Taekwondo Union Sachsen-Anhalt: Informationen und Veranstaltungen

Die Taekwondo-Gemeinschaft Schönebeck "Wild Devils" e.V. richtete zum 21. Mal die Offenen Ostdeutschen Meisterschaften aus, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Die Veranstaltung fand am Samstag, dem 14. November, statt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Bert Knoblauch eröffnete der Präsident der Taekwondo-Union Sachsen-Anhalt den Wettbewerb vor knapp 300 Kämpfern.

Erfolgreiche Wettkämpfe der "Wild Devils"

Das Starterfeld der "Wild Devils" war mit erfahrenen Athleten bis zu Wettkampfdebütanten bunt gemischt. Einer der Debütanten war Hadrian Lade. Für ihn war es sein erster Wettkampf und er zeigte gleich, was er unter seinen Trainern gelernt hat. Hadrian kämpfte klug und entschlossen.

Während Yannis direkt im Finale durch wirkungsvolle Kopftreffer siegreich hervorging, musste Caroline den Umweg über das Halbfinale gehen. Sowohl im Halbfinale als auch im Finalkampf zahlte sich ihre jahrelange Wettkampferfahrung, auch auf internationalem Parkett, aus.

Voller Spannung trafen die zwei Teamkollegen Pascal Butscheck und Martin Jeglinski im Finale zusammen. Nachdem Martin die erste und Pascal die zweite Runde jeweils knapp gewannen, ging es in Runde 3 um die Entscheidung. Ebenso eng ging es unter anderem bei Mona Brehmer, Melina Urban oder auch Mahdi Barbari zu.

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Am Ende konnte sich das Team der Taekwondo-Gemeinschaften Schönebeck und Barby "Wild Devils" e.V. durchsetzen. Der Vereinsvorstand um Holger Goldschmidt und Martin Jeglinski bedankt sich bei allen fleißigen Helfern und Unterstützern des Vereins. Ein besonderer Dank gilt dem Hauptsponsor, Lotto Sachsen-Anhalt.

Herausforderungen durch die Corona-Pandemie

Holger Goldschmidt, Präsident der TUSA und Organisator des DTU Final8 - Int., äußerte sich zu den Herausforderungen durch die Corona-Pandemie:

Herr Goldschmidt, Hand aufs Herz. Gab es mal einen Moment, wo sie das geplante Turnier lieber abgesagt hätten?

HG: Selbstverständlich gab es in den vergangenen Monaten seit Beginn der Pandemie immer wieder Momente, in denen es mehr als unwahrscheinlich erschien, dass eine Sportveranstaltung in diesem Format stattfinden könne. Viele Veranstaltungen wurden bereits abgesagt oder verschoben, da liegt es auf der Hand, dass auch der Internationale Sachsen-Anhalt Cup davon betroffen sein könnte. Die Entwicklung der Corona Pandemie ist auch heute noch unvorhersehbar und die Vorgaben zur Durchführung von Veranstaltungen können sich jederzeit ändern. Somit schwingt eine Unsicherheit immer weiter mit. Wir sind jedoch optimistisch, dass das Turnier am 14.11. stattfinden kann.

Wie verhalten sich die Behörden?

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HG: Wir arbeiten sehr eng mit den Behörden zusammen. Unser gemeinsames Ziel ist es, ein Veranstaltungskonzept zu erstellen, dass den behördlichen Vorgaben entspricht und allen Teilnehmern und Besuchern Schutz bietet.

Was wird auf die Vereine zu kommen? Wir könnten uns vorstellen, dass die Waage ein kleines Problem darstellt, das es zu lösen gilt.

HG: Die Erstellung des Hygienekonzeptes steht für uns während der Vorbereitung an erster Stelle, ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Selbstverständlich werden darin alle Vorgaben der Gesundheitsämter eingehalten werden, was hier und da unter Umständen zu Neuerungen und Verzögerungen im Wettkampfablauf führen wird. Eine besondere Herausforderung stellt die deutschlandweite Zusammensetzung der Teilnehmer dar. In allen Bundesländern herrschen aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens abweichende Regelungen. Wie bereits erwähnt, ist die Entwicklung der Corona Pandemie unvorhersehbar, so dass sich auch die Vorgaben täglich verändern können und wir bis zuletzt mit Anpassungen rechnen müssen.

HG: Wir sind bereits im Vorfeld mit den Vereinen im Austausch und informieren regelmäßig über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Schon jetzt zeigt ein Blick auf die Teilnehmerliste, dass vor allem auch ambitionierte Sportler teilnehmen werden.

Deutschlandweit hat ihr Turnier ein gutes Image. Der Internationale Sachsen-Anhalt Cup steht für gute Organisation, eine schöne Halle und Spitzensport.

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HG: Der Internationale Sachsen-Anhalt Cup ist seit nunmehr 28 Jahren fester Bestandteil des deutschen Taekwondo Kalenders. Es ist eines von 8 Bundesturnieren, in dem die besten Sportler der Nation um die begehrten Ranglistenpunkte kämpfen. Ich denke, die Besonderheit in diesem Jahr wird sein, dass die Wettkämpfer sehr lange auf ihren Sport verzichten mussten und viele Turniere abgesagt wurden.

Viele, vor allem hochrangige, Veranstaltungen wurden abgesagt. Wie glauben Sie, wird es weitergehen. Ein Blick auf dem Turnierkalender zeigt sehr deutlich, dass sich zurzeit nur wenige zutrauen, ein Turnier zu organisieren. Hat das Corona-Virus unserem Sport keinen gefallen getan?

HG: Die ganze Welt stand wochenlang still. Meiner Meinung nach erleben wir gerade in allen Bereichen eine Ausnahmesituation und müssen auf viele Dinge verzichten. Die getroffenen Maßnahmen dienen dazu, den Pandemieverlauf einzudämmen und Lockerungen zu ermöglichen.

HG: Wir hoffen, dass wir am 14. November das eingeschränkte Sportjahr 2020 noch einmal mit einem Highlight abschließen und somit ein positives Signal für unseren Sport setzen können. Alle Teilnehmer, ob Kinder oder Erwachsene, mussten in diesem Jahr auf viel verzichten, was sicherlich überall Spuren hinterlassen hat. Außerdem freue ich mich persönlich, wenn viele Besucher die Stadt Halle (Saale), in der ich selbst sehr lange gelebt habe, von seinen schönsten Seiten kennenlernen.

ISAC 2024 in Dessau-Roßlau

Die ISAC 2024 in Dessau-Roßlau war ein herausragendes Event, das die besten Talente des TVBB zusammenbrachte. Die Veranstaltung fand in einer neuen Halle statt, die trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich der Organisation hervorragend gemeistert wurde. Die sieben Teams des TVBB zeigten beeindruckende Leistungen und konnten in jedem Platzbereich zweistellige Erfolge erzielen.

Hier ist eine Übersicht der teilnehmenden Teams und ihrer Erfolge:

  • TKD Elite Berlin E.V.
  • USV Potsdam TKD
  • Team-Fullcontact Berlin
  • Taekwondo Tigers Berlin
  • Fighters Point Berlin
  • Perfect Taekwondo E.V. Berlin
  • SV Kloster Lehnin E.V.

Die Teams erzielten folgende Ergebnisse:

Platz Anzahl
1. Platz 17
2. Platz 12
3. Platz 13

Insgesamt war das ISAC 2024 ein voller Erfolg für die Teams des TVBB. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer und Zuschauer zeigen, dass die Veranstaltung nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch auf einem hohen Niveau stattfand.