Bei einer Goldlegierung handelt es sich um Gold, dem mindestens ein weiteres Element beigemengt ist. Ausgedrückt wird der Goldanteil in Tausendteilen vom Gewicht. Eine ältere Kennzeichnung ist die Angabe in Karat, welche im Schmuckbereich noch gebräuchlich ist. Hiervon abzugrenzen sind Goldimitate, die entweder gar kein Gold enthalten oder deren Anteil schwindend gering ist. Im letzteren Fall spricht man von einer Vergoldung.
Vollkommen reines Gold gibt es nur in der Theorie. Auch bei der Goldförderung liegt Gold nur als mehr oder weniger gehaltvolles Erz vor. Streng genommen ist daher jedes uns bekannte Gold eine Legierung. Die bisher höchste Goldlegierung mit 999,999 Gewichtstausendteilen wurde 1957 durch die australische Münzprägeanstalt Perth Mint erreicht. In der Praxis gilt bereits 999,9 Gold als reines Gold. Diese Legierung ist daher sehr verbreitet bei Anlagegold. Viele bekannte Goldmünzen und fast alle gängigen Goldbarren besitzen diese Feinheit. Für viele Anleger ist dieses auch "four nine fine" genannte Gold deshalb die beste Goldlegierung.
Reines Gold ist aber sehr weich. Zudem lässt dies unberücksichtigt, dass es viele Münzen gibt, die zwar einen geringeren Goldanteil haben, sich aber trotzdem im Wert besser entwickeln können. Die Herstellung einer Goldlegierung erfolgt durch Schmelzen. Was die Zusammensetzung betrifft, so lassen sich viele Elementen zu einer Goldlegierung schmelzen. Von Umlegieren spricht man, wenn ein Goldschmied bei einer bereits bestehenden Legierung den Anteil an Feingold erhöht oder verringert.
Warum wird Gold legiert?
Reines Gold ist sehr weich und würde bei täglichem Tragen schnell verkratzen oder sich verformen. Legierungen erhöhen die Härte und Haltbarkeit. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden. Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.
Weitere Gründe für die Legierung von Gold sind:
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- Ästhetische Gründe: Gold ist von Natur aus gelblich. Durch Legieren kann die Farbe verändert werden.
- Medizinische Gründe: Je nach Einsatz kommen diverse Legierungen zum Einsatz. Titan-Gold-Legierungen gelten als besonders fest und sind interessant für die Medizintechnik.
Goldlegierungen im Überblick
Hier eine Übersicht gängiger Goldlegierungen und ihrer Verwendung:
- 333er Gold: Enthält 33,3 % reines Gold, ist die am wenigsten goldhaltige der kommerziellen Goldlegierungen.
- 585er Gold: Populäre Schmucklegierung, da relativ hochwertig bei gleichzeitig hoher Kratzfestigkeit. Für Alltagsschmuck eignet sich 585er Gold am besten, da es robust und wertvoll ist.
- 750er Gold: Auch “Kronengold” genannt. 750er Schmuckgold wird gern verwendet für relativ hochwertigen Schmuck, etwa eine Goldkette. 750er Gold wählen Sie für besondere Anlässe.
- 895er Gold: Historische Goldmünzen.
- Feinheit 900: Diverse Goldmünzen wie etwa die Goldmünze Tscherwonetz.
- Feinheit 916,667: Diverse Goldmünzen, wie etwa der Krügerrand.
- Feinheit 965: Auch “Thaigold” genannt. Diese Legierung ist bei uns praktisch unbekannt, in Thailand aber sehr populär. Daher auch der Name. Die Feinheit von 965 bedeutet umgerechnet rund 23 Karat.
- Feinheit 986: Manche Goldmünzen wie etwa Kaiser Franz Joseph Dukaten aus Österreich.
- Feinheit 995: Mindestgehalt für Goldbarren.
- Feinheit 999: Manche Goldmünzen wie z.B. China Panda.
- Feinheit 999,9: Gängig für viele Anlagegold-Produkte, also Goldmünzen und Goldbarren. 999er Gold wählen Sie hauptsächlich als Wertanlage dient.
Goldfarben und ihre Herstellung
Goldfarben spielen vor allem bei der Schmuckherstellung eine große Rolle:
- Weiß-blasser Farbton: Ursprünglich als Platinersatz in Pforzheim entwickelt. Palladium oder Nickel ergeben in Goldlegierungen Weiß. Zur Aufhellung wird häufig eine Rhodiumschicht aufgebracht.
- Kupfer erzeugt Rot.
- Silber führt in Goldlegierungen zu Grün.
- Cadmium liefert zwar ein sattes Grün, ist jedoch toxisch und heute weitgehend tabu.
Was bedeutet Karat?
Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt. 24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet. Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich. Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt. Der theoretische Maximalwert ist 1000, praktisch gilt 999er Gold als reines Gold.
Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
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Gold Karat Tabelle
Hier ist eine Tabelle, die die gängigen Karatzahlen in Feingehalt und Prozent umrechnet:
| Karat (kt) | Feingehalt in Tausendsteln | Goldanteil in Prozent |
|---|---|---|
| 8 kt | 333er Gold | 33,3 % |
| 9 kt | 375er Gold | 37,5 % |
| 10 kt | 417er Gold | 41,7 % |
| 14 kt | 585er Gold | 58,5 % |
| 18 kt | 750er Gold | 75 % |
| 20 kt | 833er Gold | 83,3 % |
| 21 kt | 875er Gold | 87,5 % |
| 22 kt | 916,66er Gold | 91,666 % |
| 24 kt | 999er Gold | 99,9 % |
Hinweis: Prozentangaben dienen nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich.
Wo finde ich Angaben zum Karat Wert?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste. Diese Reinheitsangabe wird umgangssprachlich oft als „four nine fine“ bezeichnet.
Goldanteil in Gramm selber berechnen
Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.
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Beispiel:
- 8 Karat Goldschmuck: 8 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 333: 15 g × 0,333 = 4,995. Der Goldanteil beträgt also 4,995 Gramm.
- 14 Karat Goldschmuck: 14 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 585: 15 g × 0,585 = 8,775. Der Goldanteil beträgt also 8,775 Gramm.
- 18 Karat Goldschmuck: 18 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 750: 15 g × 0,750 = 11,52. Der Goldanteil beträgt also 11,52 Gramm.
Was kostet 1 Gramm 585 Gold?
Der 585 Gold Preis unterliegt ständigen Schwankungen, die von der aktuellen Entwicklung des allgemeinen Goldmarktes abhängen. Wenn es um den Preis für 14 Karat Gold geht, bezieht man sich auf den spezifischen Preis pro Gramm für diese Legierung. Dieser Betrag kann täglich variieren.
Um den aktuellen Preis für diese besondere Legierung herauszufinden, können Sie direkt auf unserer Webseite nachsehen. Hier bieten wir ständig aktualisierte Preise an, sodass Sie immer den aktuellen Marktwert im Blick haben.
Goldschmuck aus 585er Gold
Schmuck, der einen Feingoldanteil von 58,5 Prozent enthält, wird als 585 Goldschmuck (14k Goldschmuck) bezeichnet. Ob Ihre Schmuckstücke in diese Kategorie gehören, finden Sie am einfachsten heraus, wenn das Edelmetall gestempelt ist. Sind beispielsweise in der Innenseite Ihres Rings die Ziffern "585" oder das Kürzel "14k" eingeprägt, dann können Sie davon ausgehen, dass es sich um 585er Gold (14k Gold) handelt.
Zur Herstellung von 14-Karat-Goldschmuckstücken können 14 Karat Weißgold, Gelbgold oder Rotgold in der 585er Gold-Legierung verwendet werden. Daraus werden 585er Goldketten, 14k Goldringe, 14-karätige Eheringe, Ohrringe und anderer Goldschmuck gefertigt: 585er Gold ist eine der beliebtesten Legierungen bei der Schmuckfertigung.
Wie bildet sich der Goldpreis für 585 Gold?
Der Goldpreis für 14 Karat Gold bildet sich durch eine Kombination verschiedener Faktoren. Zunächst basiert der Wert auf dem aktuellen Marktpreis für reines Gold. Dieser Preis wird durch globale Angebots- und Nachfrageverhältnisse, geopolitische Entwicklungen, Zentralbanktransaktionen und viele andere wirtschaftliche Indikatoren beeinflusst.
Doch bei 585er Gold müssen wir auch die weiteren in der Legierung enthaltenen Metalle wie Silber und Palladium berücksichtigen. Diese Metalle haben ihre eigenen Marktpreise, die den Gesamtwert des 585er Golds beeinflussen können.
Zudem spielt der Verarbeitungsgrad eine Rolle. Rohes 585er Gold in Barrenform kann einen anderen Wert haben als verarbeiteter Schmuck oder Münzen aus derselben Legierung.
Letztlich wird der Goldpreis für 585er Gold auch durch den lokalen Markt beeinflusst. Angebot und Nachfrage in einer bestimmten Region oder einem bestimmten Land können den Preis beeinflussen, ebenso wie lokale Steuern oder Gebühren.
