Geschäftlich ist es für Meta-CEO Mark Zuckerberg eine herausfordernde Zeit, sportlich läuft es dagegen richtig gut. In den letzten Monaten hat sich Mark Zuckerberg zu einem Kämpfer gewandelt. Wie FITBOOK bereits berichtete, hat Mark Zuckerberg während der Corona-Pandemie seine Liebe zum Kampfsport, insbesondere MMA und Brazilian Jiu-Jitsu entdeckt.
Das Training sei perfekt, weil es sowohl körperlich als auch intellektuell so anstrengend sei, dass man es sich nicht leisten könne, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Und diesen vollen Fokus schätzt der Meta-CEO beim Sport. Für Mark ist das MMA-Training die perfekte Ergänzung zu seinem vollen Terminkalender. Es fordert ihn sowohl körperlich als auch geistig. Beim Training kann er sich nicht auf andere Dinge konzentrieren; er bleibt in der Zone. Es ist offensichtlich, dass das Training Mark in vielerlei Hinsicht hilft und ein angenehmer Höhepunkt seines Tages ist.
Früher war Laufen seine bevorzugte körperliche Aktivität, aber aufgrund der Pandemie hat er andere Hobbys wie Surfen ausprobiert. Regelmäßig veröffentlichte Zuckerberg Surfings-Videos auf seiner Instagram-Seite. Zuckerberg suchte sich eine Sportart aus, die ihn sowohl „körperlich als auch intellektuell“ forderte. „Da war MMA perfekt“, verriet Zuckerberg gegenüber Joe Rogan, der selber ein früher MMA-Fighter war und neben seinem Podcast UFC-Kämpfe kommentiert.
Seitdem Mark Zuckerberg mit Jiu-Jitsu und MMA anfing, bestehe seine Workout-Routine überwiegend aus Kampfsporttraining, wie er im Gespräch mit Fridman verriet. Vor Zuckerbergs Auftritt bei Lex Fridman gewann der Meta-Chef seine ersten zwei Medaillen bei seinem ersten Jiu-Jitsu-Wettbewerb. Im selben Monat nahm der Techmilliardär an der sogenannten Murph Challenge teil. Teilnehmer müssten, während sie einen neun-Kilogramm-Gewichtsrucksack tragen, eine Meile (1,61 Kilometer) laufen, dann 100 Klimmzüge, 200 Liegestütze und 300 Kniebeugen machen und dann wieder eine weitere Meile laufen. Zuckerberg soll die Challenge nach eigenen Angaben in 39:58 Minuten geschafft haben.
Erfolge im Brazilian Jiu-Jitsu
Erstmals hat er sich nun öffentlich auf die Matte getraut und bei einem BJJ-Turnier in Redwood City (Kalifornien) teilgenommen - mit großem Erfolg. Bei einem BJJ-Turnier in Kalifornien brachte er seine Gegner zu Boden - und holte sogar zwei Medaillen. Jetzt hat der 38-jährige Tech-Milliardär einen realen Würgegriff erfolgreich angewandt: Bei einem Kampfsport-Turnier holte er Gold- und Silber-Medaillen!
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Zuckerberg gab am Sonntag bekannt, dass er jetzt den blauen Gürtel im Jiu-Jitsu hat und postete einige Fotos zur Feier des Tages auf Instagram. Du bist ein großartiger Trainer und ich habe durch das Training mit dir so viel über das Kämpfen und das Leben gelernt“, sagte Zuckerberg. Im September teilte Zuckerberg ein Video von sich, in dem er Schläge mit dem Kämpfer Khai Wu austauscht. Im Mai postete Zuckerberg Bilder von sich selbst, wie er an seinem ersten Jiu-Jitsu-Turnier teilnimmt.
Zu den zahlreichen Gratulanten zählten prominente Sportler und Legenden aus der Kampfsport-Szene, z. B. der mehrfache Weltmeister Horlando Monteiro („The Bjj community is stoked. You doing that it’s big for Jiu Jitsu. Aloha“; dt: Die BJJ-Community ist begeistert. Dass du das tust, ist groß für Jiu Jitsu. Aloha“) und UFC-Champion Conor McGregor („Yo!!! F***ing awesome Mark.“; dt: „Ja!!
Das Training bei Guerrilla Jiu-Jitsu
Mark begann sein Training mit dem renommierten BJJ- Schwarzgurt Dave Camarillo von Guerrilla Jiu-Jitsu. Im Guerrilla Jiu-Jitsu San Jose-Studio trainiert auch Mark Zuckerberg. Natürlich hatte ich meine Erwartungen an das Jiu-Jitsu-Studio, in dem Mark Zuckerberg trainiert und für das er als Blau-Gurt antritt.
Per Internetformular hatte ich mich für eine kostenlose Probestunde bei Guerrilla Jiu-Jitsu in San Jose, Kalifornien, angemeldet. Je nach Verkehr sind es von Mark Zuckerbergs Haus in Palo Alto etwa 20 Minuten über breite und vielbefahrene Straßen. Um dann abrupt in einem recht heruntergekommenen Viertel zu enden. Zwischen Baustellen und gerade fertiggestellten neuen Apartment-Blocks klemmt das graue Gebäude, in dem sich Guerrilla Jiu-Jitsu befindet. Für dieses Studio tritt er an. Die große Glasfront mit der blauen Aufschrift ist verstaubt. Hinter einer unscheinbaren Tür stehen Wäschetrockner und Waschmaschine. Über einen schmalen Gang geht es in den Trainingsraum. An den Wänden hängen Bilder von Kämpfern und Kämpfen. Außerdem die Verhaltensregeln.
Auf der Matte ringen zwei Männer in weißen Sportuniformen miteinander. Anders als von mir erwartet, riecht es nicht nach Parfüm. Im Gegenteil, in der Luft hängt eine saure Mischung aus Schweiß, Feuchtigkeit und Schimmel. Und nach vorgewärmten Handtüchern sieht es hier auch nicht aus. Ein Blick in die offen stehende Tür zur Damentoilette offenbart brutale Schlichtheit. Eine Toilette, ein Waschbecken, ein Mülleimer - das war es auch schon. Die Begrüßung ist freundlich. Der Trainer mustert mich kurz und ruft dann einem Helfer die für mich passende Anzug-Größe zu. Schnell wird mir ein weißer Kampfanzug gereicht. Nach und nach kommen die anderen Kurs-Teilnehmer an. Bei allen wiederholt sich dasselbe Ritual. Innerhalb von zehn Minuten sind alle mit Anzügen mit der schwarzen Aufschrift "Guerilla" auf der linken Schulter ausgerüstet. Umgeben bin ich von elf Männern, deren Gürtel von weiß (Anfänger wie ich) bis braun (sehr fortgeschritten) reichen. Nach einer kurzen Verbeugung vor Coach Chris geht es dann los.
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Runden laufen, hüpfen, rückwärts rennen und Hampelmänner. Dann Purzelbäume - vorwärts und dann rückwärts. Dann eskalieren die Dinge allerdings rechts schnell. Ich werde Omid (Name geändert) zugeteilt. Er trägt einen lila Gurt, er trainiert also mindestens seit zwei Jahren Jiu-Jitsu und soll mir heute Grifftechniken beibringen. Genauer heißt das, dass er sich auf meinen Oberkörper und Kopf setzt und versucht, meine ineinander verhakten Hände zu trennen. Auf dieser Matte stand schon Mark Zuckerberg: Die Einrichtung des Kampfstudios ist auf das Wesentliche reduziert. Er erzählt, dass er Zuckerberg hier auch schon gesehen habe. "Er macht keine Show, er ist einfach hier, netter Kerl", sagt er schnell. Mehr mag er nicht verraten, wie alle hier, die offensichtlich Diskretion versprochen haben. Er ist selbst Programmierer und nutzt eine vorgezogene Mittagspause im Homeoffice für das Training.
Zwei Mal fünf Minuten. Für mich heißt das, dass ich nach drei Sekunden und einem geschickten Wischer mit dem Fuß gegen meine Beine schon das erste Mal krachend auf der Matte lande. Und eigentlich von da an auch nicht mehr wieder auf die Füße kommen - sondern in den verschiedensten und sehr unbequemen Postionen niedergerungen werde. Kurzum: Ich habe nicht den Hauch einer Chance. Am Ende bin ich nassgeschwitzt, zähle am Abend acht Blutergüsse an diversen Körperstellen. Als er mich aus dem letzten Griff entlässt, sagt Omid: "Gut gemacht, du hast nicht aufgegeben." Eine Mitgliedschaft bei Guerilla Jiu-Jitsu kostet für sechs Monate unbegrenztes Training jeweils 229 Dollar pro Monat.
Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)
Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) ist eine Kampfkunst, die in Brasilien aus dem traditionellen Jiu-Jitsu (aus Japan stammend) weiterentwickelt wurde. BJJ konzentriert sich auf Bodenkämpfe und Aufgabegriffe, sogenannte Submission-Techniken. Hier wird der Gegner u .a. durch Würfe, Hebel- oder Würgegriffe zur Aufgabe gezwungen. Schläge und Tritte werden zwar taktisch eingesetzt, um den Gegner auf die Matte zu manövrieren, sind im Wettkampf allerdings untersagt (ebenso wie Kopfstöße u. Ä.). Ziel ist es, den Gegner in einen Bodenkampf zu verwickeln und ihn dort durch Abklopfen zur Aufgabe zu zwingen. Der Sieg kann jedoch auch durch Punkte und Vorteile erreicht werden.
Je nach Stilrichtung wird im traditionellen Gi (robuste weiße Jacke und Hose, ähnlich wie in Kampfsportarten Judo oder Karate) oder auch in Leggings, wahlweise auch kurzen Shorts (wie beim Boxen/MMA) und eng anliegendem T-Shirt gekämpft. Beide Versionen des Jiu-Jitsu-Outfits sieht man auch auf Mark Zuckerbergs Instagram-Fotos.
Die Entwicklung des brasilianischen Jiu-Jitsu
Die Entwicklung des brasilianischen Jiu-Jitsu - Mark Zuckerberg trainiert MMA u. Seit seinen Anfängen in den frühen 1900er Jahren hat sich BJJ rasant weiterentwickelt. Obwohl es sich zu einer Sportart entwickelt hat, müssen wir immer noch verstehen, dass Jiu-Jitsu in seinem Kern ein erprobter Kampfstil ist.
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Heutzutage ist Jiu-Jitsu zugänglicher denn je. Mit der steigenden Popularität hat sich auch der Talentpool erweitert. BJJ hat einige der weltweit fähigsten Kämpfer hervorgebracht, die aus unterschiedlichen Hintergründen stammen. Neben Mixed Martial Arts (MMA) zählt BJJ heutzutage zu den am schnellsten wachsenden Kampfsportarten. Durch das harte Training schafft Jiu-Jitsu eine besondere Verbindung zwischen den Ausübenden und fördert gleichzeitig geistige Stärke und Klarheit.
Die Vorteile des Kampfsporttrainings
Unabhängig von seiner Herkunft kann nahezu jeder mit dem Training von Kampfsportarten wie Jiu-Jitsu beginnen. Neben der Möglichkeit, in Kämpfen zu bestehen und sich zu verteidigen, wenn die Situation es erfordert, ist eine der wichtigsten Lehren des BJJ: „Beurteile ein Buch nie nach seinem Umschlag“. Diese „Nerd-Assassins“ sind Grappler, die dem stereotypehnischen, schmächtigen Brillenträger ähneln, aber gut trainiert sind und in der Lage, stärkere und größere Gegner zu besiegen. Solche Personen sind im BJJ häufig anzutreffen, da diese Sportart in den meisten Fällen den analytischen Verstand fördert. Mark Zuckerberg ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie jemand, der unscheinbar wirkt, diesen Sport betreibt. Er ist ein intellektueller Mensch, der auf seinem Gebiet außergewöhnlich ist und nun lernt, sich im Kampf zu behaupten. Deswegen trainiert Mark Zuckerberg MMA u. BJJ.
Laut Khai Wu, einem MMA-Kämpfer und Trainingspartner von Zuckerberg, gehört er zu den Personen, von denen man nie erwarten würde, dass sie einen zu Fall bringen können. Wir leben in einer stressigen Welt, in der uns viele Probleme gegenüberstehen. Wie John Danaher, ein sehr bekannter Kampfsporttrainer, bemerkte, verleiht uns Jiu-Jitsu die Fähigkeit, unter Stress Probleme zu lösen. Es ermöglicht uns, ruhig zu bleiben, wenn wir mit Herausforderungen konfrontiert werden, und das ist eine wertvolle Fähigkeit für jeden Menschen.
Nachdem er viel von Dave gelernt hatte, bezeichnete er BJJ als den besten Sport. Für John Danaher ist es der Sinn des Lebens, für etwas zu leben, das größer ist als man selbst und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Das Training der Kampfkünste kann Menschen zusammenbringen, die hart daran arbeiten, jeden Tag zu einem besseren Menschen zu werden. Mit seiner neu entdeckten Liebe zu BJJ und MMA hat Mark viele seiner Freunde erfolgreich für diesen Sport begeistert, und seitdem trainieren sie gemeinsam.
Mark bewundert die Philosophie von BJJ und MMA, da sie den Fluss und die Dynamik der Dinge lehren. Rr zieht Parallelen zu Unternehmen. Für ihn ist es wichtig, die Nuancen der Positionen zu verstehen, da er gerne logisch nachvollziehen kann, wie er Techniken anwenden kann. Sich der Welle zuwenden oder von ihr verschlungen zu werden - Jiu-Jitsu hat Mark gelehrt, sich durchzusetzen und zu handeln, anstatt darauf zu warten, dass der Schwung die Kontrolle übernimmt und das Ergebnis bestimmt. Er schätzt eine Mischung aus diesen beiden Aspekten im Leben.
In einer Zeit, in der immer mehr Menschen Interesse am Kampfsport zeigen, ist es nicht überraschend, dass auch einige der einflussreichsten Persönlichkeiten in diesem Bereich aktiv sind. Mark hat bereits konkrete Schritte unternommen, um mit Hilfe von Meta neue Geräte und Technologien zu entwickeln, die MMA in das Metaverse bringen können.
Die Vorteile des Trainings von Kampfsportarten wie BJJ und MMA hätten von Mark Zuckerberg nicht klarer definiert werden können. Ein höheres Energieniveau, ein klarerer Verstand und sogar verbesserte Problemlösungsfähigkeiten sind nur einige der Vorteile eines Kampfsporttrainings!
Das geplante Käfigduell mit Elon Musk
Es gibt das Gerücht, dass Elon Musk gegen Mark Zuckerberg im MMA Cage kämpfen soll. Das ursprünglich einmal angedachte Käfigduell der Techmilliardäre Mark Zuckerberg und Elon Musk rückt weiter in die Ferne - und diesmal liegt das nicht an Tesla-Chef Musk. »Ich habe mir beim Sparring das Kreuzband gerissen und wurde gerade operiert«, teilte der 39-Jährige per Instagram mit. Er habe für einen Mixed-Martial-Arts-Kampf Anfang 2024 trainieren wollen, erklärte Zuckerberg, ohne ins Detail zu gehen, gegen wen genau er antreten wollte. »Aber das verzögert sich jetzt etwas. Ich freue mich aber immer noch darauf, den Kampf nach meiner Genesung zu bestreiten.«
Musk hatte Zuckerberg im Juni herausgefordert, dieser stimmte zu. Doch auf viele Andeutungen und Spekulationen folgte letztlich wenig Handfestes. Im August verwies der 52-jährige Musk auf eine Schulteroperation, von der er sich einige Monate werde erholen müssen. Zuckerberg zeigte sich daraufhin skeptisch, dass es noch zu einem Kampf kommen werde. Wenn Musk sich jemals ernsthaft auf ein offizielles Event einlassen wolle, »weiß er, wie er mich erreicht«, sagte der Meta-Chef.
Weitere sportliche Aktivitäten
Außerhalb des Kampfsports treibt Zuckerberg auch gerne andere Sportarten. Zuckerberg kann dennoch immer noch beweisen, dass er schnell ist. Neben Laufen interessierte sich der Meta-Chef für verschiedene Wassersportarten. Zuckerberg suchte sich eine Sportart aus, die ihn sowohl „körperlich als auch intellektuell“ forderte.
Veränderung und Image
Neulich sorgte ein Sixpack-Foto von Zuckerberg für Aufsehen. Lange galt Meta-CEO Mark Zuckerberg als der Nerd-Prototyp - doch diese Zeiten sind vorbei. Der neueste Spitzname des Techmilliardärs: „Shredded Zuck“ (zu deutsch: der muskelbepackte Zuck). In der Highschool entschied sich Mark Zuckerberg für Fechten und wurde Teamkapitän seiner Schule. Lange war Zuckerberg ein Läufer. Er lief nach eigener Aussage jede Woche mindestens dreimal, um fit zu bleiben.
