Karl Nickel: Eine Karriere im MMA

Es gibt allerdings auch Sachen, die in Deutschland erlaubt sind und anderswo nicht: Das autonome Fahren zum Beispiel.

Am 1. Januar 2027 startet EU ETS2. Das Handelssystem für CO2-Emissionen macht fossile Kraftstoffe jährlich teurer.

Die Großen werden so noch größer, weil sie die eigene Auslastung steigern.

Im Ergebnis wächst das Risiko einer Oligopolbildung, also einer Marktdominanz durch wenige Unternehmen.

Die Halter von Elektroautos freuen sich: Einmal im Jahr können sie Geld aus dem Emissionshandel bekommen.

Lesen Sie auch: Nehammer abseits der Politik: Seine Leidenschaft für den Kampfsport

Das verbessert neben dem Erlass der Kfz-Steuer und niedrigeren Wartungspreisen die Gesamtkostenbilanz des Elektroautos.

Je nach Jahr und Anbieter kommen rund 250 bis 400 Euro zusammen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird sich in Brüssel für das Vorziehen der Revision des CO2-Flottengrenzwerts einsetzen.

Statt wie geplant 2026 soll früher mit der Prüfung begonnen werden.

Das hat Habeck am Montag nach dem Autogipfel mit Vertretern der deutschen Industrie und auf deren Wunsch klar gemacht.

Lesen Sie auch: Die Bedeutung von Sportvereinen

Die Sache ist klar: Die chinesische Autoindustrie spezialisiert sich auf Elektroautos.

Diese Elektroautos sind preisgünstiger, haben die bessere Software und können am schnellsten Laden.

In kurzer Zeit werden wenige Hersteller den Weltmarkt dominieren - und die kommen aus China.

Die Anode dagegen wurde weitgehend ignoriert: Sie besteht nahezu überall ausschließlich aus Grafit.

Der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) arbeitet an einer Standardisierung für den Vergleich der Ladeperformance von Elektroautos.

Lesen Sie auch: Ein Leben dem Karate gewidmet: Karl-Hans König

Das Ziel der ISO/SAE 12906: Kaufinteressenten sollen nach transparenten und nachvollziehbaren Kriterien feststellen können, wie schnell das gewünschte Elektroauto lädt.

Hierzu gibt es bisher keine einheitliche Norm, und auch die ISO/SAE 12906 ist noch nicht final veröffentlich.

Tesla praktiziert es beim Model Y.

Toyota wird es ab 2026 tun.

Volvo, Hyundai, Ford und vielleicht der Rest der Autoindustrie sind dabei oder folgen: Das stundenlange Schweißen, Fügen und Kleben von vielen Karosserieteilen zum Beispiel beim vorderen und hinteren Unterboden wird durch einen einzigen Aluminiumdruckguss ersetzt.

Tesla und Toyota nennen diesen Fertigungsprozess Gigacasting.

AC oder DC? Die Kürzel für Wechselstrom (Alternating Current) und Gleichstrom (Direct Current) waren in der Welt der Ladeinfrastruktur einstmals Anlass für kleine Glaubenskriege: Die einen waren sicher, dass es ausreicht, eine Vielzahl von AC-Punkten zu verteilen.

Die anderen waren überzeugt, dass Hochleistungspunkte mit DC das einzig Wahre ist.

Eine Statistik, wie viele Elektroautos auf die 5.641.416 Gebrauchtkäufe im Jahr 2022 entfallen sind, veröffentlicht das KBA nicht.

Aber wir haben plausible und valide Quellen, die den Zuwachs bei Elektroautos belegen.

Grünheide wird der härteste Konkurrent von Wolfsburg: Tesla baut in der brandenburgischen Gigafactory ein Elektroauto für 25.000 Euro.

Es könnte ab 2027 auf die Straßen rollen - nahezu zeitgleich mit dem neuen Volkswagen e-Golf.

Und wie so oft bei Tesla, ist das keine offizielle Information.

Kia hat in Seoul drei Elektroautos vorgestellt: Das Serienmodell des kompakten SUVs EV5 sowie die Studien der Limousine EV4 und des kleinen SUVs EV3.

Die Marke der Hyundai Motor Company ergänzt so das Portfolio, das aus dem EV6, dem frisch präsentierten Luxus-SUV EV9, dem Niro EV und dem e-Soul besteht.

Bei dem piept’s wohl: Der Hyundai Ioniq 6 ist eins der besten Elektroautos, die es gibt.

Aber die Verkehrszeichenerkennung nervt.

Immer, wenn eine veränderte Geschwindigkeit identifiziert wird - also zum Beispiel 70 statt 100 km/h - macht der Hyundai einen kurzen Pieplaut.

Wird das Tempolimit überschritten, gibt es zusätzlich einen mehrfachen Bing.

Piep und Bing.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist eine feine Sache.

Bei NIO sind es die Power Swap Stations (PSS): An acht deutschen Standorten können die Traktionsbatterien der Elektroautos getauscht werden.

In Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen EnBW soll es bald bis zu 20 PSS geben.

Mercedes hat das Concept CLA Class vorgestellt: Das Design ist eine direkte Vorschau auf den neuen CLA, der 2025 startet.

Auf Basis der Plattform Mercedes-Benz Modular Architecture (MMA) folgen auf die Limousine der Shooting Brake sowie zwei SUVs.

Boah, geht der ab! Der Smart #1 BRABUS beschleunigt in 3,9 Sekunden auf 100 km/h.

Das ist gefühlt nah an einem Tesla Model 3 Performance.

In dieser Klasse sind 315 kW Antriebsleistung, 543 Newtonmeter Drehmoment und Allradantrieb ein Alleinstellungsmerkmal.

Weltmarktführer CATL hat heute die Shenxing Superfast Charging Battery vorgestellt.

Das chinesische Unternehmen, das mehr als ein Drittel der Traktionsbatterien von Elektroautos produziert, verspricht eine Ladezeit von zehn Minuten für 400 Kilometer Reichweite.

Ein Wert, der für sich allein noch nicht aussagekräftig genug ist.

Armselig: In den deutschen Verkaufsräumen von Toyota gibt es ein einziges BEV.

Nämlich den bZ4X.

Toyota hat dieses SUV mit einer gewissen Lieblosigkeit auf den Markt gebracht.

So war zum Beispiel die maximale Ladeleistung selten nacheinander abrufbar.

Ein Problem, dass durch Updates kleiner geworden ist.