Der Schwing-Podcast "Hoselupf" bietet spannende Einblicke in die Welt des Schwingens. In der vierten Folge von «HOSELUPF» entbrannte zwischen Blick-Experte Marcel W. Perren und dem sechsfachen Eidgenossen Christian Oesch, der für König Arnold Forrer einsprang, eine hitzige Diskussion darüber, was sich die Einteiler beim Bündner-Glarner bloss gedacht haben.
Auch bei der enttäuschenden Leistung von Armon Orlik und dessen Königsambitionen gehen die Meinungen auseinander. Ganz anders beim Gespräch über die Schwing-Legende Ruedi Hunsperger. Beide kannten den dreifachen König gut und erzählen die besten Anekdoten.
Anlässlich des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2025 in Mollis, kurz ESAF25, steigen vier Schwingerkönige in den Ring respektive an den Jasstisch. Stucki Christian, Schwingerkönig 2019 und Gewinner des 1000. "Samschtig-Jass" stellt sich der Herausforderung und tritt an gegen Forrer Nöldi, Schwingerkönig 2001, und Glarner Mätthel, Schwingerkönig 2016. Die Königsrunde komplett macht Sempach Mättu, der vor zwölf Jahren in Burgdorf BE Schwingerkönig wurde. Für die passende Stimmung ist die heimische Band Weekänd zuständig.
Der starke Leistungsabfall deutscher Schülerinnen und Schüler bei der internationalen Vergleichsstudie Pisa wühlt auch in Bayern die Gemüter auf. Die aktuellen Ergebnisse seien «schon ein Schlag ins Gesicht Deutschlands», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag im bayerischen Landtag.
Unmittelbar danach kündige Söder an, das Gendern in Schulen und in Behörden des Freistaats zu verbieten. «Für Bayern kann ich sagen: Mit uns wird es kein verpflichtendes Gendern geben. Im Gegenteil: Wir werden das Gendern in Schule und Verwaltung sogar untersagen», sagte der CSU-Chef in seiner ersten Regierungserklärung in der neuen Legislaturperiode.
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Neben der Opposition forderten auch Lehrerverbände im Freistaat Konsequenzen aus den schlechtesten Werten, die je im Rahmen von Pisa für Deutschland gemessen wurden.
«Die Pisa-Ergebnisse spiegeln schonungslos unser veraltetes, verkrustetes bayerisches Schulsystem wider. Hätte die Söder-Regierung früher gegengesteuert, würde es unseren Schülerinnen und Schülern heute besser ergehen», betonte die bildungspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gabriele Triebel.
Die neue Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) versprach auf Anfrage, dem Leistungsabfall auch an Bayerns Schulen mit aller Kraft entgegenzuwirken - auch wenn sich die Pisa-Ergebnisse zunächst auf ganz Deutschland und nicht speziell auf Bayern bezögen.
«Wir werden hier sämtliche wissenschaftliche Ergebnisse mit einbeziehen, um zukünftig noch gezielter insbesondere die Basiskompetenzen stärken zu können.» Bereits bestehende Maßnahmen würden ausgebaut und auch Neues geschaffen. Über das geplante Genderverbot war Stolz von Söder nicht zuvor informiert worden. Entsprechend zurückhaltend äußerte sie sich zu dem Vorstoß des Regierungschefs: «Wir haben an den Schulen bereits einen klaren Leitfaden zur sprachlichen Repräsentanz der Geschlechter. Wir werden jetzt prüfen, ob es Änderungsbedarf gibt.
«Studien nur zur Kenntnis zu nehmen, reicht nicht - genaues Hinschauen und Handeln sind das Gebot der Stunde», mahnte der Vorsitzende des bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl. Gerade die weitere Abnahme der Lesekompetenz sei alarmierend, weil gutes Lesenkönnen die Grundlage für eine erfolgreiche Schullaufbahn, das spätere Berufsleben und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben seien.
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Auch die Vorsitzende des bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands BLLV, Simone Fleischmann, forderte mit Blick auf eine individuelle Förderung des Nachwuchses und bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte: ««Es reicht jetzt mit den Analysen.
Das angekündigte Gender-Verbot an Bayerns Schulen stößt bei den Bildungsverbänden auf viel Kritik und Ablehnung. Der bayerische Elternverband betonte, ihn lasse «diese Stichelei gegen die Ampelregierung unbeeindruckt». Söder stelle nur «in populistischer Art die geltende Rechtslage dar, wonach Deutsch die Amtssprache in bayerischen Schulen und Behörden ist».
Es sollte selbstverständlich sein, Schülerinnen und Schüler sprachsensibel und gleichberechtigt zu unterrichten, sagte Babl. Ein einfaches Beispiel hierfür sei die Berücksichtigung unterschiedlicher Berufsbezeichnungen wie Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau.
Der Philologenverband setze sich dafür ein, dass in bayerischen Schulen sorgfältig mit der deutschen Sprache umgegangen werde, so Verbandschef Schwägerl. «Das bedeutet, dass man offen für neue Formen ist, die zum Beispiel Frauen und Männer gleich behandeln, aber diese nicht vorschnell einführt, bevor sich die Sprechergemeinschaft dahinter stellt und ein klares Regelwerk entstanden ist.»
Wegen der wachsenden Zahl an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund sei für den Spracherwerb eine klare Orientierung notwendig. Aber, so Schwägerl: «Ein hartes Verbot neuer Schreibweisen halte ich (…) nicht für notwendig und zielführend.
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«Was Deutsch ist, wird vom Rat für deutsche Rechtschreibung definiert», betonte auch Martin Löwe, Landesvorsitzender des Elternverbands. Dieser habe unlängst klargestellt, dass die Aufnahme von Asterisk (Gender-Stern), Unterstrich (Gender-Gap), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk nicht beabsichtigt sei.
«Ministerpräsident Söder verrät uns nicht, welche Sanktionen von ihm bei Zuwiderhandlung intendiert sind.
