Was bedeutet 21 Karat Gold? Eine umfassende Erklärung

Bei Goldschmuck begegnen Käufer oft Begriffen wie „18K“, „21K“ und Zahlencodes wie „750“ oder „875“. Diese Bezeichnungen können zunächst verwirrend wirken, sind jedoch entscheidend für die Bestimmung der Qualität und Reinheit von Gold. Für Schmuckliebhaber hilft das Verständnis dieser Markierungen, sicherzustellen, dass sie Qualität, Authentizität und Haltbarkeit für ihren Kauf erhalten.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt bei Gold. Es bezeichnet den Goldanteil in einer Legierung, ausgedrückt in 1/24-Gewichtsanteilen. 24 Karat entsprechen reinem Gold. Das Karat ist die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 1 Karat in einer Legierung entspricht 1/24-Gewichtsanteil des reinen Goldes - in Prozent ausgedrückt: 4,167 Prozent.

Der Reinheitsgrad wird offiziell in Promille (1/1.000) angegeben und als 3-stellige Zahl ausgedrückt. So hat 333er-Gold einen Goldanteil von 333/1.000, also 33 Prozent - dies entspricht 8 Karat.

Woher kommt das Wort Karat?

Karat entstammt dem griechischen Wort Keration und bedeutet „Johannisbrotbaum“. Das Besondere dieses Baums: Jeder ausgewachsene Samenkern der Schote hat das gleiche Gewicht von rund 0,2 Gramm. Die Samenkörner dienten früher als Gewichtseinheit für Edelsteine, insbesondere für Diamanten. Das Gewicht eines Karats entspricht daher 0,2 Gramm.

Bei Gold drückt Karat nicht das Gewicht, sondern den Anteil des reinen Goldes aus. Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze - der Solidus - hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat.

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Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt. Keration ist der griechische Name für die kleinste Gewichtseinheit des Römischen Reiches, die der römischen Silbermünze Siliqua entsprach. Das Keration wog etwa 0,189 Gramm. Etwa 1 Karat.

Wie erkennt man den Feingehalt von Goldlegierungen in Karat?

Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Anhand der auf Barren und Münzen angegebenen Promillezahlen lässt sich der reine Goldgehalt in Karat bestimmen. Grundlage ist immer die Regel, dass 24 Karat fast exakt 100 Prozent Feingehalt entsprechen. Der Feingehalt wird faktisch mit 99,9 Prozent angegeben, da es praktisch ausgeschlossen ist, kleinste Verunreinigungen vollständig zu eliminieren.

Ein Beispiel: Die Zahl „333“ bedeutet „333 von 1.000“, der Goldgehalt beträgt damit 33,3 Prozent. Und 33,3 Prozent von 24 (Karat) ergeben 7,992. Dies entspricht - aufgrund der „99,9-Prozent-Regel“ - 8 Karat.

Was bedeutet 21 Karat Gold?

875 Gold ist eine Goldlegierung mit einem Feingehalt von 87,5 %. Dies entspricht 21 Karat. 875er-Gold ist eine beliebte Goldlegierungen für hochwertigen Schmuck.

  • Glanz: 875er-Gold hat einen schönen, leuchtenden Glanz. Es ist ein beliebtes Material für Schmuck, da es elegant und stilvoll aussieht.
  • Wertbeständigkeit: Gold ist ein wertvolles Material, das seinen Wert über die Zeit behält. 875er-Gold ist daher eine gute Investition, da es in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit seinen Wert behält.

875er Gold wird aus Gold und anderen Metallen wie Silber und Kupfer hergestellt. Je nach Zusammensetzung der weiteren Metalle kann es nur noch leicht in der Farbe abweichen, da der Hauptbestand Feingold ist. Der Goldanteil von 875er Gold ist höher als bei anderen Goldlegierungen wie 750er Gold (18 Karat) oder 585er Gold (14 Karat).

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875er Gold wird für die Herstellung von hochwertigem Schmuck, ganz besonder für Colliers verwendet. Aber auch andere Schmuckstücke wie Ringen, Ohrringen, Halsketten und Armbändern können aus der wertvollen Legierung bestehen. Es ist besonders beliebt für Hochzeiten und andere besondere Anlässe.

875er Gold wird auch für die Herstellung von Anlagemünzen verwendet. Die Nachfrage nach 875 Gold ist in verschiedenen Ländern unterschiedlich. In einigen Ländern, wie zum Beispiel im Nahen Osten und Südasien, ist 875 Gold besonders beliebt und findet beispielsweise bei Hochzeitschmuck verwendung. Insgesamt ist 875 Gold eine vergleichsweise seltene Legierung.

Die „875“-Markierung zeigt an, dass die Legierung zu 87,5 % aus Feingold besteht, also 21K Gold ist. Das bedeutet, dass 875 von 1.000 Teilen aus Feingold bestehen. 21K Gold wird häufig in Ländern verwendet, in denen eine höhere Reinheit des Goldes in Schmuck bevorzugt wird, da es eine tiefgelbe Farbe mit einem höheren Goldgehalt als 18K bietet.

875er-Gold ist aufgrund des hohen Goldgehalts sehr haltbar, allerdings auch recht weich. Daher sollte man sehr achtsam mit den Schmuckstücken umgehen, um diese nicht zu beschädigen oder zu verbiegen. Für den reinen Materialwert sind Kratzer und Beschädigungen irrelevant. In Einzelfällen können besondere Schmuckstücke jedoch auch einen Sammlerwert besitzen, der dann auch vom Erhalt der Stücke abhängt.

Karat Tabelle für Gold

Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Karatwerte und ihre entsprechenden Feingehalte zeigt:

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Karat Feingehalt Goldanteil in Prozent
6 Karat 250 25,0%
8 Karat 333 33,3%
9 Karat 375 37,5%
10 Karat 416 41,6%
12 Karat 500 50,0%
14 Karat 585 58,5%
18 Karat 750 75,0%
20 Karat 833 83,3%
21 Karat 875 87,5%
21,6 Karat 900 90,0%
22 Karat 916 91,6%
23 Karat 950 95,0%
23,2 Karat 965 96,5%
23,6 Karat 986 98,6%
24 Karat 999 99,9%

Wie berechnet man den Goldanteil?

Um den reinen Goldanteil selbst zu berechnen, ist es wichtig zu wissen, welche Prägung das jeweilige Objekt hat. Nehmen wir ein Goldarmband als Beispiel: Wiegen Sie das Armband zunächst um das Gesamtgewicht herauszufinden. Für die Beispielrechnung nehmen wir dazu 12 Gramm als Gesamtgewicht. Je nach Art der Prägung können Sie direkt zur Berechnung übergehen oder davor einen Blick auf die Tabelle mit der Karatzuordung werfen. Für unsere Beispielrechnung nehmen wir hierzu 18 Karat als Maßeinheit, also 750/1000 als Goldanteil.

Nun gilt es wie folgt vorzugehen:

12 g x 0,75 = 9

Bei einem 12 Gramm schweren Armband mit 18 Karat beträgt der reine Goldanteil somit 9 Gramm.

Worauf sollte man beim Kauf von Goldschmuck achten?

  • Haltbarkeit: Schmuck mit niedrigeren Karatwerten wie 14K oder 18K ist aufgrund der hinzugefügten Metalle in der Legierung oft haltbarer als 21K oder 24K Gold.
  • Ästhetische Anziehungskraft: Höherkarätiges Gold wie 21K hat einen reichen, tiefen Farbton, den manche Käufer als besonders attraktiv empfinden.
  • Wert und Investition: Höherkarätiges Gold ist im Allgemeinen wertvoller, da es einen höheren Prozentsatz an Feingold enthält.

Was ist der Unterschied zwischen Karat bei Gold und Karat bei Diamanten?

Außer zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen wird die Bezeichnung Karat auch zur Angabe des Feingehalts von Gold verwendet. Das Gewicht bei Diamanten wird in Karat angegeben. 1 Karat entspricht 0,20 Gramm. Hierbei spricht man auch vom metrischen Karat. Das metrische Karat ist eine Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen.

Die Karatangabe gibt also nur Auskunft über das Gewicht eines Diamanten und nicht - wie oft angenommen - über seine Größe. Wie viel Karat ein Diamant hat, kann man mit einer Diamantwaage bestimmen. Bei geschliffenen Diamanten wie Brillanten lässt sich die Karatzahl auch durch Vermessen ermitteln. Die Karatzahl gehört neben der Farbe, dem Schliff und dem Reinheitsgrad zu den wichtigsten Kriterien, wenn es darum geht, den Wert eines Diamanten zu bestimmen.