Die regelmäßige Wartung von Wasserenthärtungsanlagen, wie der Judo Softwell S oder der Judo i-soft, ist entscheidend für ihre Langlebigkeit und optimale Funktion. Viele Nutzer fragen sich, welche Arbeiten bei einer solchen Wartung anfallen und ob diese selbst durchgeführt werden können.
Wartungsumfang und Kosten
Die Kosten für eine professionelle Wartung durch den Kundendienst können variieren. Ein Nutzer berichtete von einem Angebot über 320 Euro für die Wartung seiner Judo Softwell S Entkalkungsanlage. Andere Nutzer erwähnten jährliche Kundendienstkosten von etwa 300 Euro, wobei die Anlage komplett auseinandergebaut, gereinigt, desinfiziert und auf ihre Funktion geprüft wird.
Ein Anruf beim Kundendienst in Österreich ergab, dass ein Wartungsvertrag etwa 150 Euro pro Jahr kostet. Der Werkskundendienst kann dabei den Fehlerspeicher der Software auslesen, was möglicherweise nicht von jedem selbst durchgeführt werden kann. Es ist wichtig zu beachten, dass zusätzliche Kosten für Salz und Strom anfallen können, wobei ein Nutzer von etwa 50 Euro pro Jahr sprach.
DIY-Wartung vs. Kundendienst
Einige Nutzer ziehen es vor, die Wartung selbst durchzuführen. Im Internet finden sich zahlreiche DIY-Videos, die Anleitungen und Tipps geben können. Bei Grünbeck gibt es beispielsweise eine halbjährliche Wartung, die hauptsächlich aus einer Sichtprüfung auf Dichtheit besteht. Jedoch gibt es keine offizielle Wartungsanleitung von Judo, was die Eigenwartung erschweren kann.
Es gibt jedoch auch Argumente für die Inanspruchnahme des Kundendienstes. Da es sich um Trinkwasser handelt, ist Hygiene ein wichtiger Faktor. Eine professionelle Wartung kann sicherstellen, dass die Anlage einwandfrei funktioniert und das Trinkwasser nicht beeinträchtigt wird. Zudem wird bei einer professionellen Wartung oft der Leitwertsensor gewechselt, der als Verschleißteil gilt.
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Erfahrungen mit der Judo i-soft
Die Judo i-soft ist eine beliebte Enthärtungsanlage, die für ihre intelligente Steuerung und Anpassung an schwankende Wasserhärten gelobt wird. Ein Nutzer berichtete, dass seine i-soft Safe nach etwa sieben Monaten kaum Salz verbrauchte und Flecken auf den Armaturen verblieben. Dies könnte auf einen defekten Leitwertsensor hindeuten, wie ein anderer Nutzer berichtete. Bei ihm führte ein defekter Sensor zu einer Rechnung von 230 Euro, obwohl er einen Wartungsvertrag hatte. Judo argumentierte, dass der Sensor ein Verschleißteil sei und nicht unter die Garantie falle.
Ein weiterer Nutzer bemängelte, dass Judo auf seiner Webseite und in seinen Prospekten nur wenige konkrete Daten zur i-soft veröffentlicht. Stattdessen werden allgemeine Marketingaussagen getroffen. Die technischen Daten sind jedoch in der Einbau- und Betriebsanleitung zu finden, die online heruntergeladen werden kann.
Technische Details und Durchflussmenge
Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl einer Enthärtungsanlage ist die Durchflussmenge. Ein Nutzer mit einem hohen Wasserverbrauch (EFH mit Einliegerwohnung, bis zu 6 Bewohner) stellte fest, dass die Nenndurchflussmenge der Judo i-soft (2,1 m³/h bei 0,8 bar Druckabfall) möglicherweise nicht ausreicht, wenn mehrere Duschen gleichzeitig genutzt werden. Es wurde diskutiert, ob der Härtegrad des Wassers Einfluss auf die Durchflussmenge hat und ob die Anlage bei extremen Härtegraden noch einen Härtegrad von 8° dH erreichen kann.
Die maximale kurzfristige Dauerentnahme der i-soft hängt vom Härtegrad des Wassers ab. Bei einem Härtegrad von 45° dH beträgt sie etwa 400 l/h. Es wurde die Frage aufgeworfen, wie sich die maximale Dauerentnahme erhöht, wenn der Kalkgehalt nicht auf 8° dH, sondern auf 26° dH reduziert wird. Die enthärtete, unverschnittene Wassermenge, die das Gerät pro Stunde liefert, liegt zwischen 300 l/h und 400 l/h.
Die Regeneration der i-soft dauert etwa 20 Minuten, wobei die beiden Säulen nacheinander regeneriert werden. Zwischen zwei Regenerationen sind etwa 353 Liter Entnahme möglich. Es wurde darauf hingewiesen, dass es Anlagen gibt, die eine Stunde oder länger für die Regeneration benötigen, was bei der Berechnung der Entnahmeleistung berücksichtigt werden muss.
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Wartungsmeldung zurücksetzen
Einige Nutzer hatten Probleme, die Wartungsmeldung auf dem Display ihrer Judo i-soft safe zurückzusetzen, nachdem sie die Wartung selbst durchgeführt hatten. Das Betätigen der OK-Taste (5 Sekunden drücken) führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Ein Tipp aus dem Forum war, die Taste "Runter" und "OK" gleichzeitig zu drücken, um die Wartungsmeldung zurückzusetzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wartung von Judo Wasseraufbereitungsanlagen ein wichtiger Aspekt für ihre Langlebigkeit und optimale Funktion ist. Die Kosten für eine professionelle Wartung können variieren, und es gibt auch die Möglichkeit, die Wartung selbst durchzuführen. Die Judo i-soft ist eine beliebte Anlage, die jedoch auch ihre Tücken haben kann. Es ist wichtig, die technischen Details und Durchflussmengen zu berücksichtigen, um die richtige Anlage für die eigenen Bedürfnisse auszuwählen.
| Leistung | Kosten (ca.) | Hinweise |
|---|---|---|
| Jährlicher Wartungsvertrag | 150 € | Beim Werkskundendienst |
| Professionelle Wartung | 300 - 320 € | Inkl. Reinigung und Desinfektion |
| Salz und Strom | 50 € / Jahr | Zusätzliche Betriebskosten |
| Leitwertsensor (Austausch) | 41,87 € + MwSt. | Kann als Verschleißteil gelten |
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