Mercedes-Benz setzt auf die MMA-Plattform für zukünftige Modelle

Mercedes-Benz steht vor grossen Veränderungen. Aus China weht ein rauer Wind, die bisherige Elektrostrategie kommt bei der Kundschaft nur mässig gut an, und die neuen Vierzylinder-Plug-in-Hybride von AMG halten Kunden eher ab als sie anzulocken. Die beim Jahresrückblick 2024 veröffentlichten Zahlen zeigten entsprechend nach unten. Im Rahmen eben dieses Rückblicks zeigte man denn auch gleich, wie man das Ruder herumzureissen gedenkt.

Aufseiten des Massenmarktes wird die bisherige Strategie eingestampft und durch eine neue Ersetzt. Anstatt Verbrenner und Stromer zu separieren, werden sie künftig auf einer gemeinsamen Plattform aufbauen. Ihr Name: Mercedes Modular Architecture, kurz MMA.

Der neue CLA macht den Anfang

Den Anfang macht der neue CLA, die Serienversion des Vision EQXX von 2022. «SUVs sind ebenfalls in der Pipeline», erklärt uns Mercedes-Chefentwickler Markus Schäfer. «Für den Anfang haben wir uns für eine Limousine entschieden, um mit maximaler Effizienz und Reichweite zu starten.»

Unglaubliche 792 Kilometer Reichweite sind maximal möglich. Den Strom dafür liefert ein Nickel-Mangan-Kobalt-Akku mit Anoden aus Siliziumoxid mit Grafit und 85.5 kWh nutzbarer Energie. Seine Fähigkeiten hat der CLA im April 2024 unter Beweis gestellt, als er in 24 Stunden 3717 Kilometer zurücklegte und 40 Ladestopps à zehn Minuten einlegte.

Zur Erinnerung, wir sprechen hier von einem Einstiegsmodell. Im bisherigen Luxus-Flaggschiff EQS mit 400 V schafft maximal 210 kW. Zum Aufladen braucht es natürlich Säulen mit der entsprechenden Leistung. Bis zum Ende des Jahrzehnts will Mercedes rund 10'000 davon in den USA, Europa, China und anderen Märkten bauen, zugänglich für alle Marken.

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So verfügt der 200 kW (272 PS) starke, permanenterregte Synchronmotor auf der Hinterachse über ein Zweiganggetriebe, um gute Beschleunigungswerte mit hohen Anhängelasten und bestmöglicher Effizienz bei höheren Geschwindigkeiten zu verbinden. Rekuperiert werden kann mit bis zu 200 kW bis in den ABS-Regelbereich, womit die Reibbremse quasi nie zum Einsatz kommt.

So beim CLA 250+ steht am Ende ein Verbrauch von sagenhaften 12.2 kWh/100 km auf dem Papier. Beim allradgetriebenen CLA 350 mit 260 kW (354 PS) sind es 12.5 kWh/100 km. Der zusätzliche 80-kW-Motor auf der Vorderachse läuft nicht mit und wird nur bei auftretendem Schlupf oder hohem Leistungsabruf zugeschaltet.

Auf den ersten Blick könnte man den neuen CLA auch für ein Facelift halten. Das ist Absicht. Schliesslich soll das Auto möglichst viele Kunden ansprechen, was mit dem bisherigen EQ-Design definitiv nicht gelang. Der CLA hingegen sah immer sehr ansprechend aus, so auch der neue. Front und Heck werden von durchgehenden LED-Bändern und Tagfahrleuchten in Sternform dominiert.

Um die 29 Millimeter mehr Karosseriehöhe zu kaschieren, sind die Seitenfenster nun länger und besitzen ein zusätzliches Segment. Gleichzeitig wuchs der Radstand um 61 Millimeter, die Überhänge sind knapper. Mit einem Cw-Wert von 0.21 zeigt der CLA, dass ein aerodynamisches Auto nicht wie ein halb aufgebrauchtes Stück Seife aussehen muss.

Bis auf einen durchströmten und von einem LED-Band umrandeten Kühlergrill sehen die Versionen mit Verbrennungsmotor übrigens exakt gleich aus. Die Plattform des CLA wurde aber auf Elektroantriebe hin optimiert, was eine optimale Raumausnutzung bedeutet.

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Im Fond geniessen auch Personen über 1.80 Meter Körpergrösse viel Beinfreiheit. Am Scheitel wird die Luft dann dünn. Da werden dann der Shooting Brake und die SUV-Versionen GLA und GLB Abhilfe schaffen.

Revolutionäre Technik und Infotainment

Entscheidend dabei ist die besonders tiefe Integration des Betriebssystems MB.OS in das Auto, welche ein besonders umfassendes Nutzererlebnis sicherstellen soll. So reagiert der neue, visuelle Sprachassistent mittels Anpassung der Ambientelichtfarben auf Gemütszustände und Eingaben. Bei der Präsentation im Studio wurden die meisten natürlich gesprochenen und komplexen Befehle verstanden und umgesetzt.

Die vierte Generation des Infotainmentsystems MBUX integriert künstliche Intelligenz von Google und Microsoft, die Grafik basiert auf der Unreal Engine aus dem Gaming-Bereich. Die Darstellung wurde etwas entschlackt, auf dem Homescreen werden nun die zuletzt genutzten Apps angezeigt.

Darüber hinaus können nun auch die Fahrassistenten mittels Over-the-Air-Updates auf dem neuesten Stand gehalten und ergänzt werden. Serienmässig bietet der CLA unter anderem einen Abstandstempomaten, gegen Aufpreis Systeme zum Spurfolgen und mehr. In China wird zum Marktstart «Level 2++» möglich sein. Zwei zusätzliche Kameras erlauben dann erweitertes teilautonomes Fahren in der Stadt.

Was alle Kunden freuen wird, ist die verbesserte Qualitätsanmutung. Die meisten Oberflächen fühlen sich merklich wertiger an als bisher, und manche Ausstattungsoptionen finden sich sonst nur in höheren Klassen.

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Verfügbarkeit und Antriebe

Zunächst ist der CLA mit Elektromotoren und der grossen Batterie bestellbar. Ende Jahr folgt dann ein Lithium-Eisen-Phosphat-Akku mit 58 kWh und rund 550 Kilometer Reichweite. Anfang 2026 schickt Mercedes dann die angesprochenen 48-V-Mildhybride ins Rennen. Sie kombinieren einen 1.5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einer 20 kW (27 PS) starken Elektroeinheit, die im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe steckt. Dieser wird von einem 1.3-kWh-Akku gespiesen und erlaubt elektrisches Fahren bis 100 km/h.

Um in den Genuss davon zu kommen, wird man für die Elektroversion wohl zwischen 50'000 und 60'000 Franken einplanen müssen. Ein angemessener Preis für ein solches Technikmonster. Das Versprechen, der neue CLA sei «das intelligenteste Auto, das Mercedes je gebaut hat», klingt jedenfalls nicht übertrieben.

GLA der nächsten Generation

Mercedes’ Einstiegs-SUV GLA wird 2025 in die nächste Generation springen. Das Credo heisst «Electric First». Die Kompromisse sollen dann die Verbrenner-Varianten eingehen müssen. Beim aktuellen Modell ist es noch umgekehrt.

Der neue GLA wird auf der MMA-Plattform (Mercedes Modular Architecture) basieren. Dabei sind mindestens 2,8 Meter Radstand gesetzt. Zusammen mit entsprechend kurzen überhängen und einem länger gezogenen Dach ergibt sich ein sportliches Profil und mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Die Front mit ihrem durchgezogenen Leuchtenband ist an das CLA Concept angelehnt. Dessen Serienversion wird 2024 debütieren und der erste Vertreter auf MMA-Basis sein.

Den neuen GLA wird es noch immer mit Verbrennern geben, sicherlich durchgehend elektrifiziert. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Elektroversion gelegt. Die dürfte nicht mehr EQA heissen, weil Mercedes das EQ-Label sukzessive auslaufen lässt. Neue Motoren und ein Getriebe auf der Hinterachse sollen mehr Effizienz bringen. Als Akkus sind LFP- (Lithium Eisen Phosphat) und NMC-Akkus (Nickel Mangan Kobalt) bis etwa 100 kWh denkbar.

Die MMA-Plattform wird im Laufe des Modellzyklus Autonomes Fahren Level 3 ermöglichen. Ausserdem werden MMA-Fahrzeuge das intern entwickelte MB.OS-Infotainmentsystem bekommen. Analog zur etwas höheren Positionierung dürften sich auch die Preise für den GLA erhöhen. Zurzeit startet das kleine SUV in der Schweiz bei 50'989 Franken.

Weltpremiere des elektrischen Hoffnungsträgers

Mit dem CLA will Mercedes aus der Krise fahren. Es läuft derzeit alles andere als rund bei Mercedes. Schuld sind nicht zuletzt die elektrischen EQ-Modelle, die weltweit deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Mit dem neuen CLA soll sich das Blatt ab Sommer endlich wenden - zur Not gibts ihn auch als Benziner.

Für CEO Ola Källenius ist es das Alles-oder-nichts-Auto: Wenn nach den Elektromodellen EQE und EQS (samt den SUV-Varianten) auch der CLA floppt und nicht das gewünschte Volumen bringt, dürfte der Stuhl des Mercedes-Bosses mächtig wackeln. Mercedes spricht beim CLA vielversprechend vom «Ein-Liter-Auto des Elektrozeitalters».

Zum Marktstart im Frühsommer stehen zunächst zwei Antriebsvarianten zur Wahl. Die Systemleistung des Allradlers steigt damit auf 353 PS (260 kW) und 515 Nm. Trotzdem fällt die Maximalreichweite mit 770 Kilometern kaum kürzer aus als beim Basismodell. Möglich machen es nicht nur eine ausgefeilte Aerodynamik, sondern auch modernste E-Motoren.

So arbeitet an der Hinterachse eine sogenannte permanenterregte Synchronmaschine mit einem Wirkungsgrad von 93 Prozent, deren Kraft über ein Zwei-Gang-Getriebe übertragen wird. Während der erste Gang für flotten Antritt sorgt, ist der CLA im zweiten Gang (ab max. 110 km/h) deutlich energiesparender unterwegs, was letztlich der Reichweite zugutekommt.

Das zusätzliche E-Aggregat vorne wird nur bei Bedarf, etwa starker Beschleunigung, blitzschnell zugeschaltet, was wiederum Reibverluste reduziert.

Ende des Jahres soll der Mercedes CLA ergänzend auch als 48-Volt-Mildhybridbenziner verfügbar sein, der wahlweise die Vorderräder oder beide Achsen antreibt. Der neu entwickelte 1,5 Liter grosse Vierzylinderturbo von China-Partner Geely ist dabei an ein achtstufiges Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt und wird vom darin integrierten E-Motor mit bis zu 20 kW unterstützt. So lassen sich dank Strom aus der 1,3-kWh-Batterie kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen. Zudem kann der CLA bis 100 km/h häufig den Verbrenner abschalten und elektrisch «segeln».

Zunächst ist der Hybrid in drei Leistungsstufen mit 136, 163 oder 190 PS (100, 120 oder 140 kW) erhältlich. Verbrauchswerte nennt Mercedes noch keine, sie sollen sich laut den Entwicklern aber auf Diesel-Niveau bewegen.

Doch bei den beiden Antriebsvarianten wird es nicht bleiben. Nachgelegt werden nicht nur Versionen mit kleinerem und günstigerem 58-kWh-Batteriepaket, sondern auch Modelle mit deutlich mehr Leistung bis hin zu sportlichen AMG-Versionen.

Beim neuen CLA allein auf Elektroantriebe zu setzen, war den Mercedes-Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Turbulenzen auf dem Stromermarkt aber letztlich zu gefährlich. Deshalb wird die Limousine Ende des Jahres auch als Mildhybrid-Benziner auf den Markt kommen, um auch solche Kunden an Bord zu holen, die noch keinen reinen Stromer fahren wollen.

Bei den rein elektrischen Versionen wird der 405 Liter fassende Kofferraum ausserdem von einem 101 Liter grossen Frunk unter der Fronthaube ergänzt. Serienmässig ist der CLA darüber hinaus mit einem grossen Panoramadach ohne Öffnungsfunktion ausgestattet.

Doch letztlich dürfte vor allem der Preis über Erfolg und Misserfolg des neuen Hoffnungsträgers entscheiden. Bei den Elektrovarianten wird von Startpreisen von über 50'000 Franken gemunkelt - für die Basisversion notabene. Damit würden sie deutlich über dem selbst ernannten Kernwettbewerber Tesla Model 3 liegen, der zwar technisch schon in die Jahre gekommen ist, aber mit einem nahezu konkurrenzlosen Preis-Leistungs-Verhältnis aufwartet. Die günstigste Version des US-Stromers startet bereits bei knapp über 40'000 Franken.

Concept CLA Class

Mit dem «Concept CLA Class» bietet Mercedes-Benz einen seriennahen Ausblick auf die zukünftigen Modelle der CLA-Klasse. Der langfristigen Portfolio-Strategie von Mercedes-Benz folgend, wird die CLA-Klasse deutlich aufgewertet. Die neue CLA-Klasse ist für die kommende Plattform «Mercedes-Benz Modular Architecture» - kurz MMA - konzipiert.

Vier CLA Modelle sollen künftig den neuen Einstieg in die Welt von Mercedes-Benz bieten: ein viertüriges Coupé, ein Shooting Brake und zwei SUVs. Jedes Modell ist dabei standardmässig deutlich aufgewertet. Das Concept CLA Class ist auf der IAA Mobility 2023 in München (D) als «Hypermiler» präsentiert worden: Die Reichweite beträgt mehr als 750 Kilometer (WLTP) und der Stromverbrauch beträgt nur 12 kWh/100 km.

Der Antriebsstrang ist eine Entwicklung von Mercedes-Benz und wird direkt vom Elektroantrieb des VISION EQXX abgeleitet. Das Concept CLA Class hat einen Hinterradantrieb, die modulare Bauweise erlaubt aber rauch die Herstellung von Allrad-Fahrzeugen auf der MMA.

Basierend auf der MMA-Plattform ist das CLA Concept ausserdem ein weiterer, sehr wichtiger Schritt auf dem Weg von Mercedes-Benz, die Neufahrzeugflotte entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 2039 bilanziell CO₂-neutral zu produzieren. Zentral für das Concept CLA Class ist auch die Verwendung nachhaltiger Materialien.

Die MMA ist in erster Linie für Elektrofahrzeuge entwickelt und als hochflexible Plattform auch darauf ausgerichtet, mehrere unterschiedliche Modelle bzw. eine ganze Modellfamilie mit verschiedenen Karosserievarianten auf ihr herstellen zu können.

Grundlage für die neue Benutzeroberfläche des MBUX Superscreen, die ein neuartiges und aussergewöhnliches Benutzererlebnis bieten wird, ist das MB.OS. Der neue Screen ist vom Display des wegweisenden VISION EQXX mit modernsten Echtzeit-Grafiken abgeleitet worden.

Die Front wird vom Shark-Nose-Design und dem markanten, nahtlosen Grill-Panel bestimmt. Der «Kühlergrill» bleibt fester Bestandteil der Gesamtskulptur und wird zur «Leinwand» für ein beleuchtetes, animiertes Sternmuster (Pattern Muster) und den ebenfalls beleuchteten zentralen, weltberühmten Mercedes-Benz Stern. Ausserdem zählen an der Front- und Heckpartie markante, sternförmige Scheinwerfer zum innovativen CLA Designkonzept.

Mit einer gezielten Mischung analoger und digitaler Elemente bringt Mercedes-Benz eine frische und hochmoderne Ästhetik in den geräumigen und luftigen Innenraum des Concept CLA Class.

Der neue CLA feiert Weltpremiere in Rom

In der Villa Miani feierte Mercedes-Benz die Weltpremiere des neuen CLA - eines der zentralen Modelle für die Zukunft der Marke. Schlanker, smarter, elektrifiziert - ein Design, das die Vergangenheit ehrt und gleichzeitig in die Zukunft weist.

Der neue CLA ist aber nicht nur das erste Modell auf der neu entwickelten MMA-Plattform, er ist auch Träger von zwei komplett neuen Technologieplattformen, erklärte Mercedes-Benz CEO Ola Källenius. Das eine ist der neu entwickelte Antriebsstrang, das andere die Software. Das neue Betriebssystem MB.OS ist so etwas wie ein Container für viele andere Technologien, darunter ChatGPT und Gemini.

Auch die Einbindung anderer KI-Technologien wie Deepseek soll möglich sein. Das Navi nutzt die Technologie von Google Maps. Bei der Ladeplanung für längere Strecken werden Steigungen, Umgebungstemperatur, Geschwindigkeit, Heiz- und Kühlbedarf berücksichtigt, und künftig sogar die Windverhältnisse. Features, die sich vor allem auf die bereits jetzt schon beachtliche Reichweite von 792 Kilometer auswirken dürften.

Auch beim Laden setzt der CLA neue Massstäbe - in zehn Minuten lädt er mehr als 300 Kilometer in den Akku.

Innen bietet der Neuling hochwertige Materialien und viel Technik. So enthält der optionale MBUX Superscreen bis zu drei Displays am Armaturenbrett: 10,25 Zoll für die Instrumente, 14 Zoll fürs Infotainment und 14 Zoll für den Beifahrer oder die Beifahrerin. Optional ergänzt ein Head-up-Display die Ausstattung.

Zusammenarbeit mit US-Rapperin Ice Spice

Dazu gehören die kreativen Zusammenarbeiten mit der US-Rapperin Ice Spice, die für eine neue, unkonventionelle Generation von Luxus steht, sowie mit dem schwedischen Interieur-Designer Gustaf Westman und dem US-amerikanischen Mode-Designer und Künstler Colm Dillane alias KidSuper.

Die Ergebnisse dieser Kollaborationen sollen in den kommenden Monaten lanciert werden. Das gilt auch für den neuen Mercedes-Benz CLA, Auftakt macht im Sommer die rein elektrische Variante. Die Hybrid-Version soll Anfang 2026 verfügbar sein und ja, es wird auch eine AMG-Version geben.

Baby-Benz mit Mega-Reichweite: Der neue Mercedes CLA

Ab Anfang 2025 wird sein Nachfolger vom Band laufen. Er bildet den Auftakt zu einer ganzen Familie von elektrischen Einstiegsmodellen der Luxusmarke. Und er ist das erste Auto, das auf der neuen Mercedes Modular Architecture (MMA) basiert.

Der neue CLA soll in seiner Klasse neue Massstäbe setzen: Mit einer Batterieladung (90 kWh) verspricht Mercedes eine Reichweite von mehr als 750 Kilometern (nach WLTP-Messstandard). Der Verbrauch liegt bei rund 12 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Im Alltag sollten Reichweiten zwischen 600 und 675 km realistisch sein.

Zum Energiesparen trägt unter anderem eine verbesserte Wärmepumpe bei. Sie soll im Winter die Batterie schonen und gleichzeitig den Innenraum effizient beheizen. Ausserdem ist der CLA für bidirektionales Laden ausgerüstet. Für den Antrieb sorgt ein sogenannter Permanentmagnet-Synchronmotor, der nahezu ohne Seltene Erden auskommt.

Die CLA-Familie wird vier Varianten umfassen: ein Coupé, einen Shooting Brake (Steilheck) sowie zwei SUVs, darunter ein weiteres Coupé.