Karate Tiger: Besetzung und Schauspieler

Nachdem Corey Yuen in Hongkong an vielen Martial Arts-Projekten mitgewirkt hatte, schaffte er Anfang der 80er den Übergang nach Hollywood, wo er 1985 mit Karate Tiger zum einen versuchte, was er gelernt hat in einen neuen kulturellen Kontext zu setzen, und zum anderen dafür sorgte, dass der zukünftige Actionstar Jean-Claude Van Damme eine seiner ersten Filmrollen in den USA erhielt.

Seine Kindheit und weite Teile seiner Jugend verbrachte der Teenager Jason Stillwell (Kurt McKinney) in Los Angeles, wo er im Karate-Dojo seines Vaters (Timothy D. Baker) die Kampfkunst lernte, doch zugleich seine Passion für Bruce Lee, dessen Filme und dessen Konzept des Jeet Kune Do, stetig wuchs.

Durch eine kriminelle Organisation aus dem Geschäft getrieben, muss die Familie nach Seattle umziehen, wobei sich Vater und Sohn immer weiter auseinanderleben, vor allem, nachdem er durch die Hand Ivan Kraschinskys (Jean-Claude Van Damme), eines Schützlings der Organisation, so verletzt wurde, dass er seinen Job als Karate-Trainer nicht mehr länger ausführen kann. In Seattle schließt Jason Freundschaft mit R.J. (J.W. Fails), einem Nachbarsjungen, mit dem ihn ein Interesse für Basketball verbindet und welcher ihn in die Dojos in Seattle einführt.

Zugleich jedoch macht er sich Feinde, durch die gemeinen Intrigen eines anderen Nachbarsjungen, der R.J. verachtet und ebenso alle Freunde, die dieser hat, und als er seine Freunde im Kampf verteidigt.

Jasons Bereitschaft zu kämpfen, wenn es sein muss, verschärft den Konflikt mit seinem Vater noch weiter, sodass es letztlich zum Bruch zwischen den beiden kommt und der Teenager ausziehen muss. Aus Verzweiflung bittet und bettelt er am Grab seines Idols Bruce Lee um Unterstützung und eines Nachts erscheint ihm tatsächlich der Geist Lees (Tai-chung Kim), unter dessen Leitung er nun an seiner Kampfkunst arbeitet und mit der Zeit immer besser wird.

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Wenn sich ein Martial Arts-Fan an Karate Tiger erinnert, wird dies in erster Linie wahrscheinlich wegen des Finales sein, in dem Jason dem von Jean-Claude Van Damme gespielten Ivan abermals gegenübertritt, was eine Begegnung darstellt, auf die der Film schließlich seine ganze Laufzeit über den Zuschauer vorbereitet.

Hier stimmt dann auch wiederum vieles, was vorher nur teilweise oder gar nicht funktionierte, auf schauspielerischer wie auch technischer Hinsicht.

Während man auf der einen Seite als Zuschauer für den jugendlichen Protagonisten ist, der sich durch einen langen und harten Prozess - 80er Jahre typisch ausgedrückt mittels mehrerer Montagen - verbessert hat und zu jemand Anderem geworden ist, setzt Van Damme auf eine zugegeben eindimensionale Bösartigkeit eines Menschen, der jeden im Ring besiegen kann, was wohl einige der Darsteller am Set am eigenen Leibe erfahren mussten.

Leider lässt ich dies nicht für die Zeit vor diesem Finale sagen, das nicht nur schlecht gealtert ist, sondern zudem noch viele andere Probleme aufweist. Das seltsame Over-acting, das deplatziert wirkende Voice-Over oder wenig organische wirkende Übergänge sind nur einige der Makel, die sich im Laufe der Handlung immer wieder zeigen. Hinzu kommt noch das Drehbuch von Keith W. Strandberg, welches offensichtlich eine Liebe zur Kampfkunst zeigt, aber dem es am Gefühl mangelt, eine solche Geschichte in einer anderen Kultur umzusetzen.

Besetzung im Überblick

Schauspieler Rolle
Kurt McKinney Jason Stillwell
Jean-Claude Van Damme Ivan Kraschinsky
J.W. Fails R.J.
Timothy D. Baker Jasons Vater
Tai-chung Kim Geist von Bruce Lee

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