Ippon Rodewisch Judo: Eine Geschichte des Engagements und Erfolgs

Der Judoverein „IPPON“ Rodewisch wurde am 2. September in der Vogtlandhalle Greiz mit den „Sternen des Sports“ in Bronze ausgezeichnet.

Die Initiative, die 2004 vom Deutschen Sportbund und den Volks- und Raiffeisenbanken ins Leben gerufen wurde, würdigt nicht sportliche Höchstleistungen, sondern das gesellschaftliche Engagement im Verein.

Die „Sterne des Sports“ werden auch als „Oscar des Breitensports“ bezeichnet, und so ließ Moderator Uwe Heinel von Vogtlandradio Spannung wie bei einer echten Oscar-Verleihung aufkommen.

Groß war die Freude bei den Rodewischer Judokas, als der Verein als Sieger der Region Auerbach/Reichenbach genannt wurde. Gewürdigt wurde die langjährige Kooperation mit der Sonnenhofschule Auerbach. Platz 2 ging an die LSG Auerbach, Dritter wurde der TSV Vorwärts Mylau.

Die Wurzeln in Karl-Marx-Stadt

Ein kleiner Einblick in die Vereinsgeschichte des CPSC BUDO e. V.: Der Verein setzt sich aus mehreren ehemaligen Sportgemeinschaften (SG) Dynamo Karl-Marx-Stadt zusammen.

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1969 trainierten im damaligen Polizeipräsidium auf der Helmut-Just-Straße (heute Hartmannstraße) im Zimmer 109 ca. 10 Polizisten in ihrer Freizeit Judo.

Mit der Zeit kamen Kinder und Jugendliche dazu, so dass aus dieser kleinen Gruppe bald eine eigene Abteilung Judo entstand.

Aus diesem Grund wurde damals die SG Dynamo West/Sektion Judo gegründet.

Nachdem die Judogruppe immer größer wurde, musste ein größerer Judoraum her.

So zogen die Judoka Anfang der 80ger Jahre ins Polizeirevier auf der Voigtstraße in die Kellerräume und richteten sich dort so gut es ging ein.

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Obwohl im Raum 2 Säulen standen, keine Heizung vorhanden war, konnte ganz gut trainiert werden.

Aufgrund geplanter Baumaßnahmen in diesem Objekt hatten wir wieder das Problem eines Umzuges, deshalb suchte der damalige Leiter eine Lösung, und die war, Ausbau des Dachgeschosses im Polizeipräsidium.

Nach ca. einem Jahr war es dann soweit und wir zogen in unsere neue Trainingsstätte auf die Helmut-Just-Straße zurück.

Auch hier hatten wir wieder Säulen im Raum, keine Heizung, aber das waren wir schon gewohnt.

Auch an die 94 Stufen zur Trainingsstätte gewöhnten wir uns schnell. Diese waren gut für Konditionstraining (Treppenkondi) geeignet.

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Inzwischen hatte der Verein ca. 150 Mitglieder.

Die Entwicklung zum CPSV BUDO e.V.

1990 wurden alle Dynamo-Vereine der Stadt Karl-Marx-Stadt zusammengelegt und in den aus der damaligen Dynamo-Bezirksleitung wieder umbenannten Chemnitzer Polizeisportverein e.V. überführt.

Am 22. Im Jahr 1992 erfolgte die Gründung der Sektion Judo im CPSV e.V., welche sich aus den Stützpunkten Max-Opitz, Flemming, Ost, Süd und West (dem heutigen Zentral-Dojo) zusammensetzte.

In 1993 wurde die Sektion Judo in Sektion „BUDO“ (Überbegriff aller asiatischen Kampfsportarten) umbenannt, da 1994 eine Gruppe von Aikido-Sportlern sich in unsere Sektion aufgenommen werden sollte.

Am 20. Mai 1995 erfolgte die Gründung des Chemnitzer Polizeisportclub BUDO e.V. durch 14 Gründungsmitglieder (u.a. Neugründung des Vereins.

Am 01. Januar 1996 wechselten alle Mitglieder der Sektion BUDO des CPSV e.V. in den Chemnitzer Polizeisportclub BUDO e.V. mit dann insgesamt 334 Mitgliedern.

Kurz danach wurde die Trainingsstätte im Polizeipräsidium Helmut-Just-Straße aus baupolizeilicher Sicht gesperrt und 150 Kinder und Jugendliche standen über Nacht ohne Trainingsstätte da.

Im gleichen Jahr organisierten wir das 1. Internationale Günter-Wiedemann-Turnier in Chemnitz.

Wir wollten damit auch einen ehemaligen Judo-Funktionär und Polizeiangehörigen ehren, dessen Traum es immer war, dass alle Dynamo-Vereine der Stadt in einem Vereintrainieren.

Er verstarb leider viel zu früh, aber seinen Traum haben wir ihm erfüllt.

Im gleichen Jahr kam die Idee, eine eigene Sportstätte für die Kinder und Jugendlichen des Vereins zu erbauen, welche von den Sportlern, Sponsoren, Eltern und Förderern des Vereines positiv aufgenommen wurde.

Der Vorstand sowie die Mitglieder gingen mit vollem Elan an dieses Ziel.

Anlässlich einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Stadt Chemnitz und den Sportvereinen in Anwesenheit des damaligen OB Dr. Anlässlich des 3. Internationalen Günter-Wiedemann-Turniers am 19. Juni 1999 erfolgte im Beisein unserer holländischen und französischen Gäste, Sponsoren unseres Vereines sowie den Sportlern vom JC Ippon Rodewisch der erste Spatenstich im Sportforum Chemnitz zum Bau unserer Halle.

Am 04. Mai 2005 feierten wir mit vielen Gästen das zehnjährige Bestehen unseres Vereines sowie den 5. Geburtstag unserer Halle.

In 1998 traten die Judokas des TuS Ascota e.V. unserem Verein bei.

Im Jahr 1999 erfolgte ein Rückwechsel von ca.

Das Judo-Training und die Werte

Anmerkung: Die Kinder und Jugendlichen werden im Zentral-Dojo nach Altersklassen trainiert.

Judo wird als Wettkampfsport betrieben, soll aber spielend erlernt werden.

Die jährliche Durchführung von aktiver Feriengestaltung/kombinierter Trainings- und Abenteuerlager sowie anderer Veranstaltungen außerhalb des Trainings wird im Verein besonders gefördert.

Der Verein ist im Projekt des Staatsministeriums des Innern „Sport statt Gewalt“ eingebunden.

Unterstützung und Hilfestellung bei Bewerbung für Sportgymnasium/Sportmittelschule, Lehrstellen und Studienplätzen wird angeboten.

Der Grundsatz im Verein ist, Breitensport vor Leistungssport.

Beim Erkennen von Talenten gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Landesleistungsstützpunkt/Elternhaus/Schule/Verein.

Der Verein delegiert Sportlerinnen und Sportler ans Leistungszentrum nach Leipzig.

Gaststartgenehmigungen für Liga und andere Mannschaften der Stadt Chemnitz bzw.

Gemeinsames Training mit anderen Sportvereinen der Stadt bzw. aus dem Umland wird durchgeführt.

Alle im Verein tätigen Übungsleiter Breitensport (18), Trainer C und B Judo (8) sowie Kampfrichter (6) sind Sportler und Funktionäre des Vereins.

Sie üben diese Tätigkeit ehrenamtlich aus.

Erfolge im Überblick

Die Erfolge der Judoka des Vereins sind vielfältig und zeigen die Qualität der Ausbildung:

  • U 13: Hermine Greger wird 1. bei den Landesjugendspielen Sachsen und 2.
  • U 14: Hermine Greger, Alina Hartung und Adele Friedrich werden 1.
  • U 15: Tim Helmert wird 2.
  • U 15: Kevin Schulze wird sächsischer Landesmeister und 3.
  • U 15: Ole Gehlsdorf wird 3.
  • U 18: Adele Friedrich wird 1.
  • U 18: Hermine Greger und Adele Friedrich werden 3.
  • U 18: Maximilian Maertens wird sächsischer Landesmeister und 2.
  • U 18: Kevin Schulze wird sächsischer Landesmeister und Mitteldeutscher Meister, Alisa Tesch 3.
  • U 18: Kevin Schulze wird 3.
  • U 21: Kevin Schulze wird 2.
  • U 21: Kevin Schulze wird 3.
  • Kevin Schulze wird 1. (U12), Maximilian Maertens 2.
  • Kevin Schulze wird 1. (U12), Navall Ben-Hadou 2. (U12) und Marie-Luis Richter 3.
  • Kevin Schulze wird 1.
  • Kevin Schulze wird 3.
  • Renee Weber-Haßmann wird Siegerin (U12), Kevin Schulze 2.

Der RJC Burgstädt e.V. - Eine Fortsetzung der Tradition

Der RJC Burgstädt e.V. ist ein Verein, der sich den Werten und der Tradition des Judo verschrieben hat.

Gegründet wurde unser Verein im August 2017. Dennoch kann Burgstädt auf eine lange und eindrucksvolle Judogeschichte zurückblicken.

Die Ernennung zum Talentstützpunkt erfolgte, als unsere Judokas noch für den Burgstädter TSV 1878 e.V. antraten.

Die Leitung des Trainings wurde von Rainer Spindler (4. Dan) übernommen.

Er brachte den Judokas alle Fähigkeiten bei, um in Wettkämpfen erfolgreich zu sein.

Mit seinem Tod 2016 reifte bei den Sportlern und Trainern der Wunsch, das Andenken an den Sensei zu ehren.

Wir entschieden uns, den Verein neu zu Gründen und die Geschichte als Rainers Judoclub Burgstädt e.V. fortzusetzen.