Oktagon MMA hat die MMA-Welt im Sturm erobert und ist besonders in Tschechien und der Slowakei ein Mega-Event. Aber was genau ist Oktagon MMA, und was macht es so besonders?
Was ist MMA (Mixed Martial Arts)?
MMA steht für Mixed Martial Arts. MMA ist eine junge und sehr populäre Kampfsportart im Vollkontakt, die nicht nur eine ganz bestimmte Kampfsportart, sondern verschiedene Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten oder Kampfsportstile, wie etwa Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen oder Karate, kombiniert.
Wie es MMA als Bezeichnung hergibt - Mixed Martial Arts - dürfen MMA-Kampfsportler andere Stilrichtungen anwenden. Nahezu alles ist erlaubt, sofern sich die Fighter während des Wettkampfes am Regelwerk ausrichtet. Das primäre Ziel ist es, den Gegner im Wettstreit / Kampf durch Schläge, Tritte, Würfe und Bodenkampftechniken zu besiegen.
Üblicher Weise finden Wettkämpfe in einem Oktagon statt, einem achteckigen Käfig, der die Kampffläche eingrenzt. MMA erfordert sowohl physische Härte als auch ausgeprägte technische Fähigkeiten, taktisches Denken und mentale Stärke des MMA-Sportlers ein. Die Kämpfer sollten grundsätzlich gut trainiert und vielseitig ausgerichtet sein, da sie in verschiedenen Szenarien des Kampfes adäquat und souverän handeln müssen.
Ein MMA-Kampf kann durch Knockout, Aufgabe oder Punktrichterentscheidung entschieden werden. Diese Sportart erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und ist für ihre Intensität und Vielseitigkeit bekannt.
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Die Grundlagen von MMA
Die elementaren Grundlagen für Mixed Martial Arts (MMA) umfassen mehrere Aspekte:
- Vielseitige Kampfstile: MMA kombiniert Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Boxen, Muay Thai, Jiu-Jitsu, Ringen und Karate. Kämpfer müssen in der Lage sein, diese Techniken nahtlos zu integrieren und situationsbedingt anzuwenden.
- Regelwerk: Obwohl viele Techniken erlaubt sind, gibt es ein festgelegtes Regelwerk, das die Sicherheit der Kämpfer gewährleistet und illegale Aktionen wie Augenstechen, Schläge auf den Hinterkopf oder der Einsatz von Waffen / Gegenständen verbietet.
- Physische Fitness: MMA erfordert eine herausragende körperliche Verfassung. Kämpfer müssen Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Flexibilität besitzen, um sowohl im Standkampf als auch im Bodenkampf bestehen zu können.
- Technische Fähigkeiten: Um in MMA erfolgreich zu sein, müssen Kämpfer ein breites Spektrum an Techniken beherrschen. Dazu gehören Schläge und Tritte im Standkampf sowie Würfe, Hebel und Aufgabegriffe im Bodenkampf.
- Mentale Stärke: Neben der physischen Vorbereitung ist mentale Stärke entscheidend. Kämpfer müssen fokussiert, selbstbewusst und in der Lage sein, unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
- Taktisches Denken: Strategisches Planen und Anpassungsfähigkeit sind essenziell. Kämpfer müssen ihre Taktik je nach Gegner und Kampfsituation flexibel anpassen können.
- Training und Vorbereitung: Kontinuierliches Training, Sport- und Fitness-Übungen und eine sorgfältige Vorbereitung auf den Kampf sind unerlässlich. Dies beinhaltet Sparring, Techniktraining, Konditionstraining und das Studium von Gegnern.
- Kampf im Oktagon: Die meisten MMA-Kämpfe finden in einem achteckigen Käfig, dem Oktagon, statt. Dieser bietet eine sichere Umgebung, in der die Kämpfer ihre Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen messen können.
Die Regeln im MMA
Die wichtigsten Regeln im Mixed Martial Arts (MMA) sind darauf ausgelegt, die Sicherheit der Kämpfer zu gewährleisten und faire Wettkämpfe zu ermöglichen.
- Erlaubte Techniken: Schläge und Tritte sind sowohl im Stehen als auch am Boden gestattet. Würfe und Takedowns können eingesetzt werden, um den Gegner zu Boden zu bringen. Im Bodenkampf sind Hebeltechniken und Würgegriffe erlaubt, um den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.
- Verbotene Techniken: Schläge auf den Hinterkopf oder Nacken, Augenstechen, Beißen, Ziehen an den Haaren, Angriffe auf die Genitalien, Schläge oder Tritte auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners, Finger in den Mund des Gegners stecken.
- Ausrüstung: Kämpfer müssen speziell für MMA entwickelte Handschuhe tragen. Zahnschutz und Tiefschutz sind obligatorisch. Frauen müssen zusätzlich einen Brustschutz tragen. Der Einsatz von Waffen oder der Gebrauch von Gegenständen ist verboten.
- Runden und Dauer: Ein typischer MMA-Kampf besteht aus drei Runden, jede von fünf Minuten Dauer. Titelkämpfe haben fünf Runden. Zwischen den Runden gibt es eine Pause von einer Minute.
- Kampfrichterentscheidungen: Ein Kampf kann durch Knockout (KO), technischen Knockout (TKO), Aufgabe (Submission) oder Punktrichterentscheidung (Decision) enden. Geht der Kampf über die volle Zeit, entscheiden die Punktrichter anhand der Effektivität der Angriffe, Kontrolle und Aggressivität der Kämpfer.
- Verhalten im Kampf: Respektloses Verhalten, wie das Schlagen nach dem Glockenzeichen oder das Missachten der Anweisungen des Schiedsrichters, wird nicht toleriert. Kämpfer müssen den Kampf sofort unterbrechen, wenn der Schiedsrichter eingreift.
- Ärztliche Untersuchung: Vor und nach dem Kampf müssen die Kämpfer eine ärztliche Untersuchung durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und keine Verletzungen davongetragen haben.
Grundlegende Techniken im MMA
Mixed Martial Arts (MMA) ist ein vielseitiger Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen kombiniert. Hier sind einige der wichtigsten Techniken und Kategorien, die im MMA verwendet werden:
- Striking (Schlagtechniken): Boxen, Kickboxen/Muay Thai, Karate/Taekwondo
- Grappling (Ringtechniken): Wrestling, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), Judo
- Clinch Fighting (Kampf im Clinch): Muay Thai, Greco-Roman Wrestling
- Ground and Pound (Bodenkampf mit Schlägen): Positioning, Strikes
- Defensive Techniken (Abwehr): Striking Defense, Takedown Defense, Submission Defense
Takedowns im MMA
Ein Takedown im MMA ist eine Technik, bei der ein Kämpfer seinen Gegner von den Füßen auf den Boden bringt. Dies ist eine grundlegende und strategisch wichtige Fähigkeit im MMA, da es den Kämpfer in eine vorteilhafte Position bringt, um Schläge (Ground and Pound) anzusetzen oder Submissions zu versuchen.
Gängige Takedown-Techniken
- Double Leg Takedown: Der Kämpfer greift die Beine des Gegners mit beiden Armen, hebt und bringt ihn zu Boden.
- Single Leg Takedown: Der Kämpfer greift ein Bein des Gegners, hebt es an und bringt ihn aus dem Gleichgewicht, um ihn zu Boden zu bringen.
- High-Crotch Takedown: Eine Variation des Single Leg Takedowns, bei dem der Kämpfer tiefer in die Leiste des Gegners greift und ihn hochhebt.
- Trip Takedown: Der Kämpfer benutzt seinen Fuß oder sein Bein, um das Bein des Gegners zu blockieren oder zu haken und ihn so zu Fall zu bringen.
- Hip Throw (O Goshi): Eine Technik aus dem Judo, bei der der Kämpfer seine Hüfte als Drehpunkt nutzt, um den Gegner über die Hüfte zu werfen.
- Body Lock Takedown: Der Kämpfer umklammert den Körper des Gegners, oft in einer Clinch-Position, und verwendet Hebelwirkung und Körperdrehungen, um ihn zu Boden zu bringen.
- Suplex: Eine spektakuläre Technik aus dem Wrestling, bei der der Kämpfer den Gegner von hinten greift, ihn anhebt und rückwärts auf den Boden wirft.
Die Oktagon MMA Challenge
Die Oktagon MMA Challenge kommt nach Deutschland! In Tschechien und Slowakei ist die Reality-TV-Serie DER Hammer. Die Events füllen nicht nur die Hallen, sondern fesseln auch die Menschen vor dem TV.
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Aufbau
Acht Kämpfer wurden vor Beginn der Aufnahmen in zwei Teams aufgeteilt, die jeweils von zwei Trainern betreut werden. Die Teams leben aber zusammen in einem Haus. An einem Tag wird noch zusammen gekocht, wenige Stunden danach gibt es auf die Glocke!
In jeder Folge geht es für die acht aufstrebenden Talente, sich ins große Finale zu kämpfen. Bei „Oktagon33“, am 4. Juni ebenfalls bei BILD, treten die beiden besten Käfig-Kämpfer gegeneinander an. Über 10.000 Fans werden in der Frankfurter Festhalle dabei sein!
Damit sie bestens auf den größten Moment ihrer Karriere vorbereitet werden, holen sie sich Tipps und Tricks bei Deutschlands bekanntesten MMA-Stars.
Die Trainer
- Team 1: Christian Eckerlin (35) und Stefan Pütz (34)
- Team 2: Die Zawada-Brüdern David (31/UFC-Veteran) und Martin (38/KSW-Legende)
Modus
In sieben Challenges müssen sie die Teams miteinander messen. Eine Folge der Oktagon MMA Challenge ist wie folgt aufgebaut:
- Tag: Challenge! In spannenden und lustigen Aufgaben, die abseits des Alltags der Käfig-Kämpfer liegen, spielen die Teams um zwei entscheidende Vorteile. Zum einen kann das Gewinnerteam die Paarung für den Kampf in der Woche festlegen. Zum anderen muss die Verlierer-Mannschaft das Haus putzen.
- Tag: Training! Die Trainer bereiten ihre Schützlinge bestmöglich auf den Kampf vor. Sie geben wertvolle Tricks - und können von den jungen Wilden auch selber noch was lernen.
- Tag: Training & Gewicht machen! Wie im echten Leben auch müssen die Kämpfer ihr Gewicht machen. Andernfalls platzt der große Traum! Viel Drama ist hier vorprogrammiert.
- Tag: Kämpfen! Daher gibt es am letzten Tag einer jeden Folge die heftigen Kämpfe. Wer gewinnt, steht im Halbfinale. Der Verlierer ist ausgeschieden, kann sich aber im Training noch wichtige Tipps holen!
Die Kämpfer
Team Pütz/Eckerlin:
- Antonio Bila: Seit zwei Jahren trainiert der 24-Jährige bereits im MMA Spirit, der Kampfsport-Schmiede von Pütz und Eckerlin. Als Jugendlicher war er drogenabhängig, durch MMA brachte er wieder Struktur ins Leben.
- Selim Topuz: Mit 34 Jahren ist er bereits der Oldie der Challenge. Topuz trainerte allerdings schon mehrfach mit UFC-Rakete Alexander Rakic. Er weiß also ganz genau, wie der Hase läuft.
- Ali Nasir: Der großgewachsene Käfig-Kämpfer (25) trainiert ebenfalls seit Jahren im MMA Spirit. Abseits des Käfigs studiert er Philosophie - eine ganz besondere Kombi also!
- Ibrahim Cholo: Er trainierte im UFD Gym in Düsseldorf bereits mit der MMA-Größe Roberto Soldic. Seine flinken Bewegungen sind für jeden Gegner eine wahre Gefahr.
Team Zawada-Brüder:
- Simeon Kapuya: Der 23-Jährige kämpft für die Kölner Sportakademie Prang. In seinem bislang einzigen Profi-Kampf feierte er bei „We Love MMA 40“ einen krachenden K.o.-Sieg.
- Hassan Shaaban: Mit 16 Jahren fing „Hassan Diaz“, sein Spitzname in Anlehnung an die Diaz-Brüder aus der UFC, mit dem Sport an. Mittlerweile gehört er dem berühmten UFD Gym in Düsseldorf. Kein Wunder, dass der 20-Jährige zu den Favoriten gehört.
- Endrit Brajshori: Aus dem bayrischen Rosenheim kommend musste Brajshori immer viele Kilometer hinter sich legen, um überhaupt im Käfig kämpfen zu können. Der 25-Jährige will beweisen, dass man in dem Sport auch erfolgreich sein kann, wenn man nicht aus einer großen Stadt kommt.
- Jaime Cordero: Der 30-jährige Deutsch-Puerto Ricaner besitzt in Bremen einen eigenen Gym. Besser kann man sich wohl nicht vorbereiten als er. Bei der Oktagon MMA Challenge will er für seine kleine Tochter gewinnen.
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