Judo für Kinder ab 3 Jahren: Vorteile und Nachteile

Kampfsportarten wie Judo, Karate, Taekwondo oder Ju-Jutsu werden auch bei Kindern als Hobby immer beliebter. Nicht nur Körperbeherrschung und Kraft werden beim Kampfsport trainiert. Vielmehr steht auch die Verbesserung der mentalen Stärke sowie die Vermittlung von Werten wie Disziplin und Respekt im Vordergrund. Kinder trainieren bei Kampfsportarten wie Judo, Karate, Taekwondo oder Ju-Jutsu ihre körperliche Kraft und Körperbeherrschung, gewinnen aber auch an mentaler Stärke. Sie lernen in Konfliktsituationen selbstsicher und mit Bedacht aufzutreten.

Eine zentrale Lektion jedes Kampfsportes ist die Vermeidung von Gewalt. Weiterhin werden ihnen zahlreiche wichtige Werte wie Disziplin, Respekt und Ausdauer vermittelt, von denen sie auch in anderen Lebensbereichen profitieren können.

Was ist Judo und warum ist es gut für Kinder?

Judo ist eine relativ junge Kampfsportart, die etwa um das Jahr 1882 entstand. Viele Elemente des Judo gehen allerdings auf das Jiu Jitsu zurück, sodass die Ursprünge des Judo bis ins 7. Jahrhundert reichen. Der aus Japan stammende Sport unterscheidet sich grundlegend von zahlreichen anderen Kampsportarten, da er lediglich der Selbstverteidigung dient.

Judo hilft dabei, den Körper umfassend zu trainieren und gleichzeitig den Geist zu fördern. Insbesondere das hohe Maß an Konzentration macht es Kindern auch bei anderen Aufgaben im Leben leichter. Kinder, die Judo lernen, entwickeln ihre Koordination, Kraft und Ausdauer.

  • Sie lernen, ihren Körper richtig zu bewegen und zu kontrollieren.
  • Neben den körperlichen Vorteilen fördert Judo auch die geistige Entwicklung.
  • Kinder lernen Disziplin und Selbstbeherrschung.
  • Sie erlernen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.
  • Ein weiterer wichtiger Aspekt von Judo ist der Respekt.
  • Kinder lernen, andere zu respektieren und sich selbst respektvoll zu verhalten.
  • Judokurse sind auch eine großartige Möglichkeit, Freundschaften zu knüpfen.
  • Kinder, die Judo lernen, treffen auf Gleichaltrige mit den gleichen Interessen und Zielen.

Insgesamt bietet Judo eine Vielzahl von Vorteilen für Kinder und ist eine wertvolle Erfahrung für ihre persönliche und körperliche Entwicklung. Die Sportart Judo jedoch nur als Kampfsportart sehen, wäre jedoch kurz Gegriffen. Kampfsport bzw. Judo hat eine Reihe von positiven Begleiteffekte, die Kinder in der Persönlichkeitsentwicklung, Schule etc. fördern können.

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Ab wann können Kinder mit Judo beginnen?

Üblicherweise beginnen Kinder nicht vor dem 5. Lebensjahr mit dem Training. Es gibt allerdings auch Vereine, die Kindern einen früheren Einstieg ermöglichen. Einige Vereine bieten Kurse bereits für Kinder ab 3 oder ab 4 Jahren an. Generell schadet es jedoch nicht, ein oder zwei Jahre mit dem Training zu warten, da die Koordination stimmen muss, damit die Übungen nicht zu schwierig sind.

Ab einem Alter von etwa 6 Jahren können sich Kinder in der Regel besser auf das Training konzentrieren, Anweisungen befolgen und einfache Techniken erlernen. Das beste Einstiegsalter dafür ist mit fünf, sechs Jahren“, sagt Kampfsporttrainerin Ana Yagües. Das hängt aber stark von den Voraussetzungen des Kindes ab. „Es gibt Kids, die mit fünf Jahren schon recht groß und kräftig sind. Andererseits sind manche auch mit sechs Jahren noch eher klein und zierlich. Es kann auch sein, dass ein Kind im Alter von sechs Jahren noch sehr zurückhaltend und schüchtern ist, ein Fünfjähriges hingegen schon sehr forsch und mutig agiert.“

Für Kinder ab dem vierten Lebensjahr sei Budo-Turnen ein guter Einstieg. „Dabei lernen die Kleinen viel über Körperkontrolle, beispielsweise, wie man sich richtig nach vorn oder hinten abrollt und fällt, ohne sich wehzutun. Karate und Taekwondo sind für Schüchterne ein guter Anfang. Beides ist weniger körperlich.“

Vorteile von Judo für Kinder

Beim Judo geht es um wesentlich mehr als um das reine Techniktraining. Grundsätzlich ist jede Art der Bewegung für Kinder erst einmal förderlich. Judo für Kinder hilft dabei, den Körper umfassend zu kräftigen.

  • Kraft: Das Training fördert den Muskelaufbau in nahezu sämtlichen Körperregionen. Durch wechselseitige Würfe und Hebeltechniken wird auch eine einseitige körperliche Belastung vermieden.
  • Beweglichkeit: Judo für Kinder erfordert eine gute Körperkoordination sowie ein exzellentes Balancegefühl.
  • In der Sportschule oder dem Verein geht es um gegenseitigen Respekt. All diese Fähigkeiten sind nicht nur während des Trainings sinnvoll, sondern helfen Kindern auch im Alltag und in der Schule. Ein guter Trainer leistet einen wertvollen Beitrag in der Kindesentwicklung.

Ein wichtiger Teil des Kampfsporttrainings besteht in der Partnerarbeit. Kinder, die Judo lernen, entwickeln ihre Koordination, Kraft und Ausdauer. Sie lernen, ihren Körper richtig zu bewegen und zu kontrollieren. Neben den körperlichen Vorteilen, fördert Judo auch die geistige Entwicklung. Kinder lernen Disziplin und Selbstbeherrschung. Sie erlernen, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.

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Das Training hilft Kindern beim Abbau von Aggressionen und stärkt sie in Auseinandersetzungen jeder Art. Auch die körperliche Fitness profitiert vom Sport, denn in der Regel werden Muskeln in allen Bereichen des Körpers gefordert. Auf der psychischen Ebene verbessert das Kampftraining Achtsamkeit und Konzentration.

Bären-Judo

Das Bären-Judo basiert auf dem Konzept „Judo spielend lernen“ und ist vom Deutschen Judo Bund entwickelt worden. Ihr Kind lernt um Unfallverletzungen vorzubeugen richtig zu fallen, auch die Motorik wird geschult. Spaß am Sport wird vermittelt, im besonderen Maße werden die Körperkräfte kennen gelernt, da auch regelgerechtes „Raufen“ geübt wird und ganz nebenbei wird der soziale Umgang mit anderen Kindern geschult. Ein wichtiges und uns sehr am Herzen liegendes Thema wird mit in das Training eingebaut. Wie sollte sich ein Kind verhalten, wenn es z. B. an den Tag gelegt wird. Hier ist der technische Aspekt zweitrangig. soll sich bewegen und Spaß haben. Das ist die Hauptsache.

Mögliche Nachteile und wie man sie vermeidet

Bei diversen Sportarten, beispielsweise Fußball, kracht es regelmäßig, wenn Kinder aneinander geraten. Gerade am Anfang, wenn ein neuer Schüler hinzukommt, kann es schnell zu Streitereien kommen, weil dieser die Regeln im Dojo noch nicht kennt oder sich benachteiligt fühlt. Zudem gibt es ja noch den Trainer, der bei ausufernden Streitereien entsprechend reagieren kann. Eine weitere Gefahr ist die Überforderung Eures Kindes.

Grundsätzlich sind die Gürtelprüfungen so aufgebaut, dass die Judo Kinder mit fortschreitendem Training die jeweils höhere Herausforderung bestehen können. Die Trainer im Kampfsport sind meist pädagogisch geschultes Personal und verstehen es sehr gut, den Sinn der Selbstverteidigung im Ernstfall von der Anwendung sinnloser Gewalt zu isolieren. Weiterhin wird die Aufsicht des Trainers Eurem Kind in jedem Fall zugute kommen.

Er wird darauf achten, unsichere Kinder durch kleine Erfolge zu motivieren, damit diese mehr aus sich heraus kommen und sich mehr trauen. Über allem steht natürlich das ständige Miteinander aller Kinder, ohne welches überhaupt kein effektives Training zustande käme. An dieser Stelle liegt wohl der größte Tätigkeitspunkt des Trainers begraben: die Schaffung und Erhaltung einer positiven Einstellung zum Sport.

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Kosten und Ausrüstung

Viele Vereine sind mit Kosten von 60 bis 200 Euro im Jahr relativ günstig. Darüber hinaus bieten auch diverse Kampfsportschulen Judounterricht an oder es gibt kurzzeitige Kurse, bei denen Kinder die Grundlagen des Judos kennenlernen können. Um beim Kindertraining mitmachen zu können, benötigen Kindern einen Anzug. Dieser ist sehr fest, um beim Greifen und Ziehen nicht zu reißen. Achten Sie bei der Anschaffung vor allem darauf, dass dieser sich für den Judosport eignet.

Beispiel für Judoanzug für Kinder:

IPPONGEAR Anzug ist ideal für Kinder (Mädchen und Jungen) - ein Gummizug (zusätzlich zum normalen Schnürbund) an der Hose erleichtert den Kindern das An- und AusziehenGrößeninfos - bitte bestellen Sie die Körpergröße des Trägers als Konfektionsgröße (z. B.

Alternativen zu Judo

Extrovertierte Kinder, die sehr viel Energie haben, finden für gewöhnlich gefallen an Karate, Taekwondo oder Kickboxen. Bei diesen Kampfsportarten werden dynamische und oft akrobatische Bewegungsabläufe eingeübt. Für etwas zurückhaltende Kinder werden hingegen oft Judo und Akido empfohlen, um Körperbeherrschung und Selbstbehauptung zu erlernen. Kampfsportarten wie Judo und Akido, die darauf basieren, die Energie des gegnerischen Angriffs zu nutzen und umzuleiten, eignen sich auch für weniger kräftige Kinder.

Weitere Kampfsportarten für Kinder:

  • Brazilian Jiu-Jitsu
  • Taekwondo
  • Kickboxen
  • WingTsun
  • Karate