Betrete das Octagon und erlebe das aktuellste und großartigste MMA-Spielerlebnis in EA Sports UFC 4. In UFC 4 definieren dein Kampfstil, dein Charakter und deine Erfolge, welche Art von Kämpferin oder Kämpfer du wirst.
Kämpfer erstellen und anpassen
Im Karrieremodus erstellst du deinen eigenen Kämpfer oder Kämpferin, mit dem du dann das Ziel hast, eines Tages den Titel "Greatest of All Time" zu gewinnen. Ist dein Charakter erstellt, bestimmst du die grundlegende Ausrichtung wie etwa Boxen oder Ringen und kannst dann langsam loslegen.
Dabei fallen leider gleich mehrere Dinge negativ auf: Die Bedienung ist etwas umständlich, denn bei der Auswahl des Körpers oder Kopfes muss man immer zuerst die Auswahl bestätigen, um die Änderung am eigenen Kämpfer zu sehen. Eine Voransicht gibt es nicht und die kleinen Vorschaubilder sind viel zu detailarm, um erahnen zu können, wie das am Kämpfer aussieht.
Die Größe des Kämpfers lässt sich nur in 1-Inch Schritten verändern, was im metrischen System dann durch die Rundung zwischen 2 und 3 cm variiert. Man kann auf 100 Ebenen verschiedene Tattoos am Körper verteilen. Aber Vorsicht, man muss die Tattoos später Ebene für Ebene einzeln entfernen, falls man sie nicht mehr möchte.
Es gibt sehr viele Anpassungsgegenstände aber leider sind die Meisten nur über Echtgeld oder In-Game Währung freischaltbar. In meinen Augen ist das eher unklug, die Spieler direkt in den ersten Minuten auf diese Art mit Mikrotransaktionen zu konfrontieren.
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Karrieremodus: Werde zur Legende
Der Weg bis zum Ziel ist lang und steinig, denn du musst nicht nur zahlreiche Gegner besiegen und dich hochkämpfen, sondern auch im Trainingslager schwitzen was das Zeug hält, natürlich nur virtuell gesehen.
Deinen Kämpfer oder die Kämpferin stärkst du zum einen durch Trainingseinheiten in den Bereichen Boxen, Ringen, Muay Thai und Brasilianische Jiu-Jitsu (BJJ) sowie am Sandsack, wodurch grundlegende Attribute in den Kategorien Stand, Grappling und Gesundheit verbessert werden.
Die Sparring-Sessions machen Spaß, werden aber durch Wiederholung etwas langweilig mit der Zeit, die davongetragenen Verletzungen haben Einfluss auf die Planung und manche Gegner sagen kurzfristig noch ab, so dass du dich auf neue Gegner einstellen musst.
Du musst auch die richtige Balance finden zwischen Training und PR-Terminen, denn machst du zu viel PR, bist du womöglich nicht fit für den nächsten Kampf, trainierst du stattdessen zu hart, bist du bereits im Vorfeld kaputt und eventuell zu schwach um euren Gegner im Match dann zu besiegen.
Für Neulinge in UFC empfiehlt es sich mit der Karriere zu beginnen, denn hier wirst du fast Schritt für Schritt in die Steuerung eingeführt und findest so ein schnelleres und vor allem leichteren Spieleinstieg.
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Durch Sparring trainiert und verbessert man den Kämpfer. Nebenbei kümmert man sich noch um Sponsorenverträge und Social Media, um Geld und Follower anzuhäufen. Für alle Aktivitäten stehen pro Woche 100 Wochenpunkte zur Verfügung, die man nach Belieben nutzen kann.
Beim Training hat man aber leider - wie im realen Leben - auch immer das Risiko sich und andere zu verletzen. Es kann also passieren, dass man den Trainingspartner versehentlich vor Erfüllung der Aufgaben ausknockt. Er steht dann in den darauf folgenden Wochen vorerst nicht mehr zur Verfügung, wodurch ein Trainingsnachteil entsteht.
Begleitet wird die Karriere von kurzen Zwischensequenzen und zufälligen Social Media Kommentaren, die sich auf eure Kampfperformance und Social Media Aktivitäten beziehen. Große Überraschungen gab es in der Karriere nicht, weder positiv noch negativ.
Verbessertes Gameplay und neue Features
Für UFC 4 hat das Entwicklerteam an Verbesserungen in jeder Phase des Kampfes gearbeitet. Ihr seid auf Ground-and-Pound spezialisiert? Dann macht euch die überarbeiteten Ground-and-Pound-Spielmechaniken zunutze, mit denen ihr auf verschiedene Weise Schaden auf der Matte anrichten könnt.
BJJ ist eher euer Ding? Das neue Submission-System gibt euch die Möglichkeit, mit euren BJJ-Fähigkeiten zu brillieren und eure Gegnerin oder euren Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Je nach Position und der Submission, die ihr ausführen wollt, wird eines von zwei Minispielen ausgelöst. In beiden Fällen müssen sich Angreifer/in und Verteidiger/in in einer Art Katz- und Mausspiel gegeneinander behaupten.
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Ihr seid ganz in eurem Element, wenn ihr den Kampf aus nächster Nähe bestimmt? Die Clinch-Kontrolle wurde durch Real Player Motion Technology noch flüssiger gestaltet, damit ihr im Octagon durch besseres offensives Positionieren den Ton angeben könnt.
Ihr seid auf große Momente aus? Dynamische Striking-Eingaben ermöglichen einen noch leichteren Zugriff auf Kombinationen als zuvor. Ganz egal, auf welche Kampfphase ihr spezialisiert seid; euch stehen neue Werkzeuge zum Gewinnen zur Verfügung.
Mit dem neuen verbundenen Spielerprofil werden all eure Aktivitäten im Spiel in einem einzigen Fortschrittssystem vereint. Das verbundene Spielerprofil ergänzt das umfangreiche System der kosmetischen Gegenstände, in dessen Rahmen es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung mehr als 1.600 neue Ausrüstungsgegenstände und 120 Emotes geben wird.
Das neu eingeführte Sterne-Bewertungssystem für die Kämpfer hilft dabei schneller die Stärken und Schwächen erkennen zu können. Das ist besonders bei Online-Kämpfen eine Erleichterung, wo man ja nicht ewig nach einem passenden Kämpfer suchen möchte.
Die Kämpfer haben nun außerdem bis zu 5 technische Spezialisierungen, wie zum Beispiel Beinwirbel, mit dem man schnellere Roundhouse-Kicks und Switchkicks machen kann. Die Attribute der Kämpfer können in UFC 4 durch Spieleupdates an die Leitung ihrer realen Vorbilder angeglichen werden. Diese Updates sollen nach jedem großen UFC-Event (im echten Leben) erfolgen.
Spielmodi und Anpassungsmöglichkeiten
Neben dem schnellen MMA Kampf, gibt es auch wieder den in UFC 3 eingeführten K.O. Modus, der sich mehr an Arcade-Prüglern wie Tekken orientiert. Auch der Stand & Bang Modus ist erneut mit an Bord. Wie der Name schon vermuten lässt, sind hier der Bodenkampf und die Submissions deaktiviert und man kämpft nur im Stehen.
Für Individualisten gibt es auch die Möglichkeit den Kampf mit 37 verschiedenen Einstellungen sehr präzise an die eigenen Vorlieben anzupassen.
Man kann eigene Events und Turniere erstellen, die man dann Solo oder mit einem Freund bestreitet. In einem Turnier wird der erlittenen Schaden dabei von Kampf zu Kampf übertragen. Man muss also besser auf den eigenen Kämpfer aufpassen bzw.
Grafik und Sound
In den Kämpfen gibt es optisch wenig zu meckern. Schon in den Vorgängern sah alles sehr realistisch aus und besonders in der Zeitlupe spürt man die Treffer selbst schon fast einschlagen. Die Animationen gehen sehr flüssig ineinander über und wirken natürlich. Blut und Schweiß spritzen in alle Richtungen und hinterlassen deutliche Spuren an Körper, Kleidung und dem Ringboden.
Als Audiosprache stehen Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung. Bei den Audioeinstellungen kann man immerhin aus vier Presets wählen oder die Lautstärke individuell an die eigenen Vorlieben anpassen. Dazu stehen neben der Gesamtlautstärke fünf weitere getrennte Regler zur Verfügung.
Fazit
Mit UFC 4 liefert EA Sports die bisher beste MMA-Kampfsimulation ab. Dank neuer Hilfs- sowie Trainingsfunktionen sollten sich Anfänger schnell zurechtfinden können, dennoch bleibt das Kampfsystem anspruchsvoll und komplex. Die Kämpfe sind packend und großartig präsentiert. Die Soundeffekte sowie der Soundtrack sind erstklassig und die Lizenz wird mit über 100 Kämpfern ausgereizt.
