Die World Wrestling Entertainment (WWE) ist ein Riesengeschäft. Die WWE ist in den USA an der Börse notiert. Sie veranstaltet drei Shows pro Woche, in einer weiteren Sendung treten Akteure aus den drei Hauptshows gemeinsam auf. Dazu kommen monatliche Grossveranstaltungen, die FernsehzuschauerInnen ausschliesslich per Pay-per-View angeboten werden.
Abseits der grossen Fernsehproduktionen bestimmen jedoch kleine Independent-Ligen den Wrestlingalltag. Europäische Ligen finanzieren sich durch Zuschauereinnahmen, Merchandising und den DVD-Verkauf via Internet.
Wer im deutschsprachigen Raum als Wrestler aktiv ist, kann das nur nebenbei machen. Schulleiter Wright hat kürzlich eine eigene Liga gegründet, die New European Championship Wrestling (NEW). Darin sollen seine Schützlinge Kampfpraxis sammeln können. Trotzdem hofft Wright, dass sich der Sport für seine Kämpfer zu einem attraktiven Nebenjob entwickelt.
Vergleich mit anderen Sportarten
Im Durchschnitt beziehen Nationalräte wie Matthias Aebischer 132'500 Franken im Jahr. Ein Nationalrat bezieht heute 132'500 Franken im Jahr. Bei einer Ständerätin sind es 142'500 Franken. Der Betrag setzt sich aus verschiedenen Benefits zusammen, darunter Lohn, Sitzungsgeld, Altersvorsorge, Beiträge für persönliche Mitarbeiter, ein Gratis-GA und Entschädigungen für Essen und Übernachtung.
Die Saläre im Sport sind stark leistungsbezogen. Bei Dominique Aegerter (22) etwa sind in den Sponsorenverträgen durchschnittlich 60 Prozent der Summe als Fixum eingetragen. Die restlichen 40 Prozent hängen vom Erfolg ab.
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Gehaltsunterschiede im Frauenfussball
Im Frauenfussball gibt es grosse Unterschiede in der Bezahlung. Lia Wälti etwa, Angestellte bei Arsenal und Captain des Schweizer Nationalteams, sagt: «Bei einem gut bezahlten KV-Job würde ich mehr erhalten.» Innerhalb des Nationalteams zählt Wälti nämlich zu den Topverdienerinnen. Nur Ramona Bachmann von Paris Saint-Germain und Ana Maria Crnogorcevic von Barcelona dürften besser verdienen als sie.
Viele der Söldnerinnen in den Topligen Europas verdienen nur zwischen 2000 und 3000 Franken monatlich. Vom Star- und Luxusleben wie den Fussballstars aus den Männer-Topligen sind sie meilenweit entfernt.
Frankfurt-Topverdiener Filip Kostic verdient ungefähr 100-mal so viel wie Géraldine Reuteler. Rachel Rinast vom 1. FC Köln hat das deutsche Lehramt absolviert und sagt: «Wenn ich bei Köln Bundesliga spiele, verdiene ich ähnlich viel wie eine Referendarin, die noch nicht ganz Lehrerin ist.» Noch schlechter verdienen Spielerinnen in der Schweiz.
Superstar und Weltfussballerin Alexia Putellas soll nach Schätzungen etwa 30'000 Franken pro Monat erhalten. Gerard Piqué erhält beim selben Arbeitgeber pro Monat etwa 2.3 Millionen Franken.
Coumba Sow, die beim Paris FC spielt, möchte ihr Fernstudium in sozialer Arbeit vorantreiben, um für die Karriere danach vorbereitet zu sein. Kostenpunkt pro Monat: 300 Franken. Zu viel für Sow. «Ich mag es ihm sehr gönnen und würde von ihm auch nie Geld akzeptieren. Aber der Vergleich innerhalb der Familie ist hart», sagt Coumba Sow.
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Schweizer Wrestling Entertainment (SWE)
In der Schweiz fristet Wrestling ein Schattendasein. Das merkt man auch, wenn man ein Training besucht. Der Ring, in dem sich die Athleten von Swiss Wrestling Entertainment (SWE) vorbereiten, versprüht wenig Glamour. Bevor das Training beginnen kann, müssen die Schweizer Wrestler den Ring jeweils von Staub und den Hinterlassenschaften von Vögeln und Fledermäusen befreien.
Der CEO der SWE, Markus Wymann, ist überzeugt, dass die Sportunterhaltung in der Schweiz noch viel Potenzial hat. Im letzten Jahr lag der Zuschauerschnitt bei rund 250 Besuchern, in diesem Jahr möchte Wymann einen Schnitt von 400 erreichen.
Maik Tuga steckt in einer Storyline, einer Art Seifenoper, bei der eine fortlaufende Geschichte im Ring erzählt wird. Und natürlich halten die Autoren den Ausgang der Storyline noch unter Verschluss.
Die Schattenseiten des Wrestlings
Der Ruf des Wrestlings ist nach wie vor miserabel. «USA Today» recherchierte 2004, dass in einem Zeitraum von sieben Jahren 65 Wrestler in einem Alter von unter 45 Jahren gestorben waren. Viele Wrestler ruinieren ihre Gesundheit nicht nur mit Anabolika, sondern auch mit Schmerzmitteln.
Bei der «Vintage Collection» auf Eurosport sieht man viele der Verstorbenen noch quicklebendig durch den Ring toben. Zum Beispiel Owen Hart, der 1999 bei einem Sturz von der Hallendecke tödlich verunglückte.
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Tim Wiese als potenzieller Wrestler
Tim Wiese bestätigt, dass er mit der WWE über eine Karriere im Ring verhandelt. "Es werden die nächsten Tage Gespräche geführt", sagt Wiese zu "Sport1". Der ehemalige Torhüter von Werder Bremen und 1899 Hoffenheim wolle sich jetzt erst einmal anhören, was ihm die WWE zu bieten hat. Ausserdem könne man als Wrestler "viel Geld verdienen".
Gehaltsvergleich im Motorsport
Valentino Rossi kommt mit Werbedeals auf geschätzte 30 Millionen Franken im Jahr. Jorge Lorenzo kassiert rund 12 Millionen Franken Gehalt und knapp 20 Millionen Franken total. Dani Pedrosa muss sich mit rund 5 Millionen Franken Gesamteinnahmen zufriedengeben. Wer am Ende des Felds herumgurkt, muss schon über 200 000 Franken froh sein.
| Person | Tätigkeit | Geschätztes Jahreseinkommen (CHF) |
|---|---|---|
| Valentino Rossi | MotoGP-Fahrer | 30 Millionen |
| Jorge Lorenzo | MotoGP-Fahrer | 20 Millionen |
| Dani Pedrosa | MotoGP-Fahrer | 5 Millionen |
| Alexia Putellas | Fussballerin (FC Barcelona) | 360'000 (geschätzt) |
| Nationalrat (Durchschnitt) | Politiker | 132'500 |
| Ständerat (Durchschnitt) | Politiker | 142'500 |
