Kombination aus einem modernen Selbstverteidigungssystem mit klassischer Kampfkunst.
  • Kalarippayat: Kampfstil aus Indien.
  • Karate: Der Kampfsport Karate ist der Weg der „leeren Hand“. In ihm sind chinesische Kung Fu Techniken und japanische Kampftraditionen zu einem neuen System verschmolzen.
  • Kempo: Kempo (Faustlehre) ist ein japanischer Kampfsport, der seine Wurzeln hat im chinesischen Karate. Die Techniken sind sich sehr ähnlich, nur die Namen sind auf Japanisch.
  • Kendo: Moderner japanischer Schwertkampf. Ist mehr ein Zen Weg des Schwertes.
  • Kenjutsu: Oberbegriff für die alten Kampfsportarten mit dem japanischen Schwert. Dieses Schwert soll durch sein Eigengewicht schneiden, der Kämpfer hält es lediglich in der Bahn.
  • Kickboxen: Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo.
  • Kinomichi: Ist ein moderner Kampfsport, der zusammengestellt wurde aus anderen Kampfsportarten (Judo, Karate, Taekwondo, Fallschule, Selbstverteidigung).
  • Kokusho: Ist eine Selbstverteidigung gegen einen bewaffneten Gegner.
  • Krav Maga: Ist ein Kampfsystem aus Israel. Wurde entwicktelt von einem Spezialisten für Personenschutz. Dient der Selbstverteidigung. Läßt sich in 2-Tages-Seminaren lernen.
  • Krallen des Adlers Kung Fu: Die Krallen des Adlers werden in diesem chinesischen Kampfsport von den Händen gebildet. Angegriffen werden die Vitalpunkte des Körpers.
  • Kyokushinkai: Ein Karatestil im Vollkontakt. Diese Kampfsportart ist wegen des harten Trainings eine der härtesten Karatearten.
  • Lanzenfechten: Das Lanzenfechten geht zurück auf die Zeit der Samurai. Mit der Lanze holten die Fußsoldaten die Reiter von ihrem Pferd. Wird heute immer noch als Kampfsport praktiziert.
  • Lethwei: Kampfstil aus Burma. Ist ähnlich dem Thaiboxen.
  • Lucha Canaria: Ist eine Form des Ringens aus der Schweiz. Ist dort Nationalsport.
  • Luta Livre: Brasilianischer Ringkampfsystem zwischen dem Ringen und Judo. Der Gegner wird zu Boden gebracht und zur Aufgabe gezwungen.
  • Maga: Dieser Kampfsport kommt aus Israel. Es ist ein Überlebenssystem, das über die reinen Kampftechniken hinausgeht. Es soll sowohl Zivilisten als auch Sicherheitskräften beim Überleben in gefährlichen Sitationen helfen.
  • Malayische innere Kampfkunst: Eine innere Kampfkunst, die in Malaysia entwickelt wurde und auf chinesischen inneren Kampfkünsten aufbaut. Der Stil ist sehr jung.
  • Mano Mano: Ein Boxstil von den Philippinen. Der andere Name „Suntukan“ bedeutet übersetzt „Schlägerei“ und so erscheinen viele Techniken dann auch. Erlaubt sind Stöße mit dem Ellbogen oder dem Kopf, ebenso Tritte und Kniestöße.
  • Mixed Martial Arts (MMA): Die „Gemischten Kampfkünste“ sind ein moderner Vollkontaktsport. Es werden die Techniken verschiedener Kampfsportarten angewendet wie Boxen, Kickboxen, Ringen, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu. Der Sieg ist errungen, wenn der Gegner durch Abklopfen aufgibt.
  • Mittel Kontakt Karate: Ein moderner Kampfsport, der sich in seinen Techniken bei den traditionellen Karate Stilen bedient. Es wird aber weniger Wert gelegt auf Tradition. Dieser Kampfsport bedient sich auch bei modernen Sportarten und betont Formlosigkeit und die Flexibilität.
  • Muay Lao: Ein Kampfsport aus Laos. Ist ein rauher Vollkontaktsport mit Schlägen und Tritten. Entspricht dem Muay Thai in Thailand, ist aber (noch) nicht so populär.
  • Muay Thai: Eine Kampfsportart aus Thailand. Es umfasst waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen.
  • Mudo: Mudo kommt aus dem Koreanischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Kampfkunstweg“. Freier und damit auch richtiger übersetzt bedeutet es „Weg der Achtsamkeit“. Die Bewegungen stammen alle aus der Kampfkunst Taekwondo.
  • NanQuan: NanQuan ist ein Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste südlich des Jangtse Stromes.
  • Ninjutsu: Ist die Kampfkunst der japanischen Ninja. Die Tradition der Schattenkrieger steht außerhalb der Tradition der Ninja.
  • Okinawa Te: Die Menschen auf der japanischen Insel Okinawa benutzten diese Techniken, um sich gegen die Samurai zu wehren.
  • Pankration: Antiker Kampfsport aus Griechenland. Pankration (Allkampf, Gesamtkampf) bestand aus einer Mischung zwischen Ringen und Boxen. Der Sieg erfolgte über ein K.O.
  • Pencak Silat: Ist ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei). Es ist eigentlich die Zusammenfassung oder Vereinigung verschiedenster lokaler Stile.
  • Pilates Boxen: Ein Fitnesssport, in dem auch Boxtechniken enthalten sind. Gilt als eine der Trendsportarten aus Hollywood und hat zum Ziel, einen Traumkörper zu bekommen. Die Übungen sind ein Mix aus Pilates, Tanzen und eben Boxen.
  • Pigua Quan (Pigua Zhang): Stammt aus China und wird auch genannt: Axtschlag-Boxen. Genutzt wird in diesem Stil die Beschleunigungskraft der Arme.
  • Qigong: Mit den Atemtechniken in diesem Kampfsport mehr Energie produzieren.
  • Ringen: Der Kampfsport Ringen gehörte schon zu den Olympischen Spielen der Antike. Ziel ist es, den Gegner zu Fall zu bringen.
  • Sambo: Sambo ist eine russische (sowjetische) Kampfsportart. Es wurde entwickelt aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen.
  • San Shou: Es ist das moderne chinesische Wort für Ringen.
  • Savate: Ein französischer Kampfsport, der ursprünglich von Matrosen für ihre Raufereien entwickelt wurde. Ähnlich wie in vielen asiatischen Kampfstilen wird mit Schlägen und Tritten gekämpft.
  • Schlangenstil Kung Fu: Das Schlangen Stil Kung Fu trainiert Konzentration, Beweglichkeit und Timing. Dem Gegner ausweichen bis zu meinem giftigen Schlag.
  • Schwingen: Ist eine Form des Ringens aus der Schweiz. Ist dort Nationalsport.
  • Silat: Kampfstil aus Indien. Ein Waffenstil, der aus Handtechniken entwickelt wurde.
  • Sivanandi: Ein Kampfsport aus Afghanistan.
  • Systema: Die russische Kampfkunst Systema zielt auf ein effektives Training ab. Die auf Prinzipien basierenden Bewegungen werden einstudiert und situativ angepasst.
  • Taekwondo: Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport Taekwondo wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft. Die Techniken sind auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt.
  • Tang Lang Quan (Gottesanbeterin): Blitzschnelle Arme und Hände sind das Markenzeichen für diesen chinesischen Kampfsport. Die flinke Fußtechnik ist angelehnt an den dem Affenstil.
  • Tigerstil Kung Fu: Die Wurzeln dieses Kampfsportes liegen im Tigerstil und Drachenstil.
  • Wing Chun: Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.
  • Wushu: Wushu stellt ein außergewöhnliches Erbe Chinas dar. Es fördert nicht nur die Körpertüchtigkeit, sondern auch die Weiterentwicklung des Charakters.
  • Xingyiquan: Kampfstil aus Indien. Ein Waffenstil, der aus Handtechniken entwickelt wurde.
  • Yiquan: Kampfstil aus Indien. Ein Waffenstil, der aus Handtechniken entwickelt wurde.
  • Yop Chuan Kung Fu: Ist ein alter chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Enthält die Techniken von vielen anderen Kung Fu Stilen.
  • Zui Quan (Betrunkenes Boxen): Ein ganz spezieller chinesischer Kampfsport. Der Kämpfer bewegt sich, als wäre er betrunken.

Olympische Kampfsportarten

Zu den olympischen Kampfsportarten gehören:

  • Boxen
  • Fechten
  • Judo
  • Karate
  • Ringen
  • Taekwondo

Gesundheitliche Vorteile von Kampfsportarten

Kampfsportarten bieten zahlreiche Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit. Sie trainieren körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern. Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.

Kampfsportarten für Kinder

Kampfsportarten können auch für Kinder von Vorteil sein. Sie lernen, sich in gefährlichen Situationen zu verteidigen, entwickeln Disziplin und Respekt, verbessern ihre körperliche Fitness und Konzentration, lernen Selbstbeherrschung und entwickeln soziale Fähigkeiten.

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Die Wahl der richtigen Kampfsportart

Die Wahl der richtigen Kampfsportart hängt von den individuellen Zielen und Vorlieben ab. Einige Kampfsportarten sind eher auf Selbstverteidigung ausgerichtet, während andere den Wettkampfcharakter betonen. Es ist wichtig, eine Kampfsportart zu finden, die Spaß macht und die eigenen Fähigkeiten und Interessen fördert.

Bekannte Kampfsportarten in Deutschland

In Deutschland sind besonders folgende Kampfsportarten populär:

  • Karate
  • Taekwon-Do
  • Judo
  • Brazilian Jiu-Jitsu
  • Kickboxen
  • Muay Thai
  • Aikido
  • Krav Maga
  • Kung Fu

Technische Unterschiede bei Kampfsportarten

Jeder Kampfsport hat eigene Techniken und Schwerpunkte. Beim Ringen besteht ein enger Körperkontakt und beim Boxen werden Schläge primär aus der Distanz abgegeben. Bei einigen Kampfsportarten sind Tritte verboten, bei anderen geben sie gerade den Ausschlag. Manche Kampfsportarten lassen sich den Stilen „weich“ und „hart“ zuordnen. Weich bedeutet, die Energie von gegnerischen Angriffen aufzufangen und umzuleiten. Eigene Attacken werden nicht in voller Härte ausgeführt (zum Beispiel beim Aikido). Harte Kampfsportarten zielen ursprünglich darauf ab, das Gegenüber zu verletzen. Zu dieser Art Kampfsport gehört zum Beispiel Taekwondo.

Wo kann man Kampfsportarten lernen?

In Deutschland etablierte Kampfsportarten wie Judo oder Karate werden in vielen Sportvereinen angeboten. Bei Disziplinen wie Krav Maga, die erst langsam an Bekanntheit gewinnen, gibt es meist nur in größeren Städten entsprechende Trainingsangebote. Generell ist jede Kampfsportart für alle Altesrgruppen geeignet: Kinder lernen ihren Körper und körperliche Koordination besser kennen. Älteren Menschen kann Kampfsport helfen, körperliche Fähigkeiten aufrechtzuerhalten. Viele Sportvereine bieten altersgerechte Trainigsmöglichkeiten an, die die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigen.

Tabelle: Beliebte Kampfsportarten in Deutschland

Kampfsportart Besondere Merkmale Geeignet für
Karate Effiziente Selbstverteidigungstechniken, Stärkung von Körper und Geist Alle Altersgruppen
Taekwon-Do Dynamische Kicks und Sprungtechniken, Fördert Beweglichkeit und Balance Alle Altersgruppen
Judo Selbstverteidigung durch Technik und Hebelwirkung, Ideal für alle Altersgruppen Alle Altersgruppen
Brazilian Jiu-Jitsu Effektiver Bodenkampf, Ideal für Selbstverteidigung und MMA Alle Altersgruppen
Kickboxen Kombination aus Box- und Tritttechniken, Effektives Fitness- und Selbstverteidigungstraining Alle Altersgruppen
Muay Thai Extrem vielseitige Schlagtechniken, Intensive Trainingseinheiten Erwachsene
Aikido Defensive Selbstverteidigung, Harmonische und fließende Bewegungen Alle Altersgruppen
Krav Maga Schnelle, effektive Reaktionen in realen Bedrohungssituationen Erwachsene
Kung Fu Vielfalt von Stilen und Techniken, Körperliche und geistige Disziplin Alle Altersgruppen

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