Auch in diesem Jahr führen die befreundeten Karateclubs Laufenburg und Rheinfelden wieder Einführungskurse für alle Interessierten dieser asiatischen Kampfsportart durch. Alle, die diese Sportart einmal näher kennenlernen und sich selbst einmal hierin versuchen möchten, sind ab dem 7. Lebensjahr herzlich eingeladen, dieses Ereignis zu besuchen.
In Laufenburg wird das Training vom Welt- und Europameister der WSKF (World Shotokan Karate Federation) und Cheftrainer des Laufenburger Dojos, Murat Sahin (4. Dan) geleitet. Der Chef-Instruktor der SSKF (Swiss Shotokan Karate-Do Federation) sowie Cheftrainer der WSKF-Schweiz und Cheftrainer des Karateclub Rheinfelden, Zübeyir Sahin (6. Dan) wiederum wird in den Trainingsräumlichkeiten der Rheinfeldender Karatekas alle Neugierigen und Lernwilligen begrüssen heissen. Beide Cheftrainer werden an diesem Abend ihre langjährige Karateerfahrung an die Neulinge weitergeben und ihnen einen Einblick in die Kunst dieser Sportart gewähren.
Beide Vereine bieten für alle Neuanfänger ein Einführungspaket an. In diesem wird das Training bis zur ersten Prüfung, das Sportdress, der Karate Gi, sowie Pass und Lizenzmarke zu einem Preis von nur 180 CHF angeboten.
Die Termine für diese Einführungskurse sind:
- In Laufenburg ab dem 6. September 2012 jeweils Montag und Donnerstag ab 18.00 Uhr in der Turnhalle Blauen in Laufenburg (Weitere Auskünfte erteilt Cheftrainer Karate-Club Laufenburg, Murat Sensei 079 404 98 04 oder Stv. Thomas Sensei 079 561 90 74)
- In Rheinfelden ab dem 7. September 2012 jeweils Mittwoch und Freitag für Kinder um 18.00 Uhr und Erwachsene um 19.00 Uhr in der Schützenweg Turnhalle in Rheinfelden (Weitere Auskünfte bei Cheftrainer Karate-Club Rheinfelden, Sahin Sensei 079 423 50 14 oder Stv.)
Ercan Sarbat, Schwarzgurt-Träger 15. Dan, gab ein Seminar in der Karateschule Hakan Shotokan Karate do Center. Der Grossmeister lernte noch von den letzten Samurai in Japan.
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Das Seminar des Grossmeisters aus Istanbul fand in Widnau statt. Etwa zwei Stunden zeigte Ercan Sarbat, unterstützt vom Grazer Enis Ugur, der selber auch Träger des vierten Dans ist, spezielle Selbstverteidigungs-Techniken. Die etwa 25 Teilnehmer unterschiedlichsten Alters lernten dabei den Kampfstil Nunjitsu Bujinkan kennen.
Am Schluss zeigte Sarbat den Teilnehmern den Samurai-Test: Der Schüler kniet am Boden und der Meister steht mit dem Schwert hinter ihm und zieht es auf einmal mit voller Wucht Richtung Kopf, ohne dass er den Knienden warnt. Der Schüler muss dann eine schnelle seitliche Bewegung machen, um nicht verletzt zu werden.
Danach reiste der türkische Grossmeister weiter nach Basel zu einem zweiten Seminar, an dem etwa 50 Teilnehmer mitmachten. Es war ebenfalls von Hakan Gülbüz, dem Trainer der Rheintaler Karateschule, organisiert worden. Als ehemaliges Mitglied der türkischen Nati trainierte Gülbüz schon früher mit Ercan Sarbat.
Am Donnerstag, 20. Juni, errangen die Luzernerinnen an der Weltmeisterschaft des Verbands WUKF in Bratislava nämlich gleich zwei Goldmedaillen mit dem U18-Team. «Das, so versicherte man uns vor Ort, habe es überhaupt noch nie gegeben», berichtet der stolze Trainer Pascal Egger. «Irgendwie hat es einfach gepasst. Das ist umso bemerkenswerter, als dass die beiden Wettbewerbe gleich hintereinander stattfanden. Wir mussten nach dem ersten Triumph sofort wieder runterfahren und so tun, als ob wir noch nichts gewonnen hätten.»
Insgesamt beteiligten sich 2384 Athleten aus 41 Nationen am Grossanlass in der Nepela-Arena, die jüngst auch Austragungsort der Eishockey-WM gewesen war. So viele Teilnehmer hätten noch nie an einer Karate-WM teilgenommen, heisst es.
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Als erstes stand der normale Team-Event auf dem Programm. Die dreiköpfigen Equipen massen sich in vorher festgelegten Duellen im Ippon-Shobu-Kampfsystem. Das heisst: Ein einzelner Kampf dauerte zwei Minuten oder bis zum ersten vollen Punkt (Ippon). Zunächst gewannen die für die Schweiz startenden Luzernerinnen die Best-of-3-Serie gegen England mit 2:1, dann zwangen sie Zypern in die Knie (2:0) ehe im Final Dänemark (2:1) geschlagen werden konnte. Der erste Weltmeistertitel war im Trockenen, der wahre Nervenkitzel sollte aber erst noch folgen.
Wettkampf Nummer zwei war nämlich die sogenannte Team-Rotation. Hierbei schickt der Trainer eine erste Kämpferin aufs Feld, kann diese aber je nach Verlauf alle 15 Sekunden auswechseln. Einzige Vorgabe: Alle Athletinnen müssen in der vierminütigen Wettkampfzeit eingesetzt werden. «Mit dem Drücken auf einen Knopf signalisiere ich jeweils meine Absicht zu einem Wechsel. Ich musste jeweils in kurzer Zeit herausfinden, ob eine Paarung zu unseren Gunsten passt oder nicht», erzählt Egger.
Nach Siegen gegen Zypern und England stand im Final erneut Dänemark als letzte Hürde im Weg. «Nach einem 0:2-Rückstand gaben wir nicht auf, kamen zurück und gewannen noch mit 3:2», erzählt Pascal Egger.
Die drei Punkte für die Schweiz gelangen dabei allesamt Jesika Kostov. Die 15-jährige Stadtluzernerin wurde damit zur Matchwinnerin und erhielt von Egger ein Sonderlob: «Auch wenn sie zum Teil einige harte Treffer einstecken muss, stellt sie sich weiter hin und bleibt dran. Sie ist mental eine starke Kämpferin.»
Die erst 13-jährige Elea Cantarella aus Kastanienbaum bezwang sogar die spätere U18-Einzel-Weltmeisterin Jade Edmead aus England. «Elea ist sehr athletisch und hat eine saubere Technik», bemerkt Egger. Valentina Brun, 16-jährig und aus Horw, gefalle derweil mit viel Power und einem guten Rhythmus. Und die 15-jährige Leonie Kaufmann aus Luzern sei mit 1,80 Meter überdurchschnittlich gross und profitiere sowohl von ihrer Reichweite als auch von ihrem ruhigen Kampfstil.
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«Wir passen uns an die natürlichen Bewegungen des Körpers an. Wir optimieren den Einsatz unseres Körpers und versuchen, das körpereigene Potenzial auszuschöpfen.»
Karate-Kämpferin Alexandra Nold aus Schwaderloch gewinnt in Tokio zweimal Gold. Die Gemeinde feierte ihre Weltmeisterin bei der Ankunft und würdigte ihre Leistungen.
Alexandra Nold hat gesundes Selbstvertrauen und trägt viel Stolz in sich. Denn die 17-jährige Handelsschülerin wurde am Sonntag Weltmeisterin in der Junioren-Kategorie U18 «Kumite Einzel» und «Kumite Team». Dabei musste sie jeweils sieben Kämpferinnen besiegen.
«Den Final werde ich nie vergessen. Ich realisierte zuerst gar nicht, dass ich gewonnen hatte. Mein Team jubelte am Seitenrand, und als sie mich alle umarmten, begriff ich es langsam», beschreibt Alexandra Nold den bislang grössten Triumph ihrer Karriere.
Dann überzeugte sie an der Schweizer Meisterschaft und deklassierte ihre gleichaltrigen Gegnerinnen klar. Sie holte den nationalen Titel gar noch in der offenen Kategorie der Frauen, bei denen die Altersbeschränkung keine Rolle mehr spielt.
«Wir sind stolz, dass eine Weltmeisterin bei uns in Schwaderloch wohnt. Wir wünschen Alexandra Nold weiterhin viel Erfolg», sagte Schwaderlochs Gemeindeammann Rolf Häusler bei einer kleinen Ansprache.
Alexandra Nold ist überrascht über «den schönen Empfang in Schwaderloch» und bedankte sich bei der ganzen Gemeinde. «Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen würden. Ich konnte während der ganzen Zeit auf tolle Unterstützung von meinen Freunden und Bekannten zählen - ein schönes Gefühl», sagt sie.
Unterdessen ist es etwas mehr als ein Jahr her, seit der Shu Shin Karate do Brugg, ein Verein des Stadt Brugg, unter Leitung von Peter Schwob das Mutter-Vater-Kind-Karate lanciert hat; eine Erfolgsgeschichte, wie sie selten anzutreffen ist. Das Familienkarate zählt knapp 100 Mitglieder, neben den anderen Angeboten des Karate Vereins, und ein Ende des Ansturms auf dieses Angebot ist nicht abzusehen. So stehen heute pro Training zwischen 30 bis 50 Eltern mit ihren Kindern in der Freudensteinturnhalle und machen gemeinsam Karate.
Das Karate von heute beinhaltet weit mehr als schlagen oder geschlagen werden. Der Schwerpunkt liegt viel mehr auf der Entwicklung der fünf koordinativen Fähigkeiten der Teilnehmer wie Gleichgewicht, Orientierung, Reaktion, Rythmisierung und Differenzierung. Auch den sozialen Aspekten im Umgang miteinander wird Rechnung getragen. So beinhaltet das Training auch die Vermittlung von Verantwortung, Rücksichtnahme, Höflichkeit und Achtung. All diesen Anforderung trägt das Mutter-Vater-Kind-Karate des Shu Shin Karate Do Brugg heute Rechnung, und so wurde ein tolles Jahresprogramm für die Vereinsmitglieder angeboten.
Angefangen hatte es mit dem traditionellen Neujahrstraining, welches am 2. Januar unter Beisein des amtierenden Karate-Weltmeisters des WSKF stattfand. Das Motto war wie immer "fit ins neue Jahr" und war für alle Sportbegeisterten der Umgebung offen.
In der ersten Sommerferienwoche nahmen wir dann am Trainingslager der Swiss Shotokan Karate Do Federation in Locarno teil. Wie haben sich die Karatefamilien gefreut, im schönen Ascona gemeinsam eine Sportwoche zu verbringen. Wenn auch das Training, welches zwei Mal am Tag angeboten wurde, recht anstrengend war, so blieb doch genug Zeit, baden zu gehen oder an der Promenade ein Eis zu essen. Der Verein finanziert den Kinder das Training im Lager, und so werden die J&S-Beiträge sinnvoll in die Jugendförderung investiert.
Für die ganz sportlichen und ehrgeizigen des Vereins werden pro Jahr noch diverse Turniere organisiert. So hat der Shu Shin Karate do Brugg nicht weniger als 4 Schweizermeistertitel der SSKF nach Brugg geholt. Das Kinderturnier im Juni war exklusiv für die Kleinsten vom Verein organisiert. Zum Schluss wurde es ein toller Familiensonntag, bei dem die Eltern Ihre Kinder tatkräftig unterstützt haben. Nicht zu vergessen, im Shu Shin Karate do Brugg wissen die Eltern, von was sie sprechen, und so mancher gute Rat, der von den Eltern an Ihre Schützlinge gegeben wurde, zeugte von echtem Fachwissen.
Auch im kulturellen und sozialen Bereich war der Verein sehr aktiv. Haben wir doch an einem sonnigen Herbsttag im Entlebuch nach Gold gesucht und auch etwas gefunden. Ein Tagesausflug, den man so schnell nicht vergessen wird. Auch der beliebte Chlaushöck am Ende des Jahres war ein riesiger Erfolg. Mit dem Besuch des Vindonissa-Museums in Brugg, notabene mit Münzengiessen als kleine Erinnerung an diesen tollen Tag und anschliessendem Grillfest in einer Waldhütte der Umgebung, haben wir das erfolgreiche Vereinsjahr abgeschlossen. Wie unschwer festzustellen ist, wird der soziale Aspekt in unserem Verein gross geschrieben. Dies scheint auch das Erfolgsrezept für die Zukunft zu sein, und so wird im Verein alles unternommen, um ein breites Angebot für die ganze Familie realisieren zu können.
