Als im Herbst 2022 ein neuer „Karate Kid“-Kinofilm angekündigt wurde, reagierten viele Fans erstmals skeptisch. Schließlich galt die gefeierte Netflix-Serie „Cobra Kai“ bereits als perfekte Weiterführung des legendären Franchise. Was soll ein weiterer Kinofilm da noch draufsetzen? Zumal die Serienverantwortlichen nicht direkt am Leinwandprojekt beteiligt wurden. Und dann sollte neben Original-Star Ralph Macchio auch noch Jackie Chan seine Rolle aus dem zwar finanziell erfolgreichen, aber viel gescholtenen Remake „Karate Kid“ von 2010 wieder aufnehmen. Kein Wunder, dass da erst mal die Alarmglocken schrillten.
Aber nun ist es gerade diese Zusammenführung der beiden Welten, die sich in „Karate Kid: Legends“ als Erfolgsgeschichte erweist: Jackie Chan, hier zum ersten Mal seit dem enttäuschenden Remake wieder in einem großen Hollywood-Film zu sehen, macht einfach unglaublichen Spaß.
Dabei könnte auch Reboot passen, da der Film in den Grundzügen alle Elemente des ersten Films an den Start bringt.
„Karate Kid: Legends" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen.
Da die Ereignisse in "Karate Kid: Legends" innerhalb des "Karate Kid"-Franchises 3 Jahre nach der Handlung der Serie "Cobra Kai" (2018-2015) angesiedelt sind, wartete man bewusst für die Premiere des Films erstmal das Serienfinale von "Cobra Kai" im Februar 2025 ab.
Lesen Sie auch: Mehr über Karate
"Karate Kid: Legends" ist der erste Teil der Filmreihe, der nicht von Produzenten Jerry Weintraub umgesetzt wurde. Weintraub, der auch der Produzent hinter der "Ocean's 11"-Reihe war, verstarb bereits 2015.
Handlung
Nach einer traumatischen Familientragödie muss das überaus talentierte Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) sein Zuhause in der chinesischen Hauptstadt Beijing verlassen und mit seiner Mutter nach New York City ziehen. Dort fällt es ihm schwer, sich in die neue, ungewohnte Umgebung einzufügen und Anschluss an seine Mitschüler zu finden.
Obwohl Li Konflikte meiden möchte, scheint er immer wieder in schwierige Situationen zu geraten. Als ein Freund seine Unterstützung benötigt, entscheidet er sich, an einem Karatewettbewerb teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass seine Fähigkeiten allein nicht ausreichen.
Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) bittet deshalb Karate-Legende Daniel LaRusso (Ralph Macchio) um Unterstützung. Gemeinsam zeigen sie Li, wie er die unterschiedlichen Kampfstile der beiden Meister vereinen kann, um sich auf einen entscheidenden Martial-Arts-Showdown vorzubereiten.
Im Film bereitet sich ein Martial-Arts-begabter Junge in New York City mit gleich zwei legendären Meistern auf den ultimativen Karate-Wettbewerb vor: Jackie Chan und Ralph Macchio. Gemeinsam verschmelzen sie ihre Stile und lehren Li, wann es sich zu kämpfen lohnt.
Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon
Besetzung
- Ben Wang als Li Fong
- Jackie Chan als Mr. Han
- Ralph Macchio als Daniel LaRusso
Hintergrundinformationen
Der Film hätte eigentlich auch 5 Monate früher erscheinen können. Der Film bewirkt, dass aus dem Remake mit Jackie Chan rückwirkend ein ganz normales Sequel wird. Allerdings erzählt er eine Dreiviertelstunde lang eine Geschichte, die der Trailer nicht verraten hat. Danach folgt aber der bekannte Verlauf, dass Jackie Chan und Ralph Macchio für einen jungen als Mentor zu Seite stehen und ihn ... vervollständigen.
Karate Kid: Legends erzählte ein weiteres Mal, unabhängig von der Serie Cobra Kai (2018-2025), die Geschichte eines Martial-Arts-Talents. Die Fortsetzung folgte auf die Vorängerfilme Karate Kid (1984), Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa (1986) und Karate Kid III - Die Letzte Entscheidung (1989) mit dem zurückkehrenden (und mittlerweile erwachsenen) Ralph Macchio, Karate Kid IV - Die nächste Generation (1994) ohne Macchio sowie auf Karate Kid (2010) mit Jackie Chan.
Das Reboot von Harald Zwart stellte 2010 entgegen seines Titels die Kampfsportart Kung Fu (statt Karate) ins Zentrum. Karate Kid: Legends griff diese Verwirrung mit beiden zurückgeholten Martial-Arts-Mentoren auf.
Ursprünglich sollte Breck Eisner (The Crazies) 2014 noch Regie führen, verließ das Projekt jedoch wieder. Das Drehbuch wurde neu geschrieben, Eisner kehrte 2017 zurück, doch Jackie Chan drückte seine Unzufriedenheit mit dem Skript aus. Danach wurde es ruhig um die Fortsetzung. Erst 2022 ging, nach dem Erfolg der Sequel-Serie Cobra Kai, eine neue Geschichte in Entwicklung, die stärker an das "originale Karate Kid Franchise anknüpfen" sollte. Jonathan Entwistle (The End of the F***ing World) übernahm die Regie und konnte den neuen Teil April bis Juni 2024 im kanadischen Montreal unter dem Arbeitstitel Victory Boulevard drehen.
Release
Im Kino erscheint der Film am 29. Mai 2025. "Kraven the Hunter" und "Karate Kid" wurden verschoben. Die Gründe liegen in einer Überarbeitung des Terminkalenders.
Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo
Fazit
Ein sehr guter Film, der es total in sich hat. Mich konnte der total überzeugen. Die Handlung ist sehr spannend und faszinierend gestaltet, dabei auch modern gehalten. Die sportliche Action war sowieso grandios. Des Weiteren hat dem Film Humor sehr gut getan.
